Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
erwinden
erwinden , ein früher sehr geläufiges wort, dessen entfaltung der von erwerben ähnelt. nemlich das einfache goth. vindan, ahd. wintan, ags. vindan, altn. vinda drückt, gleich unserm heutigen winden, aus torquere, vertere, woher die bedeutung des wendens, wandelns, umdrehens, umkehrens entspringt. bei Stieler fehlt das wort in allen seinen bedeutungen und Adelung thut die vierte ganz kurz ab. 1 1) das goth. usvindan hält noch ganz den sinn von plectere, flechten, winden fest, doch usvandjan wird schon zu abwenden, avertere, so wie gavandjan wenden, kehren, zurückkehren, reverti ist. 2 2) ahd. i…