Hemd Rhfrk ö. u. südl. Kreuzn-Monzing Langenth Soonwald
hęmt, w. u.
n. davon
-i-, Pl.
-mdər u.
-mər; Birkf, Simm, Goar u. Hunsr-Orte von Bernk, Zell, Koch
himət, –e- u.
him u.
himp [
hīm Birkf-Bundenb, Zell-Irmenach Starkenbg;
-ē- Zell-Bärenb;
-ę- Bernk-Hunolst, Goar-OWesel;
hīmt Simm-Kisselb], Pl.
-mdər, –mər, selten für
himp:
-mbər; weiter an der Nahe westwärts
himt, –e- [
-ē- Meis-Bärenb;
hemət Wend-Baumholder Haupersw Leitersw Treisen], Pl.
-mdər; Saarbr, Ottw, Saarl, Merz, Hochw (trier.) durchweg
himət, –e- [NSaarl
heə·m.ət; Merz-Stdt Nunk
himbt, Pl.
-mədən; Merz-Krettnich
himt, Pl.
-mdər], Pl.
-mədər [Merz-Mond Bergen Morscholz Weissk
himər]; Saarbg u. benachbarter Hochw
him [Wehingen
himp], Pl.
-mər; Trier-Stdt
himp, Pl.
-mər; Trier-Ld (Mos,
n. Mos), Wittl, Bernk (Mos), WZell, Bitb, SPrüm
hīm, –īə-, –īă- [Trier-Geizenbg Igel
himp, Pl.
-mər; Trier-Euren
hīmp, Pl.
himər; Wittl-Binsf Eisenschmitt Gladb Gransd GrLittgen Meerf Neuerbg Sehlem, Bitb-Ammeldingen Bickend Badem Erdrf Gind Kyllbgw, Prüm-Balesf Kopp Ringhuschd
hēm, Pl.
-mər; Prüm-GrKampenbg
hēəm, Pl.
-mər; Wittl-Bausend
hīm, Pl.
himdər; Wittl-Reil, Bernk-Merschd Mülh
him, Pl.
-mər; Wittl-Gipperath Seinsf
hem, Pl.
-mər; Prüm-Burb Zendschd
hēmt, Pl.
-mər], Pl.
-mər; Daun,
[]OZell, Koch, Kobl, May
him [Daun-Utzerath
-ī-, Pl.
himər; Daun-Gerolst
hęm; Daun-Müllenborn Rockeskyll
-e-; Kobl-Rhens
hīmp, –mt, Pl.
-mbər, –mdər; doch seltener im ganzen Geb.
himt, NOMay auch
himp, Pl.
-mər u.
-mdər, –mbər], Pl.
-mər; Neuw, Altk
himt, –e- [Altk-OWamb
-ī-, Pl.
hēmdər; Altk-Eichelhardt Amteroth
hēmt, –ē:-; Altk-NFischb
hiămt; in Neuw in dem kurköln. Teil
himp, –e-, Pl.
-mbər], Pl.
-mdər; Siegld
hemt, Pl.
-mdər; NPrüm, Malm
hęm [Malm-Aldring
jęm], Pl.
-mər; Aden, Ahrw
hemp, –i-, Pl.
-mbə [Aden-Dorsel Wanderath
hem, –i-, Pl.
-mə]; sonst Rip, Grevbr, Neuss
hęmp [in Monsch (hier auch
hmt), Schleid, Eusk, Rheinb, Dür vielfach
--; in Schleid, an der Erft u. Dür vielfach
-E-, –Eə-; in Aach vielfach
-E:-; Schleid-Ripsd
hemp, Pl.
hēmbər; Schleid-Einruhr
hemt, Pl.
hēmbdər; Schleid-Kranenbg
hęm, Pl.
-mər], Pl.
-mbər, -mdər, seltener
-mər (alle drei Formen im selben Dorfe; Dat. Sg.
hęmp u.
hę·m.); OBerg in Waldbr
hēəmt [
hēəm, Pl.
-mər Bladersb], Pl.
-mdər; Gummb
hęmt (-mət) [Bergneustdt Lautenb Lieberhsn
-ī-; Remperg
-ē-; Nümbrecht
-Eə-, Pl.
-mər; Sg.
hęmt, Pl.
hēmdər Derschlag], Pl.
-mder u.
