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beste

ahd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
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30 in 15 Wb.
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Eintrag · Westfälisches Wb.

beste

Bd. 1, Sp. 672
beste Superl. zu → gō¹d ⟨Mit ›ä‹ Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@SandebeckSb, die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-Eickel@LeitheLt, Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@BenkhausenBh Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@RhodenRo, -ä- (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@HemdenHe, Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@ElbrinxenEl Kr. Detmold@IstrupIs, Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@BottropBp, Kr. SoestSos WWB-Source:256:SchmBSchmB (ę), Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@GesekeGe, Kr. BürenBür Kr. Büren@LichtenauLi Kr. Büren@SalzkottenSk, Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@NeuenheerseNh, Kr. BrilonBri Kr. Brilon@ElleringhausenEh). In der flektierten Form besten häufig > bessen assimiliert⟩ 1. attr.: Dīn beste Klēit Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh; mīn’n besten Frünt die krfr. Städte Essen u. OberhausenEss die krfr. Städte Essen u. Oberhausen@EssenEs. ’t beste Fettken Jauchefaß (scherzhaft) Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh. De beste Būer Figur im Skatspiel [Kreuzbube] (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). De beste Dikke Herz-Neun im Karnüffelspiel (WWB-Source:325:WoeNWoeN). Du bist „’n besten Keerl!“ (SOldbg WWB-Source:32:BöningBöning) || (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@BentheimBh). ... dat beste MEäken (Mädchen), dat iëk wäit (aus einem Liedchen) Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl. → Mane. Diu biss de beste Breoer auk nich! mit lauter, hoher, heller Stimme ausgebrachter Jodler (Ruf) junger Burschen (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). „Innen besten Slaupe“ im tiefen Schlafe (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:145:KlönKlön). De beste Krankhait döch nich (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@BentheimBh). Er döch in’t beste Fell nich ihm kann man nicht trauen (Kr. MünsterMün Kr. Münster@HavixbeckHa || Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@AltenrheineAr (Kr. Steinfurt@RheineRh, Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt, Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@HemdenHe). Flēisk is ’t beste Gemoüs Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh. „’n guët Enne Mettwuorst is ’et beste Gemoise“ (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr). „Mit Frauenlist un Sī’enmist kann man ’t beste Land düngen“ (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@LüchtringenLü). „Beste Been vorut“ (Kr. LingenLin Kr. Lingen@MehringenMr = WWB-Source:316:WellmWellm 209). ’t beste Bēn föra’n tun, was man am besten kann (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@NeuenhausNh). „He sett sīn beste Kr. Grafschaft BentheimBen vor“ (Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@HöckelHö = Heckscher II, 1 137). „Hei trett up sin beste Been“ er ist mutig, stolz (Kr. MindenMin Kr. Minden@KutenhausenKh). Dat dait hai op en bessen Kopp das tut er auf alle Fälle (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm). De besten Guile tai’et (ziehen) t’ aiste (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@NeuenheerseNh). „Van vielen Arweggen (arbeiten) goht de bästen Guile kaputt“ (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@NeuenheerseNh) || öfter. „Dä besten Piärre wät’ im Stalle gekofft“ sagt die Mutter, wenn die Tochter auf den Tanzboden will (die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-Eickel@EickelWe). „De besten Pearde söcht me im Stalle“ (Kr. BürenBür Kr. Büren@SalzkottenSk || die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). „De beste Koh steiht vüör in’n Stall“ (Münsterl WWB-Source:308:WagenfWagenf 115 || Kr. SteinfurtStf WWB-Source:237:ReckReck 90). De beste Kau gäit nit te Markte (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg || Münsterl WWB-Source:308:WagenfWagenf 134, die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). „Von einem Mädchen, das verloren hat: doa sind de besten Floie van abe“ (Kr. LübbeckeLüb Kr. Lübbecke@GehlenbeckGb). De besten Aier buowwen in ’n Kuorf leggen den Vorteil des Heiratsgutes deutlich herausstellen (Münsterl). Ēäste Kōp is de beste Kōp das erste Angebot ist meist das beste Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@WulftenWu. „Am besten is de beste Kop“ (Ennepe-Ruhr-KreisEnr WWB-Source:126:HolthausHolthaus). „Wenn änners kine Wädden, sind Ellern [Erlen] de besten“ (Kr. LingenLin Kr. Lingen@MehringenMr = WWB-Source:316:WellmWellm 267). — Im Sinne von ’sehr gut’, ’ausgezeichnet’: „He was ’n besten Mann un dä, wat slicht un recht was“ (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:241:RiepeRiepe 66). „So ’n besten Mann os Mentrup konnen wi anners nich fiehnen“ (ebd. 74), „..., dat was en heel besten Mann un ok heel klok, ...