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zechen

mhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

zechen verb.

Bd. 31, Sp. 433
zechen, verb. , obd. ältere schreibung -ä-, so dasz Gueinitz rechtschr. 166 bloszes e verlangen musz. zur etymologie s. 1zeche; das wort geht dem nd. ab. 11) dem ahd. zechôn, gazechôn disponere, instaurare, reficere, resarcire, committere, serere, tingere einrichten, ordnen, herstellen, zusammenfügen, färben (Graff 5, 588) entsprach im mhd. ein reicher gebrauch (s. Lexer 3, 1038 und Schmeller2 2, 1076); sorgen für: waz wil dû dînes dinges zechen, sô dû gebûzen nîne maht? Heinrich v. Melk todes gehügede 660; versehen mit: wie man siu beginnet zechen mit bechwelliger hitze 928 (970); ins werk setzen, zustandebringen, verrichten: ich wil daz immer zechen, daz ich in wil gern rechen Gundacker v. Judenburg Christi hort 3937; râche z. j. Tit. 3902; getichte z. Ebernand v. Erfurt Heinr. u. Kunig. 4502; besorgen, beschaffen: swâ ich einen winter belîben sölte, ungern ich blôʒ dar kumen wölte, ich zechte ie dar, als verre ich möhte, swes ich bedörfte und swaz mir töhte Hugo v. Trimberg renner 22 869 Ehr.; befördern, schicken: die koln heim z. oder schicken Würzburg 1343 Lexer 3, 1088; sich begeben: zechet anderthalben hin Neidhart 45, 27 H.; nur geringe reste sind davon in der nhd. periode verblieben; besorgen, beschaffen: dise ding ... z. oder schleckly kauffen ..., geschwind ein zech zuorüsten Boltz Terenz 109b; schaffen, befördern: der herbest sprach, er brechte und zechte in beiden in stadel, in keller und in die heuser alle frucht ackermann aus Böhmen 84 Bernt; da wirdt nichts in das hausz gezecht, sunder alls glassen ausz der echt H. Sachs 20, 529 G.; sorgen für: zu diesem hat er den gebrechn, das er nicht thut der narung zechn Ringwaldt l. warh. (1597) 165; procurare corpora seinen leyb versorgen ..., raatsamen, zAechen Frisius 337b; während weitere spuren in der schriftsprache nicht nachgewiesen sind, lebt diese bedeutung in der elsässischen mda. als 'mühevoll arbeiten, sich anstrengen, ächzen' fort: Martin - L. 2, 891b; doch läszt sich wol auch die in der heutigen bair. und schwäb. mda. sehr geläufige wendung drein z. sich in etwas mischen, sich ins mittel legen, einem unfug steuern hierher ziehen (s. unt. 3 a β): mit dem prügel drein z. Schmeller2 2, 1077; unser herrgott zechet drein Fischer 6, 1072; auch: einem z. abwehren ebda; älterer beleg: gih wol, (ich) musz anders zechen drein, greiffen zu den heiligen waffen Rulich kaufm. (1595) 106; 22) dem subst. zeche 2 reihenfolge (sp. 423) gemäsz sind schwäbische zeugnisse, in denen z. bedeutet 'der reihe nach dorfdienste thun, bes. beim hüten oder aushelfend beim hirten': wem geboten wirdt, das fich z. und genz z., der soll es thun 1528 Fischer 6, 1072; modern noch: zechend rumgehn sich in den einzelnen bauernhäusern der reihe nach beköstigen lassen; galt früher für schäfer, arme und auch den schulmeister; ferner: darnach sol denn der erst wider anfahen mit seiner wochen, und sol also in der ordnung zechet umbgeen, als sie hievor nach einander gesetzt sein Nürnberg 1449 chron. dtsch. städte 2, 275; 33) aus zeche gemeinsames mahl, schmaus, gelage hat sich schon in mhd. zeit die schriftsprachlich allein bewahrt gebliebene bedeutung mit anderen, meist freunden oder bekannten, zusammen essen und trinken und zwar so, dasz die kosten des gesamten verbrauches zu gleichen theilen umgelegt werden oder dasz jeder die kosten für seinen verzehr selbst trägt, entwickelt; [] 3@aa) zumeist absolut, wobei recht lange beide bestandtheile eines mahles ausgedrückt werden; 3@a@aα) agito convivium ich zech Alberus u 2a; congraecor Calepinus XI ling. 307b; epulari 489a; convivor 333a; auch noch: z., prassen ... convivari Wiederhold 431b; literarische zeugnisse sprechen nicht deutlich, doch ist in vielen fällen gewisz dieser doppelsinn anzunehmen; anderseits tritt bisweilen deutlich das essen in den vordergrund: der bruoder ... bracht im gar guot und wolgeschmackt brot und fleisch, so das in bedaucht, er het in langem basz nie gezecht Wickram 2, 305 lit. ver.; comesci Calepinus XI ling. 273a; weiteres unter b; häufiger und später ausschlieszlich gilt z. als ein geselliges trinkgelage im gasthause: wirt, du hast ein volles vas! daslasz schon anstechen! zechen wöll wir nach dem tisch by der gluot! Hätzlerin liederb. 