Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
beuteln
beuteln
Beutel m. ‘Säckchen, Geldtasche’, ahd. būtil (8. Jh.), mhd. biutel ‘(Geld)tasche, Beutelsieb’, asächs. būdil, mnd. bǖdel, mnl. būdel, nl. buidel, buil, afries. būdel sowie (ohne Suffix *-ila) aengl. budda ‘Käfer, Insekt’, engl. bud ‘Knospe’, isl. budda ‘Geldbeutel’ gehören als runde, ‘aufgeschwollene’ Körper zu einer Dentalerweiterung *bud- der unter Beule (s. d.) angeführten Wurzel ie. *b(e)u-, *bh(e)u-, *b(h)ū- ‘aufblasen, schwellen’ wie auch zu den dort genannten verwandten Wörtern. – beuteln Vb. ‘schütteln’, mhd. biuteln ‘durch ein zu einem Beutel gefaltetes Tuch sieben, schütteln und dadurch reinigen’, dann übertragen ‘sichten, klären’, (seit dem 16. Jh.) einen Menschen ‘schütteln, schlagen’ und ‘beim Spiel Geld abnehmen’ (ausgehend von der Vorstellung: den Beutel durch Schütteln leeren). Beutelschneider m. ‘Taschendieb, Gauner’, mhd. biutelsnīder, mnd. bǖdelsnīder ‘wer fremde, am Gürtel getragene Geldbeutel abschneidet’, aber auch ‘Beutler, Täschner’. Beuteltier n. Name für Angehörige einer Ordnung der Säugetiere, die ihre Jungen in einem Brutbeutel aufziehen (18. Jh.). Windbeutel m. eigentlich ‘mit Luft gefüllter (d. h. leerer) Beutel’, daher ‘leichtes, luftiges Gebäck’ (18. Jh.), häufiger im Sinne von ‘Schwätzer, Taugenichts’ (18. Jh.).