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Gefährde

nhd. bis sprichw. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
7 in 7 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
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Verweise raus
26

Eintrag · Adelung (1793–1801)

Gefährde

Bd. 2, Sp. 469
Die Gefährde, plur. die -n, eine im Hochdeutschen größten Theils veraltete Oberdeutsche Form des vorigen Wortes. 1) * Gefahr; in welchem Verstande es im Hochdeutschen nicht mehr gebraucht wird. Wer das nicht wahrnimmt, kommt in Gefehrd seiner Gesundheit, Ryff im Spiegel der Gesundheit. Ein Wucher bringet nicht Gefährde Den Wirthe treiben mit der Erde, Logau. 2) Arglist, vorsetzlicher Betrug im gesellschaftlichen Leben. So kommt Faru und Fara schon bey dem Ottfried vor, und das Nieders. Vare hat noch eben dieselbe Bedeutung. Unfallo redt das mit geferdt, mit Arglist, Theuerd. Kap. 55. Und wer euch antast mit geferde, H. Sachs. In diesem Verstande wird es noch in den Rechten gebraucht. Treulich und ohne Gefährde, ist eine bekannte Clausel in allen Verträgen. Der Eid für die Gefährde, der Eid, daß man in dieser Sache keine wissentliche Ungerechtigkeit begehe, daß man eine gerechte Sache zu haben glaube, Juramentum calumniae, im mittlern Lateine auch Juramentum de Vara, Nieders. der Vareed, Voreed, Schwed. Fared. In beyden Fällen kommt bey dem Opitz und ältern Schriftstellern auch das kürzere Gefähr vor; S. Ungefähr.
1140 Zeichen · 20 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gefährde

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Gefährde , plur. die -n, eine im Hochdeutschen größten Theils veraltete Oberdeutsche Form des vorigen Wortes. 1) * G…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gefährde

    Goethe-Wörterbuch

    Gefährde einmal dichterisch, mehrf amtlich a Gefährdung Verstehst du .. Geliebte, den Wink? .. | Unsre Zufriedenheit bri…

  3. modern
    Dialekt
    Gefährdef.,, n.

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Gefährde f., n. a. Spr. Gefährdung, Nachstellung, Hinterlist, Betrügerei: 'dat wi ... desse stucke ... sunder ennygherle…

  4. Sprichwörter
    Gefährde

    Wander (Sprichwörter)

    Gefährde Wer alle Gefährde will erwiegen, bleibt ewig hinter dem Ofen liegen. – Körte, 1846; Reinsberg III, 100.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gefaehrde

4 Bildungen · 3 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von gefaehrde 3 Analysen

ge- + faehrde

gefaehrde leitet sich vom Lemma faehrde ab mit Präfix ge-.

Alternativen: ge-+faehrden+-e gefaehrden+-e

gefaehrde‑ als Erstglied (3 von 3)

Gefährde (bis ins 18. Jh.)

DERW

Gefährde (bis ins 18. Jh.), F., ›List, Be- trug‹, mhd. gevürde, F., ›Hinterlist, Be- trug‹, Deutschenspiegel um 1275, s. Gefahr

Gefährdeeid

DERW

gefaehrde·eid

Gefährdeeid, M., ›Gefährdeeid‹ 15. Jh. (1484 Nürnberg) Lüs. lat. iuramentum calumniae, N., ›Gefährdeeid‹, s. Gefährde, Eid gefährden, V., ›i…

gefährdeid

DWB

gefährdeid , m. gefärdeid, juramentum calumniae, eid vor gefärde. Stieler 364 ; s. gefährde 1, c, γ sp. 2074.

Ableitungen von gefaehrde (1 von 1)

ungefährd(e)

DWB

ungefährd(e) , adv. , adj., subst., aus âne geværde, th. 4, 1, 1, 2075 f., seltener als ungefähr und schriftsprachlich im 18. jh. erloschen.…