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weiche

mhd. bis Dial. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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22 in 11 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

weiche f.

Bd. 28, Sp. 480
weiche, f. ahd. weihhî Graff 1, 712, mhd. weiche mhd. wb. 3, 617; Lexer 3, 737. abstr. zum adj. 1weich, nach dem häufigen denominativen typus auf -în gebildet wie z. b. ahd. suoʒʒî zum adj. suoʒi, grâwî zu grâo, rihtî zu rëht, von haus aus somit starkes fem. schwache flexion stellt sich obd. seit ende des 15. jahrh. ein: gen. weichen Braunschweig chir. (Straszburg 1539) 9a, dat. weichin Terenz (Str. 1499) 47a; weichen Dürer proport. (1528) A 3b; Fleming t. soldat (1726) 345; nom. weichn Hügel wien. 188. 11) das abstr., stets nur im sing., geht, ganz wie weich, 1@aa) von sinnlicher bed. aus und bez. den zustand der weichheit zunächst, soweit er durch den tastsinn festgestellt wird, ahd. weihhî gibt in glossen und bei Notker lat. imbecillitas, debilies, infirmitas u. ä. wider, mhd. weiche bleibt ganz im gleichen kreis: nu seht ir wie der smit tuot, der sîn îsn im fewer lindet: wenne er dan der weiche emphindet, sô hert erʒ in eim waʒʒer kalt Teichner bei Karajan, Wiener denkschr. 6, 119 anm. 74, desgleichen die nhd. wb.: weiche mollitia, lentitia, teneritas, mollities Maaler 487c; μαλακία, mollities, weyche Frischlin nomencl. 54a; entspr. Calepinus XI ling. 805b. 907a; Reyher thes. 1442; Rädlein 1, 1040; Adelung 4, 1444; Campe 5, 635; Schmeller 2, 833. auch die philosophen wahren den abstracten klang: die secundären eigenschaften der dinge, wie klang ... härte, weiche, glätte Schopenhauer 1, 534 Grisebach; entspr. Kant 1, 38; Herder 16, 364. naturwiss. prosa hat ihn stets: ausz dem saltz kompt ... dem eysen sein herty, dem bley sein weichy Paracelsus 1, 39a Huser; wenn ich bey einer thonkugel blosz auf ihre weiche sehe, ohne ihre grösze zu betrachten Schwabe belust. 7, 355; der graphit ... zeichnet sich ... aus ... durch seine ... geringe weiche Zappe min. handlex. 1, 403; diese ... ähneln den käferpuppen ... wegen ihrer ... weiche Ratzeburg forstinsecten 1, 8. dasz man die weichheit durch den tastsinn wahrnimmt, wird gelegentlich ausdrücklich gesagt: die vorstellungen, die ich durch dieses (gefühl) erhalte, sind von kälte und wärme, feinheit und rauigkeit, härte und weiche Schiller 1, 83. mit der hand getastet wird vor allem organische masse, zunächst der menschenleib: waichy der lyb Stainhöwel Bocc. 37, 20 Drescher; (des fleischs) linde und weyche Guarinonius grewel d. verw. 747; die weiche und lieblichkeit ... des leiblichen organismus Hegel 10 ii 385; weiche der haut Nicolai Nothanker 3, 120; Herder 13, 282. sodann thier und pflanze: weiche und härte des haars ... unterscheiden der affen arten Fleming vollk. t. jäger 208; mit einer nadel, dem gelock geraubt, gräbt sie 'ich komme' in des blattes weiche Droste-Hülshoff 2, 242. weiche als attr. anorganischer masse wird seit dem mhd. (s. o.) fortentwickelt: gestalt, geruch, schmack, dicke und weyche vom brod Luther 10 ii 247 Weim.; so stahl als eisen musz im feur die weich' erreichen Neukirch anfangsgr. z. t. poesie 150; sprachs, und nahm von dem haupte den schöngeformeten filzhut, weisz und samtener weiche Voss Luise 3, 138; um der wachsmasse eine gleichförmige weiche zu geben F. L. Walther syst. d. cameralwiss. 3, 134. als bez. von flüssigem spielt weiche, wie das adj. weich, eine geringere rolle: ûf des waʒʒers weiche Hnr. v. Hesler apokal. 