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wolken

mhd. bis sprichw. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
16 in 13 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

wolken vb.

Bd. 30, Sp. 1292
wolken, vb. , wölken, Campe 5, 764 scheidet die beiden formen, indem er der umlautlosen form den intransitiven gebrauch zuweist, der umgelauteten den transitiven. der gebrauch bestätigt dies aber nicht. beide formen werden sowohl transitiv wie intransitiv gebraucht. ahd. mhd. ist nur die dreisilbige form wolkenon belegt, eine -ôn-ableitung zu wolken st. n., und zwar als intransitiv tér uuólchenônto súntuuínt nebulosus auster Notker I 87, 12 Sehrt (vgl. suelchanti uuolchnonti flagor Pa. ahd. gl. 1, 142, 23 St.-S.). suenne iz wolchenote unte der regenpoge uns suebet obe ad. genesis 1446 Dollm. wolcken obnubilare Diefenbach gloss. 388b (15. jh. md.); nov. gloss. 267b (1466 obd.). mit umlaut wölken seit dem 16. jh. (Kirchhof wendunmuth 2, 304 Ö.); vereinzelt auch mit anderer suffixbildung: wolkeln, nubilare (rheinfrk. 15. jh.) Diefenbach gl. 384a. AA. intransitiv. A@11) wolkig werden: es fängt an zu wölken Lenz pandäm. (1819) 1, 4; dialektisch et wulket es bilden sich wolken Schambach Göttingen 306. A@22) wolkenähnlich schweben, sich drehen Campe a. a. o.: über den ... köpfen wölkte der dichte rauch H. Hesse nachbarn (21909) 127; aus ... erdklüften wölkte es rein und weisz von den mächtig dampfenden heiszen quellen (Aachens) Jos. Ponten d. väter zogen aus (1934) 90. von einer wolke von rosenblättern gesagt: aber schaut! was seh ich dort? wölkt es doch von allen kanten, haltet nur ein wenig still, ob es sich verziehen will! Simon Dach in: Königsberger dichterkreis 47 ndr., vgl. ged. 1, 197; 4, 451 Ziesemer; dämmer der frühe wölkt in den kronen (der bäume) Stefan George d. siebente ring (1909) 126. A@33) die bäume wolken von eicheln, es wolkt von eicheln, nach Campe a. a. o.; landschaftlich zur bezeichnung der wechselnden färbung des im winde wogenden korns: nd. dat krn wolket wogt, wallt Woeste westf. 328; das korn wolkt Laistner nebelsagen (1879) 11. part. wolkend wolken bildend, rauchend, qualmend: als stünde die wolckende kirchen mitten im blut und fewer C. Spangenberg mansfeld. chron. (1572) 482a; die glut quillt vom rauch rein und bläulich und hell, sprudelt empor wölkenden wohlgeruch Klopstock oden 2, 60 M.-P.; vom bauschenden fenstervorhang gesagt, s. Campe a. a. o. BB. transitiv. etwas zu wolken ballen, wolkenähnlich gestalten: o wölkte der himmel nicht ein anders, schwärzeres ungewitter über deinem haupte! Ayrenhoff s. w. (1814) 1, 288; der zigeuner hörts und voller wölkt sein mund der pfeife dampf Lenau s. w. 98 B.; (ein) gewölk, das die rothen apfelblüthen um die wipfel wölken Hölty ged. 137 Halm. vom mienenspiel. auge, stirn, gesicht wolken finster, trüb machen, verdüstern: als ob er die augenbraunen wölkte und mir düstre blicke zuschösse Fr. L. Schröder dram. w. (1831) 1, 125; allg. dtsche bibl. (1765) 35, 500; wenn schwarzer gram ... nicht mehr das angesicht des streiters wölkt Schubart s. ged. (1825) 1, 132; Hebbel s. w. 6, 282 W.; die freude wölken trüben, stören: Shakespeare (1797) 8, 294. ungewöhnlich: ... ich weisz, wenn du lächelst und weisz es, wenn auf der stirne du tadel wölkst Klopstock oden 2, 132 M.-P.; christentum ... sollte nicht wölken, sondern aufhellen Schubart leben u. gesinn. 1 (1791) 165. CC. reflexiv sich wölken sich mit wolken überziehen Adelung 4, 1606; Campe a. a. o. C@11) im eigentlichen sinne: wenn es sich wolcket, so wil es regen fastnachtsp. 528, 22 K.; wann sich der himmel wülcket, so will es regnen Lehman floril. polit. (1662) 3, 484; denn sich ... in werender schlacht ... der himmel wölcket Kirchhof wendunmuth 2, 304 lit. ver.; es wölkt sich über mir, der mond verbirgt sein licht Göthe I 14, 31 W. (Faust 468); die sonne läszt sich heut nicht sehn, der himmel wölkt sich finster unserm heer Shakespeare (1797) 9, 204; ungewitter wölken sich ziehen sich zusammen: Miller ged. (1783) 285. rauch wölkt sich: sie (die tabakswolken) wölkten, ballten ... kräuselten sich F. v. Sallet s. schr. (1845) 3, 17; bis zum ... meeresstrande wölkt sich opferrauch theater d. Deutschen (1768) 18, 211. C@22) bildlich: der schlummer wölckt sich nicht mehr um sein feurig auge Klopstock oden 1, 12 M.-P.; es wölkte sich finster vor meiner stirne Klinger w. (1809) 4, 82; diese gedanken wölkten sich immer dichter und schwärzer in meiner seele Schubart leben u. gesinn. 1 (1791) 248; (es) wölkte sich seine stirne Jung-Stilling s. schr. (1835) 6, 246; Hölderlin ges. dicht. 1, 131 L.; 133. C@33) wasser wölkt sich, trübt sich: Ritter erdkde (1822) 3, 91. DD. part. prät. gewölkt, wolkenbedeckt, s. o. teil 4, 1, 4, sp. 6722.
4572 Zeichen · 157 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    WOLKENstn. stf. swm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    WOLKEN stn. wolke, gewölk. ahd. wolchan Graff 1,797. diu wolke stf. myst. 197,30. der wolke swm. das. 297,19. plur. die …

