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Aufbringen

nhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Aufbringen v., trs.

Bd. 1, Sp. 223a
Aufbringen, v. trs. unregelm. (s. Bringen). 1) Auf oder über einen andern Körper bringen. Ih kann den Hut nicht aufbringen, er ist zu enge. Die Weber gebrauchen aufbringen auch für aufziehen, auf den Baum bringen. 2) I die Höhe bringen, in mehreren zum Theil uneigentlichen Bedeutungen. (1) Zur gehörigen oder gewöhnlichen Größe bringen. Sie wird das Kind nicht aufbringen. »Der Kanarienvogel ist ein fremder Vogel, wird aber bei uns in den Hecken aufgebracht.« Ungen. Einen Baum aufbringen, ihn groß ziehen. Für erziehen wird aufbringen nicht gut gesagt. »Ih danke Gott, daß er mich von gesunden und vernünftigen Ältern (hat) lassen aufgebracht werden.« Ungen. Hieher gehört auch die Redensart, Х einen Kranken aufbringen, ihn wieder gesund machen. (2) Herbeischaffen, zusammenbringen. Geld aufbringen. Truppen aufbringen, falsche Zeugen aufbringen. »— die Lust Bücher aufzubringen ward allenthalben rege.« Denis. — (3) Nach einem höhern Orte bringen, und uneigentlich, in den Hafen bringen von eroberten oder weggenommenen Schiffen. Der Kaper N. hat in kurzer Zeit verschiedene Schiffe aufgebracht. (4) Für vorbringen, auffinden. Er kann nichts dagegen aufbringen. »Ih kann kein Wort mehr aufbringen.« Gellert. (5) Üblich machen, in Gang, in Aufnahme bringen. Eine Gewohnheit, eine Mode, etwas Neues aufbringen. I den Bergwerken, ein Bergwerk aufbringen, es in Aufnahme bringen. (6) I eine heftige Gemüthsbewegung versetzen. Diese angenehme Nachricht hatte mein Gemüth sehr aufgebracht. Vorzüglich, zum Zorne reizen, erzürnen. Einen gegen sich aufbringen. Doch nach und nach senkt sich sein aufgebrachtes Blut. Zachariä. Das Aufbringen. Die Aufbringung.
1658 Zeichen · 41 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Aufbringen

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Aufbringen , verb. irreg. act. S. Adelung Bringen . 1. Auf oder über einen andern Körper bringen, in verschiedenen Fälle…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    aufbringen

    Goethe-Wörterbuch

    aufbringen etwa zwei Drittel der Belege in 1 1 a in Zorn, Erregung versetzen [ Regentin: ] Eine Besatzung, meint er [ de…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Aufbringen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Aufbringen , ein feindliches Schiff wegnehmen und in einem sichern Hafen bergen. — Im Hüttenwesen die Quantität der Besc…

  4. modern
    Dialekt
    aufbringen

    Bayerisches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    aufbringen Band 3, Spalte 3,376f.

  5. Sprichwörter
    Aufbringen

    Wander (Sprichwörter)

    Aufbringen 1. Er bringt keine Ketzerei auf. Der Schwachkopf. – Wenn die Kirche die Ketzer verdammt, so nimmt sich das Sp…

  6. Spezial
    aufbringen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    auf|brin|gen vb.tr. 1 (auftreiben) abiné adöm, abiné decá, crazé adöm 2 (aufbieten) adoré (adora) 3 (finden, z.B. Mut) c…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit aufbringen

1 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von aufbringen 2 Komponenten

auf+bringen

aufbringen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

aufbringen als Zweitglied (1 von 1)

Hinaufbringen

Wander

hinauf·bringen

Hinaufbringen Wer nichts hinaufbringt (auf die Schule, Universität), bringt nichts herunter. – Simrock, 10707.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „aufbringen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 14. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/aufbringen/campe
MLA
Cotta, Marcel. „aufbringen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/aufbringen/campe. Abgerufen 14. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „aufbringen". lautwandel.de. Zugegriffen 14. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/aufbringen/campe.
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