lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Klump(en)

nhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
17 in 14 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
Verweise rein
41
Verweise raus
57

Eintrag · Rheinisches Wb.

Klump(en)

Bd. 4, Sp. 798
Klump(en) das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk -umbə, –o- Sg. u. Pl.; Mos -o- Sg. u. Pl. [doch für bestimmte Bed. -omp, Pl. -e-]; Rip, Berg -ompə(n) Sg. u. Pl. [um Lennep-Remschd Ronsd Wermelsk, Mettm-Cronenbg u. MülhRuhr -ou-; Wippf-Dohrgaul -ump, Pl. -pə; Düss-Unterb -omp, Pl. -ø-]; NLRip, SNfrk, Geld, Mörs, Klevld -omp [um Geld.- Walbeck Pont Straelen Wachtendonk Gelinter u. in Mörs bis Frimersh Rumeln Vennickel Capellen Niep Vluyn Neuk -ō-], Pl. -pə; Demin. -imbχə(n), -e-, –ømpχə(n), –øy-, –-, –pkə m. [f. Rheinb-GrBüllesh u. s. u. bei den einzelnen Bed.]: etwas Zusammengeballtes. 1. wie nhd.; en Kl. Dreck, Erd, Blei, Gold, Botter, Deg, Hor udgl. (wöllen Kl. Flocken im Kissen Gummb), auch en Kl. Kender die übereinander gefallen sind; wat steht do en Kl. Menschen! Rip, Allg.; wenn der Schnee oder die feuchte Ackererde sich an die Schuhe setzt, get's richtige Kl.; de Leit stehn uf em Kl. (wie de Maulaffen); do leie se of äm Kl. Rhfrk, Allg.; die alde Barack fällt in Kl. Mörs-Orsoy; de Kenger (Kinder) wassen in enem Kl. op gemeinsam, sie erziehen sich gegenseitig Gummb-Berghsn [das SNfrk u. lrhn. Klevld hat diese eigentl. Bed. mehr an Klut, Knubbel abgegeben u. beschränkt Kl. auf die Bed. Holzschuh, Mehlkloss, wobei das Klevld für Kl. Holzschuh den Pl. -ompə, für Kl. Mehlkloss den Pl. -ømp hat; MüEif unterscheidet -ompə Sg. u. Pl. m. für Kl. 1 u. -omp, Pl. -pə f. für die Bed. Holzschuh; das WMosfrk -ombən Sg. u. Pl. m. Kl. 1, -omp, Pl. -mbə f. Holzschuh]. RA.: De Lumpen hangen an einem Kl. Köln-Stdt. — 2. besondere klumpenartige Gebilde. a. en Kl. Zucker Würfelzucker; en Klömpchen Z. oder einfach en Kl., Pl. -χər(ə), –kəs ein einzelnes Stück Würfelzucker, auch Bonbon, Karamelle Rip, Nfrk, Altk (Sieg), Siegld, Kobl, Goar (Rhein), Koch-Leienkaul; dohn mer en Klömpche en de Kaffe; de deht dat für e Klömpche (Zucker) gegen ein geringes Trinkgeld Allg. Ich ben e klei Stümpche, ich lecke (hätt) gern e Klümpche; mutt mich nit uslache, op et Johr (nächs J.) well ich et besser mache! Spruch des gratulierenden Kindes Köln-Stdt, Allg. — b. -omp, Pl. -ø- Mehlkloss Klev; Hutzeln on Klömp Obstschnitzeln mit Klössen Mörs. — c. -omp, Pl. -mbə f. Hemmschuh an der Wagenbremse Saarl, Wittl, Bitb, Prüm.d. Runkelrübe Kreuzn-Weiler, Goar-Perschd Wiebelsh. — e. -omp, Pl. -e- grosse Weintraube, deren Beeren dicht beieinander stehen Wittl, Bernk, Zell, Koch, May, Kobl; -mbə f. Goar-Brey; -ombə Sg. u. Pl., -embχə Zweig voller Früchte, bes. Kirschen Saarbr-Quierschd, Saarl-Hostenb. — f. eine derbe Schnitte Brot Geilk-Kreuzr. — g. das früher zur Schonung der Hochofenwände um sie herum aufgeführte Rauhgemäuer Altk, Siegld. — h. -ombə machen nicht Mitspielende fallen über die Klicker her; mir han Kl. gemacht wir haben ihm alle Klicker genommen May. — i. von der Fussbekleidung u. daraus übertr. α. der Holzschuh, der im LNRip, SNfrk, Klevld eine alltägliche, allgemeine Fussbekleidung ist (früher wurden die Kl.