72; denen schencket er ein, die z. und werden voll Agricola sprw. C 4a; das ... z. nach gehaltener taffel A. Olearius pers. reisebeschr. 49; ich zech compoto Alberus o 1b; bey dem weyn seyn, mit einander trincken, zAechen Frisius 273a; Faber 109a; Reyher p 2 va; poculiren, z. Spanutius 350; fort, du theurer bacchusknecht, fort, du hast genug gezecht! Lessing 1, 90 M.; zu Speier in der alten Karthause da zechten die domherrn beim schmause Mittler volksl. 800; in der stabreimenden formel zehren und z. geht z. anfänglich auch auf das essen (s. b. α): da man zecht und zert, als wolt man morgen sterben Fischart trostb. 29 Hauff.; Ayrer 4, 2197 K.; Börne ges. schr. 6, 36; die anschauung des gemeinsamen zechens tritt zurück und kann ganz schwinden: kein geschirr ..., daraus ich hätte z. mögen Grimmelshausen 2, 381 K.; er kann gut z. il entonne bien Schwan nouv. dict. 2, 1090b; so dasz z. volksthümlich jetzt auch für stark trinken, saufen, beim genusz geistiger getränke verziehend sich gütlich thun gebraucht wird; doch ist der begriff der geselligkeit noch nicht beseitigt und wurde auch früher gern betont: miteinander z. Heyden Plin. 89; Holtei erz. schr. 5, 221; mit deinen freunden z. Rachel sat. ged. 20; zu dritt z. ist lieblich Lehmann flor. pol. (1662) 3, 21; zechten lustig zusammen L. Auerbacher volksb. 170; nur das übermasz macht z. unehrenhaft: des nachts durch nicht schlemmen und z. J. Feinler d. gewissenschafte priester 216; ihr schlampampen, unzucht und z. Mathesius Sarepta 9b; wolln zechen bis an liechten morgen B. Krüger akt. v. anf. u. ende d. welt 63; 3@a@bβ) besonders: auff sein kreiden (zechen) anschreiben lassen S. Franck chron. (1531) 448b; mit adverbialen oder prädicativen zusätzen, die leistung und stimmung ausdrücken: redlich Frisius 356a; dapffer, tapfer: Montanus schwankb. 30 lit. ver., Günther ged. 914 u. a.; frölich Spreng Il. 1, 1b; lustig Z. Müntzer bepstl. gesch. 337; frisch engl. com. u. trag. A 8a; wacker Göthe III 4, 208 W.; tüchtig Moltke ges. schr. 6, 91; sich toll und voll z. Harsdörfer frauenz. 1 M 7a; Gottsched crit. dichtk. 37; zecht im sein haut voll Wickram 3, 49 lit. ver.; früh wurde der infinitiv substantivisch gebraucht, da sich ein sprachliches bedürfnis danach wegen der vieldeutigkeit von zeche ergab: under dem z. W. Spangenberg griech. dramen 2, 237 Dähn.; bey solchem z. Fischart Eul. 56 Hauff.; das verruchte z. Immermann 3, 23 H.; sprichwörtlich: wenn der abt spielt, so mögen die münchen z. Lehmann flor. pol. (1662) 1, 292; bemerkenswerthe constructionen: zechet ... mit ihm im wein Hennenberger preusz. landtafel 245; beim wein z. Uhland ged. 1, 69; älter: in das bier, in den wein z. Schmeller2 2, 1077, wo noch die bedeutung thun, schaffen (gegen) nachklingt; heur da zecht ich in ain saurs pier fastnachtsp. 2, 758 K.; daher der doppelsinn, der sich aus dieser und der unter 1 (sp. 433) angezeigten verwendung ergibt, in folgendem falle: [] dein vasz ist grosz, der wein ist gut, das macht dem Türcken ein guten muth, er wird redlich drein zechen J. Prätorius glückstopf 359; übertragen für buhlen: z. in ain volsz (volles) vasz fastnachtsp. 2, 754 K.; in (eine) hausmeid z. 1, 168; 3@bb) transitiv schon im mhd.; doch darf kaum unmittelbarer zusammenhang mit der transitiven bedeutung unter 1 angenommen werden, zumal der eben behandelten construction zechen in ein fasz hohes alter zuzukommen scheint, sondern nur nachträgliche anpassung; α) speise: wan sie ein gute supp ... gezecht haben Fischart bienk. 100a; einen pilger: geschichtkl. 378 ndr.; dann ich gezechet hab von einer ressen wurst J. W. Simler ged. 213; sogar noch: doch zechten sie noch das blutige fleisch nicht ihrer erschlagnen Bodmer Noah 245, so dasz Schönaich neol. wb. 385 dld. spotten durfte: fleisch z. und blut fressen; β) trank: bier z. Helbling 3, 236 Seem.; so man wein zechet Puschmann meisterges. 32 ndr.; Fischart geschichtkl. 96 ndr.; J. H. Vosz s. ged. 6, 197; übertr.: tyranney, die immer blut nur zecht Shakespeare 6, 337; — compos.: einander ein nöszgen wein zuzechen Schoch studentenleb. 76 Fabr.; aus- (th. 1, 1024), be- (th. 1, 1795), mit- (th. 6, 2432, Frisch 2, 466c), verzechen; 44) ob bair. zechen an der mutterbrust trinken (Schmeller2 2, 1077) das subst. zech, f., mutterbrust (ebda 1079) hervorgebracht hat oder ob dieses wort mit z. unverwandt ist, bleibt offen; nach zeche 7 (sp. 426) ist z. bezahlen (Martin-L. 2, 891b) gebildet.
8751 Zeichen · 216 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    zëchen

