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Kohl

mnd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
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21 in 13 Wb.
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Kohl m.

Bd. 4, Sp. 498
Wossidia Kohl m. Kohl 1. die Pflanze: die wichtigsten Arten sind der Weißkohl, brassica oleracea capitata (Witten Kohl, unterschieden in die beiden Sorten des frühschließenden, spitzköpfigen Sommer- und des spätschließenden, breitköpfigen Winterkohls) und der Grünkohl, br. ol. acephala (Gräunen oder Blagen oder, die häufigsten Benennungen, Brunen oder Krusen Kohl; die aus den überwinterten Strünken im Frühjahr sprießenden Triebe heißen Sprutenkohl); dazu sind in neuerer Zeit getreten der Rotkohl, br. ol. cap. f. purpurea (Roden Kohl), der Blumenkohl, br. ol. botrytis (Blaumenkohl), der Rosenkohl, br. ol. gemmascens (Rosenkohl) und der Wirsingkohl, br. ol. f. bullata; aus der Art geschlagener Kohl wird Schalkkohl genannt. S. E. Krüg. 21; Marz. 1, 644. Die ältere Benennung des Weißkohls Kabus (s. d.) liefert in dem PN. 'thi. cabuz' für 1227 ein Zeugnis des Kohlanbaus in Ro; Wi 1571 wird ein 'kabussenbuwer' erwähnt. Die Städte hatten ihre Kohlhöfe oder -gärten vor den Toren: 1392 werden Kohlgärten in der Wiek und nach Riekdahl zu vor dem Petritor in Ro genannt Jb. 11, 324; noch Nolde (1807) 8 kennt solche am Petridamm, und sie sind auch heute noch dort; von älteren Kohlgärten zeugt der Straßenname Am Kabutzenhof in Ro; aus Ribnitz belegt Kühl 225: 'Nemand schall verkopen oder verlaten der Stadt Kohlhöfe ohne des Rahts Willen' (1588). Die bäuerliche Bevölkerung, erst in jüngster Zeit dem Gemüsegenuß mehr zugetan, hat den Kohl nur zum eigenen Bedarf angepflanzt; um 1850 bezeugt Schildt 54 in allen Wirtschaften von WiWismar@BüschowBüsch neben Erbsen, Bohnen, Wurzeln, Kürbissen auch Kohl (weißen, grünen und braunen); 1860 berichtet Fromm Meckl. 23, der nördliche Bauer sei kein Freund vom Anbau der sog. Handelspflanzen, Kartoffeln u. dgl. kultiviere er nur zum eigenen Bedarf; eine Ausnahme hat die Insel Poel gebildet, weshalb ihre Bewohner den Spottnamen Kohlplanter trugen. In Domänen- und Gutswirtschaften hat man früh den Futterwert des Kohls erkannt; die Doberaner Amtsordnung von 1567 schreibt als Futter für das Milchvieh vor ein Gemisch von Kohl, Weidenlaub, Hasellaub, Nesseln, Hopfen und Weinranken, das in einem großen Kessel gekocht und danach mit Häcksel oder Kaff vermengt ist; für Poel wird Monschr. (1788) 1, 296 der Anbau von Weiß- oder Kopfkohl im großen auf dem Brachschlag für den Verkauf und die eigene Wirtschaft beschrieben; die kleinen losen Köpfe wurden als menschliche Nahrung zu Sauerkraut, von den großen die äußeren Blätter (fauler Kohl oder Slup) als Futter für Rindvieh und Schweine eingestampft ebda; Nützl. Beitr. 1775, S. 257; Monschr. 1, 8; Kohlstößer, -brett und -bütte werden oft in Inventaren erwähnt. Aber wiederholte Hinweise auf den Nutzen des Kohls in der Winterfütterung des Rindviehs (z. B. Leng. Landw. 2, 406; Eng. Landw. 