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Gehirn

nhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
14 in 14 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Gehirn

Bd. 3, Sp. 684
Ge-hirn: statt des Simpl. (Pl. t. oder Sg. t.) in der Bed. ‘Schweinehirn’ u. in RA. für Menschenhirn herrscht Rhfrk (nicht Birkf, wo hīərə), Mosfrk, Rip, Berg, SNfrk heute das nhd. Sg. t. G. vor, u. zwar Rhfrk gəhęrn, –hęăn, –e- [-hīrə Kreuzn-Kirn, Simm-Kisselb, Wend-Weierb, Goar-OWesel; -ē- Simm-Dichtelb, Bernk-Longkamp, Bitb-Kosbüsch; -E- Neuw-Datzeroth; Saarbr-Altenwald gəhērnts]; Mosfrk gəhī·ə.n, –hī·ă.n [uMos (Kobl, May, Neuw) vielfach -hī·ə.r, auch Merz-Losh, Saarbg-Beurig; -ē:- Trier-Ehrang, Koch-Greimersbg, Bitb-Badem, Wittl vielfach, Bernk-Zelting; jəhi·r. Daun-Strohn; gəhī·ă.nts Bitb-Badem; -ē·ă.- Bitb-Bickend; gəhē:rš ebd.]; Rip, SNfrk jəhī·ə.n, –ē·ə.- [-hī·ə.r Monsch-Ruhrbg, Dür, Jül, Aach-Ld (-rə), Geilk-Baesw, MGladb-Viersen, Heinsb-Wassembg; -hī·ə.š Bergh-Hüchelhv; -he·r.eŋ Kref-Stdt]; doch bevorzugt das Rip -hī·ə.nts, –ē:-; NBerg -ē·ă.-, –ēă-, –īə-; OBerg ausschl. -hīrntsə, –īən- [jəhīərnə Gummb-Becke Stromb]; Geld, Mörs xəhrnts (γə-, –nst); Geld-Walbeck -hnsə; Ess γəherntə [sonst Klevld das Simpl. Pl. t. (s. d.); doch γəhirn Rees-Lackhsn Obrighv; -ę- Klev-Asperden; -e- Geld-Schravelen]; Pl. t. gəhīrnər Wend-Offenb; gəhęănər Kreuzn-Wallhsn; gəhērər Trier-Heidenbg; gəhī·ă. Trier-Euren; gəhE:rə(r) Wittl-Gladb Reil; gəhi·r.nər Gipperath; gəhę·r.nχər Reil; gəhīrənər Bitb-Badem; gəhī:rər Prüm-Stadtkyll; -ē:- Oos; jəhī:rnər Daun-Boxbg; gəhe·r.nər Bernk-Zelting, Koch-Lutzerath, Kobl-Stdt Rhens; gəhī:rə May-Kell; gəhi·r.nə Neuw-Altwied, Altk-Herdrf; jəhęrnər Altk-OWamb; jəhī·ə.nə(r) Aden-Dorsel, Ahrw-Stdt Altenahr, Rheinb-Kirchh; -nən Schleid-Dreiborn; gəhī·ə.nə Bergh-Bergerhsn Kirchherten, Neuss-Glehn; -nər Grevbr-Elfgen; jəhī·ə.rə Dür-Stdt Birgel, Jül-Kirchbg, Monsch-Vossenack, Aach-Euchen Vorweide, Heinsb-Kempen Mühl, Erk-Örath; jəhērənər Eup-Raeren; γəherəndər Eup-Stdt n.: wie nhd.; in Wend. wie: Der hät e G. wie en Vul (Vogel) Kobl-Rhens; — e Spatz Simm-Dichtelb, — en Seih (Sieb, Seff) Allg., — en Koh Kobl-Rübenach, — Kaf Mörs-Orsoy, — e Kappesbitt Merz-Bergen; de hät ken (winnig) G. em Kopp Rip, Allg.; de Kerl hat e dicke Kopp un e klä G. Kreuzn; den hät en domm G. Klev-Asperden, — e schwach G. Dür-Wissersh, — e deck G. Dür-Stdt; de hot Dreck, wo en et G. soll hon Daun-Utzerath; lonke Höər (Haare) on en klein G. Geld-Schravelen. Dem es et G. en de Dreck gefalle Jül-Kirchbg, — am waggele (rappele) MülhRh-Ensen, — wahl durchen (durcheinander) gegange MülhRh-Holweide; dir es et G. verfault Neuw, — faul Wend-Weierb, — verkalt Bo-Witterschlick, — ausgedreugt (-getrocknet) Koch-Brachtend, — verbrannt Allg., — verbriht (-brüht) Kreuzn, — verrost May-Kell, — ausgelofe Neuw-Dierd, — opgewech (aufgeweicht) Sieg-Marienf; dem hant se et G. verdreiht (verdreht) Elbf; en hat et G. verlur Prüm-Balesf; der hat et G. met dem Schaumleffel geschöppt Koch-Gevenich; de hat et G. voll Kohdress (-kot) Köln-Brauw. Et G. stohn mer stell Ahrw-Altenahr. Do reicht dein G. net hinne Kobl-Bend. Loss dech et G. abuəhre (anbohren)! Jül-Kirchbg. Dau kres (kriegst) noch G. gemach! Wittl-Seinsf. Die Nocht hon se bei der ingebroch un hon der finnef Gramm G. gestohl Kreuzn-Langenlonsh. De hät et G., wo ander Lück (Leute) de Elsteraugen han Köln-Stdt. E hät si G. en der Lotterie gewonne Bo-Limperich. Dem het de Mettagssonn et G. verbrannt Sieg-Eitorf. Dat hät dem et G. agepack er ist irrsinnig geworden Dür-Nideggen. Eich haə (haue) dir än an de Kopp (sächen dir in et Ohr, spauzen dir en die Naslächer), dat dir et G. fault (rauscht)! Hunsr, — dir dat G. an dat Gebünn (Zimmersecke) sprötzt! Altk-Mammelzen, — der dat G. an der Wand on der Loft spratzt! Altk-Herdrf; ich gef dich en, dat dich et G. eruskömmt! Geilk; eich mache der et G. of! Wend-Heimb. Et G. as em erausgebelst trat hervor Trier-Heidenbg, — em weggespretzt (weggeschoss) Trier-Euren. Mir es et G. bal verdreut (vertrocknet) bei grosser Hitze Neuw. Sich et G. zerbreche nachdenken Köln. — Du hast's am G. bist dumm Simm-Kisselb; en hät um (am) G. gelitt Saarbg-Wehing. Ich schlohn en of (vor) et G., dat er freckt Bernk, Allg. Er hot's em G. ist nicht gescheit Goar-Werlau, — necks em G. (setze) Dür, Allg., — net vüəl en't G. Kemp-Boish; de hat e Wörmche em G. Monsch-Conzen, Sol-Höhschd, — en Fleg em G. Kobl, — e Furz em G. Daun-Beinhsn, Grevbr-Schaan, — e Schoss en't G. Merz-Morscholz, — Strüh em G. Rip, Allg., — Häcksel em G. May-Kehrig; he hat Kis (Käse) statt G. em Kopp Düss-Eller; der ös net klor (net richtig, schwach) em G. Rip, Allg.; du bes nit fas em G. MülhRh-Rösr; dem spönnt et em G. Altk-Seifen; dir rappelt et em G. Rip, Allg.; et hat dem an't (ins) G. gerent (geregnet) Prüm, Allg.; dir hät ener en et G. gedresse (geschissen) Sieg-Siegbg; dem hewwe se en et G. gedrete (geschissen) on send vergete, ömterühre Duisb-Hochf; mer ment (meint), dau hätts an't (ins) G. geschass Wittl-Eisenschmitt; dem han se en't G. gespeit Altk, — im G. gemengt Altk-Herdrf; ich spucke dir in't G. Wend; dat es dem en et G. gestege Rip, Allg.; dem es ne Knochen em G. zerbroche Köln; dau bes em G. verbrannt (verbohrt) Kobl-Bend, Wittl; de hat e Bret (Brett) fer'm G. Kobl; ek schlohn dij för et G.! Mörs; su en Gedanke gingk mer durch mi G. Köln. — Zs. Gehirn(s)kasten, –schädel (Neuw-Leutesd), -schal (Rhfrk, uMos), -verbrannt (Zell-Pünderich), -krank (Elbf), -entzöndung, –schlag.
5447 Zeichen · 136 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gehirn

