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gelücke

mhd. bis mnd. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MWB
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Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)

gelücke stN.

Bd. MWB 2 386, Sp. 38
gelücke stN. auch -luch- ( StrKD 70,78. 107,228; PrGeorg (Sch) ). – selten Pl. ( KLD:Namenlos h 8,6; PrGeorg(Sch) 1,33.35.37 ). – Erst mhd. belegt ( SAlex 6292 ). 1 ‘Schicksal, Geschick, Zufall’
1.1 allg.
1.2 von ~ ‘durch Zufall, zufällig’
1.3 etw. an (ein) ~ lân ‘etw. dem Schicksal anheimstellen’
1.4 jmds. ~ ist guot u.ä.
1.5 übertr., ‘vom Geschick zugewiesene Lebensstellung’
2 ‘günstiges Geschick, glückliche Fügung, Glück’
2.1 allg.
2.2 ûf/nâch ~ ‘auf gut Glück, aufs Geratewohl, in der Hoffnung auf Gelingen’
2.3 gelückes vunt ‘Fund durch glücklichen Zufall’
2.4 häufig guot ~ (vgl. 1.4 )
2.5 zusammen mit bedeutungsverwandtem heil , (ge)linge , sælde u.ä., teilw. formelhaft
2.6 im Ggs. zu arebeit , ungelücke , unsælde u.ä.
2.7 in Verbindung mit best. Verben;
2.8 im Anschluss an die mittelalterliche Vorstellung des personif. Glücks, der vrou Sælde (vgl. de Boor, Fortuna S. 311 Anm. 1 [Lit.] und S. 314-320), teilw. sprichw.
2.8.1 gelückes rat (vgl. gelückrat ), das sich drehende Rad des Glücks ( rota Fortunae )
2.8.2 gelückes bal, schîbe u.ä.
2.8.3 ~ ist sinewel, walzet
2.9 personif.
   1 ‘Schicksal, Geschick, Zufall’    1.1 allg.: der hêre unde sîn here / fûren dô uber mere / dar si gelucke sande En 3743; gelücke iuch müeze sælden wern Parz 431,15; gelücke iu heil / gebe ebd. 450,25; KvWSchwanr 1534; des helfe mir gelücke, daz si uns genædic müeze sîn NibB 1154,4; mit gelükke, daz dâ heizet sors, / gewan her Heinrich drîzik ors DietrGlesse 701; Parz 322,19; Wig 1382. wan hete ich zu der stete pflicht, / so hieze ich ouch gelücke nicht Frl 5:51,14; gelücke ist underscheiden. [...] / daz ein ist gut [...]. / ouch wizzet, daz gelücke ist böse ebd. 5:52,1.7. – vom Ausgang, Erfolg einer Sache: der abbet [...] warte der vischære, / welh ir gelücke wære. / [...] er sprach: ‘wie ist ez ergangen? / habet ir iht gevangen?’ Greg 982    1.2 von ~ ‘durch Zufall, zufällig’ von gelücke daz geschach LBarl 6201; bî Rôme ein hûs verborgen [...] stêt [...]. / wer ez suochet und wil ez vinden, / vor dem kan ez verswinden. / von gelücke man dar komet UvEtzAlex 12519; er [Christus] trug [...] / sin cruce; von gelucke / Simon quam und half im train [vgl. Mc 15,21 ] TvKulm 4504; Wh 8,19; RvEBarl 2108; DvASchr 356,26    1.3 etw. an (ein) ~ lân ‘etw. dem Schicksal anheimstellen’ daz ir iu kieset einen man [...], / der ze kampfe sî getân / und an gelücke welle lân, / weder er genese oder entuo Tr 6118; Eracl 4872; ähnl.: daz gluͦck sich / vnderwijlent verkeret, / vnde danne den man vneret, / der sich so an es verlat [sich ihm ausliefert] Krone 21513. vgl. andererseits: nu muͤste [...] / Gedeon [...] an got sin gelúcke lan [seinen Erfolg oder Misserfolg Gott anheimstellen] RvEWchr 18578    1.4 jmds. ~ ist guot u.