Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
drillen
drillen
drillen Vb. ‘drehen, wirbeln, bohren, drechseln’ (16. Jh.); ehemals starkes Verb, dessen Ablaut noch in zugehörigem drall, drollig (s. d.) und mhd. gedrollen ‘gedreht, gerundet’ (Part. Prät. zu einem nicht belegten Infinitiv mhd. drillen) erhalten ist, nl. drillen. Vorauszusetzen ist germ. *þrel-, eine Erweiterung von ie. *ter(ə)-, der Wurzel von drehen (s. d.). Zu der seit dem 17. Jh. soldatensprachlich gängigen Bedeutung ‘militärisch streng ausbilden’ (eigentlich ‘die Truppe synchron trainieren in militärischen Operationen’, ausgehend von der Vorstellung drehender Bewegungen) wird im 19. Jh. Drill m. ‘Exerzierdienst, strenge Ausbildung’ üblich.