-mdən; Wippf
hęmt [Hardt
-ē-, Pl.
hęmdər; UBrochhg
hęm, Pl.
-mər], Pl.
-mdər; NBerg in Düss
hęmp, Pl.
-mdər; Sol, Wermelsk (auch MülhRuhr)
hęmdən [Sol-Höhschd
hęmt], Pl.
-dər; Mettm, Elbf-Sonnborn
hęmən, Pl.
-mər; Elbf, Barm
hømt, Pl.
-dən, –dər; Eup
hmə u. Ld.
-e- [Raeren
--], Pl.
-mə; Geilk
hemə [
-E- Aach-Merkst, Geilk-Üb;
-ø- Scherpenseel;
-ø-, Pl.
-məs Birgden; Geilk-Stdt
hęmp, Pl.
-mdə], Pl.
-mə; Heinsb
hømə, –y-, –e- [
hømp oder
hømə Hülhv;
hemt, Pl.
-dər Arsbeck Myhl;
hęmdə, seltener
hømə Breberen], Pl.
-məs, seltener
-mdər; Erk, MGladb, Kemp, Kref
hęmp, –e-, hęmt, hę·m.t [MGladb-Rheydt
hēmp, Pl.
hemdər; Rheind
hēmt, Pl.
hemdər; Kemp, Kref vielfach
hę·m., Pl.
-mər], Pl.
-mdər, seltener
-mbər; Mörs, Geld
hemp, he·m.p, hēmp, -mt, Pl.
-mdə, –mbər; Klevld
hemp, hemt, –ę-, Pl.
-m(b)dər, –də(n); Demin.
-χə(n), –kə(n) n.: 1. wie
nhd.;
en Manns-, Frauen-, Kenderh., meist aber
en Mannslüts-, Fraulütsh.; en linen, wöllen, bauwollen, biberen, siden, bommesins H. Nfrk, Allg.;
en Häfelh. aus ungehecheltem Flachs Simm;
en H. met langk (kuərte) Maue (Arme), en H. ohne M. Rip, Allg.;
en geposs (gepfropftes)
H. unten aus wirkem Tuch, oben aus angesetztem reinen Leinen (veralt.) Bo-Muffend;
et Duəh. (Toten-),
Dopehempke (Tauf-),
et iərschte Hempke Erstlingsh. SNfrk, Allg.;
en ren (neu, fresch) H. andohn; et (dreckige, al) H. usdohn (ustrecke) Rip, Allg.;
Gire, Läsche, Wendläsche Spedel in dem H.;
Romp (Rumpf),
de vörste Strep (Streifen);
et H. hat en Hals-, en Armbändche, en Brost (Einsatz),
en Schletz, en Schlipp, Kläpp, Läpp (Zipfel),
en Krag (
s. d. W.). RA.:
H.ər wie Alvə (Chorhemden) so fein Dür-Gürzenich;
e H. su dönn [] wie en Seihdoch (Seihetuch) Kobl-Rhens;
dat H. es so grof, dat mer Lüs derdurseften (-sieben)
kann Mettm-Cronenbg.
Mein Herz on dein Herz sein zwei Klompen, mein H. on dein H. sein zwei Lompen Trier-Stdt. Der H.wechsel als Zeitbestimmung = 1 Woche,
nach twiəmoəl e ren H. anduəhnə, da komm ech ut de Schuəl Selfk, Allg. —
Et H. et översch (oberst)
han weiss gekleidet sein Schleid-Hellenth.
Ek sall et H. mar bowen owertrecken es ganz bunt treiben Klev-Rindern.
De kann et H. am Leif (hennen, um Orsch) net leiden er ist sehr neidisch Saarbg;
wann dau et H. am Hinner (Gesäss)
net leide kans, dan dich (tu)
et aus! Trier-Schleidw.
He ginnt him net et H. op em Leif er ist missgünstig Bitb, Allg.
