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Zehe

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RhWB
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18 in 15 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Zehe

Bd. 9, Sp. 731
Zehe das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk tsē f. [Wend-Dörrenb, Ottw, Saarbr tsēb, Ottw auch tsēf, Pl. -wə]; Mosfrk im Saarl tsē:w [doch südl. Friedrichsw Schaffhsn Knausholz tsēw; WRand u. ö. Aussen Buprich Falschd u. in Griesborn Ensd u. Merz-Stdt -ē:-] f.; weiterhin an der Saar, im Hochw, Trier w. Stadt, Bitb tsī·ə.(r)f, tsī:f, Pl. -wən f. [Trier-Stdt daneben tsī:wən Sg. u. Pl. m.]; sonst Mosfrk tsī:, Pl. -ə(n) f. [tsī:n Altk-Neitersen; tsi·n. Neuw-Asb; tsi·ŋ. Altk-Horhsn, Neuw-Dattenbg Kurtschd]- Siegld tsēăw, –ēə-, Pl. -wə u. tseăwə, –iə- [Siegen tsēăb]; tsī:f tsī:f auch Altk-Wildenbg, Sieg; Rip tsī: u. LRip tsī:n, Pl. tsī·ə., tsī:nə m. [Schleid-Hellenth tsī:nə Sg. u. Pl.; Köln-Stdt tsī·ə. Sg. u. Pl.]; OBerg südl. Benr.-L. tsī:f, –ē:-, Pl. -wən f., n. der L. tēf, –wə, Pl. -wən f.; NBerg, Ruhr tēwən, –īə., –ī·ă.-, –ē·ă.- Sg. u. Pl. m., doch Sol, Remschd tī:n m. (rip. Sol tsī: m.); Lennep-Radevormwald tēwə, Pl. -wən f.; Eup, SNfrk tī·ə.n, Pl. -nə m.; Klevld tēf, Pl. -wə m. [Geld, Mörs, Klev auch tf, Pl. -wə; Geld-Pont daneben tēn; Mörs-Neuk tef; Pl. tęjən Dinsl-Elten; tyə Mörs-Rheinbg] f., m. (s. o.): 1. wie nhd.; de decke (grusse), klen Z.; dem konn (kicke) de Z.ə dorch de Schohn; dem deht de decke Z. wih Rip, Allg. RA.: Dat schmackt wie en dode Manns Z. Bernckommen. De Z.ə sen hongerig! zu dem, dessen Zehe durch die Strümpfe, Schuhe schauen May-Kehrig. De T.ən wuren mi kromm, so sur wor der Wing (Wein) Gummb-Berghsn. Den hat et su nidig (ist so arm), dat de Z.ən him bluden Prüm-Rommersh. A.: Wohin gehste? B.: Der vörschte Z.ən no! Aach-Verlautenheide. Wo he des Morges de T.ə hät, doə hät he des Oəves de Feərsche (Fersen) er ist träge Heinsb. Golleberg op der Heh hat e krumm Z.! Neckspr. auf Birkf-Gollenbg. Ich tredde der och ens en blau Z. schwarz! scherzh. ich tu dir auch einmal einen Gefallen Bo-Berkum; die treə sech och der ēn der ongere de T.ə net af Heinsb. Ech han öhm de T.ə geschniə ihm die Wahrheit gesagt MGladb. Eich han mei Z.ən net gestohl! zu dem, der einem auf die Z. tritt Mosfrk, Allg. Hall dein Maul, bis der Hund de Ax hollt, dann saschde, er soll se leien lossen, sonscht fällt se em of de Fiss un schleht em de Z.ə ab! Saarl-Berus. Den bet (betet) isem Herrgott och noch de Z.ən of (ab) er ist ein Frömmler WMosfrk. Mer mänt, mer sollt dem H. de Z.ən abessen es schmeckt etwas sehr fade Saarl-Pachten. Besuchen die Kinder das Neugeborene am Sonntagnachmittag, an dem der Kindtaufskaffee gehalten wird, so gehen se em de dicke (kläne) Z. abbeissen Kreuzn, Hunsr, uMos, Elbf. En Tehke üttrecken einen ärgern Klev, Emmerich. — Ek har en klen Kingchen, dat sturf mi af; do nohm ek et am Tehwchen un schlippt et int Graff; do har ek noch ent, dat h. fussige Hoər; do musst eck noch lachen, wie trurig ek ok woər Gummb, Wippf. De kann sech em Gonn an de Z.ə krabbele er hat lange Arme Düss-Stdt. Dar is grad so vill, als wemmer em dore Monn on de Z. lutscht das ist sehr wenig Saarbr-Heusw. Em Dore an de Z.ə knawwere so arm sein Saarbr. Op de Z.ə gohn auf den Fussspitzen; barfuss gehen, leise schleichen; sech op de Z.ə stelle Rip, Allg. Da moss de ömmer op eine T. stoəhne bereitstehen zu Gefälligkeiten Eup. De geht, als wenn en osen Herrgott op en T. häi geht langsam Kemp. Hej es lecht (gau) op en T. getreje leicht beleidigt Klevld, Allg. We selwer Ästerougen hät, sall keinen annern op de T.ən treə MülhRuhr. Klein Kinger treən enem op de T.