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Gedränge

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Pfeifer_etym
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11 in 8 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Gedränge

Gedränge

Drang m. ‘Trieb, Streben, Gedränge, Bedrängnis, Druck’, mhd. dranc m. n. ‘Gedränge, Bedrängnis’, mnd. dranc, mnl. nl. drang, aengl. geþrang ‘Gedränge, Menge, Lärm’, engl. throng ‘Gedränge, Menge, Schar’, anord. þrǫng f. ‘Gedränge, Enge, Kelter’, norw. trang stehen im Ablaut zu dem unter dringen (s. d.) behandelten Verb. Mhd. dranc bezieht sich vornehmlich auf das wogende Getümmel in der Schlacht, ‘Gedränge der Menschen im Kampf’. Mit der Bedeutung ‘innerer Trieb, geistiges Streben, Impuls’ (entwickelt im 18. Jh.) wird Drang rasch zum Modewort (vgl. die formelhafte Verbindung Sturm und Drang, Klinger 1776). – Andrang m. ‘das Andrängen’ (18. Jh.). Drangsal f. ‘Zwang, Bedrängnis, Gewalttätigkeit’, spätmhd. drancsal, ursprünglich auch n., selten m.; mit der Nachsilbe -sal (s. d.) wohl aus älterem, von drängen abgelöstem drangen (s. unten drängen) abgeleitet; dazu drangsalen Vb. (19. Jh.), häufiger drangsalieren Vb. ‘quälen, belästigen’ (19. Jh.). drängen Vb. ‘drücken, nötigen, vertreiben’, Kausativum zu dringen (s. d.), also eigentlich ‘dringen machen’. Ahd. threngen (um 1000), mhd. drengen setzt sich gegenüber ahd. thrangōn (9. Jh.), mhd. drangen ‘drücken, belästigen, nötigen’ durch; drängen übernimmt im 18. Jh. den transitiven Gebrauch von dringen ‘zusammendrücken’. drängeln Vb. ‘sehr, wiederholt drängen, drücken’, Iterativbildung (19. Jh., vereinzelt schon 17. Jh.) zu drängen. Gedränge n. ‘unruhiges Treiben, Andrang, Menge’, ahd. githrengi ‘Handgemenge’ (9. Jh.), mhd. gedrenge ‘Kampfgewühl, unwegsam verwachsener Boden, Bedrängung, Beengung’ ist entweder als Kollektivum zum Substantiv Drang (s. oben) oder als Verbalabstraktum zu den oben unter drängen genannten schwachen Verben (oder zum starken Verb dringen?) gebildet, wird heute aber als zu drängen gehörend empfunden; ins Gedränge kommen ‘in Schwierigkeiten geraten’ (um 1700).
1858 Zeichen · 65 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gedränge

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Gedränge , in den breitern Mundarten gedrange, -r, -ste, adj. et adv. gedrängt, nahe an einander oder an andere Körper g…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gedränge

    Goethe-Wörterbuch

    Gedränge öfter apokopiert (auch -ng’); 120 meist literar Belege 1 Andrang, Zudrang, enges, gedrängtes Nebeneinander; mei…

  3. modern
    Dialekt
    Gedrängen.

    Pfälzisches Wb.

    Ge-dränge n. : wie schd., Gedräng (gədręŋ) [ RO-Imsb LA-Herxh ]; vgl. Gedrängel . Rhein. I 1435 Z. 43; Els. II 760 .

  4. Sprichwörter
    Gedränge

    Wander (Sprichwörter)

    Gedränge 1. Das Gedränge zum Himmel ist so gross, dass viele auf den breiten Weg kommen. 2. Durch Gedränge zum Gepränge.…

  5. Spezial
    Gedränge

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ge|drän|ge n. (-s) 1 tociamënt (-nc) m. , sburlamënt (-nc) m. , fraciamënt (-nc) m. 2 (drängende Menschenmenge) fola (fo…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gedraenge

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Ableitung von gedraenge

ge- + drange

gedraenge leitet sich vom Lemma drange ab mit Präfix ge-, mit Umlaut-Wechsel.

Keine Komposita gefunden — gedraenge kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „gedraenge". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gedraenge/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „gedraenge". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gedraenge/pfeifer_etym. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „gedraenge". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gedraenge/pfeifer_etym.
BibTeX
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