2, 319) lassen den geringen Fortschritt in der Ausdehnung des Kohlbaus erkennen; Loep. nennt den Kohl als Futterpflanze überhaupt nicht. Einsichtiger gibt sich, inbezug auf die menschliche Ernährung, das Wort: de gröne Kohl iß de drüdde Garve in der Schüne Mantz. Ruh. 18, 18. Für die Saatzeit setzte abergläubischer Brauch bereits den Aschermittwoch an — wegen des Vorkommens des Wortes Asche in seinem Namen, als ob dieses als Mittel wie die Asche selbst gegen die Erdflöhe wirke —, oder wenn Frost es nicht zuließ, sollte der Kohlsamen wenigstens an diesem Tage mit Erde vermischt und beides zusammen später ausgestreut werden Eng. Landw. 3, 110; ein anderer Sätag war der Grüne Donnerstag, wenn die große Glocke ging RoRostock@Nienhagen bei DoberanNHagD. Als Regel für die Pflanzzeit galt: Vit (15. Juni) is Kohlplantentit WiWismar@PoelPoel; eine reine Jungfrau muß ihn pflanzen, dann wird er leichter gar (1910) HaHagenow@RammRamm; ein Liebesorakel beim Pflanzen s. Bartsch 2, 56; gehackt werden müssen die Pflanzen an drei Freitagen hintereinander, dann kommen die Raupen nicht hinein SchöSchönberg@DemernDem; ... dann schließt er gut RoRostock@DoberanDob; gegen Raupen hilft auch das Fegen der Pflanzen mit dem Twölftenbessen am Maidag (1926) LuLudwigslust@KarenzKar; St. Gallen gilt als Erntezeit Sta. Nach dem Abmähen des Korns pflegten sich die Mäher im Garten des Bauern zu versammeln und die Sensen zu streichen mit dem Vorgeben, das Gemüse und namentlich die Kohlpflanzen zu mähen, nur ein Schluck, den der Bauer ausgab, hielt sie davon ab Wo. Ernt. 26. In den Zwölften durfte kein Kohl geschnitten werden, süs blifft een dot (1920) MaMalchin@LevinLev. Sprachliche Aussagen: Wo dei Meß tau fast un basch, Ward dei Kohl gäl un lasch StaStargard@NeustrelitzNStrel; Waßt dei Kohl œwer dei Tün, Denn kümmt 't Heu nich gaut in dei Schün GüGüstrow@BützowBütz; wenn dei Austwagen rummeln ded', müßt dei Kohl slaten hebben (1895) Wa; Wihnachten ist der Christ geboren, Un de witt Kohl hett sinen Gesmack verloren RoRostock@DierhagenDierh; Kohl nah Fasselabend, Appel nah Pingsten un Jungfern nah dörtig Johr, dee hebben 'n Gesmack verloren Wi. Bildliche und übertragene Wendungen: dei (ein häßliches Frauenzimmer) kann 'n in 'n Kohl stellen, denn kümmt kein Has' bi als Scheuche PaParchim@DobbertinDobb; dei sall hen nah Poel un pedden Stig' mank 'n Kohl, weil seine Füße breit sind (1885) Ro; dat waßt doch in minen Kohl es bleibt nur mir zu tun übrig RoRostock@ReddelichRedd; wer weit, wat mi noch in 'n Kohl wussen is was mir vom Schicksal bestimmt ist (1885) Ribn; derb: wer weit, wat denn' noch eins in 'n Kohl schäten is (1892) Wa; di (dem vom Glück Begünstigten) schitt dei Hund ümmer in 'n Kohl, anner Lüd' möten Fleisch instäken Wo. Sa. 2. das Gericht: schon 1518 wird Weißkraut als Gericht an der herzoglichen Tafel in Gü genannt Jb. 17, 145, und nach des Chytr. 425 Angabe vas olitorum 'ein Fat, dar men Kabuß ingesltet hefft' ist es als übliches Gericht der städtischen Bevölkerung anzunehmen; auf dem Lande ist der Genuß des Sauerkohls erst in jüngerer Zeit durch Zugewanderte eingeführt worden; das landesübliche Gericht Suerkohl bestand aus zusammengekochtem Weißkohl, Äpfeln und Kümmelkörnern mit etwas Essig; beliebter war jedenfalls in Stadt und Land der Genuß des 'braunen', d. i. des Grünkohls, zumal er mit dem Brauchtum verknüpft war; am Heiligabend zu Weihnacht durfte Grünkohl nicht fehlen allgem.; Bartsch 2, 226; auch am Fastelabend war er manchenorts üblich Schw; die Kelle, mit der der Grünkohl beim Kochen umgerührt wurde, galt als heilkräftig: Wänen (Auswüchse), die damit gedrückt wurden, sollten verschwinden Bartsch 2, 363. Über die Festzeiten hinaus war, solange es Kohl gab, eine Braunkohlsuppe die Morgenkost Horn Selmsd. 