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ADEBAR

mhd. bis sprichw. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB2
Anchors
13 in 13 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Grimm Neubearbeitung (1965–)

ADEBAR m.

Bd. 1, Sp. 1457
ADEBAR m.ahd. ôtibero, mhd. odebar, mnd. ādebār, odever, -vare, mnl. odevare. (1) herkunft. nach Krogmann in: korr. bl. ver. nd. sprachforsch. 51,71 f. liegt and. *odabaro ⟨ *odafaro zugrunde (⟨ germ. *udafaran-). während das zweite glied der zuss. zu faran ‘gehen’ gehört, läßt sich für das erste glied, germ. *ud-, rückführbar auf den idg. verbalstamm *ēudh- ‘feuchten, fließen’, die bed. ‘sumpfige stelle, feuchte wieseerschließen; vgl. verwandtes ags. waðum(a) ‘woge, strom, flut, meer’. adebar wäre also (auch sachlich einleuchtend) als ‘sumpfgänger’ zu deuten. bereits früh wurde der name als *ōdaboro, *ōdabero ‘segenbringeraus ahd. ôt, as. ôd ‘reichtum, glück’ und -boro, -bero ‘träger (zu bëran ‘tragen’) umgedeutet; s. J. Grimm mythol. 32,638; Kluge et. wb. 217b; hdwb. aberglauben 8(1936/7)498 ff. (2) verbreitung. norddt., auch wmd. (hier bes. in ält. spr.) verbreitet vgl. Suolahti vogelnamen (1909)369 f. Christmann in: teuthonista 10,190 f. in vielfältigen (z. t. auf umdeutung beruhenden) formvarianten (vgl. eber hamb. wb. 1,38; hadebâr Frischbier preuss. wb. 1,16a; alebar brand.-berl. wb. 1,106; edebaor, heilebaor Danneil altmärk.-plattdt. mda. 7b; âbâr, öpper, ulwer Crecelius obhess. wb. 1,16; heilebârt dt. mda. 5[1858]147). obd. vereinzelt belegt, bair. nicht gebräuchl. (s. u. Konrad v. Megenberg); für örtliches (früher verbreiteteres) vorkommen im schwäb. vgl. Fischer schwäb. wb. 1,121 u. 353 s. v. aiber, auber. (volkstüml. name für den) storch: 11./12.jh. ciconia odobero ahd. gl. 4,199,25 S./S. 12.jh. storc vel otiuaro ebd. 3,203,12. odibere ebd. 3,23,27. 13.jh. otibero ebd. 3,305,7. udebero ebd. 3,248,55. ⟨1349/50⟩ ciconia haizt ain storch und haizt in anderr däutsch ain ödbär Konrad v. Megenberg b. d. natur 175 P. ⟨u1380⟩ die otfer fürchten des winters not Altswert 71 LV. 1435 es sol auch nieman .. odeboer in der stad schißen (Mainz) chr. dt. städte 18,2,202. 1498 de voͤgele .., den ok etliken tonamen efte bynamen werden anghesath .. alzo nomet he .. den adebar Bartolt Reinke de vos 6 L. 1639 störche oder adebahr, wie wir sie nennen Micraelius Pommer-land 4/6,395. 1763 adebar, ebeher, klapperer, .. storch ist der bekannte storch, wird in Ungarn häufig angetroffen, und als wild geschossen Heppe jäger 27b. 1860/4 wo poggen sünd, finnen sick ok adebors Reuter 7,32 B. ⟨1901⟩ der adebar steht schon auf dem schornstein Frenssen Uhl (1902)8. 1981 plätze für adebar .. die störche des Havellandes sind .. auf dem heimflug zu ihren brutstätten n. berl. illustrierte 12,45.im besonderen der storch als kindbringer: 1778 du kannst nicht glauben, Andres, was ein fest es für mich ist, wenn der adebär ein neues kind bringt Claudius s. w. (1775)3,66. ⟨1887⟩ der adebar kam statt mit der windel mit einem schwarzen flor geflogen Storm 7,80 K. 1924 freund adebar ist gelandet und hat, in einem winzig kleinen paket, einen winzig kleinen knaben gebracht G. Hauptmann insel 124. Unger
2988 Zeichen · 130 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ADEBARswm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +1 Parallelbeleg

    ADEBAR , — N swm. storch. hôch fliegent die adebarn Diut. 3,453. Hoffm. sumerl. 12,16.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    adebar

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +1 Parallelbeleg

    adebar (und

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Adebarm.

    Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer) · +1 Parallelbeleg

    Adebar m. landschaftlich (besonders nordd., westmd.) verbreiteter Name des Storches. Ahd. ōtibero (11./12. Jh.) mit den …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Adebar

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Adebar ( Adebär ), im Niederdeutschen der Storch. besonders als Kinderbringer, Glücksbringer.

  5. modern
    Dialekt
    Adebarm.

    Pfälzisches Wb. · +4 Parallelbelege

     Adebar m. : ' Storch ', fehlt dem heutigen Pfälzisch (die anderslautende Angabe in Kluge-Mitzka 17 ist zu berichtigen)…

  6. Sprichwörter
    Adebar

    Wander (Sprichwörter)

    Adebar 1. Je dicker (zahlreicher) de Adebars, je dünner (seltener) de Pogge. Je mehr gebraucht wird, desto knapper der T…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit adebar

10 Bildungen · 10 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von adebar 2 Analysen

ade + -bar

adebar leitet sich vom Lemma ade ab mit Suffix -bar.

Alternativen: ad+-e+-bar

adebar‑ als Erstglied (10 von 10)

ādebārenbrôt

MNWB

adebar·en·brot

ādebārenbrôt , ādebārsbrôt , ēdebērenbrôt s. a.-snāvel Frucht von Geranium Robertianum Storchschnabel, der gelben Schwertlilie Iris Pseudaco…

ādebārennibbe

MNWB

adebar·en·nibbe

ādebārennibbe , s. ~snibbe, ~snāvel, (Pflanze) (Acus muscata, Rumatica maior, Muscata maior) Erodium cicutarium, Kranichschnabel , Storchsch…

adebarsbrôt

LW

adebars-brôt, Geranium Robertianum; Iris Pseudacorus.

adebarskasber

KöblerMnd

adebarskasber , F. Vw.: s. ādebāreskasbēre*

ādebārssnāvel

MNWB

adebar·s·snavel

ādebārssnāvel , s. ~nibbe, ~snibbe, Storchschnabel , (Herba rubea), Geranium robertianum , phaeum.

ādebārssnibbe

MNWB

adebar·s·snibbe

ādebārssnibbe , ādebārensnibbe s. ~nibbe, ~snāvel, deutsche Schwertlilie; Rittersporn Delphinium consolidum; Storchschnabel Geranium .

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „adebar". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/adebar/dwb2
MLA
Cotta, Marcel. „adebar". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/adebar/dwb2. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „adebar". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/adebar/dwb2.
BibTeX
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