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Frühling

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Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Frühling Der

Bd. 2, Sp. 184b
Der Frühling, des — es, Mz. die — e. 1) Diejenige Jahrszeit, welche unmittelbar auf den Winter folgt und dem Sommer vorhergeht; nach der Bestimmung der Sternkundigen, der Zeitraum von dem Tage an, da die Sonne über dem Gleicher stehet oder da sie in der Gegend des Sternbildes, Widder genannt, von uns gesehen wird, wo Tag und Nacht gleich sind, bis zu dem Tage da sie sich im Zeichen des Krebses befindet, vom Ende des dritten bis zum Ende des sechsten Monats. I gemeinen Leben heißt diese Zeit auch das Frühjahr, gleichsam der Morgen des Jahres, wenn man, wie am natürlichsten wäre, das Jahr mit demselben anfinge; und bei den Dichtern und in der höhern Schreibart, der Lenz. Des Frühlings Anfang. Ein schöner, warmer, milder, kalter Frühling. Ein später Frühling, ein solcher, wo die milde Witterung später eintritt, als gewöhnlich. »Schon hab' ich sechszehn Frühlinge gesehen, doch keiner war so schön wie der.« Geßner. I der dichterischen Schreibart stehet Frühling auch für Jahr. Ein Mädchen, erst funfzehn Frühlinge alt. Dann, für die erste Zeit des Lebens, die Jugend. Der Frühling des Lebens, die Jugendjahre. »I Frühlinge meiner Tage habt ihr Musen nie unerhört mich gelassen.« Geßner. 2) Thiere, welche früh im Jahre, oder auch eher als andre geboren werden, besonders von den Lämmern; in Gegensatz der Spätlinge. »Also wurden die Spätlinge des Labans, aber die Frühlinge des Jakobs « 1 Mos. 30, 42. — die Frühling' allein, allein auch die mittlern. Voß. Auch ein Kind, welches zu früh nach der Hochzeit geboren wird, heißt zuweilen ein Frühling, an andern Orten ein Frühauf.
1597 Zeichen · 21 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Frühling

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Frühling , des -es, plur. die -e. 1) In der edlen Schreibart, diejenige Jahreszeit, welche auf den Winter folget und…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Frühling

    Goethe-Wörterbuch

    Frühling einmal Frü- B1,83,14 rd 200 Belege, iUz ‘Frühjahr’ häufig dichterisch verwendet 1 die erste der vier Jahreszeit…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Frühling

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Frühling ( Frühjahr, Lenz , lat. Ver , franz. Printemps , engl. Spring ), die Jahreszeit zwischen Winter und Sommer. Ast…

  4. modern
    Dialekt
    Frühlingm.

    Nachträge (Mecklenb.) · +2 Parallelbelege

    Wossidia Frühling m. wie im Hd.; mod. in der Mda. vereinzelt neben Frühjohr Schw AltMeteln.

  5. Sprichwörter
    Frühling

    Wander (Sprichwörter)

    Frühling 1. Auf den Frühling folgt der Sommer. – Parömiakon, 1735. Die Jugend schwindet. – Jedem Frühling folgt ein Herb…

  6. Spezial
    Frühling

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Früh|ling m. (-s,-e) 1 (Jahreszeit) aisciöda (-des) f. 2 ‹fig› (Jugend) aisciöda dla vita f. , jonëza f. ▬ der Frühling …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit fruehling

307 Bildungen · 307 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von fruehling

frueh + -ling

fruehling leitet sich vom Lemma frueh ab mit Suffix -ling.

fruehling‑ als Erstglied (30 von 307)

frühlingblume

DWB

fruehling·blume

frühlingblume , f. , jetzt frühlingsblume ( s. d. ). verni flores, fruolingbluomen, glentzbluomen. Frisius (1556) 1359 b und darnach bei Maa…

frühlingbrütend

DWB

frühlingbrütend , durch wärme den frühling zum dasein bringend. warme frühlingbrütende lüfte. Bettine briefe 1, 88 .