2, 18; man unterschied korten Kohl, der vor dem Kochen kurz gehackt wurde, von ganz gekochtem, nicht entripptem Kohl, dem langen Kohl LuLudwigslust@PolzPolz, so: lang Kohl un Getüffel Ratz. Mitt. 16, 60. Sprachlicher Niederschlag, der Grün- und Weißkohl umfaßt: Kohl is ne gode Spis'; wo de brune Kohl waßt, dor bruukt de Dokter nich to kamen (1887) Schö Schönberg@CarlowCarl; du mööst Kohl äten, dat de Schrumpeln wegkamen WaWaren@Groß GievitzGGiev; Empfehlung, zum Kinde: nah grönen Kohl ward de Rock glatt sitten HaHagenow@LoosenLoos; ät di in Kohl satt, denn sitt di de Rock glatt Fromm. Mdaa. 2, 229; bei Widerstreben: wer keenen Kohl un Tüften mag, dee kriggt ok nicks von 'n Swienskopp af Sta Stargard@HelptHelpt; wer grönen Kohl nich mag, dee kriggt ok von de Klümp nicks af (1885) GüGüstrow@BützowBütz; ungeduldige und unartige Kinder bekommen zu hören: sug' so lang' up 'n Swienskœtel, bet de Kohl gor is HaHagenow@TrebsTrebs; büst grad' as 'n unsolten Kohl RoRostock@DierhagenDierh; auf allerhand Umstände anspielend, zunächst ärmliche Verhältnisse bespöttelnd: bäter ne Lus in 'n Kohl as gor keen Fett Bollh; väl Lüs' maken den Kohl fett Warn; von sehr ärmlichem Haushalt: dee stäken de Lus in 'n Kohl Wa; zuviel Fett macht übermütig: di ward de Kohl woll all to fett RoRostock@DierhagenDierh; anders gewendet, etwas Belangloses andeutend: dat makt den Kohl nich fett Reut. 3, 139; Neid ausdrückend: eenen annern sin Kohl is ümmer fetter as de eegen MaMalchin@Groß MethlingGMethl; in verschiedener Beurteilung: de Frugenslüd' seggen, Nahwers Kohl smeckt bäter as uns' Kohl, de Mannslüd' seggen, eigen Kohl smeckt bäter als Nahwers Kohl (1889) Lu; gegen falsche Sparsamkeit: wer ümmer räkent, wat hei kost't, dei ett sindag' keinen gauden Kohl (1887) Wa. Anderer Leute Kohl, Angelegenheit: wat heww ick min Näs' in anner Lüd' ehren Kohl tau steken Reut. 6, 142; aufgewärmter Kohl: ick heww kein Lust, ... upgewarmten Kohl tau eten 3, 312; auf schmutzige, fettige Kleidung hinweisend: dor kann 'n witten Kohl bi kaken RoRostock@GresenhorstGres; im Spottreim: dei kaken sick Kohl mit 'n Aasknaken Bart; Schnellsprechreim: keen kleen Kind kann keenen korten krusen Kohl kaken Elm; Tanz- und Spielreim: brune Kohl, brune Kohl, sünd dat nich de besten Planten WiWismar@HobenHob; Fru Lemck, Fru Lemck hett Kohl äten, Hett sick grön beschäten HaHagenow@BahlenBahl; Hempling hett Köhling äten, Hett sick in dat Hemping schäten Wo. V. 3, 279 d. 3. Nach Art von Grünkohl gekochtes Frühgemüse, nam. 'Kohl von neunerlei Kräutern' Arch. Landesk. 14, 549, der sog. Nägenkohl; dessen Hauptbestandteil sind junge Nesseln Franck Meckl. 1, 59. — Zss.: Brun-, Fenn-, Gräun-, Hasen-, Krut-, Mell'-, Nettel-, Pöppel-, Puusten-, Püüster-, Släp-, Sœgen-, Spruten-, Stamp-, Suer-, Swiens-, Tater-, Tunnen-, Winter-, Wittkohl. FN.: Kohlbarg, -damm, -hoff, -strat, -stücken, -wisch. — Mnd. kôl m. — Br. Wb. 2, 837; Dä. 248b; Da. 112b; Kü. 2, 200; Me. 3, 245.
9132 Zeichen · 109 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    kohlM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    kohl , M. Vw.: s. kōl (1)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Kohl

