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Amboss

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
13 in 12 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Amboss

Bd. 1, Sp. 158
Amboss Simm, Birkf, Mos bis Koch, WEif ambəs (-mpəs); auch im Rip noch hier u. da ampəs Malm-Vith, Schleid-Ahrhütte Kambg, Ahrw-Walporzh Hepping, Bo-Walberbg, Sieg-Ägid Sieglar; Pl. -əsən [aməs Trier-Mettnich, Altk-NFischb; ǫmbəs Daun-Meisbg, Kobl-Kettig]. Sonst ist besonders Rip, SNfrk die nhd. Form ambǫs, Pl. -s [LRip auch -ǫzs, –ǫuzs, Pl. -zs. –yzs] allg. geworden [ambūs Prüm-KlLangenf, Saarbg-Freudenbg, Kobl-NBerg; ambots OLahnst; ampas Dür-Mariaw; ampōs Dür-Nideggen]. — Im Berg ampəlts Sol (rip), MülhRh, Wippf, Sieg-Fussh Seelschd Scheiderh Sieglar; aməlts Sol-Merschd, Lennep-Wermelsk Remschd; ampfəlt neben amfəl Sol; ampfərt Mettm-Haan; aməlt Wippf-UBrochhag, Mettm-Cronenbg (neben amət); amət Barm, Gummb-Ründeroth; aməl Elbf, Düss-Wersten. — Abseits: ampsəlt Erckörrenz [] m. [n. Trier-Zemmer u. die berg. Formen hier u. da]: 1. Schmiedeamboss. De A. hät boəven en stoəhle Bahn (de flake B.), doə wörd et Iser drop geschmedt; an eng Si hat der A. ene longe Kiəgel, da's et Hoəre; die ongerte Si ös spetz of stupp. Enen A. möt 2 Höəres, de sech en ene Stock driəhne lit, hett ene Sperrhoək. Glüjendeg Iser kömp op die Schrottplat, die wörd en dat Schrüəjerschloək engeloəte. Wenn de Schmed e rongk Loək of en Og make mutt, do sett en den Oprönger (Hörntje, Dorchschläger) ent Schrüəjerschloək. Et Schrüəjer (Schrör, Schrödder) wörd ent Schrüəjerschloək gesott, wenn de Schmed e Stöck Iser ofschlage mutt. Dann gibt es noch den Stuckamboss (Stuch-) der am Fusse einen Vorsprung hat (Stouchklotz Grevbr-Wickr), vör et Iser andestucke Kemp. (Das Eingeklammerte bezieht sich auf Emmerich u. Sieg-ODollend). Der A. besteht aus Foss, Stock u. Bahn, eine Verzierung vor dem A. heisst Bros (Brust), de vöddeschte Kant auch Reck-kant, de hingeschte Kant; die Querkanten heissen Köpp Rip. Der A. es onganz em Stohl die Stahlauflage plättert stellenweise los. Der A. es onganz em Stock. Der A. es holl die Hammerschläge haben die Bahn gehöhlt, was besonders beim ronde A. (ohne Hörner) der Wopenschmedderei leicht vorkommt; er kommt dann in die Ambossschmed und wird dort geeffelt rund oder glatt geschmiedet, gehärtet und geschliffen. Der A. drif net wenn trotz des Hämmerns das Eisen schlecht länger oder breiter wird Sieg-ODollend. — Über die Tätigkeit des Schmieds am A. s. u. abpinnen, ein-, auf-, ausschweissten, auf-, anstuchen, büchsen, stüssen, örden, härten, gleichen, senken, wenden, schärpfen, schimmchen, auf Hochkant schlagen, über die Mau hauen, einen Setzschlag tun, den Schlag nicht halten. RA.: Op jedder A. gehürt ne Hammer ze jeddem Bessem ne Stel MGladb-Rheind. Aller Anfang es schwor, sät de Spetzbof (Def), du stohl he et ersch (für et iərschte) ene A. SNfrk, Allg. Dat os ene ihrlege Mensch, de lät Amböss en glöhnig Iser leie Schleid-Reifferschd. Goə Schwigermör en höltere A. sönd rar Möbel MGladb-Rheind. Wer war das? Antw.: De Blosarsch, de of de A. geschess hat Kobl. De het en Kopp su hart wie en A. Sieg. — 2. die berg. Formen bedeuten durchweg den kleinen Dängelamboss oder sonstigen Behelfamboss im Eigenbetrieb, z. B. Stein, Klotz zum Lederklopfen; man unterscheidet auch wohl den Schmettenampels vom Sesənampels (Sensen-).
3209 Zeichen · 64 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ámbōß

