Eintrag · Frühneuhochdeutsches Wb. (FWB)
aufbringen
aufbringen
- ›etw. (Materialien) nach oben schaffen, heraufschaffen‹
- ›etw. (z. B. einen Weg) erhöhen, im Niveau heben; etw. (z. B. einen Turm) aufmauern, aufbauen, hochziehen‹.
- ›jn. zum Aufstehen veranlassen, wecken‹.
- ›etw. (Getreide, Heu o. ä.) ernten, einfahren‹
- ›die Ladung (von Schiffen) löschen‹; Spezialisierung: ›(ein erobertes Schiff) „nach einem Hafen bringen [...], damit die Admiralität einen Urteilsspruch über die Rechtmäßigkeit der Wegnahme desselben
- ›die Waffen schußbereit machen‹ als Synekdoche zu: ›die Armbrust zum Losschießen spannen‹.
- ›(ein Kind) versorgen und großziehen; (ein Tier) ernähren und großziehen (vom Muttertier gesagt); (eine Pflanze) aufziehen‹; ütr.: ›jn. erziehen, ausbilden‹.
- ›jn. aus seiner Trägheit reissen, aufmuntern, zu etw. ermuntern‹; ütr.: ›jn. sexuell erregen‹.
- ›jn. zu etw. benennen, zu etw. heranziehen (z. B. zur Zeugenaussage)‹.
- ›etw. hervorbringen, zustandebringen; etw. (z. B. einen Orden) gründen‹.
- ›etw. ins Werk setzen, anstellen‹.
- ›(Bergwerke) in Betrieb bringen‹.
- ›etw. (z. B. eine Stadt) emporbringen, zu blühender Entwicklung bringen, etw. fördern‹.
- ›etw. vorbringen, darlegen, anführen‹
- ›etw. (meist: finanzielle Mittel, auch: Waren) bereitstellen, aufbringen, herbeischaffen, zusammenbringen‹.
- ›etw. (z. B. Vieh, Waren) beschlagnahmen, pfänden‹.
- ›etw. einführen, aufbringen, erfinden, einrichten, in Brauch bringen‹.
- ›jn. gegen jn. aufwiegeln, aufhetzen; jn. zum Zorn reizen‹
- ›jn. zu etw. (oft: zum Kriegsdienst) veranlassen, jn. zu etw. bewegen, jn. zu etw. bringen‹
- ›(Kriegsvolk) aufbieten, (ein Heer) aufstellen‹.
- ›etw. (z. B. eine Tür) aufmachen, öffnen‹.