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Wapen

mhd. bis Dial. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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13 in 11 Wb.
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13

Eintrag · Rheinisches Wb.

Wapen

Bd. 9, Sp. 255
Wapen die hd. Wörter Waffe u. Wappen (ahd, wâffan, wâfan, as. wâpan »Waffe, Streitwerkzeug«. mhd., mnd., mndl. wâpen »Wappen« (fallen lautl. in der MA. zusammen; die Verbr. u. der Bed. wandel (am verbreitetsten Rip Bed. 2 b δ) sind aus der Darstellung zu ersehen Sg. u. Pl. m., n.: 1.a. w:pə(n) n. Waffe Eup-Raeren, Aach-Merkst; m. uWupp 1870; wō·ə.pəs Pl. Heinsb-Breberen; wie en Bletzstrohl susden (sauste) dat W. e paar Mol dörch jen Luət (Luft); he hät Woəpes bei sech er ist bewaffnet Allg.; met Wehr en W. gerüstet Aach-Stdt, Mörs-Xanten [urkdl. mit den wappinin Köln-Stdt 1263; wapenin 1312; mit groissem volck van wapen 1474]. — b. w:pən n. übertr. Werkzeug zum Schmieden, vom Wopenschmedd in der Wopenschmedderei hergestellt Sieg-ODollend. — 2.a. w:pə(n) n. Wappen Rip, Sol, Eup; -ā- Mörs, Barm; wabə m. Kobl.-Stdt; n. Trier-Stdt; wwə n. Simm-Horn; övver de Porz es e alt W. Rip, Allg. [urkdl. wapen in den helm mit drien peristelen Nrhn. 1413; vur Graff Henrichs Wapen Siegbg 1615; 6 Finster mit Wapens Aach 1699]. RA.: De Plog em Ackerfeld, dat es et schönste W. en de Welt Ahrw-Bodend; dat sch. W. en der W. es de blanke Pl. op dem freien Feld Daun-Strotzbüsch. Här vun Habenichts, e Kuhdreck es singe W. von einem verarmten Adligen Prüm-Mürlenb 1860; Kihdreck is de Wowe! zu dem, dessen Hose ganz mit Kuhdreck beschmutzt ist Simm-Horn. Den hät et hollandse W. int Gesech Pockennarben Mörs-Orsoy. E hät et huh em W. ist hochmütig MüEif. Saft, S., Siden, dei Modder kocht Riben, mei M. k. Speck, o wai, mei Wöpchen leit em Dreck Bastlösespr. Bernk-Neunk. — Nu steht et Hamburger Wappen noch beim Kegelsp., wenn noch drei Kegel stehen, rechter Eck, König, linker Eck []Gummb; et H. W. mache die Arme aufstützen Jül. — b. übertr. α. w:bən Schild, das der Traubenhüter als Hüterzeichen trägt Wittl-Cröv. — β. w:bən, –p- n. [-:b-, aber waben la Trier-Stdt; wfə Siegld] Avers-, Bildseite der Münze; Minz oder W.? im Geldsp. Saar, Trier, Wittl (Gegenseite Stroche »Striche«), Koch, Prüm-Mürlenb 1860. — γ. w:pə n. Fabrikmarke, Warenzeichen auf den Werkzeugen Rip in Rheinb-Wald, Sieg-ODollend. — δ. Kichewoben Russ im Gesicht Trier-Stdt. — ε. wapə Ahorn Geld-Hartef. — ζ. w:pχə (selten w:p Dür, Aach), selten Pl. -χər n. scherzh. u. halb verächtl. billige Kleidung, bes. Rock, Jacke, Knabenanzug aus gewebtem Stoff; häste e neu W.; dohn der ding W. an; se hatten em bei der Schlägerei et W. vam Lif gerösse Rip in Ahrw, Schleid, Eusk, Bo, Köln, Bergh, Dür, Aach, Erk, Sieg, MülhRh, Düss-Stdt; w·ə.pkə Neuss-Stdt; wE:pχə May-Burgbrohl [w:mχə Bo-Stdt; w:fχə Bo-Endenich; w:p n. neben w:pχə Eusk-Lechenich, Aach-Stdt; w:p, Pl. w:p m. Köln-Stdt, also unter Einfluss von Wat]; Gew:ps n. verächtl. Kleider Dür-Froitzh. RA.: Emmes e Wöpche anmache einen Streich spielen, ein Unrecht mit Gleichem vergelten Dür-Stdt. — η. wpkə eine Seite des Spielknöchels Eup.
2955 Zeichen · 104 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    WÂPEN