“ (Kr. LingenLin WWB-Source:154:KösterBKösterB 43). „’nen heel besten Klooren“ ein sehr guter Branntwein (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@NeuenhausNh = WWB-Source:247:SauvRSauvR 89). 2. adv. oder präd. (ohne Präp.): Dat is best gut, sehr gut, bestens (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@HiltenHi || Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Flaut is’t best flach (zu pflügen) ist am besten Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh. De Kouken sind best (Kr. VechtaVch Kr. Vechta@GrandorfGd). De Planten sint heller best ausgezeichnet (Kr. LingenLin Kr. Lingen@HolstenHo). Wu gēt’t? Antwort: (hēl) best! (Ben). Bessens bestens (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@WaltropWp) || verbr. Hē is best terechte gut zufrieden, gesund Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@BentheimBh. Et gēt em nich best es geht ihm nicht besonders, nur mäßig (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@HiltenHi). Hē is d’r nich best antō’ er ist schwächlich, kränkelnd, wirtschaftlich bedrückt (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@HiltenHi). Hē kump best terechte er kommt, z. B. mit seiner Arbeit, gut zurecht (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@BentheimBh). „Dat smeckt (lett, gât) best“ (SOldbg WWB-Source:32:BöningBöning 37). Wi ferdrogen us best (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@WietmarschenWt). „Laot us man erst sowiet sien, Jan, sast is seihn, wi werd der best mit klor, ...“ (Kr. LingenLin WWB-Source:154:KösterBKösterB 11). Et is nich to best „nur scheinbar gut“ (Kr. MelleMel Kr. Melle@GesmoldGe); „de Tieten sind nich to best“ nicht (besonders) gut (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@DreierwaldeDr). „Noort un Süüt, de Welt is wiet, Oost un West, te Huus is ’t best“ (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@DrievordenDr = WWB-Source:233:RakersGVRakersGV 4). „Oost, West, te Huus is’t best“ (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@NordhornNo = WWB-Source:233:RakersGVRakersGV 4). — 3. subst., ohne Präp.: der Beste. Du biss okk de Beste! sagt die Mutter zu ihrem Kinde (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@BentheimBh), treu, zuverlässig, ironisch: treulos, unzuverlässig (die krfr. Städte Essen u. OberhausenEss die krfr. Städte Essen u. Oberhausen@KönigssteeleKs), auch: „Dü büß ōk dä Besde — wann dä annern nich te Hūs sit“ (die krfr. Städte Essen u. OberhausenEss die krfr. Städte Essen u. Oberhausen@KönigssteeleKs || Kr. LingenLin Kr. Lingen@BeestenBe = GarmSp 446, die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl, WWB-Source:129:HoncHonc), oder: „... wannße schlpps“ (die krfr. Städte Essen u. OberhausenEss die krfr. Städte Essen u. Oberhausen@KönigssteeleKs). De Leste is de Beste (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). „Dä Gröttste ës nich jümmer de Beste“ (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@HeidenoldendorfHd = WWB-Source:204:NdJbNdJb 35, 61). Mit jǫiden Besten iutkuommen auch: jedem die Waage halten, mit ihm schwierige Fragen erörtern können (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). — „Eerste is de Geerlste, de Millste is de Dickste, de Leßte is de Beßte“ (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@GetelomoorGm = WWB-Source:233:RakersGVRakersGV 1749). De Besten bint aale daot, man mott sick schämmen, dat man daor noch läpp“ (Kr. LingenLin Kr. Lingen@BeestenBe = GarmSp 447). — Das Beste: „Dat Beste doun die mehreste Hülfe leisten“ (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:145:KlönKlön). Dat Beste es eäm guët genauch (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl) || verbr. Daer is dat Beste fan af (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). „Wat mooje löchtet, is nich aaltiit dat Beste“ (Kr. LingenLin Kr. Lingen@BeestenBe = GarmSp 2663). Me mott ’t Beste teērst nǟmen, dann heff me alltīt ’t Beste (Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@Kirchspiel BadbergenBh). ’et Besde kömmt achterna! iron.: das Unangenehme kommt nach (die krfr. Städte Essen u. OberhausenEss die