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Fink

ahd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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21 in 17 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Fink

Bd. 6, Sp. 578
Fink (Fringilla L.), Gattung der Sperlingsvögel aus der Familie der Finken (Fringillidae), Vögel mit meist kurzem, schlankem, kegelförmigem Schnabel, gefiederten Borsten am Oberschnabelgrund, langen Flügeln, mittelhochläufigen Füßen, mit langer, langbekrallter Hinterzehe, mittellangem, stumpf ausgeschnittenem Schwanz und je nach Alter und Geschlecht meist verschiedenfarbigem Gefieder. Der Buchfink (Edelfink, F. coelebs L. s. Tafel »Stubenvögel I«, Fig. 7) ist 16,5 cm lang und 28 cm breit, an der Stirn schwarz, an Kopf und Nacken aschblau, am Rücken braun, am Unterkörper weinrot, am Bauch weiß, auf den Flügeln zweimal weiß gebändert. Das Weibchen ist oben olivengraubraun, unten grau. Der Buchfink bewohnt mit Ausnahme der nördlichsten Länder ganz Europa und einen großen Teil Asiens, findet sich in Wäldern, Baumpflanzungen und Gärten, lebt paarweise, sammelt sich aber nach der Brut in Scharen und zieht Ende Oktober nach Südeuropa und Nordwestafrika. Nur wenige Männchen überwintern bei uns. Anfang März kehren die Männchen zurück, einen halben Monat später die Weibchen. Die Brutzeit währt von Ende April bis Juli. Der F. baut auf Bäumen ein fast kugelrundes Nest; das Weibchen legt 5–6 kleine, blaß blaugrünliche, rötlichbraun und schwarz gezeichnete Eier und brütet 14 Tage. Eine zweite Brut zählt meist nur drei Eier. Er ist äußerst munter, klug, aber heftig und zänkisch; der Schlag besteht aus zwei regelmäßig abgeschlossenen Strophen und hat ihm große Beliebtheit erworben. Die Liebhaber unterscheiden viele Schläge (Schmalkalder Doppelschlag, scharfer und schlechter Weingesang, Kienöl, tolles Gutjahr, Reiter, Reitzug, Würzgebühr, Werre, Klagscheid, Putzschere), und ausgezeichnet gute Schläger wurden sehr hoch bezahlt. Am ausgebildetsten in die Liebhaberei in Thüringen, am Harz, in Oberösterreich; doch hat sie überall abgenommen. Nur im französischen Flandern, besonders in Lille, Roubaix und Tourcoing, blüht sie noch jetzt, und die Wettkämpfe der (geblendeten) Finken spielen im Volksleben eine Rolle. Der Buchfink nährt sich von Sämereien und füttert seine Jungen mit Kerbtieren auf, in der Gefangenschaft erhält man ihn mit Sommerrübsen. Früher galt sein Fleisch als Heilmittel gegen Epilepsie. Im hohen Norden vertritt ihn der sehr ähnliche Bergfink (Harz-, Rot-, Band-, Dahnfink, Quäker, Zelscher, F. montifringilla L.). der in Skandinavien nördlich vom 60. Breitengrad nistet, im Winter gan; Europa, auch Asien durchstreift und bei uns Oktober bis April erscheint. Der Schneefink (Steinfink, Alpenfink, Montifringilla nivalis L.), in beiden Geschlechtern gleich, einfach gefärbt, bewohnt die Höhen der Alpengebirge von den Pyrenäen bis Sibirien, findet sich im Sommer immer über der Grenze des Holzwuchses und der fetten Alpenweiden, lebt paarweise oder in kleinen Schwärmen, nistet in Felsspalten oder Mauerritzen, ist sehr harmlos und kommt im Winter in die Häuser. Er erscheint sehr selten in Deutschland.
2954 Zeichen · 29 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    finkst. M. (a?, i?)

