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besonder

mnd. bis spez. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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7 in 6 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

besonder adv.

Bd. 1, Sp. 1630
besonder, adv. singulatim, separatim, specialiter, peculiariter. der goth. partikel sundrô, der ahd. suntar tritt noch kein bi oder pi hinzu; da sich aber alts. an sundron, ags. on sundran (vgl. insonders und absonderlich) darbieten, scheint auch besunder und besundern statthaft, und mhd. besunder läszt sich allenthalben aufweisen. aus einer menge von belegen reichen hier folgende hin: ir ieclîch besunder. kaiserchr. 1175; sîne grôʒen wunder sagete man bisunder. 1801; die koningin ginc umbe, und custe besunder alle Rotheres man. Roth. 4732; soldich diu lant und die namen nennen alle besunder. En. 5106; diu dort stêt besunder. Parz. 322, 4; Gâwân maʒ besunder. 335, 10; daʒ breche er ûʒ besunder. Walth. 103, 22; an stimme merket wunder, sie hellent alle besunder. Freid. 12, 4; si ist des wert harte wol, daʒ ich besunder sagen sol von ir. welsch. gast 13936; si sprâchen alle besunder. Iw. 2380; diu burc stuont besunder. 6085; dô bette man in den gesellen allen drin durch ir gemach besunder. 6571 sus manecfaltiu wunder begienc der helt besunder. troj. kr. 6326; die liute sprâchen alle dô gemeinlich und besunder. 6337; daʒ man saget besunder. pass. K. 52, 2. nhd. und verbint beide die innern und den groʒen darm an beiden enden besunder. von guter spise s. 9; die blatteren wachsen und seint inen schedlich, besunder die an dem mund uf gond sein gar schedlich. Keisersb. nd. d. m. 3b; wenn aber ein mensch sich übet und besunder sich gibt auf die geschrift, dem wirt sein gemüt gefaszt. 11a; besunder (in specie) sollent sie auch warnemmen des exempels sancti Pauli. 34a; in seinem leben und besunder in seiner kindheit. 42a; es ist ein uneerlich ding, da ein mensch also ein hadermetz ist, besunder ein mannsnam, der also immermeder hadert. 42a; und das geschicht gar dick, besunder so einer nit hat der sach nach ze komen. das.; im bluost der reben, so die reben blüend, der seind vil in disen landen, besunder in welschen landen. 45a; die juden waren ein besunder auserwelt volk gots. 45a; besunder wan du etwas bös von eim sagst mit halben worten. 46a; das besunder denen not ist, die da wellen ein abgescheiden leben füren. 70b; in den clostern, besunder in den unreformierten clostern. 71a; in andern Keisersb. schriften kommt auch besonder vor, z. b. nit umb guots willen, besonder (sondern) umb gots willen. g. gunkel 7; darumb grüsz wir besunder den wirt. fastn. sp. 541, 8; disz wart verkundschaft gar besunder. H. Sachs I, 211d; sie steigen von dem spitz herunder, und ziehen sie hinauf besunder. I, 236b; aber wie dem, tritt ab jetzunder, das Juno dich nit merk besunder. Spreng Il. 17b; ein ungeheurer drach besunder. 29b; lasz jede nation jetzunder der andern leisten hilf besunder. 31a; (Gorgias sucht uns zu einigen) und er kan nicht besonder daheim sich selbs, seine fraw und magd zu einigkeit bereden. Fischart ehz. 71; angesehen dasz, so man den wein besonder austheilte, die leut denken möchten u. s. w. bienenk. 71b; aber was sag ich besonder von den königreichen Engelland und Neapolis? 133b; gleichwol wollen wir einmal besonder von den farben handeln. Garg. 124a. dies besonder, besunder lebt noch in der schwäb. bair. volkssprache heute fort, auch Hohberg 3, 552b schreibt: die wurzel tröcknet man auf und verwahret sie besonder; ja Göthe 17, 267 (und in allen ausgaben): Charlotten blieb nichts übrig als durch ein besonder zartes benehmen gegen jene familie den von ihrer tochter verursachten schmerz einigermaszen zu lindern. vielleicht noch öfter so. vorherschend gilt heute besonders, w. m. s.
3602 Zeichen · 87 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    besonderAdv., Konj.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    besonder , Adv., Konj. Vw.: s. besünder (2)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    besonder