ä.: [Turnus:] ich wolde ê selbe sterben [im Zweikampf gegen Aeneas] . / iedoch trouwe ich wol genesen, / sal mîn gelucke gût wesen En 8734; swaz man dem unsæligen [zum Unheil Bestimmten] tuot, / sîn gelücke wirt doch nimmer guot Er 6007; UvZLanz 8504; Iw 5517; sie wolde baz ir gelucke sehen Herb 15809    1.5 übertr., ‘vom Geschick zugewiesene Lebensstellung’ her [...] vregete si wi si hizen und wannen si wêren und waz ir glucke wêre. dô sageten si iz ime: ‘wir sint erzte und sint kristen.’ HvFritzlHl 206,2    2 ‘günstiges Geschick, glückliche Fügung, Glück’    2.1 allg.: ich hân gehœret jehen, / daz schade nâch gelücke kumet Bit 2925; wir haben Gaschiere / gevangen einen grâven abe [...]. / sölch gelücke kumt uns selten Parz 31,26; UrkCorp N746,9; mir was gelückes dâ verzigen Iw 748; owê, dâhte der künec dô, / wie wenket mir gelücke sô? / waz ist der gote râche ûf mich? RvEAlex 342; JTit 5081,1. – als Prädikativum: sie [die Menschen] [...] vielen in mangen irretuom. / daz gloupten sumelîche / daz al daz ertrîche / ein gelücke wære LBarl 2400; dâ stuont ein wol gewahsen eich, / diu was im ein gelücke. / an si kêrt er den rücke / und hete von ir schirmes gnuoc, / sô daz in nieman hinden sluoc KvWTroj 34753; LivlChr 11054; von einer Person: dô der süeze Anfortas / dîn wirt unt dîn gelücke was [d.h. derjenige, der dich glücklich machen konnte] Parz 441,24    2.2 ûf/nâch ~ ‘auf gut Glück, aufs Geratewohl, in der Hoffnung auf Gelingen’ [Kaiser Eraclius will mit der Kreuzreliquie nach Jerusalem einziehen:] barvuz mit grozer armekeit / nam er do uf den rucke / daz kruze uf gelucke / und quam alsus zu der stat. / seht, wa die mure [die sich ihm zuvor verschlossen hatte] entzwei trat / und lie wesen als da vor / an ir ein gerumez tor! PassIII 282,68; ubir dî brucke / sach man ûf gelucke / dî brûdre loufin NvJer 12322. den ein tuot waffen vrei [macht seine Bewaffnung unbekümmert] , / so vert der [andere, Unbewaffnete] nah gelüke Krone 2933; Jeisbût intsebete, / daz er hatte des tôdis stich [...]. / îdoch slûg er zurucke / nach wânis gelucke NvJer 19667    2.3 gelückes vunt ‘Fund durch glücklichen Zufall’ quecsilber wart nie wilder dan gelückes vunt RvZw 264,3; dich mag wol betowen / gelúkes funt vnd selden [= sælden ] regen MinneR471(Pf) 2,47. – von einer Person: mîn trût, [...] du bist gelükes vunt SM:KvL 2: 4,4. 10:2,11    2.4 häufig guot ~ (vgl. 1.4 ): und wirt er danne des gewert, / daz sîn ein guot gelücke pfliget / und er den lewen an gesiget UvZLanz 1741; der man hât guot gelücke, / swer den stein [einen achât ] bî im hât: / swâ er rîtet oder gât, / er wirt nimer gevangen Volmar 206; Herb 1653; KLD:RvR 2,47; LivlChr 11970; Tauler 189,3    2.5 zusammen mit bedeutungsverwandtem heil, (ge)linge, sælde u.ä., teilw. formelhaft: durch vnser sele giluͤke vnd haîle UrkCorp (WMU) 473,19; PrGeorg(Sch) 15,283; Tristan [...] seite im, alse ez was geschehen, / sîn gelücke und sîne linge Tr 16193. 