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Küche

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Küche

Bd. 4, Sp. 1628
Küche das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk kiχ, –e- [Birkf-Idar kiχ u. -χə]; Mosfrk kiχ, –e- [doch an der mosfrk. Saar, Trier, Bitb, Prüm -χən; in Merz-Stdt kiχ u. -χən; Daun-Dockw kox(ə)]; Siegld keχə; Rip køχ [uSieg, LRip kχ, –øy-; Aach-Stdt køχə, Pl. -χənts; Eup køyχə]; Berg køχə [OGummb, Wippf (nfrk.), Lennep køkə, –y-, –ȳə(r)-; Mettm, Düss køχ]; SNfrk gehen die verschobenen Formen über die Benr-L. hinaus, u. zwar kχ innerh. einschl. Erk-KlBouslar Katzem Lövenich; køχ neben kȳək innerh. einschl. Grevbr-Kamphsn Hoppers Wey Waat Dürselen; von Grevbr-Wey an geht die L. χ/k über MGladb-Schelsen Neersbr Herzbr Herrenshf, Neuss-Driesch Holzbüttgen Büderich (die Orte mit ); südl. dieser Orte kχ, –ø-; n. dieser χ/k- L. kȳək, Demin. køkskə; von Geld, Mörs an u. im Klevld kk [Erk-Bellinghv kȳəkə; Kemp-Grefr --; MülhRuhr -ȳ-, Demin. kykskə; Ess køkə; um Dinsl-Königshardt Byfang Sterkr køk; Duisb -:-; nö. einschl. Dinsl-Bruckhsn Welmen, Rees-Drevenack Isselr Heiderott Mühlenr Töwen Sonsf Haldern Aspel Androp Bienen Dornick Praest kk(ə)]; Pl. -χə(n), –kə(n) [Klevld -kə(s)]; Demin. -χəlχə(n), –χskə, –kskə(n) f.: 1.a. wie nhd., Kochraum mit Feuerkaule (u. Hahl), Kamin, Komfur, Furnös, Herd; im altfränkischen Bauernhaus tritt man durch die Haustüre unmittelbar in die K., früher u. hier u. da jetzt noch einfach et Hus (Dell OBerg) genannt (ein Hausgang fehlt also), von ihr aus erreicht man die Stube u. die Kammern (u. den Stall OBerg); vielfach befindet sich hinter dieser Hauptk. noch die Foderk. (Futterk.) (Fuərdell OBerg, Veihk. Birkf), mit Veh-, Breikessel (u. Backofen Eif) oder eine Kammer, die Köchekammer. En stene K. mit Steinplatten belegt Rip; op der K.ən in der K. OBerg; K. on Kelder (Keller) sin gut versörgt Mörs. RA.: Ren (rein) on ganz, der K.ə Glanz Rheinb-Kurtenbg, Saarl-Wadgassen. Maddes (Matthias), de K. kalt, fresch geschlacht! beim Essen des Fleisches bei frischer Hausschlachtung soll die K. kalt sein, damit beim reichlichen Essen nicht der Schweiss ausbricht Koch-Laub. Wat de K. versät (versagt), muss der Keller gevve wer nicht viel isst, trinkt um so mehr Wein Köln-Stdt. Wenn de Frau ihr K. versitt (versieht), hät se für de Noberschaf (Nachbarschaft) ken Zitt Eusk-Commern. Sigge (seidene) Kleider mache leddige K.ə; Sammet un Sick (Seide) läschen et För en der K. us Köln-Stdt. Er hot die K. zugeschloss er hat sich schwarz gemacht Simm-Horn. Er kriet de K. geplatt (geplattet) Hiebe Kreuzn. En Sau eas got em Stall, awer net ean de K. May-Polch. Wej habben de Judd en de K. es muss geschlachtet werden, das Schweinefleisch ist verzehrt Kemp-SPeter. Einem Hungk deiht et leid, wann enen andere en de K. geiht Köln-Stdt; et os enem Hond Neckt (Neid), wonn en den annern on de K. secht (sieht) Prüm-Ihren. Dau kömms an (in) Deiwels K. in üblen Ruf, in die Klemme Trier, Verbr. Der hät Qualm en der K. Streit mit seiner Frau Bo, Gummb, MGladb. Wenn ein Strohspier (-halm) in de K. let (liegt), dann krig me Besük Mörs. Dem han ich alt (schon) männiche Has en de K. gejät (gejagt) Dienst erwiesen Bergh-Buir, Rees. Wer es der Dummst en der K.? das Milchsieb, es behält den Dreck Bernk-Malborn. — b. die Art des Kochens in der K.; en got (schlech) K. führen; en fette K. han wenn das Schwein geschlachtet ist Rip, Allg. RA.: Et geht necks för en got f. K. Grevbr-Allr. F. K. maicht mogeren Beidel Trier-Mehring; en f. K., ene magere Bül Heinsb-Hillensbg. En f. K. git e mager Testament Eif, Köln, Geld-Aldekerk; f. K., magere Erfschaf Köln-Stdt. Et sippt (träufelt) en de f. K. wenn man geschlachtet hat Erk-Örath. — Kal (kalte) K. Abendessen mit Salat, Aufschnitt, Butterbrot Rip, Allg. — c. Hausflur; op der K.ən Berg; Förk. Ess-Ikten, MülhRh-Scheuren; de vöddeschte K. Wippf. — 2. übertr. a. kȳək m. Küchenschürze aus grobem Stoff, Sackleinwand oder blauem Linnen Kemp-Süchteln Vorst. — b. køχ, kal K. scherzh. Zylinderhut Bo-Stdt.
3957 Zeichen · 117 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    küche