ə von Allerheiligen bis Palmsonntag dauernd getragen, um dann von den Schuhen abgelöst zu werden; Samstags abends wurden die Kl.ə schneeweiss gescheuert), während sie sonst nur gelegentlich getragen werden, bes. im Stalle [in Trier-Stdt nur zum Feststampfen des eingemachten Sauerkrautes]; bekannt aber ist der Kl. bis zur Mos hin (neben Kl. gehen andere Bezeichnungen einher, s. Butsch, Blutsch, Hotsch, Holtsch, Klotsch); das Mosfrk unterscheidet den Kl. schlechthin als Lederschuh mit Holzsohle vom helzen Kl. dem ganzen Holzschuh [eine Art Pantoffeln mit Lederwölbung, ohne Kappe, aber mit Holzsohlen sind die Trippen); man unterscheidet am Nrhn. läəge Kl. niedrige Holzschuhe, nur die Zehen bedeckend, die mit Riemen an den Füssen befestigt werden; platte Kl. mit kurzer, niedriger Wölbung u. Riemen; huhge Kl. mit hohem Hiəmel (Wölbung) ohne Riemen; Kl. möt leəre (ledernem) Hiəmel; Köskeskl. mit Polsterung unter dem Himmel; Kl. höhgen mit Leder beschlagen; de Kl.ə opnäle (aufnageln) die Riemen annageln; en (möt de) Kl.ə gohn (lope). RA.: Wie der Kl. et gruəte Loət (Los) hot kriəge, do hessede (hiess) de net miəh Kl., äver Holzschuh MGladb-Mülfort. En Paar Kl.ə met en Busch Stroh drin, dat es no de Bur sinnen Sinn Rees-Ringenbg. En Mul (Schnut) wie ene Kl.; en M. make wie ene Kl.; en Nas wie ene Kl. SNfrk, Klevld; esu steif wie en helzen Kl. Prüm-Mürlenb. Den Honderste (Dusendste) kennt (versteht) et Kl.ə maken net viele verstehen ihr Geschäft, Handwerk nicht; jede Arbeit will gelernt sein; den kennt et Kl.ə m. er weiss, wie er's anfassen muss; ut Andermanns Holt ös gut Kl.ə m.; de versteht sich op et Kl. m. weiss seinen Vorteil wahrzunehmen, wenn auch nicht auf ehrliche Weise SNfrk, Klevld; et es överall ene Wet (Witz) bei, selfs bei et Kl. m. jede Sache muss gekannt sein, selbst die einfachste Kref. De hat Kl.ə an (zu grosse), do kann he stonnsfoss (stehenden Fusses) dren sterve Jül. Has du an ding al (alten) Ben en Paar neu Kl.ə? Spottfrage Grevbr-Otzenr. Sej sin sovöll Familj vanen (voneinander) as twee Kl.ən üt ene Welleg (Weide) sind weitläufig verwandt; min Grotvader en den sin Urgrotv. häwwe Kl.ə van ene W. gedrage Klev, Rees; si Modder hät üəhr Bestevadder de Kl. getuscht Kemp. Wem de Kl. pass, de treckt se an! der mag die Anspielung auf sich beziehen NBerg. Treck Kl.ən an, sät den Bur, du tratt he de Katt op de Poten Kref, Mülh-Ruhr. Adelitt (Adelheid) het Kl.ən an, Reme drop va Lemmetsgar (Dochtgarn)! Bergh. Do pek (packte) he de Kl.ə en de Häng (Hände) er lief weg MGladb. Sörg (Sorgen) on Kl.