10593. 18455; KvWTroj 27546; gesuntheit, sælde und allez guot, / gelücke, vreude rîchen muot / enbiutet dir [...] der vater dîn RvEBarl 13818; Herb 6770; Athis C 152; Eckh 5:55,19    2.6 im Ggs. zu arebeit, ungelücke, unsælde u.ä.: nu er im hæte geseit / sîn gelücke und sîn arbeit Tr 10746; daz unglück und glück peidiu ungewis sint und unstæt BdN 203,26. 203,21; JTit 2211,1; Eckh 1:276,2 u.ö.; leider tac, [...] / du wære ie mînes heiles diep, / der mîn gelücke stôrte / mit unsælden kumberlich KvWLd 15,35; dis betrahten [...] truket mich in gelúcke und haltet mich in widerwertikeit [ me erigit in adversis, in prosperis deprimit Seuse, Horologium 493,15f.] Seuse 255,4; MarlbRh 3,27    2.7 in Verbindung mit best. Verben; ~ waltet: daz her den lip ie behielt, / groz gelucke des gewielt GrRud H 56; gelücke müezes walden! Parz 678,17. 351,22. 701,27; SAlex 6292; UvZLanz 4464. – jmdm. geschiht ~ : da ime daz gelucke geschach / daz her den heiligen man sac Ägidius 902; Troylus des genoz, / daz er im [dem Diomedes] daz ros erstach. / svlich gelucke im geschach Herb 6378. vns enkan gluckes niht geschen ebd. 11926; Tr 7464; LivlChr 9318. 11217. – jmdm. volget ~ : daz dem wirte nie / an deheinem dinge missegie, / wan daz gelücke volget im ie Wig 1052; MNat 17,20; so bit ich got, das [...] dir alles gelúck und heil volg Seuse 483,5. 394,7; ähnlich: hôch gelücke mit im vert, / manlich heil ist im beschert RvEAlex 4757. – ~ wächst, geht auf, schwindet: sô möhte ime gelücke, heil und sælde und êre ûf rîsen Walth 29,31; von sældenrîchem manne / gelücke wahset mit genuht KvWTroj 5691. 12449; des vater guot gelücke swein RvEBarl 13725; sie slûgen manchen rischen man, / die sich wol mochten hân gewert, / wêr ir gelucke nicht verzert LivlChr 1468. – jmd. hât ~ : den Crichen gebristet niht. / ez ist ein harte riche dit. / sie han gelucke vnde heil Herb 2154; waz haben wir wider got getan, / daz wir gluckes niht enhan? ebd. 11684; swer wænet hân gelücke ân in [ got ] , / daz ist ein tœrlîcher sin RvEAlex 4801; NibB 249,3; Wig 1883; NvJer 19915; subst.: der on al buß / wirt von diser welt begraben / mit dem boͤsen gluͤck haben, / das ist ain versichtlich sach, / er kom doͤrt ze ungemach Teichn 577,48. – jmd. versuochet sîn ~ : dô versuochte unser herre sîn gelücke dannoch baz PrBerth 2:209,11; Ammenh 17943; mit folgendem indir. Fragesatz: ich wil vürebaz / mîn gelücke noch versuochen, / ob dâ vrouwe Sælde mînes heiles welle ruochen Neidh WL 35:3,12; Walberan(L) 2782; Seuse 12,12; ähnl. RvEWchr 18370. – etw. stât an ~ : ieglich ellenthafter degn / muoz al sîne manheit lân / an sælde und an gelücke stân RvEAlex 7138; vil dinges an gelu̇cke stat UvZLanz(K) 7518b; RvEBarl 11864    2.8 im Anschluss an die mittelalterliche Vorstellung des personif. Glücks, der vrou Sælde (vgl. de Boor, Fortuna S. 311 Anm. 1 [Lit.] und S. 314-320), teilw. sprichw.    