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    küche s. küchen;

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    KücheDie

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Die Küche , Mz. die — n ; Verkleinungsw. das Küchlein , (auch wol Küchelchen), des — s , d. Mz . w. d. Ez. überhaupt ein…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Küche

    Goethe-Wörterbuch

    Küche (im Vers) gelegentlich ‘Küch(’)’ 1 Raum/Örtlichkeit mit einer Feuerstelle, einem Herd zum Kochen od (in erweiterte…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Küche

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Küche , der zur Bereitung der Speisen bestimmte Raum eines Gebäudes. In kleinern, nur von einer Familie bewohnten Häuser…

  5. modern
    Dialekt
    Kueche

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Kueche II [Khyùχə M. ] m. der vorn aufwärts gekrümmte Schlittenbalken. s. Mankel 75. — Schweiz. 3, 145. Bayer. 1, 1222.

  6. Sprichwörter
    Küche

    Wander (Sprichwörter)

    Küche 1. Ae wenijer em än de Kächen dît, ä biesser schmackt se. – Schuster, 266. 2. Aus fremder Küche lassen sich leicht…

  7. Spezial
    Küche

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Kü|che f. (-,-n) 1 (Raum zum Kochen) ciasadafüch (ciasesdafüch) f. 2 (Kücheneinrichtung) ciasadafüch (ciasesdafüch) f. 3…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kueche

308 Bildungen · 299 Erstglied · 7 Zweitglied · 2 Ableitungen

kueche‑ als Erstglied (30 von 299)

Kueche(n)ber

Idiotikon

Kueche(n)ber Band 4, Spalte 1468 Kueche(n)ber 4,1468

küchelbacher

DWB

kuechel·bacher

küchelbacher , m. der küchel bäckt, von oberd. bachen backen: kuchlpacher, cupedinarius. Aventinus gramm. bei Schm. 2, 279 , noch bair. küec…

küchelbad

DWB

kuechel·bad

küchelbad , n. : an etlichen orten vertrinkt man die kinder, helt kindschenken, kindbetthöf, küchelbad. S. Frank weltb. 129 a ; die kindtauf…

küchelbäcker

DWB

kuechel·baecker

küchelbäcker , m. dasselbe in mehr md. form, nicht selten als name. das fem. kchelbeckerin bei Mathesius Sar. 10 a .

küchelbeck

DWB

kuechel·beck

küchelbeck , m. küchelbäcker in älterer form: kuchelpeck, krapfenpeck oder pastillenpeck, pastillarius. voc. theut. 1482 r 7 a .