krfr. Städte Essen u. Oberhausen@KönigssteeleKs). Dat Leste et Beste! (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@RixenRi). Vom Kaffeesatz: ’et Leste is dat Beste (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr), „’t Beste, dat et Geld gekoß hät“ (die krfr. Städte Essen u. OberhausenEss die krfr. Städte Essen u. Oberhausen@KönigssteeleKs). „Man mott dat Beste hoppen, dat Schlimmste kummp noch froo genooch (Kr. LingenLin Kr. Lingen@BeestenBe = GarmSp 445 || Mr = WWB-Source:316:WellmWellm 275), ..., et Slechte kömmt fan selwer (... fan selwer (achtern) na) (die krfr. Städte Essen u. OberhausenEss die krfr. Städte Essen u. Oberhausen@KönigssteeleKs || die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl, WWB-Source:326:WoeNlWoeNl). ’t Beste gäit allemal te äierst, sach de Junge (Woe Nl). „Dat Beste hält de Duiwel het oeiste“ (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr). „Dat Beste hält de Düwel ümmer toerst: gistern ussen Schümmel un vandage min Steifmoder“ (Münsterl WWB-Source:308:WagenfWagenf 33), als Sagwort: „Dat Beste hüölt de Düwel immer teëirst, saggte de Buer (Junge), gistern min Piärd, van Dage mien Wief“ (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@Gegend LüdenscheidLs) || in versch. Varianten verbr. „Dat Beste in diarr Mirre, saggte de Düwel, doa gong hei tüscher twäi Poapen“ (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@Gegend LüdenscheidLs). Wem’m de Frau sltt, dann gāit ’t äs wem’m ub’m Miällsakk sltt: man sltt dat Beste harūt Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh. Rätsel: „Bat es dat Beste fan ne geslachete Suëge? — Bat tüschen Kopp un Stätt sittet“ (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@OestrichÖs) || (... vom Schwein) (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@RixenRi). „De Buer gifft Geld dorvör, de Knecht steckt Fleeß dordör un schüttelt mit sachtem Sinn, dat Beste bliff der achter in (Wanne mit Körn)“ (Kr. LingenLin Kr. Lingen@MehringenMr = WWB-Source:316:WellmWellm 256). Beim Verabschieden: ’et Beste! (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@BentheimBh) || verstr. — Et beste = amme best’n Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@MüschedeMü. Antwort auf die Frage: Kr. WiedenbrückWie geht’s?: Op den Faiten et beste (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BödefeldBö) || verstr. „..., as wann he üäwerliä, wat ... ’t beste te doonen sii“ (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:173:LyraLyra 24). ... Bäkkers Hāne krägger (kräht) et beste (aus einem Kinderlied beim → Sunnefuᵉgel kloppen) Kr. BrilonBri Kr. Brilon@AssinghausenAh. — Mit Pron. Poss.: „Sin Beste doun alle Kraft anstrengen“ (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:145:KlönKlön). He dött sīn Beste er tut alles, was er kann (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe) || verbr. „Syn Beste vorreden Ausflüchte suchen“ (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:145:KlönKlön). Hai dait söim Mäiste un söim Beste Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs || (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Wenn die Sonne untergeht daut de Fūlen Eer Best werden die Faulen fleißig Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@WulftenWu. Kr. Grafschaft DiepholzDie Musikanten spiëlern ęä Mäiste un Beste spielten nach besten Kräften; der Säugling rüpet sin Mäiste un sin Beste schreit aus Leibeskräften Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl. — Rätsel: „Klimpermann un Klappermann löpen beede den Berg henan, Klappermann löp sien beste, Klimpermann wörd doch de erste (Pärd un Wagen)“ (Kr. LingenLin Kr. Lingen@MehringenMr = WWB-Source:316:WellmWellm 256). — 4. mit Präp. (häufig adv. Funktion der urspr. subst. Fügungen): an (mit an die übliche Form des Superl.): an ’n best’n Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. Borken u. die krfr. Stadt Bocholt@DingdenDi, (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs), meist am-; vgl.an. Düu hiäs fandā’ge am bessen lǟert Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs. „’n Kint ferstait dat annere am bästen“ (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@GesekeGe). Wat de Siëgen wīt hālt, dat smäkk am besten Kr. LüdinghausenLhs Kr. Lüdinghausen@DrensteinfurtDr || (auch mit anderen Bez. für „Ziege“) verbr. „Dat Peard, wat am besten tuit (zieht), kritt fāken de mǟsten Schlǟge“ (Kr. BürenBür Kr. Büren@SalzkottenSk). „Et is am besten in siene veer Pöäle, ... Stöcke, ... Wǟⁿnde“ (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@NordhornNo = WWB-Source:233:RakersGVRakersGV 7, 6, 5). „Noordn, Westn, te Huus am bestn“ (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@NordhornNo = WWB-Source:233:RakersGVRakersGV 3). Antwort auf die Frage „Kr. WiedenbrückWie geht’s?