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Kimme

mnd. bis Dial. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
19 in 13 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Kimme Die

Bd. 2, Sp. 927a
Die Kimme, Mz. die — n. 1) Eine scharfe Erhöhung, ein scharfer Rand, eine Kante. So heißt bei den Böttichern der über den Boden hervorragende Rand eines Fasses, wie auch, die Rinne in den Stäben oder Dauben großer Gefäße, worein der Boden des Gefäßes gesetzt wird, die Kimme, auch die Kimming, Kimmung, der Kimmschlag; im N. D. der Kimm. I Schiffbaue heißt derjenige auswärts eine Kante bildende Theil eines Schiffes, wo der Boden aufhört und die Seiten anfangen sich zu erheben, die Kimme oder Kimmung. So liegt ein Schiff, welches auf den Strand geräth und auf die Seite fällt, auf der Kimmung. I N. D. nennt man zuweilen auch den Rand des Gesichtskreises den Kimm und die Sonne geht unter den Kimm, sagt man daselbst, wenn sie untergehet. 2) Eine scharfe Vertiefung, eine Kerbe. So nennen die Jäger die Kerbe im Stocke an den Steckgarnen die Kimme. Bei den Webern heißt der scharfe Einschnitt in dem Zahnrade des Weberbaumes, worein die Klinke fällt, auch die Kimme.
979 Zeichen · 14 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    kimmeF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    kimme , F. nhd. Kimme, äußerster Rand, Horizont Hw.: vgl. mnl. kimme E.: vgl. mnl. kimme, F., Rand eines Fasses; s. ae. …

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Kimme

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Kimme , plur. die -n, ein in zwey verschiedenen aber sehr genau verwandten Bedeutungen, so wohl einer scharfen Verti…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kimme

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Kimme (in Österreich Grinsel ), scharfe Vertiefung oder Erhöhung, besonders dreieckiger Einschnitt im Visier der Feuerwa…

  4. modern
    Dialekt
    Kimmem.

    Lothringisches Wb. · +7 Parallelbelege

    Kimme II [khimə, Pl. –n; Demin. khiməl Bi. Bo. Rg. Lix. Schw. Fo. u. s.] m. 1. Kerbe, Einschnitt, überstehender Rand. Le…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kimme

35 Bildungen · 35 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

kimme‑ als Erstglied (30 von 35)

Kimmehüᵉwel

WWB

Kimme-hüᵉwel m. Werkzeug des Küfers, Böttchers, mit dem die Nuten sauber ausgehobelt werden ( Hal Bh).

kimmeisen

DWB

kimme·isen

kimmeisen , n. bei den böttichern ein kleines beil zum einhauen der kimme 1, s. Krünitz 37, 533 . nd. götting. kimmîsen als ' stemmeisen ' ü…

Kimmeīsern

WWB

kimme·isern

Kimme-īsern n. [ Lst Mes Bri Wal Olp] 1. Stemmeisen, Meißel des Schreiners. — 2. Gerät des Holzschuhmachers zum ersten Aushöhlen ( Lst Ka ).…

Kimmeldauk

MeckWBN

Wossidia MeckWB Kimmeldauk m. auch die Hülle, mit welcher der Flachs am Wocken zusammengehalten wird Wa Waren@Groß Flotow GFlot .

kimmelen

WWB

kimm·elen

kimmelen V. 1. zanken ( Enr Holthaus ). — 2. heimlich tauschen, handeln, spielen ( Dor Schleef ). — 3. langsam essen ( Bor Rh = WmWb ). ¶ Rh…

kimmelig

RhWB

kimmelig -i- Neuw-Asb Adj.: widerlich; klore k.ə Dräss (Driss, Kot).

Kimmel II

RhWB

Kimmel II = Tümpel s. Kümmel I;

Kimmel III

RhWB

Kimmel III = derbe Brotschnitte s. bei Kimme.

Kimmel IV

RhWB

Kimmel IV -i·m.- Bo-Stdt Rheind Sg. t. m.: Auswurf, durch die Nase gezogen, Rotz.

kimmeln I

RhWB

kimmeln I schw.: ein Schwein k., den Kimmel aufsetzen, wenn es gern wühlt oder das Fressen aus dem Trog wirft, damit es sich stösst, sobald …

kimmeln II

RhWB

kimmeln II = essen, stibitzen s. bei Kimme;

kimmeln III

RhWB

kimmeln III = auswerfen s. bei Kimmel IV.

kimmeln IV

RhWB

kimmeln IV schw.: 1. a. -īm- sachte laufen lassen, bes. beim Spiel die Kugel, den Klicker; do muss nit k. Kemp-Stdt . — b. -i·m.- in wimmeln…

Kimmel V

RhWB

Kimmel V -em-, seltener -i-, Pl. -əlts Mörs , Klev , Rees m.: Klemme, Nasenzwinge, bes. den Schweinen, die zum Wühlen neigen, auf die Schnau…

kimmen II

RhWB

kimmen II = kerben, essen, s. Kimme;

Kimmeridgeschichten

Meyers

Kimmeridgeschichten (spr. kimmeridsch-), nach ihrem Vorkommen bei Kimmeridge in Dorsetshire im südlichen England 1816 von Phillipps benannte…

Kimmerien

GWB

kimme·rien

Kimmerien C-, einmal Z- mythisches, am (nördlichen) Rand der Welt in ständiger Finsternis u Nebel liegendes Land (nach Homer, Odyssee XI,14—…

Kimmērĭer

Meyers

kimmer·ier

Kimmērĭer ( Cimmērii ), Fabelvolk bei Homer, im äußersten Westen am Okeanos beim Eingang in die Unterwelt in ewiger Finsternis wohnend; dahe…

kimmerisch

GWB

kimme·risch

kimmerisch oft c-, C- B28,45,19 Meyer 31.3.17 a zum Land der Kimmerier (sd) gehörig, dieses kennzeichnend; einmal in vergl Zshg [ Phorkyas: …

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „kimme". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/kimme/campe
MLA
Cotta, Marcel. „kimme". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/kimme/campe. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „kimme". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/kimme/campe.
BibTeX
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