Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
io
OT, AB, B, E, FP, H, M, MH, MF, AG, BG,
O, Oh, Ol, Os, G, KnG, OG, Ph, Prs B, GGB
139 inzunten – ioS140
I/III, BaGB/WeGB, WeGB II, BGB I/II/III,
MGB, NBo, NCat, NMC, Ni, Nm, Ns, Nps,
Npg, Npw, WH und AGB:
‚zu jeder Zeit,,
stets, immer, schon immer, immer weiter,
jemals, irgendwann einmal, jeweils, wirk-
lich, ganz und gar; aliquando, interim,
perpetuo, semper, umquam, usque quaque‘
fona io
‚von Anfang an; ab initio‘, io ana
‚jetzt, immer, immer fort, jeweils‘, io noh,
noh (...) io
‚bisher, bis jetzt; adhuc‘, io sâr
‚sogleich, alsbald‘, io sô, sô (...) io
‚so, ge-, sô ... io sô
nauso wie‘
‚so ... wie; ut‘, io sô
wer
‚wer auch immer; quiscumque‘, io sô
wanne
‚wann auch immer; quando(cum)-, io sôso
que‘
‚genauso wie‘, io zuo
‚immer, io êr, êr io
weiter, noch weiter‘
‚früher, ir-, io unz(i)
gendeinmal früher‘
‚bis; usque ad‘,
io unzan
‚bis zu; usque‘〈Var.: eo, ieo, ioo,
ia, i, ige, iu; h-〉. Die Schreibungen mit h-
sind frk. (vgl. Braune-Reiffenstein 2004:
§ 152). Die ahd. Form war zunächst ēo; sie
wurde aber an den Diphthong -eo- angegli-
chen und durchlief, wenn auch verzögert,
dieselbe Entwicklung eo > io > ie (vgl.
Braune-Reiffenstein 2004: §§ 43 Anm. 6. 48
Anm. 2. 4. 5). Die vokalische Geltung des
anl. i- bezeugen Schreibungen bei O (íó) und
N (îo) (vgl. Braune-Reiffenstein 2004: § 115
Anm. 1). – Mhd. ie
‚immer, stets, je‘, früh-
nhd. je, ie
‚irgendwann, je, jemals, ja durch-, nhd. je
aus, doch, immerhin, fürwahr, ja, nun, schon,
wohl, auch immer‘
‚irgendwann.
einmal, jemals‘