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Ámbōß , des -es, plur. die -e. 1) Eigentlich ein eisernes Werkzeug aller Schmiede und Metallarbeiter, die Metalle da…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Amboß

    Goethe-Wörterbuch

    Amboß auch -s [ Hinweis auf Motive für Zeichnungen ] Heften Sie .. Ihre Augen auf solche Handwerker, welche kräftige tüc…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Amboß

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Amboß (althochd. anabôz , von bôzan . schlagen. stoßen), Unterlage beim Bearbeiten der Metalle mit dem Hammer, namentlic…

  4. modern
    Dialekt
    Ambossm.

    Mecklenburgisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Wossidia Amboss m. s. MeckWB Ambolt .

  5. Sprichwörter
    Amboss

    Wander (Sprichwörter)

    Amboss 1. Bist du ein Amboss, so leid' als Amboss; bist du Hammer, so schlag' als Hammer zu. ( Arab. ) Was doch wol nur …

  6. Spezial
    Amboss

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Am|boss m. (-es,-e) ancügn (-s) m. ▬ auf den Amboss schlagen bate (mazé) söl incügn; kleiner Amboss cornëta f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit amboss

48 Bildungen · 16 Erstglied · 32 Zweitglied · 0 Ableitungen

amboss‑ als Erstglied (16 von 16)

Amboßbahn

PfWB

amboss·bahn

Amboß-bahn f. : ' Schlagfläche des Ambosses ', auch Hammerfläch genannt, Amboßbahn [verbr.]. RhWB Rhein. I 159/60 .

Ambosschueh

ElsWB

ambo·s·schueh

Ambosschue h m. eiserner Leisten des Schusters, dient zum Umschlagen innen vorstehender Nägel Rapp. †

Ambosshuurn

MeckWB

Wossidia Ambosshuurn n. Amboßhorn, hornartiger Fortsatz am Amboß Ro Rostock@Klein Schwaß KSchwass ; s. MeckWB Ambolt .

Ambosshuwel

MeckWB

amboss·huwel

Wossidia Ambosshuwel m. Amboßhobel, im Aprilscherz: der Schmiedelehrling wird ausgeschickt, Ambosshuwel zu holen; man gibt ihm einen Sack vo…

Amboßschmid

Adelung

amboss·schmid

Der Amboßschmid , des -s, plur. die -schmiede, (S. Adelung Schmid ,) ein Grobschmid, welcher sich vornehmlich auf die Verfertigung der Amboß…

Amboßschmied

Campe

amboss·schmied

Der Amboßschmied , des — es, Mz. die — e, ein Grobschmied, der vorzüglich Ambosse verfertigt.

Ambossschröder

RhWB

amboss·schroeder

Amboss-schröder RhWBN -šrdər Rip; -šry·ə.jər, –šrr Nfrk m.: Schrotmeissel zum Durchschlagen des Eisens.

Ambossschuller

MeckWB

amboss·schuller

Wossidia Ambossschuller f. Amboßschulter, meist im Pl., Bezeichnung für die schulterähnlichen oberen Teile des Amboss ( s. MeckWB Ambolt ).

Amboßstock

Adelung

amboss·stock

Der Amboßstock , des -es, plur. die -stöcke, der hölzerne Klotz, worin der Amboß steckt.

amboss als Zweitglied (30 von 32)

Ankeramboß

Campe

anker·amboss

Der Ankeramboß , des — sses, Mz. die — sse, ein zum Behuf des Ankerschmiedens besonders eingerichteter großer Amboß, der in der Mitte der la…

dengelamboß

DWB2

dengel·amboss

dengelamboß m. : 1889 G. Hauptmann ( 1942 ) I 1,296. 1958 hess. bl. f. volkskde. 49/50,151.

Fálzambōß

Adelung

falz·amboss

Der Fálzambōß , des -es, plur. die -e, bey den Kupferschmieden, ein Amboß, zwey Stücke Kupfer an einander zu falzen. S. 2 Falz 2.

Faustamboß

Campe

faust·amboss

Der Faustamboß , des — sses, Mz. die — sse , bei den Kupferschmieden, ein kleiner Amboß mit ebner und glatter Bahn, auf welchem gerade Blech…

Flitteramboß

Campe

flitter·amboss

Der Flitteramboß , des — sses, Mz. die — sse , bei den Flitterschlägern, ein kleiner Amboß auf einem hölzernen Klotze, der eine aufs beste g…

Garamboss

RhWB

gar·amboss

Gar-amboss -aməlt Gummb n.: ein mit Stahl (verstahlter) verschweisster A., im Gegens. zum Roəhamelt.

