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Daube

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
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14 in 10 Wb.
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

Daube f.

Bd. 2, Sp. 157
Dauge, Daube f. : 'das gebogene Brett für die Wandung des Fasses und anderer Holzgefäße', früher mancherorts auch vom Bodenstück, Dau [NPf WPf verbr. Don Gal Buch], Daug [KU-O'mohr KL-O'arnb], Duch [HB-Medh LU-Limbghf], Daub [allg. VPf vereinzelt WPf NPf Lambert Penns 38 verbr. Don Gal Buch (hier seltener als Dau)], Dauw [KL-Weilb], Daab (dāb) [PS-W'fischb], (db) [FR-Bobh NW-Frankeck Gal Josbg]. Die beiden Hauptformen Dau (Pl. Daue) und Daub (Pl. Dauwe) setzen sich, wie K. 84 zeigt, voneinander ab; jene ist Leitform für WPf, diese für VPf. In den Nachbargebieten finden diese Formen ihre Fortsetzung; vgl. bes. Südhess. K. 85. — Mit der Herstellung von Fässern zusammenhängende Arbeiten: Daue (Dauwe) reiße, schneide, streife (im Modell), aushowele, füge (nach Modell), ufsetze bzw. ufstelle (zum Wärmen), wärme, (das Faß) bereife [verbr.]. An dem Faß do sin jo alle Daue kaputt [KL-Matzb]. a. 1589: Außgabgelt vor Reiff Daugen vnnd Küefferarbeit [HornbSchrR]. a. 1596: 5 alb. von Newen Tauben in ein legel zu ziehen [WerschwSchR, Bl. 267]. a. 1612: Außgab gelt für Fassung, Reiff, Bandt, Dauwen vnd Bodenstückh [DisibSchR, Bl. 113]. a. 1625/26: 13 fl. 7½ b.... Veltten Leyen- meister Vor 300 Daugen [StArch. Kaislt, Bürgermeisterrechnungen]. a. 1656: Holz zu Tauhen vnd Weingartholz [KSchArch. IV 3398]. a. 1669/70: so man Taugen machen lassen will [StArch. in KL-Landstl, Weistum]. Zs.: Boden-Türchen-, Gehr-, Grund-, Kopf-, Seiten-, Spunddauge (-daube); Eimer-, Faß-, Kübel-, Zuberdaube. — F.: Auffallend ist besonders die Monophthongierung von au (< mhd. ū) zu ā bzw. in den Formen dāb und db. Hierzu vgl. die Ausführungen unter F. bei Daumen. Die Formen dau, daug, dux gehören zu mhd. dūge (< mlat. dōga); daub, dauw, dāb, db schließen an frz. douve (< mlat. dōva) an; Näheres bei Kluge-Mitzka19. — Südhess. I 1418; Rhein. I 1278; Saarbr. 43; Lothr. 82; Els. II 643/44 u. 668; Bad. I 435 u. 440.
1938 Zeichen · 64 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Daube

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Die Daube , plur. die -n, die Seitenbreter eines runden hölzernen Gefäßes. Ein Faß in Dauben schlagen, es zerschlagen. A…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Daube

    Goethe-Wörterbuch

    Daube gebogenes Holzbrett der Seitenwand eines Fasses [ Meph: ] Verfault ist längst das Holz der D-n, | Der Weinstein sc…

  3. modern
    Dialekt
    Daube

    Bayerisches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    Daube Band 3, Spalte 3,1364

  4. Spezial
    Daube

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Dau|be f. (-,-n) doa (does) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit daube

23 Bildungen · 19 Erstglied · 4 Zweitglied · 0 Ableitungen

daube‑ als Erstglied (19 von 19)

Daubeer

MeckWB

dau·beer

Daubeer f. Taubeere, die große Brombeere, rubus caesius: Daugbeer Schill. Kr. 3, 28 a ; Syn. s. Borendreck .

Daube II

RhWB

Daube II dō:f, Pl. -və, Demin. døfkə Heinsb f.: Zweig, Ast.

daubeln

RhWB

daub·eln

daubeln dǫuwələ Koch-Kaifenh schw.: et dauwelt wenn etwas sich drängt.

Daubelschisser

RhWB

Daubel-schisser Saarbg-Freudenbg m.: kleiner Finger, im F.märchen.

Daubenkopf

SHW

Dauben-kopf Band 1, Spalte 1421-1422

Daubenbeil

RhWB

daube·n·beil

Dauben-beil dǫ·u.ənbę·i.lən Mosfrk n.: B. zum Bearbeiten der Dauben.

daubenfällig

DWB

daube·n·faellig

daubenfällig , adj. bringt ( die frau ) schleier her, das sie ihm ( dem mann ) den kopf wie ein daubenfellig fasz ( an dem die dauben zusamm…

DAUBENFUGE

DWB2

daube·n·fuge

DAUBENFUGE f. zu 1 daube f. 2. zwischenraum zweier dauben: 1930 das blut ( der in fässer gestampften fische ) tritt aus den daubenfugen aus …

Daubenholz

Campe

daube·n·holz

Das Daubenholz , des — es, d. Mz. ungew. Holz, welches zu Dauben geschickt, bestimmt ist, oder dazu verarbeitet wird.

Daubenton

Meyers

daub·enton

Daubenton (spr. dobangtóng), Louis Jean Marie , Naturforscher, geb. 29. Mai 1716 zu Montbar in Burgund, gest. 31. Dez. 1799 in Paris, studie…

dauberich

DWB

daube·rich

dauberich däuberich doberich , m. narr, einer der die tobsucht hat. daub heiszt nicht blosz surdus, sondern auch thöricht, zornig und gehört…

daube als Zweitglied (4 von 4)

Fáßdaube

Adelung

fass·daube

Die Fáßdaube , plur. die -n, die Daube zu einem Fasse, und in weiterer Bedeutung, zu einem jeden hölzernen Gefäße; Nieders. Stav, im Plur. S…

Faßdaube

BWB

Faßdaube Band 3, Spalte 3,1364

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „daube". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 8. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/daube/pfwb?formid=D01348
MLA
Cotta, Marcel. „daube". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/daube/pfwb?formid=D01348. Abgerufen 8. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „daube". lautwandel.de. Zugegriffen 8. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/daube/pfwb?formid=D01348.
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@misc{lautwandel_daube_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„daube"},
  year         = {2026},
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  urldate      = {2026-05-08},
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