Et os noch nit secher, of e e H. ahät von einem, der prahlt Aden, Allg.;
du hes ken H. mehr an fühlt sich der Angeredete beleidigt, so entgegnet man, er habe doch nur ein einziges an Meiderich;
den het kein H.ən an! ein Vexierwort, womit man Kinder in Verlegenheit bringt; man weist, indem man es ausspricht, mit dem Zeigefinger auf das betreffende Kind u. verteidigt sich auf die entrüstete Abwehr:
De Fenger het ouk kein H. an! MülhRuhr, Nfrk, Westerw, Eif, Trier;
geən H. a je Lif (am Arsch, an der Fott) ha bettelarm sein, auch zur Verspottung dessen, der weit über seine Mittel hinaus gekleidet ist Aach, Allg., —
am Sack Aach-Breinig, —
op den Buk Rees, —
an't Gat Klevld, —
am Sterte Remschd, —
an de Botz (Hose) Aden;
ken ganz H. op et Lif (an et Kont) häbben Mörs, Allg.;
der hot noch kä H., vor anzuduhn Simm;
en hot kän H. mih, dat him as Trier-Cordel;
es H. om Leib es net sein alles geborgt Saarbr, Allg.;
das kannschte äm (einem)
san (sagen),
de kä H. meh anhat Kreuzn-Sponh;
et es schobberig kalt, wemme kein H. anhät Mörs-Veen;
e behält ken H. op em Leif so wird er ausgeplündert Saarbg, Allg.;
staatse (schöne)
Kleər häbbe se, ond wenn se ken ganz H. op et Lif häbben Mörs, Allg.;
e spillt Baron un hat ka H. am Arsch Goar-Alken;
ken (eigen) H. mih of em Arsch han Saarl, Allg.;
die lo hun nöt en H. fer an de Leif on se treden of wie die Pannensterzcher (Bachstelzen) Trier-Thomm;
von buten schnitt hej öhm on von bennen hät he nit ens en ganz H. an er will vor den Leuten etwas scheinen Mörs;
Gardine för de Glas, gen H. am Ars (Arsch) Mörs-Xanten;
beəter e H. op et Lif as ne siə (seiden)
Schuət (Schurz)
öm et L. MGladb-Rheind;
die hät mar twe (2)
H.ə in't Vermöge; en op dem Buk (Bauch)
on en op de Struk (Srauch) zum Trocknen Mörs, Rees, —
än H. of der Heck on änt om Leif Trier-Hermeskeil;
higgederasch, kä H. am Arsch on doch Kurasch! Birkf.
Et eas, be et eas; komm, beste (wie du)
beas; ech han och ka H. an sagte ein Bräutigam am Abend des Hochzeitstages zu seiner Braut May-Trimbs.
Siewe Mädercher [] on an (1)
H., on jedet wöll e Monogramm hon Trier.
Häste och en lang H. an! sonst hast du kein Glück Rheinb-Kirchh;
es der et H. ze l.? sagt man, wenn jmd. vor Zorn von einem Bein aufs andere tritt Dür-Frauwüllesh;
ech brauch mech net ze schamme (schämen),
ech han e l. H. an May-Wassenach, Simm-Ravengiersbg;
sein H. es langer wie der Rock Bernk, Köln-Rodenk, Klev;
hopp, h. (hoppsopp, märgemopp Geld-Schravelen),
et H. es länger as de R.! Mörs, Geld;
reg dech nit su of, sos wiərd dir et H. ze korz! Neuw-Isenbg, May, Bo, Duisb;
gang fort (hau ab) met dennem kurze H.che! Koch-Brachtend, Altk-Herdrf, Siegld-NSchelden;
schwieg, et H. wird dich te kort! Heinsb-Süsterseel;
dem es et H.sche de kott er ist der Aufgabe (finanziell) nicht gewachsen Erk, Heinsb;
dem es et H. kotter as de Rock Heinsb;
do werd der det H. ze korz! zu Kindern, die gern Senf essen Simm-Laub;
ek scham mech so, ek höbb en kört H. an Mörs-Asbg;
du häs dat brede (breite)
H. an zu einem, der breit in den Schultern ist Barm;
du häs äwer e drecklich (ke ren) H. a unsaubere Gesinnung Dür-Birgel Derichsw;
er hät et H. nit ren kein reines Gewissen Altk;
der krit kä sauber H. an de Leib so arm ist er Wend-Haupersw;
den hat och et letzt H. an ist krank zum Sterben Eif;
wann dau mich schlehs, haste et l. H. on! Prüm-Kopp;
du has och noch net ding leist H. a! bist noch nicht am Ende deiner Leiden Aach-Warden.
Er (se) daugt neist, wo en (se) det H. anrehrt Simm, Allg.;
de os schleət (schlecht),
war et H. en aröührt Schleid-Reifferschd, Allg.;
die es geck, wo se et H. anröhrt Köln;
dat es en Stockfesch, wo em et H. an den Balg köt MülhRh-Overath;
he lüg (lügt),
wor et H. hen rührt Bo-Alfter.