ə mott me nit mät nor Bett nehme Mörs-Rheinbg. Höskes (Strümpfe), Klömpkes, alles nat (nass), o gärm! sagt das Kind Heinsb-Breberen. Kl. ut (op) (on Reim ‘Riemen’ van den Buck ‘Bauch’)! Kriegsruf Streitender Kref; Kl. ut, Metz erut, Rem vam Balg, Strit! Grevbr-Hochneuk. Ek sett sewen Stühl opein on treck de Kl.ən ut on spreng drower; kaste dat ok? der Gefragte verneint natürlich, worauf der Fragende über die Kl. springt Mörs-Schwafh. Hej mäck son decke Mull, do kamme en Kl. drop sette Duisb, Mörs. Hej het de Kl.ə achterüt (hinten-aus) geschmete ist ge storben Rees, Klev. Ech donn et (lope, gonn), on wenn der Kl. bascht (berstet) (on dann kann der Kl. baschte); da soll doch der Kl. b.; de lügt, dat der Kl. bascht SNfrk, Klevld; do gonnt ver ens her, on wenn de Kl. henger (hinter) blive! MGladb-Rheind. He es so fledig (schmutzig), dät de Kl.ə em de klen sind Heinsb-Oberbr. Gangk mer e Paar gläserne Kl.ə lönne (leihen)? Aprilscherz Schleid-Glehn. — An de Kl.ə abschl. Antw. Geld-Straelen. De hät Dreck an de Kl.ə ist nicht ganz sauber, auch nicht in der Gesinnung Kref, Mörs. Bur op Kl.ə unbeholfener Mensch Rees, Mörs; ussiehn wie en Bär op Kl.ə Jül-Röding; Hochdeutsch op Kl.ə H. mit Streifen SNfrk, Klevld. De löppt noch op Kl.ə er lebt noch Erk-Elmpt. Hej steht op sinne Respekt as den Bur op en Paar Kl.ə Klev, Rees. De geht op hohge Kl.ə der Hochtrabende Kref. De hät och at (schon) en Paar op Kl.ə lofe uneheliche Kinder; ent op Kl.ə han Bergh, Düss; ech häbb siəven op Klömpkes sieben eheliche Kinder, für die ich keine Schuhe kaufen kann Kref; he hät en gonze Koppel of Kl.ə lope eine Schar Kinder Erk. Ech komm op de Kl.ə, ech lot mech net lompe; ech stonn op mi Stöck (gonn et teröck), ech wönsch dich völl Glöck! beim Gratulieren gesagt MGladb, Kemp. De Lepp op de Kl.ə hange loten ein unfreundliches Gesicht machen Mörs, Klev, Duisb, Geilk, Schleid-Sötenich. Den spölt (spielt) ok op kene (gene) Kl. lässt sich nicht alles gefallen, sagt seine Meinung grade heraus, ist zu allen Schandtaten bereit, hat guten Appetit; hej spölt op sinne Kl. macht sein Ansehen geltend Klev, Geld, Mörs. Et es enen döchtige Kerl, hej meckt üt enen Kl. en Violin! Klev-Warbeyen. De lüg, dät men et dur de Kl.ə föhle kann Heinsb-Höngen. Wenn me tröch (zurück) kike, k. me all in de Kl. stammen alle von den Bauern ab Rees. Dat mag ech noch net ens en de Kl. han, geschwiəge dann en et Lif MGladb. Et Hart (Herz) es öm in de Kl. gesackt Klevld. Sech en Muhr (Möhre) em Kl. broəne (braten) etwas Besonderes kochen, bes. gut leben, wenn man allein im Hause ist Kref. Blif met de Kl.ə van et Is (Eis)! suche nicht die Gefahr auf Mörs. Met de rappe Kl.ə lope einen eiligen Weg zur Hebamme machen Rees-Wesel. Dat köj (kannst du) met de Kl. fühle, dat et geloge es Klevld, SNfrk, NLRip. Wo et Mode es, do geht mer met Kl.