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Glückseligkeit

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
9 in 9 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Glückseligkeit

Glückseligkeit

Glück n. ‘zufälliges, überraschendes Zusammentreffen günstiger Umstände, Schicksal, Gemütszustand innerer Befriedigung’, mhd. g(e)lücke, mnd. (ge)lükke, mnl. (ghe)lucke, (ge)luc, nl. geluk; entlehnt aus dem Mnd. sind afries. lukk, mengl. luk(e), engl. luck, anord. lukka, lykka, schwed. lycka. Mhd. g(e)lücke ist erstmals in der frühhöfischen Dichtung (1160) bezeugt und verbreitet sich mit der höfisch-ritterlichen Kultur vom Rhein aus über das dt. Sprachgebiet. Es bedeutet anfangs ‘Schicksal, Geschick, Ausgang eines Geschehens oder einer Angelegenheit (sowohl zum Guten als auch zum Bösen)’ und tritt als Schicksalsbegriff in Konkurrenz mit mhd. sælde und heil (s. selig und Heil), den älteren Ausdrücken für ‘Segen, Heil, Glück’. Aus dem engeren Gebrauch im Sinne von ‘günstiger Verlauf oder Ausgang eines Geschehens, günstiges Geschick’ entwickelt sich Glück zur Bezeichnung des wünschenswerten ‘Zustandes starker innerer Befriedigung und Freude’. Im 14. Jh. nimmt Glück auch die Bedeutung von ‘Beruf, Lebensunterhalt’ an. Die Herkunft des erst relativ spät auftretenden Wortes ist nicht geklärt. Verschiedene, jedoch sämtlich nicht befriedigende Herleitungsversuche sind zusammengestellt in ¹DWB 4, 1, 5, 226 f. glücken Vb. ‘gelingen, nach Wunsch ablaufen’, mhd. g(e)lücken, zum Substantiv gebildet; im Mhd. nur selten, erst in nhd. Zeit sich ausbreitend. beglücken Vb. ‘glücklich machen, erfreuen’ (Anfang 17. Jh.). glücklich Adj. ‘vom Glück begünstigt, erfolgreich, zufrieden, vorteilhaft, günstig’, mhd. gelückelich ‘vom Zufall, vom Schicksal abhängig, günstig’. Unglück n. ‘verhängnisvolles Ereignis, schweres Mißgeschick, Schicksalsschlag, Pech’, mhd. ung(e)lücke. unglücklich Adj. ‘traurig, niedergeschlagen, bedrückt, verhängnisvoll’ (15. Jh.). verunglücken Vb. ‘einen Unfall erleiden, mißlingen, mißraten’ (17. Jh.). glückselig Adj. ‘sehr glücklich, überglücklich’, mhd. gelücksælec. Glückseligkeit f., spätmhd. gelücksælecheit. Glückskind n. ‘vom Glück Begünstigter, wem alles gelingt’ (16. Jh.), vielleicht nach lat. fortunae filius. Glückspilz m. zunächst im Sinne von ‘Emporkömmling, Parvenü’ (2. Hälfte 18. Jh.), eigentlich ‘wer wie ein Pilz plötzlich aus dem Nichts aufschießt’ (vielleicht unter Einfluß von engl. mushroom, das sowohl ‘Pilz’ wie auch ‘Emporkömmling’ bedeutet); von der 2. Hälfte des 19. Jhs. an gleichbed. mit Glückskind. Glücksrad n. Sinnbild für die Veränderlichkeit des Glücks, auch ‘das sich drehende Rad bei Verlosungen und bestimmten Glücksspielen’, mhd. des gelückes rat, auch gelückrat, später glükrad (14. Jh.), seit dem 17. Jh. Glücksrad, seltener Glückrad. Glücksritter m. ‘wer sich in seinem Handeln sorglos auf sein Glück verläßt’, auch abschätzig ‘Abenteurer’ (2. Hälfte 18. Jh.), zunächst auf mittelalterliche Verhältnisse bezogen ‘Ritter, der auf Glück auszieht’.
2819 Zeichen · 80 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Glücksèligkeit

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Glücksèligkeit , plur. die -en, von dem vorigen Worte. 1) Die höchste Wohlfahrt, deren man unter gewissen Umständen …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Glückseligkeit

    Goethe-Wörterbuch

    Glückseligkeit auch -seel-, selten Glük-, vereinzelt Kleinschr u pl. Nur rund 130 Belege gegenüber ca 3200 ‘Glück’; über…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Glückseligkeit

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Glückseligkeit (griech. Eudämonie ) ist der Zustand des sinnlich-vernünftigen Wesens, in dem es nicht nur seine Bedürfni…

  4. modern
    Dialekt
    Glückseligkeitf.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Glückseligkeit f. : ' Glücksempfindung '. Ach Gott, war des e Glickseligkeit! [ Hartmann Unkel 97]. Im Neujahrswunsch be…

  5. Spezial
    Glückseligkeit

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Glück|se|lig|keit f. (-) 1 felizité (-s) f. 2 beatitudina (-nes) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit glueckseligkeit

26 Bildungen · 24 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von glueckseligkeit 2 Analysen

glueckselig + -keit

glueckseligkeit leitet sich vom Lemma glueckselig ab mit Suffix -keit.

Alternativen: gluecksel+-ig+-keit

glueckseligkeit‑ als Erstglied (24 von 24)

glückseligkeitslust

DWB

glueckseligkeit·s·lust

glückseligkeitslust , f. : seine schwärmerei und seine sentimentale glückseligkeitslust F. G. Kühne portraits u. silhouetten (1843) 2, 121 .…

glückseligkeitsplan

DWB

glueckseligkeit·s·plan

glückseligkeitsplan , m. : die ersten linien des glückseligkeitsplans ..., die ich für sie entworfen habe Fr. v. Gentz schr. 1, 54 Schlesier…

glückseligkeitsziel

DWB

glueckseligkeit·s·ziel

glückseligkeitsziel , n. : alle weichlichen glückseligkeitsziele liegen Nietzsche ... fern Raoul Richter essays (1913) 134 ; ( Goethes leben…

glueckseligkeit als Zweitglied (1 von 1)

unglückseligkeit

DWB

unglueck·seligkeit

unglückseligkeit , f. , mangel an glückseligkeit ( s. d. ) und ihr gth.; vgl. unseligkeit . ungeluckselicheit Diefenbach gl. 2 c . nl. ongel…

Ableitungen von glueckseligkeit (1 von 1)

unglückseligkeit

DWB

unglückseligkeit , f. , mangel an glückseligkeit ( s. d. ) und ihr gth.; vgl. unseligkeit . ungeluckselicheit Diefenbach gl. 2 c . nl. ongel…