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Das Kohl , S. die Kohle.

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kohl

    Goethe-Wörterbuch

    Kohl a dt Benennung der zur Familie der Kreuzblütler gehörenden Gemüsepflanzen; als Bezeichnung für die Gattung u ihre A…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kohl

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +5 Parallelbelege

    Kohl , Johann Georg, geb. 1808 zu Bremen. war längere Zeit Hofmeister in Rußland, privatisirt seit 1838 zu Dresden. Sein…

  5. modern
    Dialekt
    Kohlm.

    Lothringisches Wb. · +6 Parallelbelege

    Kohl I [khôl fast allg.; khóul Bo. — Pl. –ə n ] m. u. f. Kohle: grad wie uff glidichi Kohle sitze Ri. — mhd. der und daz…

  6. Sprichwörter
    Kohl

    Wander (Sprichwörter)

    Kohl 1. Auch der Kohl gehört zu den Gemüsen. Altgriechisch, von einem unbedeutenden Menschen, der für viel gehalten sein…

  7. Spezial
    Kohl

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Kohl (Brassica sp.) m. (-[e]s,-e) ‹bot› capüc m. ▬ ein Kopf Kohl n ce de capüc; gedünsteter Kohl raciö m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kohl

834 Bildungen · 775 Erstglied · 53 Zweitglied · 6 Ableitungen

kohl‑ als Erstglied (30 von 775)

Kohl I

SHW

Kohl I Band 3, Spalte 1587-1588

Kohl II

SHW

Kohl II Band 3, Spalte 1587-1588

Kohlacker

SHW

Kohl-acker Band 3, Spalte 1589-1590

Kohlapfel

SHW

Kohl-apfel Band 3, Spalte 1589-1590

Kohlbacke

SHW

Kohl-backe Band 3, Spalte 1589-1590

Kohlbenne

SHW

Kohl-benne Band 3, Spalte 1589-1590

Kohlberg

SHW

Kohl-berg Band 3, Spalte 1589-1590

Kohlbruder

SHW

Kohl-bruder Band 3, Spalte 1589-1590

Kohldampf

SHW

Kohl-dampf Band 3, Spalte 1591-1592

Kohlfinke

SHW

Kohl-finke Band 3, Spalte 1593-1594

Kohlfuchs

SHW

Kohl-fuchs Band 3, Spalte 1593-1594

Kohlhaken

SHW

Kohl-haken Band 3, Spalte 1593-1594

Kohlhans

SHW

Kohl-hans Band 3, Spalte 1593-1594

Kohlhaufen

SHW

Kohl-haufen Band 3, Spalte 1593-1594

Kohlhof

SHW

Kohl-hof Band 3, Spalte 1593-1594

Kohlholz

SHW

Kohl-holz Band 3, Spalte 1593-1594

Kohlhütte

SHW

Kohl-hütte Band 3, Spalte 1593-1594

Kohlkopf

SHW

Kohl-kopf Band 3, Spalte 1593-1594

Kohlmaus

SHW

Kohl-maus Band 3, Spalte 1595-1596

Kohlmeise

SHW

Kohl-meise Band 3, Spalte 1595-1596

Kohlmorgen

SHW

Kohl-morgen Band 3, Spalte 1595-1596

Kohlplatte

SHW

Kohl-platte Band 3, Spalte 1595-1596

Kohlraupe

SHW

Kohl-raupe Band 3, Spalte 1597-1598

kohl als Zweitglied (30 von 53)

Ackerkohl

Adelung

acker·kohl

Der Ackerkohl , des -es, plur. inusit. ein Nahme, 1) des so genannten Rainkohles oder wilden Kohles, welcher gern in Gartenfeldern wächset; …

Bǘschelkohl

Adelung

Der Bǘschelkohl , des -es, plur. inus. eine Art Blätterkohles, auf dessen Blättern inwendig wieder kleine Blättchen oder krause Büschel wach…

Blag'kohl

MeckWBN

blag·kohl

Wossidia Blag'kohl m. Rotkohl (vereinzelt, bei Lu Ludwigslust@Dömitz Döm ) D. WA. 17, 9. Vgl. blagen Kohl Grünkohl (Bd. 1, 909).

