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Ha!

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Adelung
Anchors
31 in 20 Wb.
Sprachstufen
10 von 16
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101
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40

Eintrag · Adelung (1793–1801)

Ha!

Bd. 2, Sp. 867
Ha! eine Interjection, welche gebraucht wird, verschiedene Empfindungen und Gemüthsbewegungen auszudrucken. 1) Einer mit Unwillen, mit Zorn begleiteten Verwunderung. Ha! was Henker ist denn das wieder für eine Figur! Weiße. Ha! diese kleine Furcht steht Männern gar nicht an, Weiße. Ha! welche Flammenströme schoß die Hyder Nach seinem Leben! Raml. Ha! sprach ein junger Hengst, Wir Sklaven sind es werth, Daß wir im Joche sind, Gleim. Wo es zuweilen verdoppelt wird. Ha! ha! nun kenn ich dich! 2) Des Unwillens, des Verdrusses allein. Ha! brummt er, (der Bär) dir will ich das Handwerk zeitig legen, Haged. 3) Oft auch der Verwunderung allein. Sie geht, ha! welchen Stolz gibt ihr die Tugend ein! Weiße. Ha! hier blickt noch Ein Strahl von Hoffnung vor, Schleg. S. in folgenden das Haha. Ha! welch ein lauter Päan steigt von seinen Siegen In mein entzücktes Ohr! Raml. Besonders im gemeinen Leben über eine neue, unerwartete Sache, wo es gemeiniglich verdoppelt wird. Sie schweigt und gräbt getrost. Ha! Ha! nun klingt es hohl, Gell. 4) Des Aufschlusses, besonders mit der Verdoppelung. Ha! ha! nun weiß ich es. 5) Der Freude, wo es in manchen Gegenden auch Heh! lautet, wie Klagel. 2, 16. In andern aber hey! Das Ezech. 25, 3, Kap. 26, 2, Kap. 36, 2, befindliche Heah! ist, wenigstens im Hochdeutschen, ungewöhnlich. 6) Eine Nachahmung des Lachens, wo es alle Mahl verdoppelt wird. 7) In den niedrigen Sprecharten auch ein fragendes Zwischenwort, für was, wo es oft als ein unarticulirter Schall aus der Gurgel hervor gebracht wird, in einigen Gegenden aber auch he! lautet. Wenn diese Interjection verdoppelt wird, so hat alle Mahl das zweyte ha! den Ton.
1658 Zeichen · 29 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. * rekonstr.
    Indoeuropäisch
    hā̆

    Idg. Etym. Wb. (Pokorny)

  2. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch

    Althochdeutsches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    hâ s. hâhan.

  3. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    interj.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    HÂ interj. ha. si riefen alle hâ hâ hâ Ls. 1,291. vgl. 292. verdoppelt hâhâ Walth. 38,4. vgl. Gr. 3,300.

  4. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    haInterj., Partikel

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    ha , Interj., Partikel nhd. „ha“ (Rufpartikel) Hw.: vgl. mhd. ha E.: s. mhd. ha, Interj., ha, he; lautmalerisch? W.: s. …

  5. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ha!

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Ha! eine Interjection, welche gebraucht wird, verschiedene Empfindungen und Gemüthsbewegungen auszudrucken. 1) Einer mit…

  6. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    ha

    Goethe-Wörterbuch

    ha Interj, fast nur in der Frühzeit, meist figurensprachl 1 als spontaner, auch ekstatischer Ausruf, meist eine Aussage …

  7. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    ha

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    ha , Abkürzung für Hektar.

  8. modern
    Dialekt
    ha

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    ha , s. aha, oha.

  9. Latein
    ha

    Mittellateinisches Wb. · +3 Parallelbelege

    2. ha v. 2. a. Weber

  10. Spezial
    ha

    Ladinisch-Deutsch (Mischí)

    ha (ascortaziun) m. Hektar m .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ha

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