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1. Feige

nhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
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25 in 13 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

1. Feige

Bd. 2, Sp. 81
1. Die Feige, plur. die -n, die fleischige Frucht des Feigenbaumes, und dieser Baum selbst; Ficus L. Dieser in der Naturgeschichte so merkwürdige Baum ist aus Asien nach Griechenland und Italien, und von da unter dem Julian nach Frankreich, und endlich nach und nach in das übrige Europa gekommen. Wegen einiger Ähnlichkeit der Frucht oder Blätter führen noch verschiedene andere Gewächse diesen Nahmen. Die Indianische Feige, Cactus Ficus Indica L. ist in dem wärmern Amerika zu Hause, und hat längliche eyförmige Gelenke, welche den Feigen gleichen. Die Afrikanische Feige, Mesembryanthemum L. hat ähnliche Blätter. Das Eiskraut ist eine der bekanntesten Arten derselben. Einem die Feigen weisen, d. i. einem mit geballter Faust drohen, ist ein im Oberdeutschen üblicher, vermuthlich aus dem Ital. mostrar oder far le fiche ad uno, entlehnter Ausdruck, welcher von der Ähnlichkeit der Faust mit der Frucht des Feigenbaumes hergenommen seyn soll. Im Span. lautet dieser Ausdruck hacer la higua, im Franz. faire la figue, und im mittlern Lat. bey dem Carpentier ficham facere, und ficus facere, wo es aber auch ein Verhöhnen durch Aufhebung des mittelsten Fingers bedeutet, und als eine Injurie verbothen wird. Anm. Der Nahme dieser Frucht und ihres Baumes ist mit der Sache selbst aus entferntern Gegenden zu uns gekommen. Im Lat. lautet er Ficus, im Ital. Fico, im Franz. Figue, im Span. Higua, im Engl. Fig, im Nieders. Fige, im Dän. Fige, im Schwed. Fikon, im Sclavon. und Wend. Figa und Fik, und schon bey dem Ottfried Figo. Ist es erlaubt, bey einem so alten und fremden Worte eine Muthmaßung zu wagen, so hat entweder die weiche, saftige Beschaffenheit der Frucht, (S. Feige adject.) oder auch ihre Größe und runde Gestalt zu dieser Benennung Gelegenheit gegeben, so daß dieser Nahme zu Bak, Bauch, Buckel, Wicke und andern dieses Geschlechtes gehöret.
1869 Zeichen · 34 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Feige

    Adelung (1793–1801) · +12 Parallelbelege

    1. Die Feige , plur. die -n, die fleischige Frucht des Feigenbaumes, und dieser Baum selbst; Ficus L. Dieser in der Natu…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    feig(e)

    Goethe-Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    feig(e) unflektiert meist ‘feig’, vereinzelt auch ‘feige’ 52,185,16 ThS V 14 AA55,13 Werth 2 I ; in fachsprachl Bed (2) …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Feige

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Feige ( Feigenbaum ), s. Ficus ; indische F., soviel wie Opuntia vulgaris .

  4. modern
    Dialekt
    Feigef.

    Pfälzisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Feige f. : 1. 'die Frucht des Feigenbaumes', Feich (faiχ, faiš), Pl. Feiche [verbr.], Fei, Pl. Feie [ Don-Schowe Torscha…

  5. Spezial
    feig(e)

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    feig(e) adj. 1 (ohne Mut) zënza coraje 2 (hinterhältig, gemein) faidl (-i, -a).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit feige

71 Bildungen · 60 Erstglied · 11 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von feige

fe + -ig + -e

feige leitet sich vom Lemma fe ab mit Suffixen -ig und -e.

feige‑ als Erstglied (30 von 60)

Feige (Adj.)

Wander

Feige (Adj.) Feige (Adj.). 1. De nich fege is, starvt nich. – Eichwald, 484. Das Wort »feige« bezeichnet hier nicht wie in der hochdeutschen…

feigebeisz

DWB

feige·beisz

feigebeisz , f. delicatula, ein leckeres weib, das aus der tasche feigen iszt. Schmidt id. bern. 27 a . s. feigenbeiszerle.

Feigedāge

WWB

Feige-dāge Pl. idW.: Et is vör sinen Feidagen sagt man, wenn jmd. etwas für ihn ungewohnt Gutes tut (HONC).

