Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
beschwichtigen
beschwichtigen
beschwichtigen Vb. ‘beruhigen, besänftigen’, in die Literatursprache seit der 2. Hälfte des 17. Jhs. übernommen von gleichbed. mnd. nd. beswichtigen, das mit mnd. beswichten zu mnd. swichten, mnl. zwichten ‘zur Ruhe, zum Schweigen bringen’ gebildet ist. Diesem entsprechen mit regelmäßigem Konsonantenwechsel von hd. ft und nd. cht (s. anrüchig) mhd. (be)swiften ‘stillen, beruhigen’ (vgl. mhd. swifte Adj. ‘ruhig’), ahd. giswiftēn ‘verstummen, ruhig bleiben’ (9. Jh.) und (ablautend) got. sweiban ‘aufhören’, anord. svīfask ‘sich fernhalten’. Zugrunde liegt eine Labialerweiterung der unter schweigen (s. d.) genannten Wurzel ie. *su̯ī- ‘schwinden, nachlassen, schweigsam werden’.