2.8.1 gelückes rat (vgl. gelückrat ), das sich drehende Rad des Glücks (rota Fortunae): daz stât an des glückes rade Freid 110,17; daz glüches rat / jst vertig vnd sinewel Krone 4144; wolde geluckes rat / uf minen gewin sich schiben MinneR210 222; jô walzet ir [der sælde ] gelückes rat / vil stæteclîche ûf unde nider KvWTroj 2350; im diente des gelückes rat, / daz im nach êren umbe lief ebd. 7244; KvFuss 1620; RvEAlex 2407; SM:Wi 9:12,3. – bezogen auf das Bild / die Vorstellung menschl. Figuren, die mit dem Glücksrad auf- und absteigen: gelückes rat daz treit vier man: / der eine stîget abe, der ander stîget an, / der dritte ist obe, der vierde der ist under Sigeher 7,1; Wig 1047; SM:JvR 1:13,1. – jmd. sitzet / vert / stîget ûf gelückes rade u.ä.: wer hât ir [der Frauen] gunst, der sitzet ûf dem glükes rade SM:JvR 1: 10,13; sie vuoren ûf gelückes rade Flore(S) 845; sie wâren hôhe gestigen / ûf des gelückes rat, / nû müezen sie von der stat / aber nider rucken ebd. 6149; er [Georg] ist komen ûf gelückes rat, / daz muoz im immer stille stên [d.h. sein Glück nimmt kein Ende] Georg 194; RvZw 91,4; JTit 5277,2; Neidh WL 25:6,13. got werfe in von gelückes rat Freudenl 698; ich muoz iemer ligin under glükes rade, / mirn helfe ûf mîn frowe sældebære SM:  Had 30: 1,9; KvWLd 1,128. – seltener stellt das Rad selbst das Glück dar: sô vürhte ich, daz gelückes rat noch vor dem rîche [dem Kaiser] stille stê [d.h. nicht bis an ihn herankommt] WernhSpr 10,9; zuo slîchet dir gelückes rat / und setzet dich ûf sich enbor Georg 2360; gelückes rat ist sinewel, / im loufet maneger nâch, doch ist ez vor im gar ze snel / unt lât sich doch erloufen williclîch, den ez beswîchen wil RvZw 91,1. – Bez. einer wie ein Rad gebauten Brücke, die nur tugendhafte Leute über sich lässt, andere herabwirft: dar nach rayt der Printzel / [...] uber deß geluckes rad / [...] durch das tor in di stat HvNstAp 11335. 11206(La.). 13433    2.8.2 gelückes bal, schîbe u.ä.: geluckes balle [...] het inz geweltzet bazzer JTit 2418,2; die [Krieger] hetten sich gelazzen / zv tode vnde zv libe, / dar nach daz die schibe / des gluckes leuffet vnde get Herb 13167; ûf gelückes schîbe / stên ich nû ze stunden SM:Ro 3: 3,5; Martina 218,28; Erlös 2820. gelücke ist rehte als ein bal: / swer stîget, der sol fürhten val Freid 114,27    2.8.3 ~ ist sinewel, walzet: gelücke daz ist sinewel dicke alsam ein bal Kudr 649,2; gelücke ist oft sinewel, / hiute nider, morgen hôch Gauriel 4982; Wh 246,28; Krone 5965; Renner 17270; auch Pl.: gelücke diu sint sinewel KLD:Namenlos h 8,6. gelücke ist gar ein wildez lôz, / daz dicke walzet an und abe KvWTroj 18400    2.9 personif.: gelücke daz enhœret niht / und selten ieman gerne siht, / swer triuwe hât Walth 90,19; mir hât gelücke dich / gesendet, herzen freude mîn Parz 801,6; dô kêrte von in unde vlôch / gelücke, daz in wonte bî KvWTroj 5755. 12608. 18960. 22844; Krone 11192. 11344; RvZw 248,4