Blutkohl

Adelung

blut·kohl

Der Blutkohl , des -es, plur. inus. bey den neuern Schriftstellern des Pflanzenreiches, eine Pflanze, welche in beyden Indien wächset und wi…

Buskohl

Wander

bus·kohl

Buskohl Von Buskohl deit mi de Lîf so sehr (weh), ik êt mîn Lefent gên Bûskohl wêr. – Kern, 942. Der Genuss des Weisskohls soll sehr blähend…

flatterkohl

DWB

flatter·kohl

flatterkohl , m. brassica patula, effusa, dessen blätter sich nicht in häupter versammeln.

gänsekohl

DWB

ganse·kohl

gänsekohl , m. prenanthes muralis Nemnich wbb. 178 , im cath. 4, 1057 waldgänsekohl, waldgänsedistel.

grünkohl

DWB

gruen·kohl

grünkohl , m. , name einer kohlart ( brassica oleracea acephala ), auch braunkohl, blaukohl, winterkohl; heute gilt der name namentlich in N…

hasenkohl

DWB

hasen·kohl

hasenkohl , m. sonchus oleraceus, gänsedistel, saudistel. öcon. lex. (1731) 750; hasenköl sonchos Maaler 213 a . — Ein abendschmetterling, p…

herzkohl

DWB

herz·kohl

herzkohl , m. brassica oleracea sabellica, eine art kopfkohl; bei Stieler 1002 auch krauskohl, wirsing genannt.

hundskohl

DWB

hunds·kohl

hundskohl , m. name des bingelkrauts, mercurialis perennis, cynocrambe; auch apocynum und asclepias syriaca heiszen so.

käsekohl

DWB

kaese·kohl

käsekohl , m. blumenkohl. Hohberg 3, 77 a (1716) . Frisch 1, 502 c . fränk. käsköhl, auch henneb. Reinwald 2, 157 . s. karfiol und käse 4.

kerbelkohl

DWB

kerbel·kohl

kerbelkohl , m. krauskohl, nd. karvel. Adelung, aus Richey 111 (kervelkohl), vgl. Schütze 2, 230 .

klumpskohl

DWB

klumps·kohl

klumpskohl , m. beta vulgaris, bete, mangold. Nemnich wb. 307 ; der betenkohl, welchen auch einige klumpskohl nennen. öcon. lex. Lpz. 1731 s…

kopfkohl

DWB

kopf·kohl

kopfkohl , m. kohl der in köpfen wächst, weiszkohl. Frisch 1, 537 b . vgl. kabisz.

krauskohl

DWB

kraus·kohl

krauskohl , m. brassica crispa, krausköl Alberus CC 2 a , Tabernaem. 783 ( s. kalbskrös), wälschkohl, 'krauser blaukohl' Rädlein 563 b . dän…

Kreikenkohl

MeckWBN

Wossidia Kreikenkohl m. Kohleintopf mit Backobst ( Schö Schönberg@Damshagen Damsh ) D. Jb. f. Volksk. 20, 96.

Ableitungen von kohl (6 von 6)

bekohlen

DWB

bekohlen , in steinkohlwerken, einen platz, eine bank bekohlen.

entkohlen

DWB

entkohlen , carbone solvere: entkohlen des stahls durch glühen zwischen eisenfeile. vgl. Karmarsch 1, 18 .

Gekohl

MeckWB

Gekohl n. wie Geklœn Mi 45 a .

kohle

DWB

kohle , f. carbo. I I. die vorzeit und verwandtschaft des wortes. I@a a) zuerst in zwei von der nhd. verschiedenen formen, ahd. als schwache…

verkohlen

DWB

verkohlen , verb. in kohl verwandeln; kohl scheint nach th. 5, 1581 die bezeichnung für etwas werthloses zu sein. verkohlen etwas werthlos m…

verkohlung

DWB

verkohlung , f. übergang in kohle. verkohlung der steinkohlen, des torfes. Jacobsson 5, 519 a .