Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Kimme f.
Kimme f.
Kimme f. ‘Einschnitt’ (am Visier der Handfeuerwaffen, in der Faßdaube, wo der Boden des Fasses eingefügt ist), mnd. kimme ‘äußerster Rand, Horizont’, nd. Kimm ‘Rundung der Schiffswand, Horizont’, mnl. kimme ‘Rand eines Fasses’, nl. kim ‘Horizont’, ostfries. kim(me) ‘Einkerbung, in die der Boden eines Fasses paßt, Rand (eines Fasses), Horizont’, engl. chime, chimb ‘Rand eines Fasses’, vgl. auch aengl. cimbing ‘Verbindungsstelle, Fuge’. Herkunft unbekannt. Ein Deutungsversuch sieht in Kimme eine Ablautform zu Kamm (s. d.) und stützt sich auf die Vorstellung, daß ein Kamm aus vielen Kerben (‘Zähnen’) bestehe. Kimme ist seit dem 16. Jh. vielfach fachsprachlich für ‘Kerbe, Einschnitt’ belegt.