lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Gefälle

nhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
14 in 13 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
Verweise rein
33
Verweise raus
44

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Gefälle

Bd. 7, Sp. 431
Gefälle (Gefäll), Neigung der Oberfläche eines fließenden Gewässers (Bach, Fluß, Strom) oder eines Verkehrswegs (Straße, Eisenbahn). Man findet es, indem man den Höhenunterschied zweier Punkte der Oberfläche (absolutes G. oder G. schlichtweg) und ihre Entfernung mißt und dann bestimmt, wieviel dieser Höhenunterschied auf die Längeneinheit beträgt (relatives G. oder Gefällverhältnis). Je größer das Gefällverhältnis fließenden Wassers ist, um so schneller bewegt sich dieses. Will man das G. zwischen zwei gegebenen Endpunkten einer Flußstrecke ausnutzen zum Betrieb einer dazwischen aufzustellenden Wasserkraftmaschine, so muß man mittels eines Obergrabens das Wasser vom obern Endpunkte der Flußstrecke zur Maschine und von da mittels eines Untergrabens, der beim untern Endpunkte der Flußstrecke ausmündet, das Wasser wieder in den Fluß zurückführen. Macht man das Gefällverhältnis von Ober- und Untergraben möglichst klein, so wird der Höheunterschied zwischen beiden am Standorte der Maschine, das »nutzbare G.«, möglichst groß. Aus dem nutzbaren G. und der Anzahl Kubikmeter Wasser, die in einer Sekunde abfließen, läßt sich die verfügbare Betriebskraft in Meterkilogrammen ermitteln. Man erhält diese durch Multiplikation des Gewichts der in einer Sekunde abfließenden Wassermenge in Kilogrammen mit der Höhe des Gefälles in Metern. Jedem Kubikmeter Wasser entspricht auf je 1 m G. theoretisch ein Arbeitsvermögen von 13,3 Pferdestärken. Am stärksten ist das G. eines Flusses im allgemeinen in seinem obersten, am geringsten in seinem untern Lauf (s. Fluß). – Im Mühlenwesen ist Archengefälle das G., das bei einer Mühle dem Wasserzufluß unmittelbar vor dem Wasserrad gegeben wird. – Beim österreichischen Salzbergbau sind G. die salzhaltigen Abfälle, die bei Gewinnung des Steinsalzes in kleinen Stücken erfolgen und, wenn rein, als Minutien in den Handel gehen, wenn unrein, ausgelaugt werden (Gefällsverätzung), worauf man die Salzlauge auf Kochsalz versiedet.- Barometrisches und Thermometrisches G., s. Gradient.
2034 Zeichen · 25 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gefälle

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Gefälle , sing. inus. dasjenige, was von einem Grundstücke fällt, dessen Ertrag, die Einkünfte von demselben, und in…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gefälle

    Goethe-Wörterbuch

    Gefälle 1 Neigungsgrad, Höhenunterschied [ zur Lage von Tennstädt in Thüringen ] Hier hat die Natur früher bey schicklic…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gefälle

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Gefälle ( Gefäll ), Neigung der Oberfläche eines fließenden Gewässers (Bach, Fluß, Strom) oder eines Verkehrswegs (Straß…

  4. modern
    Dialekt
    Gefällen.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Ge-fälle n. : 1. a. 'Grad der Neigung', vom fließenden Wasser, von Wegen. 's Wasser hot se wenich Gefell [ KU-Schmittw/O…

  5. Sprichwörter
    Gefälle

    Wander (Sprichwörter)

    Gefälle Ae gut Gefäll (auch: ân guten Iwerfall) ha'n. ( Oberharz. ) Von Leuten, die beim Trinken gute Züge thun.

  6. Spezial
    Gefälle, des Satzes, rhythmischesn

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Gefälle , n des Satzes, rhythmisches рисунок , м предложения, ритмический

Verweisungsnetz

60 Knoten, 53 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 4 Hub 1 Kompositum 46 Sackgasse 9

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gefaelle

10 Bildungen · 0 Erstglied · 10 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von gefaelle

ge- + falle

gefaelle leitet sich vom Lemma falle ab mit Präfix ge-, mit Umlaut-Wechsel.

gefaelle als Zweitglied (10 von 10)

Aftergefälle

Adelung

after·gefaelle

Das Aftergefälle , des -s, plur. ut nom. sing. in den Bergwerken, breterne Kasten, worin das After aufgefangen wird.

angefälle

DWB

angefälle , n. bona hereditate devoluta, vgl. anfallen : solches väterliches angefälle. Schweinichen 2, 259 ; ein stucklein zeitliches guts,…

Krahngefälle

Adelung

krahn·gefaelle

Die Krahngefälle , sing. inus. dasjenige, was für den Gebrauch des Krahnes bey Ein- und Ausladung der Schiffe bezahlet wird.

wildgefälle

DWB

wild·gefaelle

wildgefälle , n. 1) zu wild n., einkünfte von dem gejagten oder geschossenen wild Adelung , Campe. 2) zu wild adj., gefallenes, nicht von me…