Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
faldan
tan, gifaldan), zuerst um 800, Bened.regel,
Murb. H., Notker und in Gl.:
‚falten, krüm-〈part. präs. Gl. 2, 433, 18 faltenti
men, abwickeln, ablaufen, plicare, volutare,
complicare‘
11. Jh.〉. -lt- aufgrund von grammatischem
Wechsel kam ursprl. nur dem Pl. und Part.
Prät. zu. – Mhd. valten, valden
‚falten, zusam-, reflexiv
menfalten, verschränken‘
‚sich umbie-, nhd. falten sw. v. Das ursprl.
gen, krümmen‘
st. Verb fiel im Hd. mit der Fortsetzung des
gleichbedeutenden Verbs ahd. faldôn, faltôn
(s. d.) zusammen. Das st. Part.Prät. gefalten er-
scheint jedoch noch im 18. Jh. Im 15. Jh.
kommt die Iterativbildung fälteln
‚in vieleauf.
kleine Falten legen‘