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +1 Parallelbeleg

    WÂPEN s. WÂFEN.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    wapenN., F.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    wapen , N., F. Vw.: s. wāpen* (1)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wapen

    Adelung (1793–1801)

    Das Wapen , des -s, plur. ut nom. sing. ein mit Figuren bemahlter Schild, so fern derselbe ein Unterscheidungszeichen ei…

  4. modern
    Dialekt
    Wapen

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    PfWB RhWB Wape n , Wobe n , s. Wafe n .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wapen

98 Bildungen · 69 Erstglied · 24 Zweitglied · 5 Ableitungen

wapen‑ als Erstglied (30 von 69)

wâpenære

Lexer

wapen·aere

wâpenære , wæpenære , -er stm. BMZ gewaffneter, kämpfer zu fuss ( gegenüber dem ritter u. reisigen), armiductor, armiger Dfg. 49 b , n. gl. …

Wapenbinde

Adelung

wapen·binde

Die Wapenbinde , plur. die -n, der Nahme einer Wapenfigur, welche aus einem Streife bestehet, und sich von einem Balken bloß durch die gerin…

Wapenbrief

Adelung

wapen·brief

Der Wapenbrief , des -es, plur. die -e, eine Urkunde, vermittelst deren jemanden von einem Obern ein Wapen ertheilet wird.

Wāpenbúch

Adelung

wapen·buch

Das Wāpenbúch , des -es, plur. die -bücher. 1. Ein Buch, worin Wapen abgebildet sind. 2. Ein Buch, worin die Wapenkunst gelehret wird.

Wapendêcke

Adelung

wapen·decke

Die Wapendêcke , plur. die -n, eine Decke, gemeiniglich von Rauchwerk, welche den Schild eines Wapens umgibt; der Wapenmantel.

wapendreger

KöblerMnd

wapendreger , M. Vw.: s. wāpendrēgære*

wâpenen

Lexer

wap·enen

wâfenen , wâpenen , wæfenen swv. BMZ im inf. verk. wâfen, wâpen, wæfen, von letzterem auch das prät. wêfte Heldb. K. 217, 13. Chr. 9. 756,27…

Wāpengenóß

Adelung

wapen·genoss

Der Wāpengenóß , des -en, plur. die -en, Personen, welche einerley Wapen führen.

wapengeruchte

KöblerMnd

wapengeruchte , N. Vw.: s. wāpengerüchte*

wapengerufte

KöblerMnd

wapengerufte , N. Vw.: s. wāpengerüchte*

wâpengürtel

Lexer

wapen·guertel

wâpen-gürtel stm. sîn wâpengürtel, mit golde und mit gesteine gespenget harte reine, wart umb in ouch dâ geleit Part. B. 17200.