    Köbler Ahd. Wörterbuch

    fink , st. M. (a?, i?) nhd. Fink ne. finch ÜG.: lat. fringillus Gl Hw.: s. finko, lang. *fink Q.: Gl (13. Jh.) E.: s. ge…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Fink

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Fink , des -en, plur. die -en, Diminut. das Finkchen, Oberd. Finklein. 1) Eine Art Singevögel mit einem kegelförmige…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Fink

    Goethe-Wörterbuch

    Fink einmal -ck Singvogel das Beispiel von den F-en .. als .. jene zarten Vögel .. den Vogelstellern unzählig in die Net…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Fink

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +4 Parallelbelege

    Fink , Friedr. Aug. von, geb. 1718, Mecklenburger, General in preuß. Diensten, 1759 bei Maxen mit einem Corps von 12000 …

  5. modern
    Dialekt
    Fink

    Elsässisches Wb. · +7 Parallelbelege

    Fink I [Fek Dü. Str. K. Z. Betschd. ] f. Fink, Fringilla. Gig e l, Gig e l, ratze n , Morm (morgen) komme n d Spatze n …

  6. Spezial
    Fink

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Fink (Fringillidae) m. (-en,-en) ‹ornit› finch (-nc) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit fink

344 Bildungen · 117 Erstglied · 226 Zweitglied · 1 Ableitungen

fink‑ als Erstglied (30 von 117)

Fink I

Idiotikon

Fink I Band 1, Spalte 867 Fink I 1,867

Fink II

Idiotikon

Fink II Band 1, Spalte 868 Fink II 1,868

Fink(e)

SHW

Fink(e) Band 2, Spalte 739-740

Fīnkǟse

WWB

fin·kaese

Fīn-kǟse m. Fīnekaise a) zimperliche männl. Person. — b) hochnäsige, vornehm tuende Person ( Kr. Steinfurt Stf Rh ).

Finke(n)holzschueh

Idiotikon

Finke(n)holzschueh Band 8, Spalte 464 Finke(n)holzschueh 8,464

Finke(n)macher

Idiotikon

Finke(n)macher Band 4, Spalte 50 Finke(n)macher 4,50

Finke(n)männli

Idiotikon

Finke(n)männli Band 4, Spalte 243 Finke(n)männli 4,243 u.

Finke(n)rǖter

Idiotikon

Finke(n)rǖter Band 6, Spalte 1700 Finke(n)rǖter 6,1700

Finke(n)schueh

Idiotikon

Finke(n)schueh Band 8, Spalte 461 Finke(n)schueh 8,461

Finke(n)seppel

Idiotikon

Finke(n)seppel Band 7, Spalte 1222 Finke(n)seppel 7,1222

Finke(n)sperber

Idiotikon

Finke(n)sperber Band 10, Spalte 498 Finke(n)sperber 10,498

Finke(n)staub

Idiotikon

Finke(n)staub Band 10, Spalte 1070 Finke(n)staub 10,1070

Finke(n)streich

Idiotikon

Finke(n)streich Band 11, Spalte 1969 Finke(n)streich 11,1969

Finke(n)strich

Idiotikon

Finke(n)strich Band 11, Spalte 2037 Finke(n)strich 11,2037

Finke(n)tschuggeⁿ

Idiotikon

Finke(n)tschuggeⁿ Band 8, Spalte 433 Finke(n)tschuggeⁿ 8,433

Finkefank

RhWB

Finke-fank RhWBN Pl. -ŋgə Zell-Trarb f.: Maiblume.

Fink (Eigenname)

Wander

fink·eigenname

Fink (Eigenname) Fink (Eigenname). 1. Er ist wie Johann Fink, der nicht gern an den Pranger ging (am Pranger stand). 2. He is êgen as Johann…

Finkel

Idiotikon

fin·kel

Finkel Band 1, Spalte 869 Finkel 1,869

finkeler

DWB

finke·ler

finkeler , finkler , auceps, vogler, königs Heinrich beiname.

finkelfech

DWB

finkel·fech

finkelfech , brennendbunt. MS. 2, 75 b , die ableitung von finke bestärkend.

Finkelfläut

MeckWB

Wossidia Finkelfläut entstellt im Reim vom Viergespann für Fingerfläut, s. d.