ə en de Kerk SNfrk, Klevld, Ruhr, NBerg, — op de Musik Neuw-Asb, — op de Kl. en de Kirch un met Trippen op der Danz Köln-Stdt. De kann mer met ene Kl. op de Mul schlage, dann deht he se noch net op Düss, Sol, Jül-Röding, — da lache noch net Jül, Grevbr, MGladb. Du kas mich iəhder met genälde (genägelt) Kl.ən den Röck eroplofe! abschl. Antw. Monsch-Ruhrbg; die (böse Frau) löf dem Deuvel met glöhnege Kl.ə de R. erop Dür-Gürzenich. He wor su got (gutmütig), mer konnt met Kl.ə drüvver gohn Bergh-Heppend. Dat es Zupp, wo mer met Kl.ə üəver kann goəhn Lob einer kräftigen Erbsen-, Bohnen-, Milchsuppe Erk-Keyenbg. Later (später) stot se (die ungeratenen Kinder) de Moder met de Kl.ən för de Schennen Rees-Ringenbg. Et rück (riecht) no Kl.ə Antw. auf die Frage: wie geht's; die Arbeit kommt wieder (RA., von den Färbern genommen, die nur in Kl. arbeiten können) Kref. Dou konns et dech onger (unter ) de Kl. schrive! du bekommst deine Forderung nicht bezahlt Kemp, SNfrk, Klevld. Et ros (rostet) mech onder de Kl.ən ich komme nicht vorwärts Mörs. He hat sech ävver der Rem (Riemen) vam Kl. gedonn zu seinem eignen Nachteil gehandelt MGladb. — Im Kinderld. Hot (Holz) schniə, alle die Wiə (Weiden); Kl.ə make, dät sall krake; Geldsche tälle (zählen), Melkske welle, Bötterke verkope; hopsa di Mechel! Heinsb-Aphv, — krake; Wühlejongs Hus, do geht de Flut (Dirne), do danzt de Mad, do kifft (keift) et Wif; hopsa, Lieseke! Heinsb-Erpen, — do schleht de Mann, so hell he kann! Heinsb-Oberbr. — krake; Winke (Wein) drenke, dat sall klenke; pupp en't Lake, dat sall stenke! Geilk-Düren, — krake, pupp en't Lake! Erk, Heinsb, — krache, Hännes es am lache! Jül-Inden, — klen Kengkche (Kind) well ens lache! Dür-Winden, — krake; kr. se niet, döge se niet, dögt ok ons klein Hänske niet! Klev-Calcar, — kraken; schüten (schiessen) en den Oəven; Petterken sett doə boəven en dat Bäckersch Hüsken, doə sett en klen Pipmüsken; dat Müsken sät: pip, p., p.! Kemp-Dülken, — alle die Wiə, Brüttsche backe, dat sall knappe, Kl.ə mache, die sudden (sollten) krache; pu en de Backoəven heren! Grevbr-Gind, — Wiə; Klömpcher backe, dat se knacke, bussele do, en't Backöffchen eren! Grevbr-Garzw, — krache; ho, Männche e jen Honderkul (Hühnerkaule), es der Block bau (bald) üəver; et geht at hell drüəver; krickedekrack, o, du klene Puppsack! Aach-Merkst (dieses Kniereiteld. ist mit zahlreichen Var. Rip, Nfrk verbr.). Pöppche, danz, P. d.! Modder ich han geng Schong (Schuhe) a. Döug (tue) der Vadder sing Kl.ən a en knäuf (knüpfe) se ovve zou! dabei lässt man das Kind tanzen Aach-Stdt. Kirle, k., Kattendanz, ek häbb de Kl. kapot gedanzt, woll wäll gern ene nejen (neuen) häwwe; Fräuke, moj (musst du) ok Melk häwwe? Et es gen Melk mehr in de Pött, krupp mär in de Hondshött! Klev-Goch. Jäntje, Podöske, sett et Klömpke op't Für; Moder kockt Koffij, et Brot es so dür (teuer)! Klev. Jäntje van Rome, sett de Klömpkes bej't Für; Moder kockt Bohne, et Bröche (Brot) es dür Geld-Schravelen. Die Mäd (Magd), die wor in de Pötz (Brunnen) gefalle; ich han se höre plumpen, ich meint, ich hätt se beim Kopp gehat, do hatt ech se bei de Kl.