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Franken

mnd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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20 in 16 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Franken

Bd. 6, Sp. 827
Franken (wahrscheinlich die »Freien« bedeutend), germanischer Stamm, der um 250 n. Chr. eine Anzahl germanischer, der taciteischen Gruppe der Istävonen zugehöriger Völkerschaften am mittlern und niedern Rhein umfaßte, von denen die Chamaven, Attuarier, Ampsivarier, Sigambrer und Salier die wichtigsten waren. Wenig später sonderte er sich in die beiden Hauptgruppen der Salier am Niederrhein und der Ripuarier am Mittelrhein mit Köln als Hauptstadt. Nachdem sie sich unter fortwährenden Kriegen mit den Römern und trotz mehrfacher Niederlagen um 290 der Betuwe (s. Bataver) bemächtigt hatten, dehnten sie sich von hier aus über die Landschaft Toxandrien (jetzt Nordbrabant) aus, wurden hier zwar 358 vom Kaiser Julian unterworfen, aber in ihren Wohnsitzen belassen und mußten nur Hilfstruppen zum römischen Heere stellen. Das Verhältnis der Abhängigkeit dauerte bis zum Anfang des 5. Jahrh. Über ihre spätern Staatengründungen s. den Artikel »Frankenreich«. Sprachgeschichtlich (Genaueres hierüber im Artikel »Deutsche Sprache«, S. 744) bezeichnet man mit »Niederfranken« die Bewohner jenes Gebietes, dem die eigentlichen Niederlande, Kleve und Geldern zuzurechnen sind. Die benachbarte Stufe im Übergange von diesen Niederdeutschen zu den Mittel- und Hochdeutschen bilden die »Mittelfranken« am Niederrhein mit ihren sprachlich voneinander leicht abweichenden Hauptsitzen Köln, Trier, Luxemburg und Lüttich. Im Zusammenhange hiermit heißen endlich »Oberfranken« alle die F., die am Obermain (»Ostfranken«), am Mittelmain (»Westfranken«), an der obern Werra (Henneberg) und an der Rhön, ferner zwischen Unterrhein und Lahn, in den Gegenden von Frankfurt, Mainz, Darmstadt und der Pfalz sitzen. Über die Geschicke dieses oberfränkischen Gebietes s. den folgenden Art. »Franken« (Herzogtum). Vgl. Rein, Die Namen Salier und salische Franken als Bezeichnungen eines Frankenstammes (Krefeld 1847); Kurth, La France et les Francs dans la langue politique du moyen-âge (»Revue des questions historiques«, 1895); Birt, De Francorum Gallorumque origine Troiana (im »Rheinischen Museum für Philologie«, neue Folge, Bd. 51, 1896); Stein, Die Urgeschichte der F. und die Gründung des Frankenreichs durch Chlodwig (Würzb. 1897); Sergeant, The Franks, from their origine as a confederacy to the establishment of the kingdom of France and the German empire (Lond. 1898); Schmaus, Anfänge der Geschichte der F. (Bamberg 1903) und die Literatur beim Art. »Frankenreich«.
2463 Zeichen · 26 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    frankensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    franken , sw. V. Vw.: s. vranken

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Franken

    Campe (1807–1813) · +5 Parallelbelege

    Franken , — s , der Name eines Theils von Deutschland, der zwischen Baiern und Obersachsen liegt.

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Franken

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    1 Franken a Landschaft am mittleren u oberen Main, auch für das polit Territorium, gelegentl (in ‘Götz’) als Schauplatz …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Franken

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Franken , großer deutscher Volksstamm, wahrscheinlich aus der Vereinigung der mittleren germanischen Völkerschaften: der…

  5. modern
    Dialekt
    Franken

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Franke n [Fràkə allg. — Pl. ebenso — Demin. Fraklə Dü. ; Frakl Illk. ; Frækl Str. ] m. Franken, französ. Silbermünze…

  6. Sprichwörter
    Franken

    Wander (Sprichwörter)

    Franken 1. Die Franken und das böse Geld führt der Teuffel durch die gantze Welt. – Berckenmeyer, 242. Lat. : Francum et…

  7. Spezial
    Franken2

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    Fran|ken 2 m. (-s,-) ‹econ› franch svizer m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit franken

65 Bildungen · 62 Erstglied · 3 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von franken 2 Komponenten

fra+n+ken

franken setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

franken‑ als Erstglied (30 von 62)