14887 Helm; liquor fucht vel weyche Mainzer voc. von anf. d. 15. jahrh. bei Diefenbach gloss. 333a; seiner weyche und flüssigkeyt Micyll Tac. 452a; solch grosze weiche wirdt jhm (dem elementum aquae) benommen Paracelsus 2, 10b Huser. wichtig ist, wie bei weich I A 2 c β), der unterschied des weichen und harten wassers: dess wassers weyche und härte Guarinonius grewel d. verw. 413. von weich I A 4) und 5) greift selten das tasten der umgebenden luft mit der gesichtshaut und das des bodens mit dem fusz in den wortgebrauch von weiche herüber: die luft, die nach dem untergang der sonne anfangs kühl geweht, hatte wieder ihre alte weiche gewonnen Gutzkow zauberer von Rom 8, 241; ob man auch mit dem schweren geschütz der weich halben mög fortkommen Fronsperger kriegsb. 1 (1578) 149a; im winter ... gehen wir den tiefern stellen zu, denen wir jetzt wegen zu groszer weiche des bodens nicht ankönnen Stifter 3, 213. selten wird weichheit mit auge und ohr festgestellt: gegenstände, deren sichtbare eigenschaften, als weiche, glätte, rauhigkeit, glanz ... ausgedrückt werden sollen Göthe I 47, 244 Weim.; die ganze hautfarbe des gesichts ist von einer weiche, die nur durch die seiner hände übertroffen wird Gutzkow zaub. 3, 189; dasz just eine helfte der intervallen ... in der härte, die andere helfte hergegen in der weiche ihrer eignen tertzen, bey mollen ton - arten, mit einander übereinkommen Mattheson generalbaszschule (1735) 140; dein organ entbehrt aller weiche die dazu (zum liebhaber auf der bühne) gehört Göthe gespr. 3, 264 Biedermann. 1@bb) übersinnlicher gebrauch stellt sich frühnhd. ein: es kome ouch von waichy ieres gemütes Stainhöwel cl. mul. 238 Drescher. weiche in diesem sinn bleibt bis ins 19. jahrh. tadel des charakters: weiche oder faulkeit, da einer nichts thuot das jm widerig ist Frisius dict. (1556) 833a; ein überausz grosze weibische und kindische weyche Moscherosch ges. 2, 95; von der wälschen weyche 102; mollities und weiche oder weichligkeit Dannhawer cat.-milch 2, 267; dasz du nicht fallest in ungedult und weiche Arnold leben d. gläub. (1732) 36; die in zu groszer weiche schon vor dem gedanken zitterte Tieck ges. nov. 10, 118. erst nach der classischen zeit, in der das wort keine rolle spielt, erhebt es sich zum ton objectiver würdigung: härte und weiche erstreckt sich gemeinlich in jedem menschen über alles Lichtenberg verm. schr. 2, 163; in der blüthe von gefühl und empfindelei, von schroffheit und weiche ... erfuhr er jenen stosz Immermann 18, 101 Hempel; Immermann hat noch nie so viel zartheit und weiche entwickelt, wie in diesem 'opfer des schweigens' Gutzkow 9, 298; wo wären wir Süddeutschen geblieben mit all unsrer anmutigeren weiche ohne die harte, spröde, herbe kraft des niederdeutschen stammes? Dahn bei Flathe d. reden 2, 644. jetzt auch als eigenschaft von literaturwerken: dasz (in der thierdichtung) ... rundung und weiche hervorzubringen dem Reineke vorbehalten blieb Gervinus gesch. d. d. dichtung 2, 368. 22) in concretem gebrauch wird weich zur 'weichen stelle'. hier stellt sich sogleich der plur. ein, z. b. in den bedeutungen 'blösze' und 'weiche stelle des bodens': (die pfaffen) schezten sich doch got geleich, wie ir einer het siben weich J. Graff Weim. jb. 4, 450 (Nürnberg 1520); die unzehligen moraste, sümpfe, mooszräume, brüchwerke und weichen Chr. Lehmann Obererzgeb. (1699) 16. 