Et H. es (geht) mer nöhter (näher) (
liewer Verbr.,
dunnder Geld)
wie der Rock (
Bocks Grevbr, Koch-Auderath, Bernk-Zelting,
de Wescht Weste Kreuzn-Wallhsn,
der Jacken Kreuzn, Daun,
de Juppen Trier-Euren,
et Wammesch Trier-Geisf,
der Keddel Neuw,
de Kures Bitb-Ammelding,
de Jass Klevld,
de Unnerrock Simm-Laub,
de Schuərz Grevbr-Elfgen,
de Brostlappe Weste Koch-Poltersd) Berechtigung des Egoismus; Pflichten gegen Blutsverwandte gehen andern Verbindlichkeiten vor Sieg, Allg.;
dat H. geiht mir för de Rock NBerg, Eup;
et os noher Haut wie H. Prüm-Ihren Ringhuschd.
Wat dehs de hück (heute)
an? Antw.:
Et H. no uəve Grevbr-Bedburdyck.
Dat süht ut, es wenn me en Pogg (Schwein)
en H. antreck Ruhr.
De deht an enem Dag dat en H. us on et ander an er wechselt seine Meinung Sieg-Ägid.
Ene et H. usduəh einem alles abgewinnen Aach-Merkst;
hei hät de Frau dat H. utgedohn zur unrechten Zeit sein Guthaben veräussert, ein Testament zu Ungunsten der Frau gemacht Gummb-Bergneustdt;
dem han se dat H. vam Arsch usgedohn ihn rein ausgeplündert
[]Waldbr-Wildbg;
me soll sech et H. net usdonn, bes mer sech schlofen let (legt) Geilk, Allg.;
sej trecken öm noch ut (dohn enen noch us, ziehen änen noch aus) bös op et H. sie nehmen von ihm so lange, bis er nichts mehr hat Kemp, Allg.;
en hat sich (puddelnackig) ausgedohn bös of et H. er hat den Kindern alles herausgegeben Trier, Allg.;
äne bes of et H. ausströppe alles wegnehmen Neuw-Heimb, Mos, —
ausplinnere Goar;
he löt (lässt)
sek dat H. nit eher üttrecken, as he dot ös gibt vor dem Tode nichts ab Rees-Obrighv;
de Kinger (Kinder)
trecken den Alen et H. vam Liwe Gummb;
er lösst (lässt)
sech et H. vom Leif zehje Kobl;
dau reiss mir dat H. vom L. Koch, Wittl;
en hat em et H. vom L. gess (gegessen) Trier-Euren;
enem et H. över de Uhre (de Kopp) trecken (ziehen, strippen) ihn wirtschaftl. ruinieren Rip, Allg.;
se hollen dem Bauer dat letzt H. aus dem Maul Bernk-Gornhsn.
Et H. vam Lif eweg (fort-) gen alles fortgeben, sehr mildtätig sein;
de ös su got, de göf et (letz) H. vam Lif weg; de git seng letz H. fort, wammer et em glöf; dem kannste et H. vam Lif trecke, dann ös e noch zefridde so gutmütig ist er Rip, Allg.;
deə deəht et H. för engen us Aach, Allg.;
der verschenkt sei H. vom Hennere May.
De versüff et H. vom Arsch (
van de Kont Klevld) Rheinb, Allg.;
der verlärt (verliert)
noch et H. vam Orsch beim Spiel Wittl-Eisenschmitt, Allg.;
de hät et H. vom Arsch verspellt Bo-Walberbg;
die rite (reissen)
sich et H. van't Lif af übervorteilen einander Geld-Hartef;
e bringt noch net emol en H. un (an)
sich er erspart nichts Bitb-Dockend.
Der kann sech hinnig em Besemstecke (Bunnelatz, Stocheisen) e frösch H. andohn (et H. wessele) Kobl, May, Altk, Dür-Gürzenich.
Drih (dreh)
din H. eröm, wann do Sonndags kei fresch anzoduhn häs! Köln.
Et geiht doch necks öwer de Reinleckheit, sat de Frau, do drehjde (drehte)
sej ens (einmal)
en't Johr et H. öm Mörs, —
sat der Bor, do drihte he op Kresdag sin H. eröm Köln, —
seit dat aul Wif, de trok sech alle Krestowend en ren H. an Wermelsk.