Gelenkamboß

Campe

gelenk·amboss

Der Gelenkamboß , des — sses, Mz. die — sse , bei den Kupferschmieden, ein Amboß, der aus einer eisernen starken Stange besteht und an dem e…

Gesenkamboß

Campe

gesenk·amboss

Der Gesenkamboß , des — sses, Mz. die — sse , ein Amboß, der auf seiner Bahn viele nach einer halben Walze ausgehöhlte Vertiefungen hat, den…

Halsamboß

Campe

hals·amboss

Der Halsamboß , des — sses, Mz. die — sse , bei den Kupferschmieden, ein kleiner Amboß, an welchem das eine Ende nach einem rechten Winkel u…

Hammeramboß

Campe

hammer·amboss

Der Hammeramboß , des — sses, Mz. die — sse , bei den Kupferschmieden, ein gewöhnlicher Schmiedeamboß, auf welchem sie große Stücke schmiede…

Handamboß

Campe

hand·amboss

Der Handamboß , des — sses, Mz. die — sse , ein kleiner Amboß, den man leicht zur Hand haben kann.

Haramboss

RhWB

har·amboss

Har-amboss hēərampəs m. Waldbr-Denkl , Gummb-Hombg ; hēătampəsχə n. Sieg-ODollend : kleiner A., in einen Holzblock eingeschlagen, auf dem di…

Hāuambōß

Adelung

hau·amboss

Der Hāuambōß , des -es, plur. die -e, bey den Feilenhauern, ein kleiner viereckiger Amboß, die Feilen und Raspeln darauf, zu bauen.

Hórnámbōß

Adelung

horn·amboss

Der Hórnámbōß , des -es, plur. die -e, bey verschiedenen Metallarbeitern, ein Amboß mit einem oder zwey horizontalen Hörnern oder langen End…

Káltschlagambōß

Adelung

Der Káltschlagambōß , des -es, plur. die -e, eine seltsame Zusammensetzung der Kupferschmiede, denjenigen Amboß zu bezeichnen, worauf sie da…

Küpperamboss

RhWBN

kuepper·amboss

Küpper-amboss -a˙m.əlt Wuppergeb. m.: Ergänzung zur Küppe 1 k (s. o.): gewölbter A. mit abgeschrägten Kanten, auf dem die Kanten der Pfanne …

Līegámbōß

Adelung

Der Līegámbōß , des -es, plur. die -e, bey den Kupferschmieden, ein liegender Amboß.

Nagelamboss

RhWB

nagel·amboss

Nagel-amboss n:ltsampəs May ; -aməlt Gummb m.: kleiner A., über den der Schuh beim Nägeln gespannt wird.

Schmiedeamboß

Campe

schmiede·amboss

Der Schmiedeamboß , — sses, Mz. — sse , ein Amboß, darauf zu schmieden. Besonders bei den Huf und Waffenschmieden, ein 10 bis 11 Zentner sch…

Sensenamboss

RhWB

sensen·amboss

Sensen-amboss -ampəlts, –aməlt (s. S.) Berg m.: kleiner A., auf dem die Sense gedengelt wird.

Smädenamboß

MeckWB

smaden·amboss

Wossidia Smädenamboß m. Schmiedeamboß: Un hamert' up dat nieg Klawier, As wenn 't ein Smeden-Ambos wir Gild. Frank 173. Smäd- Me. 4, 587.

Spitzamboß

Adelung

spitz·amboss

Der Spitzamboß , des -es, plur. die -e, bey verschiedenen Metallarbeitern, ein Amboß mit einer oder zwey Spitzen an den Seiten, welcher auch…

Stauchamboss

RhWB

stauch·amboss

Stauch-amboss (s. S.) Allg. in der Spr. der Schmiede m.: A., auf dem Eisen gestaucht wird.

Stêckamboß

Adelung

steck·amboss

Der Stêckamboß , des -es, plur. die -e, bey verschiedenen Handwerkern, z. B. den Kupferschmieden, ein Amboß, welcher, wenn man ihn braucht, …

stockamboss

DWB

stock·amboss

stockamboss , m. , ambosz mit kugelförmiger hämmerfläche, worauf die kupferschmiede die gewölbten böden der kessel u. s. w. herstellen ( Jac…