2@aa) noch einseitiger als das abstr. weiche wird das concr. auf weiche körperstellen beschränkt, zunächst am menschenleib und ohne rücksicht auf ihre lage: dieser saft werde durch die commissuras cranii, meistens aber durch die weiche oder den wirbel ... in den gantzen menschlichen cörper ausgegossen Hohberg georg. cur. 1, 155, die durch gen. bestimmung gesichert werden kann: jach hier hinein stiesz seinen speer der rasche Pelide. gegenüber durchfuhr die weiche des nackens die spitze Bürger 238 Bohtz; schnell durchbohrt sie sich des busens weiche Körner 2, 152 Hempel; ein dreigespitzter hut bedeckt der schläfe weichen Geibel 1, 184. mit vorliebe wendet sich das wort der ausgedehntesten derartigen weichen stelle zu, der der körpermitte: er erwischt das weib in der mitlen weiche (mediam mulierem complectitur) Boltz Terenz (1539) 5a, und diese specialisierung, die an sich auch vom adj. ausgehen kann: als ... die fänge des raubthiers ihm schon in dem weichen saszen Laube n. jahrh. 1, 20, wird wider durch gen. gesichert: weyche der seiten hypochondria Emmelius ncl. 104, und so noch Dentzler (1716) 345a; die weiche des bauches Comenius janua (1644) 78, und so noch Hegel 10 ii 95; über der weiche der scham zerrisz die lanze den leibrock Bürger 211 Bohtz; eine kugel ... steckte noch in den weichen des unterleibes Schreyvogel 1/2, 227. präp. wendungen erreichen ein gleiches: diaphragma die weiche am buch rheinfr. variloqu. des 15. jahrh. bei Diefenbach gloss. 179c; weiche gegen dem bauch Corvinus fons lat. 428; weiche in der seite Stieler 2472, 't wêke van 't lîf brem. wb. 5, 221. nachmals wird die bedeutung 'körperseite' so fest, dasz sich ihr ursprung verdunkelt: weiche latera ... tactu mollia et in utramque partem ... flexilia, et hinc appellatio a weichen 'cedere' Wachtler (1737) 1846. älteres lanke (th. 6, 187) wird von weiche verdrängt. als wort das im sprachbewusztsein für sich steht, darum stets der erklärung bedarf und den mundarten auszer den bair.-östr. (Schmeller 2, 833; Loritza wien. 142; Schmeller cimbr. 174; Bacher lusern. 232) vielfach fehlt, steht dieses weiche pünktlich in den wb. von Diefenbach gloss, 285c bis Höfler krankh. 795. lit. spielt es zunächst bei schilderung von kämpfen und schlägereien eine rolle: gib deinem herren guot straich in den ruggen und in die waich Hätzlerin 292 Haltaus; entspr. dem reim auf streich zu liebe auch Sachs 12, 556 Keller; Wickram 8, 152 Bolte; den andern zerschmisz er weich und lenden Fischart Garg. 324 neudr.; seid ihr nicht in der weiche verwundet? Schlegels Shakespeare 6, 259; und zischend fährt der stahl in meine weiche Gött mauserung 67. demnächst in medicinischer prosa: der klotz was im eben bey dem düttlin ingangen, und ward unden in der weych geschnitten Gersdorff wunderzn. 40b; (geburten) geschwällen den frawen ire schenckel und die weyche Eppendorf Plinius 7, 11; David mit ainer suocht ... um die waiche behaftet Melissus ps. 149 neudr. zur schönen frau gehört die schlanke weiche: junckfrawen ... gesenckter achszlen ... und gepriszner weiche, das sie ran seyen (vincto pectore, ut gracilae sient) Boltz Terenz 38a; ein rane weych Fischart Garg. 113 neudr.; einen runden halsz, ein mittelmeszige weiche, weisze händ Albertinus lustg. 1, 220; (Eva) liesz ihre unaufgeschmückten zöpfe bis auf die dünne weiche hinunter fallen Bodmer abh. v. wunderb. 