“: Oppen Bäinen am besten! (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@SchönebeckeSb), up twai Bainen am besten! (Kr. PaderbornPad Kr. Paderborn@ElsenEl || Kr. BürenBür Kr. Büren@SalzkottenSk). (Vgl. auch et beste unter 3.). — fan: Et was nit fam Bessen nicht besonders gut Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh || (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@HiltenHi). „Giet mi vam Besten, boa de Bürgermester de Buchse van hiät“ (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@Gegend LüdenscheidLs). Et gēt em nich fan ’n bessen es geht ihm nicht besonders gut (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@HiltenHi). — „Alles Gottes Wäär, man nich van sien beste“ (Kr. LingenLin Kr. Lingen@MehringenMr = WWB-Source:316:WellmWellm 279). — füᵉr: „Vör’t Beste antrecken zum Staat anziehen“ (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:145:KlönKlön). Den Anzug habe ich foer’t Beste (Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@BentheimBh). Fö dīn Best zu deinem Besten (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@WaltropWp). — tō¹: „Et is nig tom besten es könnte besser seyn“ (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:145:KlönKlön). „Et gǟit eäm nit tom bessen“ nicht besonders gut (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Tom Bessen fan de Armen (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@WaltropWp) || Verbr. Tau dīn Best (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@BoyerBo), ... Beste (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@HolsterhausenHh), ... Besse (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@GladbeckGb) zu deinem Besten. Et is tau mī’m Bessen, sach de Junge, do kräich ’e de Fuët full (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl), ..., då harr iäm de Schaulmester nen Stokk op ’m Pukkel kuott eschlan (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@Gegend LüdenscheidLs). „’Aale to miin Beste’“, seech die Junge, daor kreech he Kläppe“ (Kr. LingenLin Kr. Lingen@BeestenBe = GarmSp 448). „Tom besten düen oder utleggen zum besten deuten“ (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:145:KlönKlön). Jemanden taum besten hollen (die krfr. Städte Essen u. OberhausenEss die krfr. Städte Essen u. Oberhausen@KönigssteeleKs, Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@WaltropWp) anführen, zum Narren halten, — „verzeihen“ nur (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:145:KlönKlön), gewöhnlich wohl eenen tom besten häwwen zum Narren haben, narren (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:145:KlönKlön || verstr.). „Tom besten given opfern, preisgeben“ (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:145:KlönKlön), eine Gesellschaft in einer Gaststätte bewirten, traktieren (die krfr. Städte Essen u. OberhausenEss die krfr. Städte Essen u. Oberhausen@KönigssteeleKs, die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl): „Niu moste us awer ok ne Kanne taum besten giewen“ (GrimGT 21), (heitere) Vorträge halten (verbr.). Denn heffe daer tau StEes besten sitten er sitzt da seinem verheirateten Bruder (dem Bauern) im Wege Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@WulftenWu. Wultu hīer dann ganen (gehen) blīwen tau StEes besten? willst du dein Leben nur im Dienste des Hofes (als Schäfer, Imker) verbringen (statt selber ein Heim zu gründen)? Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@WulftenWu. — up: „Na miinen butten Begriepe dooet de Aulen up ’n besten, wann se eer de Brautläupen (rundes hölzernes Brotgefäß) bii Tiin aart (etwas → Ārd II) häuger hanget ...“ (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:173:LyraLyra 22). Wenn alte Leute ausgehen, gehen sie up ’t Beste fan ’n Dage solange die Sonne ihr Begleiter ist Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@WulftenWu. Op sinnem Bessen in seinen besten Jahren Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh. „Up sin Beste nach seinem Vermögen“ (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:145:KlönKlön), ... Best (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:282:StrodtmStrodtm). „Hannes un sien Osse fäuern op en schoinen Muören imme Harremond Mist un wören Baie op iärem Besten [bester Stimmung]“ (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@BenolpeBe = Trutznachtigall VI 23). Zus.. → ekstrabest, hē²l~; Hūsbeste, Pinkestpasken~, Sundages~.
10090 Zeichen · 203 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    beste