Ich konnt mein H. auswennen (-winden) so nass war es Wittl.
Wem et em Röck geschrevven es, dem bruch mer et H. net opzehevve er ist übel beleumdet Bo.
Schnidder Jakob, Sch. J., wo häs du die Schiər (Schere)
; rapp et H. op, rapp et H. op, dann fings (findest)
du se wiər! Kemp-Grefr.
Dem es et H. de Röck eropgerötsch er hat einen Höcker Dür;
treck der et H. ens glatt! Eusk-OGartzem.
De mät (macht)
nen Baselemanes (Verneigung),
dat sich et H. en sibbe Falde let (legt) Köln. A.:
Hei't (hast du es)
all gehört? B.: Wat dann? A.:
Frau Siebers hät et H. geschört (zerrissen) Emmerich.
Beter (besser)
et H. an de Wieg geschört as en alt Wif op et Bett gebört (gehoben) Klev.
Wat es min de Welt doch fremd, wat nit alles gebört (geschieht),
säij (sagte)
de Nonn, duw hat sej et H. an de Pott [] geschört Klev.
Dat H. os esou zerrossen (zerrissen),
et fiengen zihn Katzen ken Maus mih dron Prüm-Ihren, Verbr.;
de Hor (Haar)
gesplieten on dat H. terreten! Elbf;
zerreiss dein H. net! bemühe dich nicht zu sehr Daun-Neroth, Wend, Eif, Westerw, Dür, Kref;
ech zerreissen im dat H. of dem Buckel! so erzürnt bin ich auf ihn Kobl-Rhens;
e hät mer et Buchstöck (Bauchteil)
us em H. gerösse so habgierig ist er Rheinb-Flamersh.
Et neje H. sall gau en Lock häbbe auch die neue Freundschaft erfährt einmal eine Trübung; etwas Neues, worauf man sich lange gefreut hat, wird schnell alt; mit dem neuen Dienstboten fängt schon die Unzufriedenheit an;
et nei H. hät (krig) all (ok) en Lok (Gat) en SNfrk, Klevld.
Gohn heim un lapp di Muder et H.! ärgerliche Aufforderung an ein lästiges Kind MülhRuhr.
Et H. met Knoden anei (aneinander)
bengen (binden) arm sein Sol. Wenn ein Knabe das H. aus einem Riss des Hosenbodens heraushängen hat
(de Fahn herut hat, Kermes geflaggt hat, et H. em durch de Botz gewassen es) so wird gespottet:
Ha, hä, hät et H. an der Botz herushange, — hät et H. durch de Botz gedaut! Rip;
H. dor de Bocks, de Sonn, de schint! Mörs;
et H. üt de Bocks, de Tofel (Tisch)
gedeckt, de Tüttjes (
Kippkes Hühner)
komme ete! Klev, —
de Müskes solle k. e.! Mörs-Binsf, —
et Miske (Katze)
sall k. e.! Mörs-Orsoy, —
de Katt kann (sall) k. e.! Emmerich, Rees, —
Miske soll k. e., on Georg soll k. frete! Mörs-Pelden;
he küt de Damburmajuər gegange on hät et H. zer Botz rushange! Neuw-Dattenf, Rheinb-Miel, Ahrw.
De moss se Geld han, wann och et H. de Botz herushängk Schleid-Glehn.
Den hät lang met et H. dör de Bucks (Hose)
gelopen ist lange arm gewesen Rees;
möt et H. dur de Botz kuəme se net von Kiəvele (Kevelaer) MGladb-Neuwerk.
Satt en Äpke (Affe)
op en Stöckske achter Grotmuders Köckedör, hatt en Löckske in sin Röckske, en et H. kek (schaute)
dordör! Emmerich.
Blej (froh),
dat he et H. in de B. holden kann dass er sein Auskommen hat Rees-Haldern.
Wäsch der deng bedressen H. selfs! Rip, Allg.
Gott sen (segne),
Nies-che, befurz dei Himmche net! scherzh. beim Niesen May-Trimbs.
Der hät et H. voll er hat Angst Altk-OWamb, Meis-Staudernh.
