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kûm

ahd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

EWA
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24 in 15 Wb.
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Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

kûm

kumftigîAWB f. īn-St., Gl. 4,336,22 (ver-
stümmelt ..tigi, 10. Jh., alem.) und NBo: ‚Zu-
kunft; futura
. Deadj. Abstraktum. S. kumf-
tîg. – kûmidaAWB f. ō-St., T, OT: ‚Krankheit,
Leiden; aegrotatio, infirmitas
. Abstraktum
mit dem Fortsetzer des Suffixes urgerm.
*-iþō- zu einem ahd. nicht belegten Adj.
*kūmi (vgl. mhd. kûme ‚dünn, schwach,
gebrechlich‘
). S. kûmîg, -ida. – kûmîgAWB adj.,
in Gl. des 10. und 11. Jh.s, T, O und Nps:
‚schwach, kraftlos, ermattet, gebeugt, krank;
aeger, fractus, (languens), tortuosus
, kûmîg
werdan / wesan ‚kraftlos werden, krank
werden; deficiens, infirmari
, swâro kûmîg
(wesan) in infirmitate (esse)‘ (nhd. mdartl.
schweiz. chūmig ‚kränklich, unbehaglich‘
[Schweiz. Id. 3, 288], märk. kümig ‚matt,
hinfällig, wählerisch‘
[Bretschneider, Bran-
denb.-berlin. Wb. 2, 1253], mittelelb. kǖmig
‚kraftlos, schwach, alt, wählerisch‘ [Kett-
mann, Mittelelb. Wb. 2, 773], rhein. käumig
‚gerne seufzend, stöhnend, kurzatmig‘ [Mül-
ler, Rhein. Wb. 4, 338]; vgl. mhd. kûm[e]
867 unkumftîg – kumftigîS868
‚dünn, schwach, gebrechlich‘, nhd. md.-
artl. schweiz. chūm ‚kränklich, unbehaglich‘
[Schweiz. Id. 3, 288], märk. küm[e] ‚matt,
hinfällig, wählerisch‘
[Bretschneider, a. a. O.
2, 1252 f.], mittelelb. kǖme ‚kraftlos, alt,
schwach, wählerisch‘
[Kettmann, a. a. O. 2,
770 f.], ndd. kǖme ‚matt, leidend, kränklich,
schwach‘
[Schambach, Wb. d. ndd. Mda.
116], lüneb. kǖm ‚schwach, matt, flau, hin-
fällig‘
[Kück, Lüneb. Wb. 2, 243], schlesw.-
holst. küm ‚schwach, matt, kränklich, zimper-
lich, prüde, wählerisch, schnippisch‘
[Men-
sing, Schleswig-holst. Wb. 3, 384], meckl.
küm ‚schwächlich, krank, gebrechlich, ap-
petitlos‘
[Wossidlo-Teuchert, Meckl. Wb. 4,
753 f.
], thür. käume ‚kränklich, schwächlich,
minderwertig, bösartig‘
[Spangenberg, Thür.
Wb. 3, 396]; mndd. kǖme ‚schwach, matt,
hinfällig, ohnmächtig‘
, mit kǖmer not ‚mit
Mühe und Not‘
; in and. Bed. ae. cȳme ‚lieb-
lich, fein, herrlich, glänzend‘
). Deadj. Bil-
dung zum erst mhd. belegten Adj. kûme. S.
-îg. – kûmigênAWB sw.v. III, Gl. 2,272,48 (3.
Viertel des 11. Jh.s, bair.). 49 (in 2 Hss.,
10./11. Jh. und 3. Viertel des 11. Jh.s, bei-
de bair.), nur im Part.Präs.: ‚ermattet; las-
sescens
. Deadj. Ableitung mit inchoativer
Bed. S. kûmîg. – kûmigîAWB? f. īn-St., Gl.
2,617,51 (11. Jh., bair.): ‚Geschwächtsein,
Kraftlosigkeit; saucia
. Deadj. Abstraktum.
S. kûmîg. – kumihAWB m. a-St., in Gl. seit dem
12. Jh.: ‚Wiesen-Kümmel; ciminum, cumi-
num, cyminum
(Carum carvi L.), ‚Echter
Schwarzkümmel; git
(Nigella sativa L.)
(mhd. kumich, kümich, ält. nhd. kümich,
nhd. mdartl. schweiz. chömmich, chümmich
[Schweiz. Id. 3, 294 f.], els. kümmich [Mar-
tin-Lienhart, Wb. d. els. Mdaa. 1, 422], bad.
kümiχ, kimiχ, kemiχ [Ochs, Bad. Wb. 3, 323
s. v. Kümmel], schwäb. kümmich [Fischer,
Schwäb. Wb. 4, 834 f.], vorarlb. kümmig
[Jutz, Vorarlberg. Wb. 2, 187 f.], bair. kü-
mich [Schmeller, Bayer. Wb.2 1, 1249 ohne
bair. Beleg], tirol. kümich, kîmach, kîmich
[Schöpf, Tirol. Id. 352; Schatz, Wb. d. tirol.
Mdaa. 1, 361]). Das Wort ist wohl über rom.
Vermittlung aus lat. cumīnum, spätlat. ci-
minum, cominum n. ‚Kümmel‘ entlehnt. Un-
ter dem Einfluss von Wörtern wie ratih
(s. d.) ist Suffixersatz durch hd. -ih erfolgt
(vgl. Marzell [1943–58] 2000: 1, 856. 858)
S. kumîn. – kumilAWB m. a-St., in Gl. seit dem
S869kumîn – kumistadal, kumistuodal 870
11. Jh.: ‚Wiesen-Kümmel; careum, ciminum,
cyminum
(Carum carvi L.) (mhd. kumel,
kümel, nhd. Kümmel; mndd. kȫmel). Nach
Marzell, a. a. O. 1, 858, Braune-Reiffenstein
2004: § 126 Anm. 3 u. a. ist die Folge -mVn-
zu -mVl- dissimiliert. Doch liegt es näher,
dass das Wort aus volkssprachlich beding-
tem lat. cimilum für ciminum/cuminum
übernommen ist (vgl. Stotz 1996–2004: 3,
§ 259). Seit Luther hat sich dann die ostmd.
Form Kümmel hochspr. durchgesetzt und alle
and. Varianten verdrängt (vgl. Osman 1992:
79). S. kumîn. – Ahd. Wb. 5, 467 ff.; Splett,
Ahd. Wb. 1, 493
. 718; Köbler, Wb. d. ahd.
Spr. 686; Schützeichel7 185; Starck-Wells
351; Schützeichel, Glossenwortschatz 5, 371 f.
4177 Zeichen · 222 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    kûm

