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gedrang

nhd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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4 in 4 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gedrang m.

Bd. 4, Sp. 2033
gedrang, m. verstärktes drang, mhd. gedranc, mnd. gedrang Sch. u. L. 2, 30b; nl. gedrang, doch hier als n., wie auch mhd. ein n. gedranc galt neben dem m. (wie gesanc m. und n.). ahd. zufällig unbezeugt, doch ags. geþrang, bei Grein 1, 473 als n.; daneben mit anderem ablaut alts. gethring, ags. geþring, mhd. gedrinc. s. auch bedrang, mhd. bedranc, wie gedrängnis gleich bedrängnis. 11) gedränge, von menschen die sich drängen, z. b.: die phaffen îlent hin zer helle, die leien die sint alsô (ebenso) snelle unde wellent dringen vür, eʒ ist grôʒ gedranc zer tür (der hölle). welsch. gast 8446. nhd.: und weil der gedrang sehr grosz, konnte ich auf der stiegen nicht nacheilen. Schweinichen 2, 131. später auszer gebrauch kommend, wie es denn zwar noch Henisch, Stieler aufführen, aber nicht mehr im 18. jh. Aler, Rädlein, Ludwig, Steinbach, Frisch, Adelung, und doch noch landschaftlich, z. b. in Leipzig es war groszer gedrang bei der casse u. ä. ursprünglich besonders auch von kampfgedränge, gewiss auch noch im 16. jh. (vgl.gedränge 3, a). 22) bedrängung die einem geschieht, eigentlich wenn mehrere au einen, viele auf wenige eindringen (genauer überdrang), daher auch gewalt, zwang, vermutlich ursprünglich aus dem kampfleben, z. b.: wan inen theten Reinhart, Magis ... harten gedrang. Aimon C ij. s. ebenso drang 6, das auch den sturmangriff bezeichnete, ein schlosz mit drang erobern, drang oder überfall thun, ebenso mit gedrang, mit gewalt, übergewalt, schon mhd. aus dem kampfleben auf anderes übertragen, z. b.: waʒʒir sint gegangen an mîn sêle mit gedrange. Karajan 65, 6, wie ein mit übergewalt andringender feind. zu gedrang thun übrigens ist das adv. gedrange 2 zu vergleichen. 33) gewalt, feindseligkeit, gewaltsame beeinträchtigung, not u. ä., auch aus dem kampfleben auf das rechtsleben u. a. übertragen: Reinhart und seine brüder irem vatter und den seinen so vil gedrangs und schadens zufügten. Aimon g; wann wir .. betracht haben, das ir und andere ritterschaft in dem h. röm. reich .. getrungen werdet (in euren rechten bedrängt, verkürzt) .. haben wir daruf gedacht, als ein röm. könig, dem solcher getrang und beschwerung zu herzen gehet u. s. w. Flersheimer chron. 15, 14; angesehen den schweren getrang, überlast und berlichen (s. u. gebärlich) mutwillen, damit allermenglich .. biszher mit westvelischen gerichten (von der vehme) fürgenommen, beleidiget, beswert .. worden syn. Haltaus 604, vom j. 1488, s. auch aus dem 14. jahrh. unrechte gewalt und gedrang daselbst. noch im 17. jahrh.: auf dasz sie mir anthett' umb so viel mehr gedrang. Werder Ariost XX, 129, 8. vom bedrängten selber hiesz es auch gedrang haben, wie not, das eben auch ursprünglich das kampfgedränge bezeichnet: in der welt werdet ir gedrang haben, aber in mir allein den fried. Luther 1, 92a. [] 44) ins innere übertragen, wie drang, leiblich und seelisch: denn geet im der rauch in die augen, also das er ausbricht mit weinen von einem inwendigen getrang. Keisersberg pred. 7b, vergl. denselben unter gedränge 1, a; (das gebrannte wasser) ist guet für allen getrang in dem leib und für das darmgicht. Schm.2 1, 567. gedrang des gewissens, unwiderstehliches dringen, das gewalt übt über uns: solches hab ich nicht ohne ursach und gedrang meines gewissens e. chf. g. nicht unberichtet wollen lassen, damit nicht der teufel u. s. w. Myconius bei Melanchth. 3, 1040. auch in reimformel mit zwang, wie drang und zwang anthun noch im 18. jh. Rädlein 200a, z. b.: daʒ is (das recht) ein iczlich bedermann wol vornemen (verstehen) magk ane gedrang unde twang. Ortloff rechtsqu. 1, 16, ohne not und schwierigkeit.
3653 Zeichen · 114 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gedrangm.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    gedrang , m. verstärktes drang, mhd. gedranc, mnd. gedrang Sch. u. L. 2, 30 b ; nl. gedrang, doch hier als n., wie auch …

  2. modern
    Dialekt
    Gedrang

    Bayerisches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    Gedrang Band 4, Spalte 4,154

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gedrang

6 Bildungen · 4 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von gedrang

ge- + drang

gedrang leitet sich vom Lemma drang ab mit Präfix ge-.

Zerlegung von gedrang 2 Komponenten

ged+rang

gedrang setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gedrang‑ als Erstglied (4 von 4)

gedrange,

FWB

1. ›gedrängt, eng, fest‹.; 2. ›bedrängend, schlimm, stark‹.; 3. ›dringlich, dringend, intensiv‹.

gedrangen

Lexer

ged·rangen

ge-drangen swv. ib. drängen. swer niht langen müge gedrangen, der gê vür die tür Msh. 1,142 a ; einen gedr. bedrängen, ihm beschwerlich fall…

gedrangete

KöblerMnd

gedrang·ete

gedrangete , N. nhd. Gedränge, Bedrängen, Bedrängnis, Nötigung, Zwang Hw.: s. gedrange, gedrengete E.: s. ge, drangete L.: MndHwb 1/2, 35 (g…

gedrangsam

DWB

gedrang·sam

gedrangsam , gedrängt, drangvoll: zu nah, gedrangsam eingepfercht. Immermann Tristan 316 .

gedrang als Zweitglied (1 von 1)

Notgedrang

DRW

not·gedrang

Notgedrang, m. Notlage, Gedrang (I) dat de doitsleger, de yemantz upsetzlich sonder noitgedranck zom doide brengen, in unsen ... landen ghey…

Ableitungen von gedrang (1 von 1)

gedrange

DWB

gedrange , gedrang , adv. und adj., gedrängt, mit drang und zwang, eng, klamm u. ähnl.; vgl. DWB drange . 1 1) mhd. gedrange als adv. zu dem…