323; die hüften ... bilden so mit der einziehung der weiche die energische linie der taille Vischer ästh. 2, 161. von daher ist els. waiΧi geradezu 'taille' geworden: das maidle het gar ke waiΧi, auch 'taille des kleids' Martin - Lienhart 2, 783. für schmuck und fesselung ist die weiche als gürtelgegend wichtig: geschmuck umb den hals und die waiche Kiechel reisen 444 Haszler; bevilhet iro, sie solle sich in der weiche (al traverso) daran hart und vest binden reise d. s. Giaffers 95 Fischer; (eine schlange umringelt den zauberer) also dasz sie wie ein gürtel sich um seine weiche wand Grimm sagen 1, 172. sichere beispiele für den plur. treten in dieser bedeutung erst ende des 16. jahrh. auf: ein schranck so hoch bisz in die weychen Fronsperger kriegsb. 1, z 1b, häufig werden sie erst nach mitte des 18. jahrh.: die nieren hängen unten an den weichen gleich unter den kurzen ribben (renes lumbis sub imis coxis inhaerent) allg. d. bibl. 8 ii 43. so gilt das wort für hoffähig: so musz bereits der kammerschneider ... mehr raum für ihrer hoheit weichen machen Wieland 18 (1796) 140, und zieht in die classische literatur ein: Schiller 15 i 80; Göthe IV 11, 74 Weim.; Schlegels Shakespeare 3, 223; Droste-Hülshoff 1, 269; Grillparzer 1, 96; Hebbel briefe 3, 179, entspr. bei historikern und archäologen: er durchstach ihm weichen und wanst Niebuhr m. gesch. 2, 456; die engen an den weichen hinab zusammengeschnürten gewänder Welcker a. denkm. 1, 57. 2@bb) der übergang vom menschlichen zum thierischen körpertheil stellte sich nothwendig ein: (centauren, die oben) wie ein mensch, unten aber seyn wie ein pferd gestellt, die arme stehen ihnen unten an der weiche Prätorius anthr. plut. 1, 402. früh, aber vereinzelt, vom geschlachteten thier als 'lendenbraten': jetzt han wir kaum ein dorren schincken, da aszen wir die feisten weichen Waldis Esopus b. 4 f. 42 v. 62 Kurz, sonst stets vom lebenden und zwar vorwiegend vom säugethier, so ausdrücklich in den wb.: Adelung 4, 1444; Illiger mammalia 35; zool. wb. (1909) 321. jetzt zumeist vom (reit)— pferd: niemals hat Athenäa die mächtigen arme gewaschen, eh sie den rossen den staub ab von den weichen geschwemmt A. W. Schlegel Athenäum 1, 131; unablässig spornt er ihm die weichen Gries Bojardos Roland 2, 40; dem thiere sogar noch übermüthigst die weichen zu kitzeln Gutzkow ritter v. geist 1, 60; stiesz dem thiere die fersen in die weichen G. Keller 3, 115. selten von lamm, affe, löwe: es ist nämlich ein raubvogel aus hohen lüften herabgestoszen auf ein unschuldig lamm und hat es in die weichen gepackt B. v. Arnim an Stahr 31. märz 1844 s. 61; das kind (der äffin) hängt sich ... mit beiden hinterhänden an den weichen der mutter fest Brehm thierl. 1, 51; der corsische löwe sei nur darum gefallen, weil auf dem felde von Leipzig der sächsische schakal seine zähne in die weichen des todwunden geschlagen habe Treitschke hist. aufs. 1, 320. ausnahmsweise von vögeln: die seiten des rumpfs ... heiszen weichen Naumann nat.-gesch. d. vögel 1, 35. 2@cc) übertragungen wie im vorletzten beleg vom thier auf den menschen zurück richten sich auch vorwärts auf pflanzen und unbelebtes: zuodem so hand sie (die reben) vor und nach müssen stan jar und tag under fryem himel ... im erdrich bis über die weiche N. Manuel weinbrief bei H. R. Manuel weinsp. V neudr.; ihr seht wie sich ein berg herangedrängt, mit bunten teppichen die weichen stolz behängt Göthe I 15, 36 Weim.; und als er erst sein weithin leuchtend freiheitszeichen gebieterisch gepflanzt in eines hügels weichen, ritt er mit Pallas um den berg Spitteler olymp. frühl. 2, 161.
13756 Zeichen · 322 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    weicheswv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +7 Parallelbelege