Finkelfus'

MeckWB

Wossidia Finkelfus' f. Bienenkorb im Rätsel Wo. V. 1, 43.

finkelig

RhWB

finkelig = empfindlich s. Funken.

finkeljochem

DWB

finkel·jochem

finkeljochem , m. vinum adustum, nach der jüdischen gaunersprache. jochem, joham, johann bedeutet wein, hebr. jajin, finkeln ist kochen, sie…

Fínkeljōchen

Adelung

finkel·jochen

† Der Fínkeljōchen , des -s, plur. car. eine in den niedrigen Sprecharten, besonders Niedersachsens, übliche Benennung des gemeinen Kornbran…

Finkeljüürn

MeckWB

Wossidia Finkeljüürn m. dass. (1888) Ha Hagenow@Boizenburg Boiz .

finkeln

DWB

fink·eln

finkeln , 1 1) fringillas capere, dann allgemein aves, aucupari: keiser Henrich fangt finken. Garg. 185 b . Hanmann schreibt finkeln für fün…

fink als Zweitglied (30 von 226)

Baukfink

MeckWB

bauk·fink

Wossidia Baukfink m. Buchfink, fringilla coelebs; Siemss. Vög. 115 nennt den Buchfinken einen schlauen Vogel; auf diese Eigenschaft bezieht …

Baumfink

RhWB

baum·fink

Baum-fink Neuw , Sieg , Wippf , Monsch-Witzerath Kesternich m.: Buchfink. Er singt: Menste, m., m., m., ech sät Sie zu dir! Sülzt. Gritche, …

Berfink

PfWB

ber·fink

Berfink m. : ' Immergrün (Vinca minor) ', Beʳfink (bäʳfiŋg) und Beeʳ- (bēÄʳ-) [WPf], Beere- (bērə-) [ PS-Geisbg ], Bieʳ- (biÄʳ-) [ HB-Mimb Z…

bierfink

DWB

bier·fink

bierfink , m. was bieramsel: meine bierfinken und weintrinker. Fischart groszm. 79 .

Blaufink

GWB

blau·fink

Blaufink nur -cke Schimpf-, Scherzname für: liederlicher, leichtfertiger (auch: lustiger ?) Mensch, loser Vogel 1) [ Entw zum PersVerz ] B. …

Blautfink

MeckWBN

blaut·fink

Wossidia Blautfink m. 1. a. Spr. Rotschwanz, phoenicurus spec.: rubicilla 'Blodtfincke' Chytr. 383. 2. Bluthänfling, carduelis cannabina: Bl…

Bluetfink

ElsWB

bluet·fink

Bluetfink f. ( Dehli. m.) Blutfink, Gimpel, Pyrrhula rubricilla K. Z.

Blëtzlifink

Idiotikon

Blëtzlifink Band 1, Spalte 868 Blëtzlifink 1,868

Bofink

PfWB

Bofink s. PfWB Buchfink .

Bō²mfink

WWB

bom·fink

Bō²m-fink Baumfink, Spatz ( Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil) Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@…

brotfink

DWB

brot·fink

brotfink , m. fringilla, buchfink, weil er dreist heranfliegt, wenn man ihm brotkrumen wirft.

Bu(e)fink

Idiotikon

Bu(e)fink Band 1, Spalte 868 Bu(e)fink 1,868

buchfink

DWB

buch·fink

buchfink , m. fringilla, waldfink, ein auf buchen nistender fink.

Buechfink

ElsWB

buech·fink

Buechfink f. ( Str. m.) Buchfink: das Männchen hat einige rote Federn an Kopf und Brust Dü. ‘Zuem Winter saat der Buechfink so: »Die Zit isc…

Buttfink

RhWB

butt·fink

Butt-fink bot- Geld-Kevelaer Schravelen ; -y- Geld-Straelen m.: Blutfink.

Chnolle(n)fink

Idiotikon

Chnolle(n)fink Band 1, Spalte 868 Chnolle(n)fink 1,868

Chnollfink

Idiotikon

Chnollfink Band 1, Spalte 868 Chnollfink 1,868

Diestelfink

MeckWB

Wossidia Diestelfink m. Stieglitz, carduelis: Mi 15 b ; Ma Malchin@Remplin Rempl ; 'Dystelfincke' Chytr. 377; übertr. in Anspielung auf Dies…

Distelefink

ElsWB

distel·e·fink

PfWB LothWB RhWB Dis t elefink [Tealifek Heidolsh. ] n. Distelfink. Syn. Dis t elzwi g .

distelfink

DWB

distel·fink

distelfink , m. fringilla carduelis, distelvogel, rothvogel, stieglitz, ahd. distilvinko Graff 3, 527 . mhd. distelvinke, distelvinkelîn Ben…

Ableitungen von fink (1 von 1)

finke

KöblerMhd

finke , sw. M. Vw.: s. vinke*