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Wallonen

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Wallonen

Bd. 20, Sp. 353
Wallonen, die zur romanischen Völkerfamilie gehörige, den Franzosen verwandte Nation, welche die belgischen Provinzen Hennegau, Namur, Lüttich und teilweise Luxemburg sowie das südliche Brabant, ferner Teite der franz. Departements Nord und Ardennen und einige Ortschaften um Malmedy in Rheinpreußen bewohnt. Die W. stammen von den alten gallischen Belgiern ab, die sich mit römischen Elementen vermischten. Sie sind von gedrungenem, mittelgroßem, kräftigem Körperbau, haben häufig dunkles Haar und dunkle Augen und übertreffen an Regsamkeit, Gewandtheit und Anstelligkeit ihre flämischen, an Ausdauer und Fleiß ihre französischen Nachbarn. In Belgien (s. d., S. 594) wird ihre Zahl auf 2–3 Mill. veranschlagt. S. Karte »Belgien« (Sprachgebiete). Die Sprache der W. ist in ihrem Grundstock echt romanisch, hat aber einiges vom Niederländischen und Niederdeutschen aufgenommen. Sie ist reich an Metaphern, witzig, voller Onomatopöien und hat in ihrem Alphabet neben v und c noch w und k, wie im Deutschen. Bis ins 15. Jahrh. zur Abfassung von Chroniken u. dgl. benutzt, wurde sie dann dem Französischen genähert und durch dieses ersetzt. Die Patoisliteratur beginnt im 17. Jahrh. Das erste Drama war »Li voege di Chaudfontaine« (1757) von Hamal, dem mehrere andre sich anschlossen. Von Neuern sind Simonon (»Poésiesen patois de Liége«, Lüttich 1845) und Defrécheux (»Œuvres complètes«, das. 1845) zu nennen. Vgl. Grandgagnage, De l'origine des Wallons (Lütt. 1852), Vocabulaire des noms wallons, etc. (2. Aufl., das. 1857) und Dictionnaire étymologique de la langue wallone (Bd. 1 u. 2, das. 1845–51; Bd. 3 von Scheler, 1880); Henaux, Études historiques du pays wallon (das. 1843); Dejardin, Dictionnaire des ›spots‹ ou proverbes wallons (das. 1863); Forir, Dictionnaire liégeois-français (das. 1866–74, 2 Bde.); van der Kindere, Recherches sur l'ethnologie de la Belgique (Brüssel 1872); Wilmotte, Le Wallon. Histoire et litterature (das. 1893); Demarteau, Le Flamand, le Wallon, etc. (Lüttich 1889); Monseur, Le folklore wallon (Brüssel 1892).
2061 Zeichen · 43 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Wallonen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Wallonen , holl. Walen , die Nachkommen der gall. Belgier, besonders im südl. Belgien wohnhaft, über 1 1 / 2 Mill. stark…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wallonen

4 Bildungen · 4 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von wallonen 2 Komponenten

wallo+nen

wallonen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

wallonen‑ als Erstglied (4 von 4)

walloneneisen

DWB

wallone·neisen

walloneisen , walloneneisen , n. das aus roheisen bereitete stabeisen, das in wallonschmieden gefertigt wird. C. F. Richter berg- u. hüttenl…

wallonenfrischen

DWB

wallonen·frischen

wallonenfrischen , n. substantivirter inf., die herstellung von schmiedeeisen, wie sie in wallonschmieden üblich ist, auch zweimalschmelzere…

Wallonenstraße

PfWB

wallonen·strasse

Wallonen-straße f. : FlN, Straßenname, amtl. Wallonenstraße [ KL-Ottbg NW-Lambr ], mda. Welschgaß [ KL-Ottbg ], nach den ehemals angesiedelt…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „wallonen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/wallonen/meyers
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Cotta, Marcel. „wallonen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/wallonen/meyers. Abgerufen 9. May 2026.
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Cotta, Marcel. „wallonen". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/wallonen/meyers.
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