    weiche swv. 1. mache weich. ahd. weichju lat. mulceo Graff 1,712. einem den rücke weichen Ls. 1,303. — siben grôʒiu zeic…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Weiche

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    1. Die Weiche , plur. die -n, von dem Adverbio Weich. 1. Das Abstractum dieses Adverbii, die weiche Beschaffenheit, ohne…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Weiche

    Goethe-Wörterbuch

    Weiche [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Weiche

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Weiche (in Österreich Wechsel ), Gleisverbindung, die ermöglicht, einzelne Fahrzeuge wie geschlossene Züge von einem Gle…

  5. modern
    Dialekt
    Weich(e)

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Weich(e) [Waii Fisl. ; Waiə Wittenh. ; Waja Su. ; Waiχ Co. Dü. Str. ; Wǽχ Barr ; Wæìχ K. Z. ] f. 1. Weiche, der weich…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit weiche

81 Bildungen · 75 Erstglied · 2 Zweitglied · 4 Ableitungen

weiche‑ als Erstglied (30 von 75)

Weiche I

SHW

Weiche I Band 6, Spalte 369-370

Weiche II

SHW

Weiche II Band 6, Spalte 371-372

weichegürtel

KöblerMhd

weiche·gürtel

weichegürtel , st. M., st. F. nhd. Gürtel um die Weiche Q.: Rcsp (1402) E.: s. weiche, gürtel W.: nhd. DW- L.: Lexer 311c (weichegürtel), Le…

weichelinc

Lexer

weiche·linc

weichelinc stm. weichling. her Weichelinc, ir sît ein man mit wîbes muot Msh. 3,90 a .

weichen I

SHW

weichen I Band 6, Spalte 371-372

weichen II

SHW

weichen II Band 6, Spalte 371-372

weichen1

PfWB

weichen 1 st. : ' Platz machen, sich entfernen ', weiche (waiχə) [mancherorts, Christmann Kaulb 16, 66, 73 Mang 121 Lambert Penns 176 Krämer…

weichen2

PfWB

weichen 2 schw. : 1. 'weich werden, weich machen, ein-, erweichen', wääche [PS-Rodalb Höh 89], weeche [ Lambert Penns 175], waache (wāχə) [K…

weichen3

PfWB

weichen 3 'eine Wunde versorgen, verbinden' s. wiechen .

weichenband

DWB

weichen·band

-band , n. ein muskel, Fallopiae ligamentum Campe 5, 635 b , älter ein verband, der bei verletzungen der leistengegen angelegt wird, vinculu…

weichenbock

DWB

weichen·bock

-bock , m. die umstellvorrichtung, die durch ihr gewicht das anliegen der einen und die öffnung der andern weichenzunge sichert Mothes baule…

weichenfeder

DWB

weichen·feder

-feder , f. an taucher-, paradies- und hühnervögeln Naumann nat.-gesch. d. vögel 12, 527 ; Oken 7, 330 ; Brehm thierleben 5, 533 .

weichengegend

DWB

weichen·gegend

-gegend , f. am menschen: die von da fortlaufende bewegung bis in die linke weichengegend ... zu packen G. Keller 3, 10 ; von affen u. a. th…

weichengleis

DWB

weichen·gleis

-gleis , n. das stück gleis zwischen zunge und herzustück der weiche Lueger 7, 900 .

weiche als Zweitglied (2 von 2)

Ableitungen von weiche (4 von 4)

beweiche

BMZ

beweiche swv. erweiche. im was sîn mût alsô hart, daʒ er beweichet niet enwart Herb. 9772. myst. 65,35.

erweiche

BMZ

erweiche swv. 1. erweiche. nu wart erweichet des anderen mût Pass. K. 226,42. vgl. 102,95. 336,10. Jerosch. 34. b. irwêchen myst. 171, 3. 14…

geweiche

DWB

geweiche , n. , vereinzelte substantivbildung zu weichen ( s. d. ): mokánca, das genässe, geweiche. Pfuhl laus. wend. wb. 577 b .

zerweiche

BMZ

zerweiche swv. mache etwas so weich, daß es aus einander geht. du macht ê harte steine zerweichen, daʒ si vlieʒen Pass. K. 178,13.