ə! Köln. Mädche, mach de Düər ens op, do es ene Mann möt Kl.ə, de dritt (scheisst) sön (solche) decke Stompe! MGladb-Bettr. Twe Beginnekes (Nönnchen) Water hale (holen), twe B. pompe, hohg op de Kl.ə, läg (niedrig) op de Schuhn; ek well et van se Lewe niet wer duhn! hierbei stellt sich ein Kind dem andern auf die Kl., wobei das erstere sich fortbewegt Emmerich, Kemp-SPeter. — Rätsel. Över Dag voll Fell on Flesch, es Nochs sett et en e Hückske (Ecke) on pratt (schmollt), — steht et on gappt (gähnt) Heinsb, — es et voll on nachts et et leəg (leer) Nfrk, — es et voll Menssefleiss en 's Nachs stätt et an't Bett te gape Geld, Klev, — hät et ene Stomp Flesch en der Mull on et neits steht et an der Trapp on gapp MGladb. Ower Dag sät (sagt) et: Klapper de klapp (klapp, kl.; klipp, klapp; klippere, klapp), on nachts steht et för et Bett on gapt Rees, Mörs. Hölder de Bölder geht üəver de Sölder, hat de Mul voll Menscheflesch MGladb, Nfrk, Berg. — Volksbr. De Kl. sette am Nikolausabend den Kl. an den Herd stellen, damit der hl. Mann die Gaben hineinlege, oder aus Rübe oder Möhre geschnittener Kl., mit Hafer gefüllt, damit des hl. Mannes Schimmel auch etwas zu fressen hat; senter Kloskl. Geld, Mörs, Klev. Sinter Klos, min Öhmke, gef min wat in't Klömpke usf. (s. Klas) Klev. — β. verächtl. sehr plumper Lederschuh Allg. — γ. Ferkeskl. Schöpfe für das Schweinefutter; Götschkl. Giesse der Bleicher (alter Holzschuh an langer Stange) (s. d. W.); Kl. Wetzsteinbehälter MGladb-Viersen. — δ. spottw. die Kirche der Evangelischen, von den Kath. so genannt Schleid, Malm, Monsch, Bergh-Lipp, Dür-Stdt, Jül-Linnich, Aach-Merkst, Erk-Rurich, MGladb, Düss-Stdt, Klev-Calcar; Gösekl. (Geusen-) Selfk. Weck, Melk em Kl., kalvingsche Hongk (Hund)! Deutung des Geläutes der kleinen evang. Kirche vor 60 Jahren MGladb. — ε. verächtl. kleines, altes Haus Bergh-Elsd (em Kl.), Dür. — ζ. grösseres, plumpes Segelschiff Rees, Düss, Kobl-SSebastian. — k. sonst übertr. verächtl. α. Pl. plumpe Hände, Füsse, Beine Allg. — β. Zunge Altk-Seifen. — γ. persönl. αα. en klener Kl. dicker Mensch Altk-NFischb; e Klimpche Unglick armseliger Mensch Meis-Meddersh; en fette Kl. Neuw-Datzeroth; ne botte Kl. grober, ungeschlachter M. Jül-Gereonsw, Geilk-Brachelen. — RA.: An (in) den Lumpen zielt (zieht) mer de Kl.ən dicke Kinder Trier-Schleidw. — ββ. -ymbχən kosend, Kind in der Wickel Saarl-Berus.
13959 Zeichen · 360 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Klumpen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Klumpen , des -s, plur. ut nom. sing. Diminut. das Klümpchen, Oberd. Klümplein. 1) Eine zusammen hangende, mit einan…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Klumpen