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +2 Parallelbelege

    besonder , peculiaris, singularis, eigen, als einzelnes dem allgemeinen entgegengesetzt, oft selten und hervorragend, ab…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    besonder

    Goethe-Wörterbuch

    besonder nur attr u subst, auch im Superl; häufig verkürzt ‘besondre(r/s)’, ‘b-n’, gelegentl ‘b-s’; üb 1900 Belege, die …

  4. modern
    Dialekt
    besonder

    Rheinisches Wb.

    be-sonder: 1. -zo·n.dər seltsam Sieg-Eudenb ; -zo· ŋ.ər; et es mek b. Barm . — 2. in der Wend.: Doə hät e sin Besonger b…

  5. Spezial
    besonder

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    be|son|der adj. 1 spezial (-ai, -a), particolar (-s, -a) 2 (außergewöhnlich) straordinar (-s, -a) 3 (individuell) indivi…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit besonder

14 Bildungen · 13 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von besonder 3 Analysen

be- + sonder

besonder leitet sich vom Lemma sonder ab mit Präfix be-.

Alternativen: be-+sondern+-er besondern+-er

Zerlegung von besonder 2 Komponenten

bes+onder

besonder setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

besonder‑ als Erstglied (13 von 13)

besonderbar

DWB

besonder·bar

besonderbar , singularis, peculiaris, was sonderbar, dessen wir uns heute allein bedienen: besunderbar. Maaler 64 b ; und ist alhie zu merke…

besonderbar

FWB

1. ›einzeln, individuell, singulär‹; 2. ›speziell, besonders‹

Besonderes

Wander

Besonderes Man darf uns nichts Besonderes machen, sagten die Pfeifer, als man ihnen Bier geben wollte, während die Herren Wein tranken. – Ha…

besonderheit

DWB

besonder·heit

besonderheit , f. franz. particularité, singularité, specialité, bei Stieler und Frisch noch mangelnd, obgleich beide sonderheit und insonde…

besonderheit

FWB

1. ›individuell, eigens‹; 2. ›speziell‹

besonderlich

DWB

besonder·lich

besonderlich , adj. singularis: ein besonderlicher mensch. üblicher ist sonderlich, sonderbar und absonderlich.

besonderlīken

KöblerMnd

besonderlīken , Adv. nhd. besonders E.: s. be, sonder, līken (1) W.: vgl. nhd. besonderlich, Adv., besonders, DW 1, 1633? L.: Lü 46a (besonl…

besondern

FWB

1. ›etw. von etw. trennen, absondern; jn. (positiv:) auswählen, auszeichnen, (negativ:) ausscheiden; etw. unterscheiden; etw. artikulieren, …

besondernheit

DWB

besondern·heit

besondernheit , f. was besonderheit: sonst möchte ich es niemanden rathen, sich dieser besondernheit zu befleiszigen. Lessing 7, 44 .

besonderweisig

DWB

besonderweisig , mirus, singularis, absonderlich: ein besonderwisiger mensch, der etwas besunders hat, weder andere gemeine menschen. Keiser…

Ableitungen von besonder (1 von 1)

Besondere

Adelung

Der, die, das Besondere , adj. welches in allen seinen Bedeutungen eine Absonderung von andern Dingen bezeichnet, obgleich oft mit verschied…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „besonder". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/besonder/dwb?formid=B05433
MLA
Cotta, Marcel. „besonder". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/besonder/dwb?formid=B05433. Abgerufen 18. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „besonder". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/besonder/dwb?formid=B05433.
BibTeX
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  urldate      = {2026-05-18},
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