ən, grote op et Herte (Herz) Gummb. Tret of Eiern (Trier-Euren), net of Zewen (Trier-Zewen)! scherzh. zu dem, der einem auf die Z. tritt Trier. De mott sich op T. on Neəgel ploəgen unermüdlich schaffen Viersen. Sich jet usjen Z.ə trecke erdichten Aach, Jül, Dür, uWupp, Sieg. Sej duhn, as wenn sej onsen liewen Her bej de T. halde von Frömmlern Geld; ose Herrgott bei de T.ə han von klugen Schmeichlern Kref-Linn. He hät Honger bös en de Z.ə; sech b. en de Z.ə schamme Rip, Allg. Alles klafe, wat men ejen, Z.ə hat verdächtigend reden Aach-Stdt. Hei löppt, wat hei in Hack on T. hät Rees. Heə hat osen Herrgott met de Z.ə en daugt der Düvel ejen Fott net; de ment och, o. H. met de Z.ə ze krige Aach, Rip, Nfrk. Sich leiver op en Röck leəgen en met de Z.ə speəle Aach, Allg. Mer männt, der hätt mit de Z.ə geschriew so kritzelig geschrieben Saarbr-Berschw. Wo he morges möt de Z.ən ös, ös e ovends möt de Ferschten kommt mit der Arbeit nicht voran Rip. Wenn de (Neugierige) nit debei wör, da käm e Kind ohne Z. uf de Welt Simm-Laub; de kriest en K. o. Z., wennste neist kr.! Goar-Weiler. Dat ös alles, wat ech töschen (zwischen) T. on Näəgel opbrenge konn ich habe nichts mehr Kemp-SPeter. — A.: Wie alt beste? B. scherzh.: Su alt wie meng decke (klene) Z. Rip, Allg. Dir fällt de d. Z. doch ob! du wirst staunen Bernk. Marie, dau has en d. Z.! May, Aden. He hät Buchpeng (Kopp-) am d. Z. ist eingebildet krank Rip, NBerg. Ech wönsch, dau wärsch om Himmel on hätts mech bei de Z.! May-Rieden. Honger han bes en de d. Z.; dat deht em got bes en de d. Z. eren Rip, Allg. De es hohl bis en de gross Z. Saarbr, Saarl. He het Buckpin im groten T. Ruhr. Sett dech op de Erd on spiel möt dinne d. T.! Kemp, Allg. Dat kann me met de gr. T. fuhlen, dat et gelogen es Ruhr. — Dem fällt de klän Z. ab schaut sehnsüchtig zu Saarbr, Ottw. Hej hät Bückpin (Lifp.) an (en) de kl. T. ist eingebildet krank Klevld. Dat doht einem got bes en de kl. Z. (udgl.) Kobl, Allg. Den lo hät meih en der kl. Z. wei den em ganzen Kapp Saarbg, Allg. — Dem Verstorbenen band man die beiden Hauptzehen zusammen, damit er nicht mehr wandern könne MGladb. — 2. übertr. a. sachl. α. Hornschuh des Rindes Rip, Nfrk. — β. Zehenteil des Strumpfes; de Z.ə strecken Allg.; den T. setten beim Stricken Klevld. — γ. Pl. die an der Mutterzwiebel von Knoblauch, Scharlotte sitzende junge Zwiebel; e Zihche Knufflauf Köln, Allg. — δ. Pflanzenschössling; kannschte mer net en Z. vun deim Blomestock lossen? Merz-Saarhölzb. — ε. Pl. die unterirdischen Wurzeln des Rebstocks Bernk-Veldung, Goar-Alken. — ζ. ein Viertel Nusskern Saarl-Berus. — η. Pl. am unteren Rande des Topfes (12—15), die dem T. einen sicheren Stand verleihen Dür-Langerwehe. — θ. en Z. Limm ein Täfelchen Leim Siegld. — ι. Pl. beim Vortreiben des Stollens sitzenbleibende, in den St. hineinragende Vorsprünge, die, um ein sauberes Stollenprofil zu erzielen, noch nachträglich weggeschossen werden müssen; de Z.ə noschesse, russch. Wurmgeb. — κ. decke T.ə Pl. scherzh. getrocknete dicke Bohnen, Vicia faba Kemp. — λ. scherzh. Nase Dür-Nörvenich. — b. persönl. verächtl. α. en lahme Z. träger Kerl Köln; en elennig Z. empfindl. Mensch Merz-Saarhölzb; enge ärm Z. armseliger Kerl Aach; enge drüge Z. Missmutiger Aach-Walh; en grön Z. magerer Mensch Monsch-Zweifall; du bes en Z.! ein Angstmeier Kalterherbg. — β. Tewwesen Bur hät dur de Rute gestoten wenn einem die Zehen durch die Strümpfe schauen Mörs; den Töwwesen B. (Hacksenbur) hät de Glas igeschlage Klev-Üdem.
6989 Zeichen · 271 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ZÊHEswf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    ZÊHE swf. fußzehe. ahd. zêha Gr. 2, 17. Graff 5,583. abgekürzt zê Gr. 1,438. 343. die zêhe ( accus. ) krone 243. b Sch. …

