Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
knappen
knappen
knappen Vb. Ein ehemals verbreitetes, heute jedoch seltenes Verb, in dem mehrere selbständige und sich gegenseitig beeinflussende Bildungen zusammengefallen sind. In der Nachahmung eines Lautes ‘klappern, knallen, knacken’ (17. Jh.), in der Nachahmung einer Gebärde ‘rasch zugreifen, schnappen, zubeißen, nicken, wippen, wackeln’ (17. Jh.), ‘sich bücken, hinken’ (16. Jh.), abweichend (als Bildung zu knapp) ‘knausern’ (20. Jh.). Teils ist als Vorbild anzusehen nl. knappen ‘schnappen, geräuschvoll beißen’, auch ‘brechen, knacken’, und nl. knapp ‘Essen, Speise, Imbiß’ (16. Jh.). – Knappsack m. ‘Ranzen, Warensack (der Händler), Reise-, Proviantsack’ (16. Jh.), nl. knapzak.