Wapenhalter

Adelung

wapen·halter

Der Wapenhalter , des -s, plur. ut nom. sing. eine menschliche oder thierische Figur, welche den Wapenschild hält, wofür doch Schildhalter ü…

wâpenkleit

Lexer

wapen·kleit

wâfen-kleit , wâpen-kleit stn. BMZ an den leib (des mannes, rosses) zu legende schutzwaffe, rüstung, eig. u. bildl. Lieht. Frl. Walb. 922. E…

wapenklet

KöblerMnd

wapenklet , N. Vw.: s. wāpenklēt*

wâpenknabe

Lexer

wapen·knabe

wâpen-knabe swm. = wâpenære. deu wâpen, deu sie fuorten, deu wâren rîch an ze sehen als mir die wâpenknaben jehen Apoll. 17979. dî brûdere g…

wapen als Zweitglied (24 von 24)

altārwapen

KöblerMnd

altār·wapen

altārwapen , N. nhd. Altardecke, Vorhang an einem Altar ÜG.: lat. dextrale E.: s. altār, wapen L.: MndHwb 1, 64, Lü 13a (altarwapen)

Amtswapen

Adelung

amts·wapen

Das Amtswapen , des -s, plur. ut nom. sing. in der Wapenkunst, ein Wapen, welches jemand wegen des Amtes, das er bekleidet, erhält.

armwâpen

Lexer

arm·wapen

arm-wâpen stn. BMZ armilla, dextrale Dief. n. gl. 133 a .

bêⁱnwâpen

MNWB

bein·wapen

bêⁱnwâpen (-wâpende), ên pâr b. Beinschienen , eiserner Beinschutz (ȫver- unde nedderb.).

Geschlêchtswapen

Adelung

geschlechts·wapen

Das Geschlêchtswapen , des -s, plur. ut nom. sing. ein Wapen, welches einem ganzen Geschlechte eigenthümlich ist, oder welches jemand vermög…

gewapen

DWB

gewapen , n. , nebenform zu gewaffen ( vgl. oben sp. 4742) ist in der neuhochdeutschen periode nicht mehr belegt.

Gnadenwapen

Adelung

gnaden·wapen

Das Gnadenwapen , des -s, plur. ut nom. sing. ein Wapen, welches einem Geringern als ein Zeichen der Gnade von einem Höhern ertheilet wird.

Heirathswapen

Adelung

heirath·s·wapen

Das Heirathswapen , des -s, plur. ut nom. sing. in der Wapenkunst, ein Wapen, welches man durch eine Heirath erlanget.

Hêrrschaftswapen

Adelung

herrschaft·s·wapen

Das Hêrrschaftswapen , des -s, plur. ut nom. sing. ein Wapen, welches ein Herr von seiner Herrschaft, d. i. dem ihm gehörigen Gebiethe und L…

ȫverbêⁱnwâpen

MNWB

oeverbein·wapen

° ȫverbêⁱnwâpen , ōver- , pl. : eiserne Beinschienen zum Schutz der Oberschenkel als Teil der Kriegsausrüstung (Lüb. Ub. 5, 87).

(râdes)wāpen

MNWB

rades·wapen

*° (râdes)wāpen , râts- , n. : Abzeichen, Wappen des Stadtrates (zur Qualitätskennzeichnung auf Edelmetall geschlagen; J. Brandis 134).

schwapen

DWB

schwa·pen

schwapen , plur. ( nd. gebiet ): wo die königlichen pferde das bürgerliche rindvieh, von dem sie nur durch schwapen ( gatterwerk ) getrennt …

Stammwapen

Adelung

stamm·wapen

Das Stammwapen , des -s, plur. ut nom. sing. ein Wapen, welches einem ganzen Stamme oder Geschlechte gemein ist, welches das ganze Geschlech…

Standeswapen

Adelung

stande·s·wapen

Das Standeswapen , des -s, plur. ut nom. sing. ein Wapen, welches jemand vermöge seines Standes, d. i. seiner Verhältnisse in der bürgerlich…

Ableitungen von wapen (5 von 5)

bewâpenen

LexerN

be-wâpenen swv. bewâpnôter, armiger Dief. n. gl. 34 b .

gewapen

DWB

gewapen , n. , nebenform zu gewaffen ( vgl. oben sp. 4742) ist in der neuhochdeutschen periode nicht mehr belegt.

gewâpen(e)

MNWB

gewâpen(e) , m. , Gewaffneter, s. gewâpent .