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA) · +1 Parallelbeleg

    kumftigîAWB f. īn-St., Gl. 4,336,22 (ver- stümmelt ..tigi, 10. Jh., alem.) und NBo: ‚Zu- kunft; futura‘. Deadj. Abstrakt…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    KUMstv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +2 Parallelbelege

    KUM stv. ich komme. ahd. quimu Graff 4,655. Gr. 2,30. den ursprünglichen anlaut hat nur das präteritum quam, conj. quæme…

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    kumM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    kum , M. nhd. großes offenes Gefäß, rundes oder längliches Gefäß, Becken, Trog, Wanne, Wasserbehälter, Zisterne, Brunnen…

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    kum

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    kum , s. kaum oder kommen.

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kum

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +2 Parallelbelege

    Kum (Kom), Hauptstadt der frühern pers. Provinz Irak Adschmi, 120 km südsüdwestlich von Teheran, mit 20–30,000 Einw., 88…

  6. modern
    Dialekt
    kum

    Elsässisches Wb. · +9 Parallelbelege

    kum [khým Logelnh. Rapp. Str. Hf. Betschd. Lützelstn. ; khym K. Z. ; khøỳm Rosteig ] Adv. kaum. — Schweiz. 3, 288. Bayer…

  7. Spezial
    кум

    Russ.-Dt. Übers. (ru-de)

    кум eine Quasi-Verwandschaftsbeziehung, die zwischen den Pateneltern eines Kindes nach einer Taufe entsteht (russisch-or…

Verweisungsnetz

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kum

766 Bildungen · 740 Erstglied · 18 Zweitglied · 8 Ableitungen

kum‑ als Erstglied (30 von 740)

кумач

RDWB2

кумач roter Fahnenstoff ( перен. ) rote Farbe

Kumamoto

Meyers

Kumamoto , Hauptstadt eines Ken (7179 qkm mit 1898: 1,151,401 Einw.) in der japan. Provinz Hiogo, auf der Insel Kiusiu, am rechten Ufer und …

kuman

AWB

kuman s. queman.