Turelure, Lies-che us Klappergass, hat dat Kengche (Kind)
dat H.chen esu nass; hant die Schelmejonge gedoəh, hant dat Kengche net pesse losse goəh! Aach-Stdt;
t., Lisske, Schlabbergat, Mäjdje, wat höbbs du dät H.ke so nat; dat höbbe mich de Schelme va Junge gedoəhn, die leite (liessen)
mich neit pisse goəhn! Heinsb-Millen.
Dein H. werd heit (heute)
gewäsche! du wirst gehörig vorgenommen Kreuzn.
Ech schwotzen (schwitze),
dat et H. mer treppst Daun-Tettschd;
dem sei H. es wie dorch de Bach geschleift, so hat e geschwetzt Goar, Allg.
Et soll sich kane (keiner)
de Orsch grisser wachse losse, als et H. es []Koch-Carden.
Ich schlohn dech gleich, dat dir kei H. mih passt! Altk-Herdrf.
Hen hot sich et H. verbrant bestrafte Waghalsigkeit Prüm-Oos.
Stech der et H. ean de Orsch, da haste en Keast (Kiste)
voll Leinewand! May-Trimbs.
Kauf der en Krägelchen, mer sieht dir 't H.! Neuss-Glehn. Ein leichtfertiges Mädchen
mott (muss)
en Bahn (Webstuhlbreite)
in et H. häbben weil sie leicht schwanger wird Mörs-Orsoy.
Ich schlonn der et H. en Knött (Knoten)
! Dür-Gürzenich. Rede ich jmd. nicht mit
vollem Vornamen an, so hört man als Entgegnung:
ech hässe nit su (etwa
Kätt statt
Katharina),
su hässt mei H. Neuw-Isenbg. A. fragt Samstags:
Wat ger et Neies? B.: Schwarze H.ər on weisse Schuh Goar-Morshsn.
Jo, mur (morgen)
kimmschte, da bake mer, da kreischte en H. up de Bitt (früher, da alle Wäsche gebaucht wurde, brachte manchmal einer, der keine Zeit zum Bauchen hatte, dem andern ein H., damit dieses mitgebaucht wurde) scherzh. Vertröstung auf Belohnung Saarbg-Soest. A.:
Haste och jet dergen (dagegen)
? B.: Jo, et H.! MGladb-Rheydt. Abzählr.:
Häs dou en witt H. an? Ouk Knöp dran? Ja! Wievöəl dann? Twee (oder auch 3, 5, 10 usf.)
! Ein, twee! Mörs-Friemersh. —
Hinge (hinter)
Hännes-chens Höhnerhus hangen hondert H.ən herus Bo-Alfter (mit Var. Rhfrk, Mosfrk, Rip verbr.). — In Neckrufen.
Die Drömmer (Heinsb-Dremmen)
hant lange Hömme oder
in Drömme hant se lang H., kotte (kurze)
Schotte (Schurz)
on dicke Fotte (Gesäss)
! die Alkener (uMos) Jungen necken die von OFell:
Oberfeller Kurasch, ka H. am Arsch, ka Geld em Sack, ka Schnuffdebak, bat e armes Pack! Die Glocken von Neuss-Glehn läuten:
Pankrazies (Kirchenpatron)
hät ken H. an, H. an! MGladb-Kleinenbr. Die Neigung
e wie
ö zu sprechen, verspottet man:
De Ösel (Esel)
geng över de H.ə on schlef (schleift)
de Stötz (Sterz)
över de H.ə Rheinb. —
Wie konn de Heide (
Kalviner Bergh-Glesch)
an de H.ə? Antw. auf die Frage: wie kommst du an dies oder jenes? (scherzh. Antw.
dörch zopacke) Rip, Mörs-Xanten.
Den häbbe se op et H. gelege er hat schlechte Laune Mörs-Veen;
sech op (en) et H. treəne (treten) enttäuscht werden Geld-Wankum, SNfrk;
bet (verloren)
bes op et H. Saarbg-Wehing;
nass bes op et H. Rip, Allg.;
he üs fin büs op et H. MülhRuhr.
Dat geht dörch söwe H.ən diese Schläge, dies Leid Eup-Raeren.
En as net om Stan (stande),
dat en en Flouh aus em H. jäscht (jagt) Trier-Mehring.
De et ze ersch vernimmt, dem küt et us dem H. der Furz Köln.
He es (steht) em H. ausgezogen bis aufs H. Rip, Allg.;
ech stohn em nackte H. Elbf.