Küchelbecker

Wander

kuechel·becker

Küchelbecker Wo es viel Küchelbecker hat, da isset man desto mehr Kuchen. – Lehmann, 807, 19.

küchelbret

DWB

kuechel·bret

küchelbret , n. kuchenbret: kuchelbrette, plathanus ( Hesych. ) Aler 1248 b , küechelbret Schönsleder g 7 a .

küchelchen

DWB

kuechel·chen

küchelchen , n. kleine küche: der windofen wird in der kinderstube ( in der neuen amtswohnung ) in wenigen stunden stehen und das küchelchen…

Küchel(e)

ElsWB

kuch·ele

Küchel(e) [‘ X iələ Roppenzw. ; Khiχl Str. ; Khìχl U. ] n. 1. kleine Küche. 2. Räucherkammer Roppenzw. — Schweiz. 3, 129. Bayer. 1, 1221.

küchelhütte

DWB

kuechel·huette

küchelhütte , f. hütte, bude wo küchel gebacken und verkauft werden, bair. 17. jh., s. Schm. 2, 279 .

küchelig

RhWB

küchelig = edelfaul s. bei Küken;

kücheln

DWB

kuch·eln

kücheln , küchel backen, in Süddeutschland viel gebraucht und reich entwickelt. s. küchel . mnd. entspricht kôken tortas facere Dief. 589 c …

kücheln I

RhWB

kücheln I = kauern s. bei kauchen II.

kücheln II

RhWB

kücheln II -øx- Mörs-Rheinbg , Emmerich schw.: Purzelbaum schlagen; ower de Kopp k.; öwerk.; hei reul (rollte) de Berg heronder, dat hei köc…

küchelspitz

DWB

kuechel·spitz

küchelspitz , m. eisen, womit die gebackenen küchel aus dem siedenden schmalze geholt werden. Schmeller 2, 279 . auch küechelspiesz Birlinge…

Küchenabgang

GWB

kuechen·abgang

Küchenabgang Abfall aus der Küche [ ein Bewohner von Palermo: ] was wir aus dem Hause werfen, verfault gleich vor der Thüre über einander. I…

küchenaccidentien

DWB

küchenaccidentien , pl. nebeneinkünfte bei einem küchenamte: die küchenaccidentien der köchin bekommen dadurch einen zuwachs. L. Tölpels bau…

küchenamt

DWB

kuechen·amt

küchenamt , n. 1) ein amt in einer fürstl. küche, z. b. das des küchenmeisters, küchenschreibers. Adelung. mlat. officium coquinae Wackern. …

küchenartig

GWB

kuechen·artig

küchenartig scherzhaft-okkasionell iSv auf die Belange der Küche hin ausgerichtet, darauf konzentriert August ist .. ganz haus- und kellerha…

küchenarznei

DWB

kuechen·arznei

küchenarznei , f. : ( die geizigen, welche aus furcht vor mitessern sich heimlich gütlich thun ) heiszen winkelzerer, katzenfresser, küchena…

kueche als Zweitglied (7 von 7)

Gerüchteküche

RDWB1

Geruecht·e·kueche

Gerüchteküche f сплетни, разговоры в кулуарах Die Gerüchteküche brodelt. - Слухи расползаются.; Сплетники не дремлют.; Поползли слухи.; Стал…

Teufelsküche

RDWB1

Teufelsküche f in die ~ kommen / geraten idiom. - заварить кашу идиом. , разг. , попасть в переделку идиом. , попасть в передрягу идиом.

Wohnküche

RDWB1

Wohnküche f кухня, встроенная в гостиную или столовую

Herrenküche

Wander

herren·kueche

Herrenküche Herrenküche schadet dem Magen und bringt den Rock um den Kragen. Schadet der Gesundheit und untergräbt den Wohlstand des Hauses.…

Hundsküche

Wander

hunds·kueche

Hundsküche Er ist in der (kommt in die) Hundsküche. – Eiselein, 334. Wo alles auf ihn, wie in der Küche auf einen Hund, losrennt, um ihn zu …

Ableitungen von kueche (2 von 2)

geküche

DWB

geküche , n. gekochtes: er giebt nichts geräuchertes, früchte, geküche trägt er auf. Hippel lebensl. 1, 287 . eigentlich wol geköch ( s. d. …

urküche

DWB

-küche fürst Pückler briefw. 7, 351 ,

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „kueche". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/kueche/rhwb
MLA
Cotta, Marcel. „kueche". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/kueche/rhwb. Abgerufen 13. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „kueche". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/kueche/rhwb.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
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