MWB 2 386,38; Bearbeiter: Bohnert

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gelückest. N.

    Köbler Mhd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    gelücke , st. N. nhd. Glück, Seligkeit, Geschick, Zufall, Chance, Beruf, Lebensunterhalt, Heil, Segen, Erfolg, Los, Schi…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gelückeN.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    gelücke , N. nhd. Glück, Schicksal, günstiger Zufall, glückliches Geschick, Vorteil Hw.: vgl. mhd. gelücke (1), mnl. gel…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gelücke

33 Bildungen · 27 Erstglied · 5 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von gelücke 3 Analysen

ge- + lücke

gelücke leitet sich vom Lemma lücke ab mit Präfix ge-.

Alternativen: ge-+lücken+-e gelücken+-e

gelücke‑ als Erstglied (27 von 27)

gelückebēden

KöblerMnd

gelückebēden , N. nhd. Beglückwünschung E.: s. gelückebēden (1) L.: MndHwb 1/2, 60 (gelükbēdinge/gelükbēden[t])

gelückebēdinge

KöblerMnd

gelückebēdinge , F. nhd. Beglückwünschung E.: s. gelückebēden, inge, gelücke, bēdinge (1) L.: MndHwb 1/2, 60 (gelükbēdinge)

gelückebōk

KöblerMnd

gelücke·bōk

gelückebōk , N. nhd. Losbuch, Orakelbuch, Glücksbuch Hw.: s. lückebōk E.: s. gelücke, bōk (2) L.: MndHwb 1/2, 61 (gelükkebôk)

gelückede

MWB

gelückede stN. stF. Seuse 364,26 (s.u.). ‘Glück’ gelúkt hat mir mit dir [Gott] gevolget und alles guͦt han ich in dir und mit dir besessen S…

gelückederat

MWB

gelückede·rat

gelückederat stN. ‘Glücksrad’ da sitzet fro selde mit irem glúktrad Seuse 435,7 MWB 2 390,11; Bearbeiter: Bohnert

gelückegelt

KöblerMnd

gelücke·gelt

gelückegelt , N. nhd. Glückwünschungsgeschenk in Form von Geld oder Schmuck, Hochzeitsgeschenk Hw.: s. lückegelt E.: s. gelücke, gelt L.: Mn…

gelückehaben

KöblerMhd

gelücke·haben

gelückehaben , st. N. nhd. „Glück Haben“ Q.: Teichn (1350-1365) (FB gelückehaben) E.: s. gelücke, haben W.: nhd. DW-

gelückehaftich

KöblerMnd

gelückehaftich , Adj. nhd. glücklich, mit Glück ausgestattet Vw.: s. un- Hw.: s. gelückehaft; vgl. mhd. gelückhaftic E.: s. gelückehaft, ich…

gelückelich

KöblerMhd

gelücke·lich

gelückelich , Adj. nhd. „glücklich“, günstig ÜG.: lat. fortunatus Gl, prosper Gl Hw.: vgl. mnl. geluckelijc, mnd. gelückelīk Q.: Chr, Gl, HM…

gelückeliche

KöblerMhd

gelücke·liche

gelückeliche , Adv. nhd. glücklich, gut, glückbringend Hw.: vgl. mnl. geluckelike, mnd. gelückelīke* Q.: Chr, En (1187/1189), LS, NvJer E.: …

gelückelīchen

KöblerMhd

gelücke·līchen

gelückelīchen , Adv. nhd. glücklich, gut Q.: KonstBrf (1430-1440) E.: s. gelückelich W.: nhd. glücklich, Adv., glücklich, DW 8, 307 L.: MWB …

gelückelīk

KöblerMnd

gelückelīk , Adj. nhd. glücklich, vom Glück begünstigt, erfolgreich, irdisches Glück betreffend Vw.: s. un-* Hw.: s. lückelīk; vgl. mhd. gel…

gelückelīke

KöblerMnd

gelückelīke , Adv. nhd. glücklich, vom Glück begünstigt, erfolgreich, irdisches Glück betreffend Hw.: s. gelückelīken; vgl. mhd. gelückelich…

gelückelīken

KöblerMnd

gelückelīken , Adv. nhd. glücklich, vom Glück begünstigt, erfolgreich, irdisches Glück betreffend Hw.: s. gelückelīke, lückelīken E.: s. gel…

gelückepot

KöblerMnd

gelücke·pot

gelückepot , M. nhd. Glückstopf Hw.: s. lückepot E.: s. gelücke, pot (1) L.: MndHwb 1/2, 61 (gelükkepot)

gelückerat

KöblerMhd

gelücke·rat

gelückerat , st. N. nhd. Glücksrad Hw.: s. gelückederat; vgl. mnd. gelückerat Q.: HvNst (um 1300), MinnerI, Seuse (FB gelückrat), Ring E.: s…

gelückerōde

KöblerMnd

gelückerōde , F. nhd. Wünschelrute Hw.: s. lückerōde E.: s. gelücke, rōde (2) L.: MndHwb 1/2, 61 ([ge]lükkerôde) Son.: jünger

gelückesal

KöblerMhd

gelücke·sal

gelückesal , st. N. nhd. „Glücksal“, Glück Q.: Narr (1494) E.: s. gelücke, *sal? (2) W.: nhd. (ält.) Glücksal, N., „Glücksal“, Glück, DW 8, …