Ich wöll, du wäərsch em H.! Eusk-Wichterich.
Ech hauen dech, datste em H. do stehs! Rip;
noch ene Schlag, dann stehsde em H.! MGladb, Allg.
O Her em H., de Frau ös nackeg! Ausruf des Erstaunens Rheinb-Meckenh, —
de [] Kenner han necks anzedohn! Altk-Wissen;
o Her em Läpp (Hemdzipfel)
on de Kouch (Köchin)
nakig! Prüm-NHersd.
E Tüttschen (Hühnchen)
em H. Hemdenmatz MGladb-Neersen.
En dem sengen H. möch ech net steche in dessen Haut Sieg-Ägid. Der Arme
hät keine Rögge em H. Köln. Auf die Frage, wo ist deine Mutter? die scherzh. Antw.:
Em H. (on streck de Kopp herus) Rip, Allg.;
he sitt im H. un kick mim Kopp herut MülhRuhr;
em H. un en der Hut (Haut),
wann de en han wos (willst),
treck en drut! Gummb-Berghsn;
in et H. on in de Bött (Knochen);
we je öm häbbe wellt, dann schödd em drut! Mörs-Xanten.
Dat geht op on af wie en Lus (Fluh) em (ower et) H. ändert sich Rip, Allg.
Ich sehn en mengem H., wat angere (andere)
für Flüh han Schleid-Heimb.
Kemmt de Flöuh en et H., da baut e gleich sein Nescht dodren Merz-Mitlosh.
Mer mennt (meint),
de hättscht er alder Fra en't H. gebess bei Zahnlücken Merz-Morscholz.
Er schreit (schreitet)
ön't H. kommt auf der Stelle Altk-Bachenbg.
De tritt sech en et H. regt sich über etwas auf Bo.
En et H. drisse (scheissen) Angst haben;
en et H. gedrete! gefehlt! Geld-Wankum;
dat es besser bie en't H. geschessen gesagt, wenn man etwas nicht erreicht hat Neuw-Dierd;
de driss (scheisst)
en et H., dat et rappelt on dämp (dampft) Rip.
Prost Neijohr, en et H. gemacht, es ogefror! Trier-Conz.
Hohnderkack, en et H. geflatsch, sebbe (7)
Elle lang, et Hus voll Stank! Dür-Langerwehe.
Mauses hat ins H. geschiss, schummelacheimaschrumm, weil er voll gewese is, sch.! MüEif.
Morgenstond hät Gold em Mond, awer Bech (Pech)
em H. Neuw-Altwied. Wieviel Uhr ist es? Antw.:
Verdel langst et H. eronner Neuw-Segend.
Äm (einem)
onner't H. gucken ihm seine Schandtaten aufdecken Trier-Braunshsn;
me wiərd van de Leit ausgenotzt beas onnig et H. May-Trimbs.
Klor Bruət rist (riert)
gouət (gut)
vam H. schafft gute Verdauung Kref-Fischeln.
Et früst (friert)
zwesche Arsch on H. so kalt ist es Monsch. — Rätsel:
An einem Loch geiht et eren on an drei erus Neuw-Unkel, —
dann es mer iərsch dren Sol-Neuk;
ech gohn an enem Eng (Ende)
eren on kuən an dreien erus uWupp;
unne schluppste rin un zu drei Lächer (Löchern)
kimmste raus Meis-Medard. — Volksgl. In dem H., bei dessen Nähen ein Mädchen sich unversehens in den Finger sticht, so dass Blut fliesst, wird es Braut MGladb-Korschenbr. Ein H. von allergröbstem Leinen
(Osiken) galt in der Eif von jeher als Busskleid u. wird jetzt noch auf Wallfahrten getragen. Ein H., zum ersten Male angezogen, nimmt man vorher an drei Ecken zwischen die Zähne u. zieht dreimal daran; dies schützt gegen alle Krankheiten oNahe; ein an Ausschlag leidendes Kind wird in ein Mannshemd eingewickelt; ein Kinderhemd voll Getreide wird geopfert WEif. — 2. übertr. a. sachl.
[]α.
seje Hempke (seiden H.) Apfelsorte mit feiner Schale Emmerich, Sieg (veralt.). — β.
Appel em H. ein mit Teig umbackener A. Rheinb-Eicherschd. — b. persönl.
hEmə dummer Kerl, Feigling Aach-Merkst.