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Zehe

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Die Zehe , (mit dem hohen e,) plur. die -n, 1. Ein spitziges, gespaltenes Stück; eine Bedeutung, welche im Hochdeutschen…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Zehe

    Goethe-Wörterbuch

    Zehe [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    Zehef. m.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Zehe f. , Zeh(en) m. : 1. 'Fußzehe', Zeh (dsē) [verbr. ges. Pf außer südwestl. Ecke vereinzelt übrige Pf Bertram § 215 C…

  5. Sprichwörter
    Zehe

    Wander (Sprichwörter)

    Zehe 1. Besser eine Zehe verlieren als den ganzen Fuss. – Grubb, 642. Die Russen: Besser eine Zehe verloren, als den Fus…

  6. Spezial
    Zehe

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ze|he f. (-,-n) dëit dl pe m. ▬ die große Zehe le poresc dl pe; le gran dëit dl pe.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit zehe

283 Bildungen · 280 Erstglied · 3 Zweitglied · 0 Ableitungen

zehe‑ als Erstglied (30 von 280)

zeheln

DWB

zeh·eln

zeheln , verb. , sich auf die zehen stellen, auf den zehen stehn, um sich gröszer zu machen, schweiz. (-ch-, z. b. Seiler Bas. 324 , Tobler …

Zehengang

SHW

Zehen-gang Band 6, Spalte 761-762

Zehenglied

SHW

Zehen-glied Band 6, Spalte 761-762

Zehennagel

SHW

Zehen-nagel Band 6, Spalte 761-762

zehenbein

DWB

zehen·bein

-bein , n. , anatom. die knochen der zehe: Kinderling rein. 189 ; Oken allg. naturg. 6, 471 . —

zehenbeuger

DWB

zehen·beuger

-beuger , m. , muskeln, welche die zehe beugen: Sömmerring menschl. körper 2, 199 ; J. A. Naumann naturg. d. vög. 6, 273 . —

Zehenblumig

Campe

zehen·blumig

Zehenblumig , adj . u. adv . zehen Blumen habend. So wird in der Pflanzenlehre ein Querl, wenn er von zehen Blumen gebildet wird, zehenblumi…

zehenbot

KöblerMhd

zehen·bot

zehenbot , st. N. nhd. eines der zehn Gebote Q.: Teichn (1350-1365) (FB *zehenbot) E.: s. zehen, bot W.: nhd. DW- L.: FB 483a (*zehenbot)

Zêhend

Adelung

zeh·end

Das Zêhend , des -es, plur. die -e, (nicht -en,) ein Collectivum, eine Zahl von zehen Einheiten zu bezeichnen. Den allen, die uns bessern kö…

zëhendære

Lexer

zehen·daere

zëhendenære , zëhentnære , zëhendære , -er stm. ib. zehntmann, zehntpflichtiger. zehentnær Teichn. 16. zehentner Oest. w. 296,38 ; zehnteinn…

zëhende

Lexer

zeh·ende

zëhende , zëhente , zênde , zëhent swstm. ib. der zehnte teil bes. als abgabe von vieh u. früchten Erinn. Ulr. Silv. Warn. Spec. Urb. der ze…

zehendehalp

KöblerMhd

zehende·halp

zehendehalp , Adj. nhd. „zehntehalb“, neuneinhalb Vw.: s. ah-, drī- Hw.: vgl. mnd. teindehalf Q.: Urk (1287) E.: s. zehende, halp W.: nhd. D…

zehendelīn

KöblerMhd

zehende·līn

zehendelīn , st. N. nhd. „Zehntlein“, Kleinzehnt Vw.: s. höuwe- Q.: Urk (1287) E.: s. zehende (2), *līn? (2) W.: nhd. DW- L.: WMU (zehendelī…

zëhenden

Lexer

zehen·den

zëhenden swv. BMZ abs. den zehnten geben. der nit recht zehent Miltenb. stb. 15 a , mit dat. do lêrte Adam sîne kint, das sü gotte soltent z…

zehe als Zweitglied (3 von 3)

hornuzzehe

KöblerMhd

hornuz·zehe

hornuzzehe , st. N. Vw.: s. hornzeche L.: MWB 2, 1698 (hornuzzehe)

krähenzehe

DWB

kraehen·zehe

krähenzehe , f. krähenkralle. so heiszt der seewegerich, dänisch kragetäer pl.

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APA
Cotta, M. (2026). „zehe". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/zehe/rhwb?formid=Z00684
MLA
Cotta, Marcel. „zehe". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/zehe/rhwb?formid=Z00684. Abgerufen 13. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „zehe". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/zehe/rhwb?formid=Z00684.
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