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ficken

mhd. bis sprichw. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
17 in 15 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
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31
Verweise raus
28

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

ficken

ficken

ficken Vb. ‘miteinander schlafen’, mhd. ficken ‘reiben’, frühnhd. ‘reiben, jucken, kratzen’, nhd. (mundartlich) ‘reiben, kurze und rasche Bewegungen machen, mit Ruten schlagen’. Seit dem 16. Jh. ist für das in den Mundarten überall verbreitete Verb auch die Bedeutung ‘miteinander schlafen’ nachzuweisen, die im gesamten dt. Sprachgebiet üblich wird. Diese metaphorische Verwendungsweise, die auf Grund der Ausgangsbedeutung wohl von Anfang an anstößig gemeint ist, macht ficken im Nhd. zu einem äußerst derben Ausdruck mit nur geringer literarischer Bezeugung. Als Verwandte können gelten nl. figgelen ‘hin und her bewegen’, engl. (mundartlich) to fidge ‘unruhig sein’, schwed. (mundartlich) fickla ‘ungeschickt sein’. Die Etymologie ist ungeklärt; wahrscheinlich ist das Verb als eine Bildung affektischer Lautmalerei anzusehen. – Die alte Bedeutung ‘unruhig hin und her fahren’ ist erhalten in fickerig Adj. ‘unruhig’. Als ablautende Reduplikationsbildungen (vgl. Singsang) erscheinen landschaftlich fickfacken Vb. ‘hin und her laufen, Ausflüchte machen’, auch ‘mürrisch reden, Possen treiben’; Fickfack m. ‘Schlag mit der Rute’ (17. Jh.), ‘Ausflucht’; Fickfacker m. ‘unruhiger Mensch’.
1189 Zeichen · 25 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    fickenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +3 Parallelbelege

    ficken swv. BMZ heften Wolk. 111. 1,11. — aus lat. figere, it. ficcare.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    fickensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    ficken , sw. V. Vw.: s. vicken

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ficken

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    * Ficken , verb. reg. act. welches nur in den niedrigen Sprecharten üblich ist. 1) Hin und her reiben, im Oberdeutschen.…

  4. modern
    Dialekt
    ficken

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    ficke n [fekə S.; fikə, fekə O.; fekə U. ] 1. reiben, jucken, kratzen, u. zw. meist von Körperteilen an Bekleidungsstück…

  5. Sprichwörter
    Ficken

    Wander (Sprichwörter)

    Ficken Föcke öss dem orme Mönsche sin Taubrot (Zuspeise). ( Ostpreuss. )

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ficken

6 Bildungen · 4 Erstglied · 0 Zweitglied · 2 Ableitungen

ficken‑ als Erstglied (4 von 4)

fickenfaul

DWB

ficken·faul

fickenfaul , avarus, der ungern seinen beutel zieht: ich habe viel, viel geld, mein vater liesz mir solch zeug genug und ich bin auch nicht …

fickenrēme

KöblerMnd

fickenrēme , M. Vw.: s. vickenrēme L.: Lü 478b (fickenrême)

fickenührchen

DWB

fickenuhr·chen

fickenührchen , n. denn wenn ich habe drei hälmer stroh, so färb ich sie bunt, bald so, bald so, das gibt mir ein büchschen zum fickenührche…

Ableitungen von ficken (2 von 2)

verficken

DWB

verficken , verb. durch reiben, jucken beschädigen. zusammensetzung mit ficken, s. theil 3, 1617: so zerkratzet und verficket das kind das f…

zerficken

DWB

zerficken , verb. , zerreiben ( s. ficken th. 3, 1617): in den nüwen schuoen get man gar übel, sie z. einem die füsz Keisersberg bilg. 90 a …