gelückesamhēt

KöblerMnd

gelückesamhēt , F. nhd. „Glücksamkeit“, Glück Hw.: s. lückesāmhēt E.: s. gelücksam, hēt (1) W.: s. nhd. Glücksamkeit, F., Glück, Glücklichsi…

gelückesælec

KöblerMhd

gelückesælec , Adj. Vw.: s. gelückesælic

gelückesælic

KöblerMhd

gelückesælic , Adj. nhd. glückselig, glücklich, überglücklich ÜG.: lat. fortunare (= gelücksælic machen) Gl, fortunatus Gl Hw.: vgl. mnd. ge…

gelückesælicheit

KöblerMhd

gelücke·sælicheit

gelückesælicheit , st. F. nhd. Glückseligkeit ÜG.: lat. prosperitas Gl Hw.: vgl. mnd. *gelückesālichēt? Q.: Eheb (1472), Gl I.: Lüt. lat. pr…

gelückesālich

KöblerMnd

gelücke·sālich

gelückesālich , Adj. nhd. glücklich, glückselig Vw.: s. un-* Hw.: s. lückesālich, gelückesēlich; vgl. mhd. gelückesælic E.: s. gelücke, sāli…

gelückesāmich

KöblerMnd

gelückesāmich , Adj. nhd. glücklich Hw.: s. gelückesam, lückesāmich; vgl. mhd. gelücksamic E.: s. gelücke, sāmich L.: MndHwb 1/2, 61 (gelüks…

gelückesēlich

KöblerMnd

gelücke·s·ēlich

gelückesēlich , Adj. nhd. glücklich, glückselig Hw.: s. gelückesālich E.: s. gelücke, sēlich (2) W.: s. nhd. glückselig, Adj., glückselig, D…

gelückesēlichhēt

KöblerMnd

gelücke·sēlichhēt

gelückesēlichhēt , F. nhd. Glückseligkeit, Glück, Wohlergehen, Erfolg E.: s. gelücksēlich, hēt (1) W.: s. nhd. Glückseligkeit, F., Glückseli…

gelückewünschinge

KöblerMnd

gelücke·wünschinge

gelückewünschinge , F. nhd. Glückwunsch, Heilswunsch, kirchliche Segnung, Glückwünschung für das junge Ehepaar E.: s. gelückwünschen, inge, …

gelücke als Zweitglied (5 von 5)

hōchgelücke

KöblerMhd

hōch·gelücke

hōchgelücke , st. N. nhd. „Hochglück“ Q.: JTit (3. Viertel 13. Jh.) E.: s. hōch (1), gelücke (1) W.: nhd. DW- L.: MHDBDB (hôchgelücke)

hūsungelücke

KöblerMhd

hūs·ungelücke

hūsungelücke , st. N. nhd. „Hausunglück“ Q.: MinnerII (um 1340) (FB hūsungelücke) E.: s. hūs (1), ungelücke W.: nhd. (ält.) Hausunglück, N.,…

missegelücke

KöblerMhd

misse·gelücke

missegelücke , st. N. nhd. „Missglück“, Missgeschick Q.: Beisp (vor 1483) E.: s. misse…, gelücke (1) W.: nhd. (ält.) Missglück, N., verfehlt…

ungelücke

KöblerMhd

ung·e·lücke

ungelücke , st. N. nhd. unseliges Schicksal, Unglück, unglückliche Fügung, Unheil, Misserfolg, Missgeschick ÜG.: lat. infortunium Gl Vw.: s.…

āventiurgelücke

KöblerMhd

āventiur·gelücke

āventiurgelücke , st. N. nhd. „Glück durch Zufall“ Q.: TürlWh (nach 1270) (FB āventiurgelücke) E.: s. āventiure, gelücke W.: nhd. DW- L.: FB…

Ableitungen von gelücke (1 von 1)

ungelücke

KöblerMhd

ungelücke , st. N. nhd. unseliges Schicksal, Unglück, unglückliche Fügung, Unheil, Misserfolg, Missgeschick ÜG.: lat. infortunium Gl Vw.: s.…