    Althochdeutsches Wörterbuch

    beste s. bezzisto adj.

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    besteswv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +15 Parallelbelege

    beste swv. binde, schnüre. vergl. Schmid schwäb. wb. 57. Graff 3, 219. sô wil haben dirre geist von dir ein hantveste di…

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    besteN.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    beste , N. nhd. Bestes, Nutzen (M.), Vorteil, Wohl Vw.: s. ge-, stat- E.: s. beste (1) R.: der stat beste: nhd. „der Sta…

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bêste

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Bêste , der, die, das, adj. welches der Superlativ von besser ist, und den höchsten Grad des Guten oder Vollkommenen in …

  5. modern
    Dialekt
    beste

    Westfälisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    beste Superl. zu → gō¹d ⟨ Mit › ä ‹ Höx Sb , Gel Lt , Wal Bh Ro , -ä- ( Bor He , Det El Is , Rek Bp , Sos SchmB ( ę ), L…

  6. Spezial
    Beste

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    Be|ste m./f./n. (-n,-n) miú (mius) m.(f.) ▬ jdn. zum Beste n halten tó por le nes valgügn; tó por le cü valgügn ; sein B…

Verweisungsnetz

80 Knoten, 73 Kanten

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit beste

260 Bildungen · 244 Erstglied · 12 Zweitglied · 4 Ableitungen

Ableitung von beste

be- + ste

beste leitet sich vom Lemma ste ab mit Präfix be-.

beste‑ als Erstglied (30 von 244)

Bestebirne

SHW

Beste-birne Band 1, Spalte 723-724

besteªken

WWB

beste·aken

be-steªken V. [verstr.] 1. (von Buchbindern, Näherinnen) bestechend umschließen, umsäumen ( Lst Ge ). — 2. durch Stechen, tastend untersuche…

bestealcian

KöblerAe

bestealcian , sw. V. nhd. sich verstohlen bewegen, vorsichtig schreiten E.: s. be, *stealcian L.: Hh 317

besteªrwen

WWB

be-steªrwen V. durch seinen Tod jmdn. zurücklassen. — Sprichw.: Bestiärwen gïet Verdiärwen wenn ein Ehepartner stirbt, ist oft Gefahr für di…

Bestebirne

PfWB

beste·birne

Beste-birne f. : Birnensorte, kleine, runde Einmachbirne, Beschdebeere (Pl.) [verbr., bes. VPf]. E bißche abseits steht noch in're Klamm dem…

bestechen

DWB

beste·chen

bestechen , circumfigere, umstechen, 1 1) die schuster bestechen die schuhe um den rand mit draht und starken faden; die nähterinnen und sch…

bestechen

FWB

1. ›etw. durch Einstechen untersuchen, prüfen‹.; 2. ›etw. zusammenstecken, -heften‹.; 3. ›etw. mit Mörtel, Tünche bestreichen, verputzen‹.; …

bestecher

DWB

beste·cher

bestecher , m. corruptor: zuletzt ein wolgesinnter mann neigt sich dem schmeichler, dem bestecher. Göthe 41, 11 .

bestechgold

DWB

bestech·gold

bestechgold , n. ursprünglich aurum, quo vestis integitur, distinguitur, dann quo corrumpitur. in diesem letzten sinn Fischart : schieszt gu…

Bestechort

Campe

bestech·ort

Der Bestechort , des — es, Mz. die — e, bei den Schustern, ein Ort, dessen sie sich beim Bestechen des Leders bedienen.

