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Ha

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Campe
Anchors
31 in 20 Wb.
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10 von 16
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Ha

Bd. 2, Sp. 488a
Ha! 1) Ein Empfindungslaut, dessen man sich als Ausdrucks bedient (1) der Verwunderung. Ha! welch ein lauter Päan steigt von seinen Siegen I mein entzücktes Ohr! Ramler. Besonders im gemeinen Leben, wenn man sich über etwas Neues, Unerwartetes verwundert, wo es häufig verdoppelt wird. Sie schweigt und gräbt getrost. Ha! Ha! nun klingt es hohl. Gellert. Oft ist mit der Verwunderung, die es bezeichnet, auch der Begriff des Unwillens und des Zornes verbunden. »Ha! was Henker ist denn das wieder für eine Figur.« Weiße. Ha! sprach ein junger Hengst, Wir Sklaven sind es werth, Daß wir im Joche sind. Gleim. (2) Zuweilen des Unwillens allein. Ha! brummt er (der Bär), dir will ich das Handwerk zeitig legen. Hagedorn. (3) Der Freude. Ha! welche Lust. Ha! welch ein Glück! I manchen Gegenden hört man dafür auch wol heh! hei! heida!  I der Bibel als Ezech. 25, 3; 26, 2; 36, 2 kömmt dafür auch heah! vor, welches aber ungewöhnlich ist. (4) Als Nachahmung des Lachens, wo es verdoppelt oder mehrmahls wiederholt wird. Ih muß noch lachen, wenn ich daran denke. Ha, ha, ha, ha! (5) Des Aufschlusses der Genugthuung, wo es ebenfalls verdoppelt wird. Ha! Ha! so ist es? Ha! Ha! sagt ichs nicht? 6) I den niedrigen Sprecharten als Fragwort, für was, wofür aber he oder heh gewöhnlicher ist. I den Fällen, wo ha verdoppelt wird, ausgenommen, wo es das Lachen nachahmt, hat das zweite ha den Ton. 2) Bei den Bauern und Fuhrleuten in vielen Gegenden, so viel als links; auch har. S. Hott.
1495 Zeichen · 26 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. * rekonstr.
    Indoeuropäisch
    hā̆

    Idg. Etym. Wb. (Pokorny)

  2. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch

    Althochdeutsches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    hâ s. hâhan.

  3. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    interj.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    HÂ interj. ha. si riefen alle hâ hâ hâ Ls. 1,291. vgl. 292. verdoppelt hâhâ Walth. 38,4. vgl. Gr. 3,300.

  4. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    haInterj., Partikel

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    ha , Interj., Partikel nhd. „ha“ (Rufpartikel) Hw.: vgl. mhd. ha E.: s. mhd. ha, Interj., ha, he; lautmalerisch? W.: s. …

  5. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ha!

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Ha! eine Interjection, welche gebraucht wird, verschiedene Empfindungen und Gemüthsbewegungen auszudrucken. 1) Einer mit…

  6. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    ha

    Goethe-Wörterbuch

    ha Interj, fast nur in der Frühzeit, meist figurensprachl 1 als spontaner, auch ekstatischer Ausruf, meist eine Aussage …

  7. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    ha

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    ha , Abkürzung für Hektar.

  8. modern
    Dialekt
    ha

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    ha , s. aha, oha.

  9. Latein
    ha

    Mittellateinisches Wb. · +3 Parallelbelege

    2. ha v. 2. a. Weber

  10. Spezial
    ha

    Ladinisch-Deutsch (Mischí)

    ha (ascortaziun) m. Hektar m .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ha

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Keine Komposita gefunden — ha kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.