frühlingen

DWB

frueh·lingen

frühlingen , ein kind vor der trauung zeugen, so dasz dieses zu bald nach dieser zur welt kommt. von frühling 3). Adelung bemerkt, das wort …

frühlinghaft

GWB

fruehling·haft

frühlinghaft iSv jugendlich Ew. Wohlgeboren .. Recension [ des ‘West-östl Divans’ ] habe .. gelesen und mir eine wiederkehrende Jugend oder …

frühlingisch

DWB

fruehling·isch

frühlingisch , adj. dem frühling eigen, in ihm daseiend, in ihm vorkommend. wie lang der frülingsch nachtgleicher vorlauf. Thurneisser archi…

frühlinglich

GWB

fruehling·lich

frühlinglich okkasionelle Analogiebildung zu ‘morgendlich, abendlich’ uä im Frühling stattfindend schließe .. in sicherer Hoffnung eines f-e…

frühlingsabend

DWB

fruehlings·abend

frühlingsabend , m. ein abend im frühlinge: wenn ein holder frühlingsabend die fluren vergüldet und die ganze natur ein lachender lustgarten…

frühlingsabendroth

DWB

fruehlings·abendroth

frühlingsabendroth , n. das abendroth im frühlinge: ohne sie ist alles todt, welk sind blüt und kräuter, und kein frühlingsabendroth dünkt m…

frühlingsäther

DWB

fruehlings·aether

frühlingsäther , m. der reine milde obere luftraum im frühlinge: bäll und opern freun den städter, assembleen die städterin: uns entzückt de…

frühlingsahnung

DWB

fruehlings·ahnung

frühlingsahnung , f. eine ahnung, dasz der frühling naht. in der überschrift eines gedichtes bei Uhland (1852) s. 49.

frühlingsanfang

DWB

fruehlings·anfang

frühlingsanfang , m. , ist der tag, an welchem die sonne in das zeichen des widders tritt, was den 20. oder 21. merz geschieht. s. frühjahr …

frühlingsanger

DWB

fruehling·sanger

frühlingsanger , m. ein im frühlinge schön grüner und blühender anger. der die frühlingsanger kleidet. Kosegarten rhapsodien 2, 175 .

frühlingsangesicht

DWB

fruehlings·angesicht

frühlingsangesicht , n. ein frisches, blühendes, anmutvolles angesicht: du mit dem frühlingsangesichte, du schönes blondes himmelskind, an d…

frühlingsanmut

DWB

fruehlings·anmut

frühlingsanmut , f. die anmut des frühlings, der jugend als des lebensfrühlings, dann eine anmut wie die des frühlings.

Frühlingsanmuth

Campe

fruehlings·anmuth

△ Die Frühlingsanmuth , o. Mz . die Anmuth des Frühlings; uneigentlich, die Anmuth der Jugend oder in der Jugend. Und fühlst, wo Frühlingsan…

frühlingsarbeit

DWB

fruehlings·arbeit

frühlingsarbeit , f. eine arbeit, die man im frühlinge vorzunehmen pflegt, besonders in bearbeitung und bestellung des landes. so sind das u…

frühlingsathem

DWB

fruehlings·athem

frühlingsathem (frühlingsatem), m. die sanfte milde erquickende luft des frühlings, dann überhaupt sanfte milde wolthuende luft. Gottwalt sc…

frühlingsau

DWB

fruehling·sau

frühlingsau , unverkürzt frühlingsaue , f. die frischgrüne schön beblümte au im frühlinge: wenn du auf bunter frühlingsaue die sonn im frisc…

frühlingsbach

DWB

fruehlings·bach

frühlingsbach , m. ein hell und anmutig rauschender bach im frühlinge: ihr ( des königs gottheit ) huldige die fläche und lisple um das schi…

frühlingsbäumchen

DWB

fruehlings·baeumchen

frühlingsbäumchen , n. , das dim. des vorigen: auch du bist, David, erkoren, um die ceder gottes ein frühlingsbäumchen zu grünen. Klopstock …

frühlingsbangen

DWB

fruehlings·bangen

frühlingsbangen , n. ein durch das neu erwachte rege treibende leben in der natur entstehendes bängliches gefühl: tiefnacht, doch weht ein s…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „fruehling". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/fruehling/campe
MLA
Cotta, Marcel. „fruehling". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/fruehling/campe. Abgerufen 13. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „fruehling". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/fruehling/campe.
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