Bestechpresse

Campe

bestech·presse

Die Bestechpresse , Mz. die — en, bei den Buchbindern, diejenige Presse, in welche sie die Bücher pressen, wenn sie die Bandstreifchen oben …

Bestechsel

RhWB

bestech·sel

Be-stechsel :bəštęksəl, Pl. -əlts Geld n.: Trinkgeld, Zugabe zum Lohn .

bestechung

DWB

bestech·ung

bestechung , f. nach dem verschiednen sinne des bestechens, hauptsächlich aber corruptio: sich ein amt durch bestechungen erkaufen.

bestechungskunst

DWB

bestechung·s·kunst

bestechungskunst , f. ars corrumpendi: bestechungskunst schleicht einen andern pfad als kriecherei, und jede kömmt zum ziele. Gökingk 2, 175…

Bestëchzang

ElsWB

B e stëchzang f. grosse Holzzange, beim Nähen grosser Schuhe gebraucht Rapp.

besteck

DWB

best·eck

besteck , n. quod figitur, infigitur, sache, die gesteckt, womit besteckt wird, gebildet wie gesteck, versteck, und dem vorausgehenden beste…

beste als Zweitglied (12 von 12)

grœbeste

KöblerMhd

*grœbeste , Adj. (Superl.) nhd. „gröbste“ Vw.: s. aller- E.: s. grop W.: nhd. gröbste, Adj. (Superl.), gröbste, s. nhd. grob, Adj., grob, DW…

liebeste

KöblerMhd

*liebeste , Adj. (Superl.) nhd. liebste Vw.: s. aller- E.: s. lieben W.: s. nhd. liebste, Adj. (Superl.), liebste, DW 12, 979

allerbeste

KöblerMhd

aller·beste

allerbeste , Adv. nhd. am besten, so gut wie möglich Q.: HTrist, Ot, EckhV, Parad (FB allerbeste), StrDan (FB allerbast), AvaLJ (1. Drittel …

allergrœbeste

KöblerMhd

allergrœbeste , Adj. nhd. „allergröbeste“ Q.: EckhIII (vor 1326) (FB allergrœbest) E.: s. al, aller, grœbeste W.: nhd. (ält.) allergröbste, …

allerherzeliebeste

KöblerMhd

allerherzeliebeste , Adj. (Superl.) nhd. allerherzliebst Q.: Mechth (1343-1345) E.: s. al, herze, liep W.: nhd. allerherzliebst, Adj. (Super…

allerliebeste

KöblerMhd

allerliebeste , Adj. nhd. allerliebste, liebste Q.: Brun (1275-1276), Cranc, WernhMl (FB allerliebest), Ack, BdN, Eheb, ErnstD, Lanc, Mechth…

gebeste

BMZ

gebe·ste

gebeste swv. bin in vergleich mit einem der beste. daʒ glesten, dem diu sunne niht möhte gebesten Geo. 1788. dehein juncfrowe mohter ( d. i.…

Sibbeste

Wander

sibb·este

Sibbeste Die sechs Sibbesten wahren den Siebenten. – Graf, 468, 585. Zum Beweise der Unschuld schwor der Betreffende mit sechs Eideshelfern …

stadtbeste

DWB

stadt·beste

stadtbeste , n. das allgemeine beste der stadt: des one ( dem rat, den gildemeistern und hauptleuten ) de andere gemeyne truweliken byval de…

statbeste

KöblerMnd

stat·beste

statbeste , N. nhd. „Stadtbeste“, Wohlfahrt der Stadt, Allgemeinwohl der Stadt E.: s. stat (2), beste (2) W.: s. nhd. (ält.) Stadtbeste, N.,…

Ableitungen von beste (4 von 4)

gebeste

BMZ

gebeste swv. bin in vergleich mit einem der beste. daʒ glesten, dem diu sunne niht möhte gebesten Geo. 1788. dehein juncfrowe mohter ( d. i.…

unbeste

DWB

unbeste , adj. , als gegentheil von beste im 16. und 17. jh. bei einigen wendungen ( s. th. 1, 1662) üblich: zum unbesten gedenken Nigrinus …

urbeste

DWB

urbeste , adj. : urbestes wolln sie offenbaren und können sagen nichts als: du! Immermann 13, 233 B. —

verbeste

BMZ

verbeste swv. binde fest. gevestet und verbestet in der minne was ir muot Mart. 57.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „beste". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/beste/wwb?formid=B01836
MLA
Cotta, Marcel. „beste". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/beste/wwb?formid=B01836. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „beste". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/beste/wwb?formid=B01836.
BibTeX
@misc{lautwandel_beste_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„beste"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
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