Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
ZEIN stm.
1. aus holz oder rohr. vater, sun, geist: êst al ein, sleht und ebener danne ein zein Walth. 15,32. vgl. 30,28. slehter zein an dem kein bühel wirt ersehen g. sm. 798. indischer stahl, so hart, daß die daraus verfertigte glavîe den stein rehte snîdet als einen zein Wigal. 4758. sîniu schœnen bein strac unt sleht alsam ein zein Trist. 6710. ein vridehuot von haselînen zeinen Nith. 21,9. bewant in in binʒ unde in zeine Diemer 32,12. mit wîden unt mit zeinen zesamene gebunden myst. 94, 37. — als pfeilschaft, daher auch pfeil. vgl. cino, bulcia zein sumerl. 32, 61. 36,17. arundo gl. Schmeller 4,264. den brief sie umbe den zein bant En. 10649. vil schœner ros lac dâ erslagen: dar ûʒ sach man die schefte ragen und maniger hande zeine grôʒ unde kleine Wigal. 11113. lanze oder bogen zein Lohengr. 139. geschoʒʒen wart vil manec zein Suchenw. 9,212. vgl. Hätzl. 1,84,3. mit einer silberîn strâle, mit eime lôrbaumen zein mit phâenfedern gefidert Gr. w. 1,502.
2. aus metall. vgl. acirus echolis zein gl. Mone 7,600. manigen guldînen zein legeter in di andren scale L. Alex. 6768. ein krône gewieret mit guldîn zeinen Tundal. 62,34. an dem gehelze des swertes zeine zîʒelwæhe Nith. 26,3. Brünhilt trägt als schmuck ob den sîden manegen goldes zein Nib. 413,3. an Sigfrides pelz ûʒ der liehten riuhe vil manic goldes zein ze beiden sînen siten dem küenen jegermeister schein Nib. 895,3. Gâwân mit dem swerte sîn vome schilde sluoc die zeine Parz. 570,27.
3. das männliche glied. Schmeller a. a. o.