Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Zofe f.
Zofe f.
Zofe f. ‘weibliche Person für die persönliche Bedienung einer Dame, Kammerjungfer’, zuerst in Obersachsen Zoffe (1623), Zohfe (1645), Zaufe, Zofe und deminutiv Zöflein, Zöfgen (Stieler 1691), zuvor Zoffmagd (nur 16. Jh.). Das Subst. stellt sich zu md. zoffen, zaffen ‘zögern’; vgl. auch schweiz. hinder sich zuffen ‘zögern’, bair. nachzaffen (lange Kleider) ‘nachziehen, -schleppen’, obd. md. zaufen ‘zurückziehen, -gehen, -treten’ (alle 16. Jh.). Zofe wäre danach eigentlich die ‘Dienerin, die (die Schleppe tragend) hinterhergeht’ (vgl. die lexikalische Interpretation Nachtreterin bzw. lat. pedissequa, 1623), daher anfänglich vielleicht ein Spottname. Möglicherweise ist das Verb zu verbinden mit frühnhd. zafen, (md.) zofen, mhd. zāfen, zāven, (md.) zōfen ‘ziehen, dahinziehen’, auch ‘pflegen, erziehen’ und ‘zieren, schmücken’ (vgl. diu muoter zāfte wol die meit), so daß für Zofe von einer Bedeutung ‘die beim Ankleiden, Schmücken behilfliche Dienerin’ ausgegangen werden muß. Weitere Herkunft unbekannt. Im 17. Jh. wird die Dehnung des Vokals in der Schreibung Zoofe, Zohfe verdeutlicht.