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mhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
12 in 11 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

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hoch Adj. ‘aus einer Ebene herausragend, weit nach oben reichend’, übertragen ‘nach Wert, Maß, Rang, Bedeutung hervorragend, über den Durchschnitt hinausgehend’, ahd. hōh (8. Jh.), mhd. hōch, , asächs. hōh, mnd. hō(ch), mnl. , hooch, nl. hoog, aengl. hēah, engl. high, anord. hār, got. hauhs, germ. *hauha- geht vielleicht wie Hügel (s. d.) und aind. kucaḥ ‘weibliche Brust’, kucáti ‘zieht sich zusammen, krümmt sich’, lit. kaūkas ‘Beule’, kaũkaras ‘Hügel’, russ. kúča (куча) ‘Haufen, Heuschober’ auf die Gutturalerweiterung ie. *keuk-, *kūk- der Wurzel ie. *keu-, *keu̯ə- ‘biegen, Wölbung, Höhlung’ zurück (wozu auch 1Hocke, Hobel, Haufen, hüpfen, Haube, s. d.), so daß hoch ursprünglich als ‘(hervor-, empor)gewölbt’ zu verstehen ist. – Hoch n. ‘Höhe, Größe’ (17. Jh.); in der Meteorologie (20. Jh.) Kurzform für Hochdruckgebiet (um 1900). Höhe f. ‘Ausdehnung, Ausmaß in vertikaler Richtung, Dimension, Spitze, Gipfel’, mit vielfältigem übertragenem Gebrauch, ahd. hōhī (8. Jh.), mhd. hœhe, hōhe, asächs. hōhi, got. hauhei. Anhöhe f. ‘Hügel, ansteigendes Gelände’ (17. Jh.). Hoheit f. ‘Erhabenheit, hohe Würde, Herrschaftsbefugnis (über ein bestimmtes Gebiet)’, auch Anrede für einen hohen fürstlichen Würdenträger, mhd. hōchheit, hōcheit. höchstens Adv. ‘maximal, im äußersten Falle’ (16. Jh.), dann auch ‘im günstigsten Falle, bestenfalls’, gebildet zum Superlativ höchst. erhöhen Vb. ‘in eine höhere Position bringen, (an)heben, verherrlichen’, ahd. irhōhen (9. Jh.), mhd. erhœhen; vgl. gleichbed. ahd. hōhen (8. Jh.), mhd. hōhen, hœhen. Hochachtung f. ‘Wertschätzung, Respekt’ (16. Jh.); hochachtungsvoll Adj. ‘respektvoll, von Wertschätzung erfüllt’, besonders als Schlußfloskel bei förmlichen Briefen (19. Jh.). hochdeutsch Adj. Bezeichnung des (vor allem durch die 2. Lautverschiebung gekennzeichneten) Sprachstandes des Mittel- und Oberdeutschen (2. Hälfte 15. Jh.), dann auch im Sinne von ‘nicht mundartlich, der Norm der Literatursprache entsprechend’; ausgehend wohl von der meist gebirgigen Beschaffenheit der mittel- und oberdeutschen Landschaften (s. das Gegenwort niederdeutsch und vgl. die Bezeichnung Niederlande). hochherzig Adj. ‘großmütig, von edler, selbstloser Gesinnung’ (17. Jh.), vgl. aengl. hēahheort, got. hauhhaírts ‘hochmütig, überheblich’. Hochmeister m. ‘Oberster eines geistlichen Ritterordens’, mhd. hōchmeister, hōmeister, dann auch ‘Vorsteher der gesamten Judenschaft im Reich, hoher Gelehrter’. Hochmut m. ‘übersteigertes Selbstgefühl, Überheblichkeit’, ahd. hōhmuot (11. Jh.), mhd. hōchmuot, auch im Sinne von ‘hohe, edle Gesinnung, Hochstimmung, Freude’; hochmütig Adj. ‘überheblich, übertrieben stolz’, ahd. hōhmuotīg (um 1000), mhd. hōchmüetic. hochnäsig Adj. ‘anmaßend, eingebildet’ (18. Jh.); vgl. die Redensart die Nase hoch tragen (18. Jh.). Hochofen m. hoher Schachtofen zur Ausschmelzung des Roheisens aus dem Erz, zunächst Hoherofen (18. Jh.), Hohofen (19. Jh.). Hochschule f. Bildungsstätte, in der die Qualifikation für akademische Berufe vermittelt wird, ‘Universität’ (15. Jh.), daneben zunächst auch Hohe Schule, Hoheschule. Hochstapler m. ‘seriös und vornehm auftretender Betrüger’ (18. Jh.), zu rotw. Stappler, Stabeler, Stabuler ‘Bettler’ (15. Jh.), vgl. rotw. stappeln, stapeln, stabeln ‘bettelnd umherziehen’, nhd. (literatursprachlich und landschaftlich) stapeln ‘hochbeinig, gespreizt gehen, betteln gehen’. hochtrabend Part.adj. ‘von oben herab, überheblich’ (vgl. auf dem hohen Roß sitzen), mhd. hōchtrabende. Hochwasser n. ‘höchster Wasserstand innerhalb der Gezeiten, Überschwemmung(sgefahr)’ (19. Jh.), vorher hoch Wasser (16. Jh.). Hochwild n. ‘wertvollste Wildkategorie’, z. B. Rotwild, Schalenwild, edles Federwild (16. Jh.), hoewilt (15. Jh.), entsprechend der Einteilung in hohe, (mittlere,) niedere Jagd.
3780 Zeichen · 141 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    erhœhenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    er-hœhen swv. BMZ erhöhen, erheben Frl. dû hâst si erhœhet über alle himele Msh. 2, 329 b . erfröuwen und erhœhen Engelh…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Erhöhen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Erhöhen , verb. reg. act. in die Höhe bringen, hoch machen. 1. Eigentlich, in welcher Bedeutung dieses Wort ehedem irhah…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    erhöhen

    Goethe-Wörterbuch

    erhöhen von 520 Belegen zwei Fünftel in Punkt 4 c, ein Fünftel in 1 1 räuml-konkr a höher machen, bauen, aufschütten uä;…

  4. modern
    Dialekt
    erhöhen

    Rheinisches Wb.

    er-höhen: etwas e., höher machen (meist hühter mache ) Rip.

  5. Sprichwörter
    Erhöhen

    Wander (Sprichwörter)

    Erhöhen 1. Es erhöhet nichts des Mannes Schild, denn Fahnlehn. – Eisenhart, 42; Pistor., II, 55. Unter Schild wird hier …

  6. Spezial
    erhöhen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    er|hö|hen I vb.tr. 1 (höher machen) alzé sö, fá plü alt 2 (steigern) alzé (alza), aumenté (aumënta) 3 (vergrößern) aumen…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit erhoehen

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von erhoehen

er- + hoehen

erhoehen leitet sich vom Lemma hoehen ab mit Präfix er-.

Keine Komposita gefunden — erhoehen kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „erhoehen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 8. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/erhoehen/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „erhoehen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/erhoehen/pfeifer_etym. Abgerufen 8. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „erhoehen". lautwandel.de. Zugegriffen 8. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/erhoehen/pfeifer_etym.
BibTeX
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