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +7 Parallelbelege

    zëchen s. zëhen.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    zechensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    zechen , sw. V. Vw.: s. sechen (1)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Zêchen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Zêchen , verb. regul. act. & neutr. welches im letztern Falle das Hülfswort haben bekommt. 1. Reichlich trinken; in der …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    zechen

    Goethe-Wörterbuch

    zechen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  5. modern
    Dialekt
    zëchen

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    zëche n [tsaχə Fisl. Roppenzw. Geberschw. Hlkr. Co. ] 1. mühevoll arbeiten, sich anstrengen, ächzen. 2. trinken Hlkr. ze…

  6. Sprichwörter
    Zechen

    Wander (Sprichwörter)

    Zechen 1. Bei vielem Zechen vnd Panketiren thut mancher Zucht vnd Scham verlieren. – Petri, II, 44. Böhm. : Kdo řadu zvy…

  7. Spezial
    zechen

    Russ.-Dt. Übers. (de-ru)

    zechen пировать, устраивать пирушку, пьянствовать, гулять, кутить, бражничать und das große Zechen ging los - и пошли у …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit zechen

58 Bildungen · 30 Erstglied · 24 Zweitglied · 4 Ableitungen

Ableitung von zechen

ze + -chen

zechen leitet sich vom Lemma ze ab mit Suffix -chen.