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    wolkensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    wolken , sw. V. nhd. „wölken“ Vw.: s. be- Hw.: s. wolkenen E.: s. wolken (1) W.: s. nhd. wolken, sw. V., wolken, wölken,…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wolkenv., ntr

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Wolken , v. ntr . mit haben . 1) I Gestalt einer Wolke, einer Wolke ähnlich sich erheben oder schweben. Rauch wolket gen…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Wolken

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Wolken , Anhäufung sichtbarer wässeriger Dünste in den oberen Luftschichten, entstehen bei niedriger Temperatur dieser S…

  5. modern
    Dialekt
    wolken

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    wolken -ö- s. wulken .

  6. Sprichwörter
    Wolken

    Wander (Sprichwörter)

    Wolken Wenn es sich wolket, so will es regnen.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wolken

361 Bildungen · 354 Erstglied · 6 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von wolken 2 Komponenten

wol+ken

wolken setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

wolken‑ als Erstglied (30 von 354)

wolken · 6 Belege

KöblerAfries

wolken 6 , st. N. (a) nhd. Wolke ne. cloud (N.) Hw.: vgl. an. wolcen, as. wolkan*, ahd. wolkan* Q.: S, E, W E.: germ. *wulkana-, *wulkanaz, …

Wolkenberg

SHW

Wolken-berg Band 6, Spalte 643-644

wolkenlos

SHW

wolken-los Band 6, Spalte 643-644

Wolkenrot

SHW

Wolken-rot Band 6, Spalte 643-644

Wolkenzug

SHW

Wolken-zug Band 6, Spalte 643-644

wolkenachat

DWB

wolken·achat

wolkenachat , m. , achat mit wolkenzeichnung: nach den verschiedenen zeichnungen ... unterscheidet man band-, röhren-, punct-, wolken-, moos…

Wolkenan

Campe

wolke·nan

△ Wolkenan , adv . an die Wolken, nach den Wolken hin. Stieler. Die Wahrheit reichet wolkenan . Opiz. (R.)

wolkenangesicht

DWB

wolkenan·gesicht

-angesicht , n. ,: die nacht steigt auf mit wolkenangesichtern Tieck schr. (1828) 5, 481 ; ... der wald, ob dem ein schwarzes wetter hernied…

wolkenartig

DWB

wolken·artig

-artig , adj. : die art einer wolke habend, nach art einer wolke Campe 5, 764 : ein weiszer wolkenartiger nebel Göthe III 2, 165 W.; ( ein )…

Wolkenauf

Campe

wolke·nauf

△ Wolkenauf , adv . zu den Wolken auf oder hinauf. Stieler.

Wolkenautomat

Meyers

wolken·automat

Wolkenautomat , ein photogrammetrischer Doppelapparat von Sprung und Fueß auf dem Meteorologischen Observatorium in Potsdam, um von den Endp…

wolkenbacke

DWB

wolken·backe

-backe , f. , eine art langer, bauchiger kegelschnecken, conus striatus L. Campe 5, 764 a . —

wolkenbahn

DWB

wolken·bahn

-bahn , f. , weg, region der wolken ( in der poet. sprache ): ja nim ( gott ) die seufftzer an, so mir von hertzen dringen durch läre wolcke…

wolkenball

DWB

wolken·ball

-ball , m. , wolke in kugelgestalt, haufenwolke, cumulus: jede meiner hoffnungen verstiebt wie ein wolkenball Nachersberg giftbecher (1798) …

wolkenballen

DWB

wolken·ballen

-ballen , m. : blitzend wälzt der wolkenballen neben ( dem flugzeug ) her K. Kluge Kortüm (1938) 741 . —

wolkenbank

DWB

wolken·bank

-bank , f. , bankartig geformte wolkenschicht: gegen den mond stieg eine wolkenbank empor Storm s. w. (1898) 4, 63 ; vom Rigiberge bis zum P…

wolken als Zweitglied (6 von 6)

Apfelwolken

Wander

apfel·wolken

Apfelwolken Apfelwolken und geschminkte Frauen sind nicht von langer Dauer. Frz. : Temps pommelé et femme fardée ne sont pas de longue durée…

bewolken

MNWB

bewolken „obnubilare”.

rëgenwolken

Lexer

regen·wolken

rëgen-wolken stn. regenwolke Mgb. 95,23. Hb. M. 451 ; regenwolke swf. Bph. H. 57, 178.

Ableitungen von wolken (1 von 1)

bewolken

MNWB

bewolken „obnubilare”.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „wolken". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/wolken/dwb?formid=W26263
MLA
Cotta, Marcel. „wolken". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/wolken/dwb?formid=W26263. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „wolken". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/wolken/dwb?formid=W26263.
BibTeX
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