kuman 42

KöblerAnfrk

kuman 42 , st. V. (4) nhd. kommen, zuteil werden, sich verbreiten, abstammen, gelangen, geraten (V.) ne. come ÜG.: lat. adesse LW, continger…

Kumandērbūre

WWB

Kumandēr-būre m. Bauer, der nur kommandiert, nicht mitarbeitet ( Bek Al).

kumandēren

WWB

kuman·deren

kumandēren V. [verstr.] kommandieren, jmdm. im Befehlston Anweisungen geben. Diu hiäs nicks te kummedäiern ( Arn Es ). Kaas den Hund wall ko…

Kumandi

Idiotikon

kum·andi

Kumandi Band 3, Spalte 291 Kumandi 3,291

Kumando

WWB

kum·ando

Kum a ndo n. [ Rek Dor] Kommando; Befehlsgewalt. Hä hïet se in Kummando ( Dor Wl). ⟨ Ku - ( Dor Wl ), sonst Ko - ⟩ ¶ RhWb 4,1148: Kommando ;…

Kumandr

WWB

kuman·dor

Kumandor m. [verstr.] Kommandeur; Oberkommandierender beim Schützenfest ( Wal Ro).

Kumanelinzen

Meyers

Kumanelinzen , Volksstamm, s. Telëuten .

Kumānen

Meyers

kuma·nen

Kumānen ( Komanen ), ein türk. Steppenvolk, bei den Byzantinern Uzen , bei den Ungarn Kunok , bei den slawischen Völkern Polowzen (»Bewohner…

Kumani

Meyers

kum·ani

Kumani , eine im Kaspischen Meer erschienene Insel, benannt nach ihrem Entdecker; zuerst 7. Mai 1861 als fast 6 m hohes und gegen 1 km lange…

Kumanĭen

Meyers

kuma·nien

Kumanĭen , das von den Kumanen (s. d.) in Ungarn bewohnte Gebiet, bestand aus zwei selbständigen Distrikten und zwar aus Kleinkumanien , ein…

Kumaon

Meyers

Kumaon ( Kamaon ), Division der britisch-ind. Nordwestprovinzen, liegt ganz im Himalajagebirge, grenzt im N. an Tibet, im O. an Nepal und ha…

Kumari

Meyers

kum·ari

Kumari , eigentlicher, durch Portugiesen und Engländer in Comorin verderbter Name für das Südkap Ostindiens.

Kumarīn

Meyers

kuma·rin

Kumarīn ( Kumarsäureanhydrid, Tonkakampfer ) C 9 H 6 O 2 oder @24@float findet sich in den Tonkabohnen ( Dipteryx odorata , 1,4 Proz.), im W…

Kumarōn

Meyers

kuma·ron

Kumarōn C 8 H 6 O oder @24@float findet sich in den schweren Steinkohlenteerölen und kann auch aus Kumarindibromiden dargestellt werden; es …

Kumarzî

BMZ

Kumarzî , Cumarzî geogr. n. W. Wh. 146. 169. 263. 304. 328. 372. Komarzî das. 93.

Kumarzī

KöblerMhd

Kumarzī , ON nhd. Kumarzi Q.: Wh (um 1210) E.: Herkunft ungeklärt? W.: nhd. DW- L.: Benecke/Müller/Zarncke I, 909a (Kumarzî)

Kumas

Meyers

Kumas , Konstantin Michail , neugriech. Gelehrter und Schriftsteller, geb. 1777 zu Larissa in Thessalien, gest. im Mai 1836 in Triest, volle…

kumasirer

DWB

kumasirer , m. : pfaffen, bulerin, cumasirer. lied vom heller ( s. blickschlaher); gleich kommasirer, s. d.

Kumassi

Meyers

Kumassi ( Kumase , nach engl. Schreibung Coomassie ), einst Hauptstadt des Königreichs Aschanti an der Guineaküste, nach dem letzten Aufstan…

kumat

DWB

kumat , s. kummet .