Zerlegung von zechen 2 Komponenten

zec+hen

zechen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

zechen‑ als Erstglied (30 von 30)

zechenältester

DWB

zechen·aeltester

zechenältester , m. , handwerkszunftältester: zechenältister tribunus plebis Golius onom. Colon. 113 ; Hübner 31 4, 1001 b ; Krünitz 241, 79…

zechenbuch

DWB

zechen·buch

-buch , n. , ein buch, in welches von dem revierbeamten bergpolizeiliche anordnungen eingetragen werden ( zu zeche 8): Veith bergwb. 585 ; d…

zecheneisen

DWB

zechen·eisen

-eisen , n. , ein hammer, welcher mit dem zeichen des hammerwerksbesitzers versehen ist, um das stabeisen damit zu zeichnen: Krünitz 241, 79…

zechenen

KöblerMhd

zech·enen

zechenen , sw. V. nhd. zechen Q.: AvaLJ (1. Drittel 12. Jh.) E.: s. zechen (1) W.: nhd. DW- L.: MWB (zechenen)

Zechenhalle

RhWB

zechen·halle

Zechen-halle Saargeb. f.: Haus, in dem sich die Bergleute vor der Einfahrt versammeln.

zechenhaus

DWB

zechen·haus

-haus , n. , gewerkschaftshaus einer zeche (= zeche 8), früher auch huthaus genannt, worin sich die bergleute zum gebet versammelten und die…

zechenholz

DWB

zechen·holz

-holz , n. , holz für die grubenzimmerung, jetzt dafür grubenholz: Krünitz , Voigtel, Beil, Veith 252 . —

Zechenhuppler

ElsWB

Zeche n huppler [Tséχahùplər Obhergh. ] m. auf den Zehen gehender Mensch.

zechenmeister

DWB

zechen·meister

-meister , m. , 1) vorgesetzter der bergleute einer zeche, der über einnahme und ausgabe rechnung führt, knappschaftsältester: Hübner 4, 100…

zechenrauch

DWB

zechen·rauch

-rauch , m. , 1) hüttenrauch ( s. th. 4, 2, 1998), beim rösten, schmelzen und anderen hüttenmännischen processen entstehendes staub-, dampf-…

zechenregister

DWB

zechen·register

-register , n. , zechenbuch, das der steiger über die täglichen arbeiten führt: A. v. Schönberg 1, 188 ; Minerophilus 726; Hübner 4, 1002 a …

zechenschuld

DWB

zechen·schuld

-schuld , f. , bergschuld: die schulden, welche der zehenden, die gewercken und andere zu fordern haben Minerophilus 725; welcher schichtmai…

zechensohle

DWB

zechen·sohle

-sohle , f. , auch verhaus- oder werksohle: Scheuchenstuel idiot. d. österr. berg- u. hüttenspr. 227 . —

zechenstübel

DWB

zechen·stuebel

-stübel , n. , kleine im gestein ausgehauene kammer zur verwahrung des berggezähes: Krünitz 241, 79 . —

zechentheil

DWB

zechen·theil

-theil , m. : eine zeche hat 32 zechentheile oder 128 kuxe Krünitz 241, 79 . —

zechenīsen

KöblerMhd

zechenīsen , st. N. nhd. „Zecheneisen“, ein Hammer ÜG.: lat. cauterium VocOpt Q.: VocOpt (1328/1329) E.: s. zechen (1), īsen (1) W.: nhd. (ä…

zechen als Zweitglied (24 von 24)

Überzéchen

Campe

Überzéchen , v. rec sich überzechen, ich überzeche mich, überzecht, zu überzechen , über die Maße zechen und sich bezechen oder betrinken. D…

abzechen

DWB

abzechen , potando assequi: einem das mädchen abzechen; wählt sich der nasse pursch ein mädchen, das er schätzet, zu der scharmante wird sie…

Anzechen

Campe

Х Anzechen , v. rec. Sich anzechen, sich voll zechen, voll trinken. Das Anzechen.