    Goethe-Wörterbuch

    Klumpen auch Klump, Klumpe 6,16,10 , nicht ausgeschrieben ‘Klum’ B5,365 1 formlos zusammengeballte (Körper-)Masse a konk…

  3. modern
    Dialekt
    Klumpen

    Elsässisches Wb. · +9 Parallelbelege

    Klumpe n [Klùmpə fast allg.; Klmpə, Demin. Klmpl Dunzenh. ] m. 1. Klumpen [ Pl. Klìmpə] Katzent. 2. Holzschuh [ Pl. Kl…

  4. Sprichwörter
    Klumpen

    Wander (Sprichwörter)

    Klumpen 1. Auff einen grossen Klumpen gehört eine schwere Perle. – Herberger, II, 402. 2. Hm, hundert Pund Klumpen en Mo…

  5. Spezial
    Klumpen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Klum|pen m. (-s,-) 1 baloche (-chi) m. , golber (-bri) m. , müdl (-i) m. 2 (von Heu) pëta (pëtes) f. 3 (Masse) massa (ma…

Verweisungsnetz

67 Knoten, 75 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 5 Hub 2 Kompositum 50 Sackgasse 10

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit klumpen

74 Bildungen · 66 Erstglied · 5 Zweitglied · 3 Ableitungen

klumpen‑ als Erstglied (30 von 66)

Klumpenfeld

SHW

Klumpen-feld Band 3, Spalte 1445-1446

Klumpenloch

SHW

Klumpen-loch Band 3, Spalte 1445-1446

Klumpenmann

SHW

Klumpen-mann Band 3, Spalte 1445-1446

Klumpennase

SHW

Klumpen-nase Band 3, Spalte 1445-1446

Klumpenwutz

SHW

Klumpen-wutz Band 3, Spalte 1445-1446

Klumpenball

RhWB

klumpen·ball

Klumpen-ball Erk-Bellinghv Terheeg m.: ein Tanz auf Holzschuhen, die mit Bändern geschmückt sind, am Kirmesmontag vormittags von 11—1 Uhr; v…

Klumpenbauer

RhWB

klumpen·bauer

Klumpen-bauer -būr Klevld m.: plump auftretender B., Mensch. Ei, bei, buff; min Moder ös en Schluff (nachlässiges Weib) ; min Vader ös ene K…

Klumpenbeere

Campe

klumpen·beere

Die Klumpenbeere , Mz. die — n , die gelbliche, aus vielen zusammengewachsenen Beeren bestehende Frucht eines Strauches und dieser Strauch s…

Klumpenbirne

PfWB

klumpen·birne

Klumpen-birne f. : 'die Birne Bergamotta Esperens' (deren Früchte in Klumpen hängen), Klumbebeeʳ [ LU-Opp ]. Rhein. IV 803 . —

Klumpenbüᵉne

WWB

klumpen·bueene

Klumpen-büᵉne m. a) Raum zum Trocknen und Lagern neuer Holzschuhe. — b) Abstellraum für Holzschuhe an der Treppe ( WmWb ).

Klumpengütsche

RhWB

Klumpen-gütsche -jøtš Heinsb f.: halbrunder Hohlmeissel, zum Aushöhlen der Holzschuhe.

klumpen II

RhWB

klumpen II nur vereinzelt schw.: 1. a. -ø-, Butter kl., dick auftragen Eusk-Ahrem Lechenich . — b. sich kl., Klumpen bilden, bes. beim Butte…

Klumpenjann

RhWB

Klumpen-jann Mörs-Xanten m.: ein Kartensp.

Klumpenjud

LothWB

klumpen·jud

Klumpe n jud Lix. 1. Holzschuhhändler. 2. einer der zu lärmend mit seinen Holzschuhen auftritt.

klumpen als Zweitglied (5 von 5)

erklumpen

MWB

erk·lumpen

erklumpen swV. 1 ‘zusammenschrumpfen’ 2 ‘verstummen’    1 ‘zusammenschrumpfen’ sin kraft vor dinen mechten / zittert, daz sie gar erklumt. /…

goldklumpen

DWB

gold·klumpen

goldklumpen , m. , vgl. zum grundwort teil 5, sp. 1290 klumpe. 1 1) seit Luthers bibelübersetzung ( vgl. u. 2) häufig gebrauchtes compositum…

sülverklumpen

MNWB

suel·verklumpen

*° sülverklumpen , pl. , „ suͤlver- und goldtklumpen ”, metaph. für Reichtum, materiellen Besitz (Rosarium 136). —

Ableitungen von klumpen (3 von 3)

erklumpen

MWB

erklumpen swV. 1 ‘zusammenschrumpfen’ 2 ‘verstummen’    1 ‘zusammenschrumpfen’ sin kraft vor dinen mechten / zittert, daz sie gar erklumt. /…

urklumpen

DWB

urklumpen (ur- C 4 c) D. Fr. Strausz 6, 103 . —

verklumpen

DWB

verklumpen , verb. sich zu einem klumpen zusammenziehen, schaaren? wenn ein kalter regen fellt, so verklumpen sie ( die jungen ferkel ) und …

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „klumpen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/klumpen/rhwb
MLA
Cotta, Marcel. „klumpen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/klumpen/rhwb. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „klumpen". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/klumpen/rhwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_klumpen_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„klumpen"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/klumpen/rhwb},
  urldate      = {2026-05-15},
}