Feige (der)

Wander

feig·eder

Feige (der) 1. Dem Feigen weist das Glück den Rücken. – Eiselen, 164; Simrock, 2351. 2. Der Feige ladet (droht), aber schiesst (kämpft) nich…

Feige (die)

Wander

feige·die

Feige (die) 1. Auf die Feige Wasser, auf die Birne Wein. ( Ital. ) – Wurzbach II, 103; Magazin, XXXII, 570. Gesundheitsrücksichten gebieten,…

feigelen

KöblerMnd

feig·elen

feigelen , sw. V. Vw.: s. fēilen L.: Lü 472b (feigelen)

feigeln

DWB

feig·eln

feigeln , limare, feilen: also widerwertigkeit feigelt dich von dem rost der sünden. Keisersberg 26 a ; sie feigeln den rost darvon. narrens…

Feigenapfel

Adelung

feige·n·apfel

Der Feigenapfel , des -s, plur. die -äpfel, eine Art kleiner frühzeitiger Äpfel, welche den Feigen gleichen, und auf einem Strauche wachsen.

Feigenbart

Wander

feige·n·bart

Feigenbart He hett en Fîgenbart 1 . 1 ) So nennt man einen durch Einwirkung scharfer Luft oder infolge eines Magenübels entstandenen ausgefa…

feigenbaum

DWB

feige·n·baum

feigenbaum , m. ficus arbor, συκῆ für συκέα , goth. smakkabagms: da sprachen die bewme zum feigenbawm, kom du und sei unser könig. richt. 9,…

Feigenbaumlack

Campe

feigenbaum·lack

○ Das Feigenbaumlack , des — es , d. Mz . ungew. ein klebriger Saft der aus den Zweigen des Idischen Feigenbaumes dringt, wenn sich eine Art…

feigenbeiszerle

DWB

feigenbeiszerle , n. ficedula, it. beccafico. Krafts reisen 55 .

Feigenbirn

Campe

feige·n·birn

Die Feigenbirn , Mz. die — en , eine Art Birnen, die an Gestalt den Feigen ähnlich ist.

Feigenblätter

Meyers

feige·n·blaetter

Feigenblätter . Die Sitte, anstößige Teile unbekleideter antiker Statuen durch F. aus Blech zu verdecken, ist nicht vor der Mitte des 18. Ja…

feigenblatt

DWB

feige·n·blatt

feigenblatt , n. folium ficulneum: da wurden ir beider augen aufgethan und wurden gewar, dasz sie nacket waren und flochten feigenbletter zu…

Feigenblüte

Wander

feige·n·bluete

Feigenblüte Nach Feigenblüten gelüsten. ( Ital. ) Nach seltenen, ungewöhnlichen, nach Dingen gelüsten, die sehr schwer zu haben sind.

feigenbutze

DWB

feige·n·butze

feigenbutze , m. umbilicus, nucleus ficus: äpfelschalen, melonenschnitz, feigenbutzen. Fuchsmundi 367.

Feigendistel

Campe

feige·n·distel

Die Feigendistel , Mz. die — n , ein Name der Idischen Feige, s. Feige , wegen der Stacheln, mit welchen die dicken Gelenke dieser Pflanze b…

feige als Zweitglied (11 von 11)

Adams-Feige

Adelung

adams·feige

Die Adams-Feige , plur. die -n, ein Nahme der kleinen Indianischen Feige, welche auch die Maulbeerfeige, genannt wird, weil die Blätter des …

erdfeige

DWB

erd·feige

erdfeige , f. lathyrus tuberosus: die ackerleut sagen disem gewächs erdnusz, erdfeigen, erdmandel. Bock kräuterbuch 501 .

Korbfeige

Adelung

korb·feige

Die Korbfeige , plur. die -n, eine Art Feigen, welche in Körben zu uns gebracht werden; zum Unterschiede von den Laubfeigen.

Meerfeige

Adelung

meer·feige

Die Meerfeige , plur. die -n, eine ähnliche Art der knorpeligen Thierpflanzen, welche einer Feige gleicht, eine Unterart der Meernester ist,…

ohrfeige

DWB

ohr·feige

ohrfeige , f. 1 1) alapa, colaphus. ein nd. wort: mnd. ôrvyge ( im älteren nd. nur ôrslach), mnl. oorvyghe, nnl. oorvijg und oorveeg, welch …

paradiesfeige

DWB

paradies·feige

paradiesfeige , f. der gemeine pisang, musa paradisiaca ( auch Adamsfeige) Nemnich 2, 661 . —

pferdefeige

DWB

pferd·e·feige

pferdefeige , f. was pferdeapfel Stieler 456 ; plattdeutsch peerdefigen un rossaeppel Dähnert 346 b .

seefeige

DWB

see·feige

seefeige , f. 1) mhd. sêvîge bezeichnet eine art feigen, auch sacvîge, s. Lexer handwb. 2, 897 . — 2) eine art des seekorks oder meernestes,…

Tonnenfeige

DRW

tonnen·feige

Tonnenfeige, f. (getrocknete) Feige als Tonnengut disser stadt burgere ... tho vorkopen befoget sin sollen: rosin by korven, figen by korven…