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einfassen

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
13 in 10 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
Verweise rein
23
Verweise raus
18

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

einfassen

einfassen

fassen Vb. ‘(mit der Hand) ergreifen, in Gewahrsam nehmen, enthalten, eine Fassung, Umrahmung geben, sich innerlich zu eigen machen, begreifen’, reflexiv ‘die Selbstbeherrschung (wieder)erlangen’, ahd. faʒʒōn ‘in ein Gefäß füllen, gießen, beladen, bepacken, mit etw. bekleiden’ (9./10. Jh.), mhd. vaʒʒen ‘ergreifen, zusammenpacken, aufladen, überziehen mit etw., rüsten, kleiden, schmücken’, mnd. mnl. vāten, vatten, nl. vatten, anord. fata ‘lose zusamenfügen’ ist wohl zu einem in ahd. faʒʒa ‘Bündel, Bürde, Gepäck, Last’ (um 800), anord. fata ‘Kanne, Bütte’ belegten Substantiv gebildet und gehört daher etymologisch zu Faß (s. d.); vgl. Wissmann Nomina postverbalia 1 (1932) 12. Ausgangsbedeutung ist ‘(in ein Gefäß) füllen, umhüllen, bekleiden’, die in den heute vielfältigen Verwendungsweisen sowie in den meisten Ableitungen und Komposita noch erkennbar ist. – faßlich Adj. (17. Jh.), faßbar Adj. (19. Jh.) ‘gut verständlich, einprägsam, konkret’; unfaßlich Adj. (16. Jh.), unfaßbar Adj. (17. Jh.) ‘das geistige Fassungsvermögen übersteigend, absurd’; gefaßt Part.adj. ‘innerlich gerüstet, beherrscht, gelassen’ (16. Jh.). Fassung f. ‘Umrahmung, Vorlage, Version, Selbstbeherrschung’, ahd. faʒʒunga ‘Last, Ladung’ (Hs. 12. Jh.), mhd. vaʒʒunge ‘Faß, Bekleidung, Schmuck’; fassungslos Adj. ‘bestürzt, außer sich’ (19. Jh.). abfassen Vb. ‘in Schriftform bringen, konzipieren’ (17. Jh.), ‘abfangen, festnehmen’ (19. Jh.). befassen Vb., mhd. bevaʒʒen ‘besetzen, befestigen’, später (bis zum 17. Jh.) ‘mit den Händen begreifen, umfassen, einschließen, erfassen’, heute meist reflexiv sich mit etw. befassen ‘beschäftigen’ (18. Jh.). erfassen Vb. ‘ergreifen, begreifen, registrieren’ (17. Jh.). einfassen Vb. ‘umgeben, umschließen, einfüllen’, mhd. īnvaʒʒen; Einfassung f. ‘Einrahmung’ (16. Jh.). umfassen Vb. ‘(mit den Armen) umfangen, einschließen’ (15. Jh.); umfassend Adj. ‘weitreichend, universal’ (18. Jh.). Ferner s. verfassen.
1933 Zeichen · 79 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Einfassen

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Einfassen , verb. reg. act. 1) In einen verschlossenen Raum bringen. Getreide einfassen, es in Säcke schütten. Bier einf…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    einfassen

    Goethe-Wörterbuch

    einfassen 1 ‘etw e.’; meist ‘in, durch, mit, von etw eingefaßt’ a etw mit einer Fassung, einem Rahmen, einer Befestigung…

  3. modern
    Dialekt
    einfassenschw.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    ein-fassen schw. : 1. 'mit einer Umrandung versehen', von Kleidungs- und Wäschestücken, von Beeten und Gräbern, von der …

  4. Sprichwörter
    Einfassen

    Wander (Sprichwörter)

    Einfassen Wilt du einfassen guten Wein, so muss dein Fass vor sauber sein. – Henisch, 1011.

  5. Spezial
    einfassen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ein|fas|sen vb.tr. 1 ciarié ite 2 (Bilder) incornijé (-jëia) 3 (Edelsteine) inzorghé (-ga) 4 incuadré (-rëia) 5 (umgeben…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit einfassen

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Zerlegung von einfassen 2 Komponenten

ein+fassen

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