Kumazeen

Meyers

Kumazeen , s. Schildkrebse .

kumbal

KöblerAs

kum·bal

kumbal , st. N. (a) nhd. Zeichen ne. sign (N.) Hw.: vgl. ahd. *kumbal? (st. N. a) Q.: H (830) E.: germ. *kumbal, Sb., Zeichen, Mal; B.: H No…

kumbalboro

AWB

kumbalboro sw. m. ( zum ersten Glied vgl. as. kumbal, kumbl n., ae. cumbol n., an. kum(b)l, kubl n. ). — Graff III,157 f. khunpal-porun: nom…

kumbar

EWA

kum·bar

kumbar(r)aAWB f. jō(n)-St., Gl. 1,293,13 (in 2 Hss., beide Anfang des 9. Jh.s, S863kûmen, kûmôn – kumft 864 alem.[-frk.]); 3,6,32 (Voc); 4,1…

kum als Zweitglied (18 von 18)

Panoptikum

RDWB1

Panoptikum n кабинет восковых фигур, кунсткамера, собрание диковинок, паноптикум

Politikum

RDWB1

Politikum n (Lakune) политическое дело etw. wurde zum ~ - что-л. выросло в политическое дело

Basilikum

Pfeifer_etym

Basilikum n. duftende Küchenpflanze, Gewürzkraut. Auszugehen ist von mlat. basilicon, basiliscon, basilia, das auf griech. basilikós (βασιλι…

bitwiskum

KöblerAfries

bitwiskum , Präp. Vw.: s. bitwisk*

gerwekum

KöblerMnd

gerwe·kum

gerwekum , M. nhd. Gerberkumme E.: s. gerwen, kum L.: MndHwb 1/2, 79 (gērkum)

Juliskum

KöblerGerm

juli·s·kum

Juliskum , ON nhd. Jülich Q.: ON (4. Jh.) E.: keltischlateinischer Herkunft

meltekum

KöblerMnd

melte·kum

meltekum , F. nhd. Malzbottich E.: s. melte, kum L.: MndHwb 2, 1032 (mültegelt/mültekum) Son.: jünger

mültekum

KöblerMnd

mültekum , F. Vw.: s. meltekum*

Panoptikum

Pfeifer_etym

Panoptikum n. ‘Wachsfigurenkabinett, Kuriositätensammlung’, Entlehnung (Berlin 2. Hälfte 19. Jh., mit lat. Endung Panopticum) im Sinne von ‘…

Publikum

Pfeifer_etym

publizieren Vb. ‘(in gedruckter Form) veröffentlichen, herausgeben’, entlehnt (15. Jh.) aus lat. pūblicāre ‘öffentlich bekanntmachen, öffent…

schīrkum

KöblerMnd

schīr·kum

schīrkum , M. nhd. ein Gefäß zum Brauen ÜG.: lat. sudibulum E.: s. schīr (1), kum L.: MndHwb 3, 107 (schîrkum), Lü 330a (schîrkum)

willekum

Lexer

wille·kum

wille-kum stm. BMZ dasselbe Konr. willecume Marld. han. 6,14.

Ableitungen von kum (8 von 8)

bekum

BMZ

bekum stv. komme bei oder heran. diese grundbedeutung zeigt sich in folgenden modificationen. I. in engerm sinne. 1. ich komme. si sint her …

erkum

BMZ

erkum stv. I. ich erschrecke, eigentlich ich komme in die höhe, fahre auf. 1. ohne casus. erchom sô harte Genes. fundgr. 39,20. vgl. 64,5. 3…

erkûme

BMZ

erkûme swv. refl. werde krank u. elend. der sich erkûmet mîn lîp, mîn herze unde al mîn sin MS. 2,88. b.

erkûmen

Lexer

er-kûmen swv. BMZ refl. mit gen. krank u. elend werden wegen, durch? Ms. ( wol zu erkomen gehörig, wie auch im Wb. I. 905 a , 47 angenommen …

kûme

Lexer

kûme , kûm adv. ib. mit mühe, schwerlich, beinahe nicht, kaum, oft nur für stärkeres nicht, allgem. ( comp. kûmer Berth. 279,2. Germ. 3. 415…

verkum

BMZ

verkum stv. 1. komme, gehe vorüber. dô der tach vorquam vorbei war En. 7866. 2. komme zuvor. daʒ die sunder verkoment unde vergânt die wîsen…

verkûme

BMZ

verkûme swv. werde ganz krank und elend. ich verkompter ( d. i. verkûmter) man altd. bl. 1,30,5.

verkûmen

Lexer

ver-kûmen swv. BMZ ganz kûme werden Ab. 1. 30,5.