Frankenau

Meyers

franke·nau

Frankenau , Stadt im preuß. Regbez. Kassel, Kreis Frankenberg, 420 m ü. M., hat eine evang. Kirche, Oberförsterei und (1900) 942 Einw. In de…

Frankenberger Fliegenfittiche

Meyers

Frankenberger Fliegenfittiche und Kornähren , in Kupferglanz versteinerte Blättchen und Zweigenden von Ullmannia Bronni im Zechstein von Fra…

Frankenberg und Ludwigsdorf

Meyers

Frankenberg und Ludwigsdorf , Fred, Graf von, Freiherr von Schellendorf , geb. 5. Febr. 1835 in Breslau, gest. 30. Dez. 1897 auf Schloß Slaw…

Frankendolomit

Meyers

franken·dolomit

Frankendolomit , eine Stufe des weißen Jura in Franken, reich an Höhlen mit Resten diluvialer Tiere.

Frankeneck

PfWB

franke·neck

Franken-eck ON .: Dorf im Kr. NW, Frankeneck. Nach Christmann SN I 165/66 ist der Name eine Klammerform zu Frankenweideeck. —

Frankeneit

Lexer

franke·neit

Franken-eit stm. der ime nâch geredt und gesmêhet habe, er solle einen Frankeneit getân haben Frankf. brgmstb. 1498 vig. VI. p. Elis.

Frankenfelde

Herder

Frankenfelde , preuß. Dorf im Reg.-Bez. Potsdam, mit landwirthschaftlicher Schule, Schäferlehranstalt und Merino-Stammschäferei.

Frankenhausen

Meyers

franken·hausen

Frankenhausen , 1) Hauptstadt der Unterherrschaft des Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt, an einem künstlichen Arm der Wipper (zur Saale) un…

Frankenherzog

GWB

franken·herzog

Frankenherzog Bindestrichschr 13 2 ,72 Kotzebue,Schutzgeist Regiebem vor 1461 Nikolaus Lohse N. L.

Frankenhöhe

Meyers

franken·hoehe

Frankenhöhe , Höhenrücken im westlichen Bayern, zieht vom Härtfeld nach N. und bildet die Wasserscheide zwischen den Zuflüssen des Neckars u…

Frankenhus

MeckWB

franken·hus

Frankenhus n. im Anruf an den Storch: Wenn de gollen Wagens Vör 't Frankenhus jagen Wo. V. 2, 1252; im Verwunderungslied: As ick in Frankenh…

Frankenĭa

Meyers

Frankenĭa L ., Gattung der Frankeniazeen, einjährige Kräuter oder Stauden, seltener Halbsträucher mit in den Knoten gegliederten Stengeln, d…

Frankenĭazeen

Meyers

Frankenĭazeen , dikotyle, nur etwa 15 Strand- und Wüstenkräuter umfassende, die Küsten des Mittelmeers und des Atlantischen Ozeans bewohnend…

frankenknabe

DWB

franken·knabe

frankenknabe , m. puer gallicus: verlaszt euch drauf. die schönsten Frankenknaben, die wir erbeuten, schicken wir nach Melun. Schiller 462 b…

frankenkrieg

DWB

franken·krieg

frankenkrieg , bellum gallicum: eitler wahn bethörte mich wolfeilen ruhm zu suchen in dem Frankenkrieg. Schiller 464 a .

frankenlager

DWB

franken·lager

frankenlager , n. castra gallica: wenn er mich im Frankenlager lebend noch vernimmt. Schiller 464 a .

frankenland

DWB

franken·land

frankenland , n. Francorum terra, altfr. pais Francor ( akad. ber. 1849 s. 239), ahd. Franchonô lant. heute ist es Franconia. weltbuch 51 a …

Frankenlant

Lexer

frank·enlant

Franken-lant stn. Franconia Dfg. 245 c . Ernst 1545. Renn. 22274. Msh. 2,68 b .

franken als Zweitglied (3 von 3)

Schildfranken

DRW

schild·franken

Schildfranken, m. Grdw. auch -frank eine Münze vgl. Frankenschild, Schild (IX) 2 schiltfrancken, die der lüpriester ... vor zwain jaren dem …

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Cotta, M. (2026). „franken". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/franken/meyers
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Cotta, Marcel. „franken". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/franken/meyers. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „franken". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/franken/meyers.
BibTeX
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