aufzechen

DWB

auf·zechen

aufzechen , epulis consumere, abligurire, aufzehren: so pawren ir sewseck aufzechen, einander sie hawen und stechen. H. Sachs I, 336 c ; all…

auszechen

DWB

aus·zechen

auszechen , epotare: wir haben manche flasche miteinander ausgezecht, ausgestochen, ihr den hals gebrochen; ich gieng keinmal schlafen, ich …

bezechen

DWB

bezechen , madidum, ebrium reddere, berauschen. Stieler 2604 : als sie nun wol bezecht waren. Wickram rollw. 26 ; mit sampt seinen gästen, d…

durchzechen

DWB

durch·zechen

durchzechen , mit zechen, trinken zubringen. er hat in der schenke seine tage durchzecht. die ganze nacht durchzechen und sich füllen Maaler…

einzechen

DWB2

einzec·hen

einzechen vb. beim zechen einschlafen: ⟨1832⟩ Lenau s. w. 159 E.

erzechen

DWB

erze·chen

erzechen , potando parare, quaerere: günstiger winde harrend sasz mit treuen freunden mir geduld und guten muth erzechend ich im hafen. Göth…

gesellenzechen

DWB

gesellen·zechen

gesellenzechen , n. wie gesellenzeche 1: also möcht mit der zeit ein fein gesellenzechen ... aus dem abendmal werden. Luther 8, 177 a .

gezechen

DWB

gezechen , verb. , verstärktes zechen, s. DWB gezech I.

mitzechen

PfWB

mit·zechen

mit-zechen schw. : wie schd., met-, mitzeche [mancherorts]. Hascht mitgezecht, muscht aa helfe zahle [ ZW-Battw ]. SHW Südhess. IV 715 . —

Nachtzechen

DRW

nacht·zechen

Nachtzechen, n. eine Nachtzeche halten die bußen ... als von zutrinkens zerhouwnen kleydern nachtzächen, tantzen schweren 1548 NydauFrhB. 54…

nachzechen

DWB

nach·zechen

nachzechen , verb. : unter den nachzechenden gästen .. war auch ein stattlicher alter mann, der sich uns schon bei tische bemerklich gemacht…

Niederzechen

Campe

nieder·zechen

Х Niederzechen , v. trs . im Zechen gleichsam zu Boden werfen, es einem Andern darin zuvorthun, ihn darin überwinden. Einen niederzechen , i…

überzechen

DWB

ueber·zechen

überzechen , v. , untrennb. verbindung. a) jem. ü. im zechen, trinken ihn besiegen: potando superare Stieler 2604 . b) jem. betrunken machen…

verzechen

DWB

ver·zechen

verzechen , vb. , seit dem 16. jh. lexikalisch und literarisch reich bezeugt. 1 1) etwas ( bes. geld und gut ) durch zechen verschwenden bez…

vollzechen

DWB

voll·zechen

vollzechen , sich, trennbar, wie volltrinken, -saufen, sich betrinken: in Wien hat er sich vollgezecht auf meine kosten Nestroy ges. w. (189…

Vorzechen

Campe

vor·zechen

Vorzechen , v. intrs . im Zechen vorangehen, das Beispiel geben. Einem vorzechen. D. Vorzechen .

Zuzechen

Campe

Х Zuzechen , v. intrs . 1) Stark zutrinken. 2) Fortfahren zu zechen  S. Campe Zu 2. 2). D. Zuzechen .

Ableitungen von zechen (4 von 4)

bezechen

DWB

bezechen , madidum, ebrium reddere, berauschen. Stieler 2604 : als sie nun wol bezecht waren. Wickram rollw. 26 ; mit sampt seinen gästen, d…

erzechen

DWB

erzechen , potando parare, quaerere: günstiger winde harrend sasz mit treuen freunden mir geduld und guten muth erzechend ich im hafen. Göth…

gezechen

DWB

gezechen , verb. , verstärktes zechen, s. DWB gezech I.

verzechen

DWB

verzechen , vb. , seit dem 16. jh. lexikalisch und literarisch reich bezeugt. 1 1) etwas ( bes. geld und gut ) durch zechen verschwenden bez…