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Das Gehirn , des -es, plur. die -e. 1) Eigentlich, dasjenige weiche weiße Wesen in der Höhle der Hirnschale, welches aus…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gehirn

    Goethe-Wörterbuch

    Gehirn 1 als Körperorgan (bei Mensch und Tier) a in anatom-morphol Sicht, bes als Gegenstand (vergleichender) natwiss St…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gehirn

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Gehirn , das, kommt in ausgedehnter Bedeutung als Centraltheil eines Nervensystems bis zur untersten Klasse des Thierrei…

  4. modern
    Dialekt
    Gehirn

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    G e hirn [Khìrn Roppenzw. ] n. e G. mache n finstere, zornige Miene machen. †

  5. Sprichwörter
    Gehirn

    Wander (Sprichwörter)

    Gehirn 1. Dem Gehirn der Frauen ist nicht viel zu trauen. Frz. : Le cerveau de la femme est faict de cresme de singe et …

  6. Spezial
    Gehirnn

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Gehirn , n мозг , м

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gehirn

98 Bildungen · 95 Erstglied · 2 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von gehirn

ge- + hirn

gehirn leitet sich vom Lemma hirn ab mit Präfix ge-.

Zerlegung von gehirn 2 Komponenten

geh+irn

gehirn setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gehirn‑ als Erstglied (30 von 95)

gehirnkrank

SHW

gehirn-krank Band 2, Spalte 1177-1178

Gehirnsoße

SHW

Gehirn-soße Band 2, Spalte 1177-1178

Gehirnwurst

SHW

Gehirn-wurst Band 2, Spalte 1177-1178

Gehirnabszeß

Meyers

gehirn·abszess

Gehirnabszeß , umschriebene Vereiterung der Gehirnmasse, entsteht: 1) infolge Verletzung der Schädelkapsel , wenn auch nicht jede Knochenzer…

gehirnäther

DWB

gehirn·aether

gehirnäther , m. die ideenwelt in sinnlicher fassung; nur sieht ein autor einem noch im gehirnäther zu hoch schwebenden plane oder spanische…

gehirnbild

DWB

gehirn·bild

gehirnbild , n. bild, abbild im gehirn, in der vorstellung; zur sache vergl. J. Paul 10, 11 ( s. u. gehirnbrei) und Reimarus triebe der thie…

gehirnbildung

DWB

gehirn·bildung

gehirnbildung , f. : und so kommen wir auf den vorzug des menschen in seiner gehirnbildung. Herder ideen 1, 201 (IV, 1, 6 ).

gehirnbohrer

DWB

gehirn·bohrer

gehirnbohrer , m. schädelbohrer, trepanum ( s. hirnbohrer): die meisten jetzigen bewegungen ( in der menschheit ) sind nur griffe, die ein u…

gehirnbrei

DWB

gehirn·brei

gehirnbrei , m. hirnmasse: der materialist musz .. im gehirnbrei die millionen bilderkabinetter von 70 jahren versteinern .. J. Paul 10, 11 …

gehirnchen

DWB

gehirn·chen

gehirnchen , m. kleines gehirn ( vgl. hirnchen): so sei es denn mein schicksal, wie es dein schicksal ist, himmelaufstrebender thurm, und de…

Gehirndemonstration

GWB

gehirn·demonstration

Gehirndemonstration Loder Gehirn Dem. 1) FfA I 17,616 TuJ Plp 1) vgl WA I 35,60,22ff: Loder demonstrirte das menschliche Gehirn .. hergebrac…

gehirndunst

DWB

gehirn·dunst

gehirndunst , m. dunst im gehirn, von trunkenheit: als der gehirndunst sich verzogen hatte. Brentano 5, 361 , vergl. unter gehirn 3, b a. e.…

gehirneigen

DWB

gehirn·eigen

gehirneigen , singularis, cerebrosus Stieler 25 , eigensinnig, ein sonderling.

gehirn als Zweitglied (2 von 2)

Katzengehirn

Wander

katzen·gehirn

Katzengehirn Er hat Katzengehirn gefressen. – Grimm, V, 295. Ist überspannt, verrückt. Zu Pulver gebranntes Katzengehirn war früher eine zau…

Ableitungen von gehirn (1 von 1)

gehirne

Lexer

ge-hirne stn. BMZ gehirn Dfg. 114 b , gehërne ib. u. Mone schausp.