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Vorhalten

mhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Vorhalten trs, ntr

Bd. 5, Sp. 478b
Vorhalten, v. unregelm. (s. Halten). I) trs. 1) * * Auf unbillige Art das, was einem Andern gehört, bei sich oder zurückbehalten, wofür man jetzt gewöhnlich vorenthalten sagt. »— und halte niemand seinen verdienten Lohn vor.« Tob. 4, 15. 2) Vor ein Ding Halten, so halten, daß es vor dem Vordertheile eines Dinges befindlich ist; wie auch, vorwärts, vor sich hin halten. Einem einen Spiegel, ein Buch, ein Stück Geld vorhalten. Die Hand vorhalten, vor das Gesicht  — — und hielt Den glatten Schild und weit die Lanze vor. Bürger. (R.) I engerer Bedeutung, zur Annehmung vorhalten; eigentlich und uneigentlich. »Der jedermann vorhält den Glauben.« Apostelg. 18, 31. Uneigentlich, vor die Augen des Geistes gleichsam halten, vorstellen, erkennen machen. »Bin ich denn also euer Feind worden, daß ich euch die Wahrheit vorhalte.« Gal. 4, 16. I engerer Bedeutung, gleichsam vor Augen halten, damit er es sehe, sich erinnere. »Mein Herz hält dir vor dein Wort.« Ps. 27, 8. Dann auch, und am häufigsten, tadelnd, rügend vor Augen stellen, erkennen machen. Einem sein Vergehen vorhalten. Er hat mir es genug vorgehalten. »Wir halten Jemanden einen Fehler vor, zuvörderst, wenn es noch ungewiß ist, ob er ihn begangen hat, damit er sich rechtfertigen könne, oder wenn es gewiß und er dessen geständig ist, daß er sich entschuldige oder ihn bloß erkenne.« Eberhard. Vergl. Vorweisen, Vorwerfen, Vorrücken. 3) Bei den Jägern, in einiger Entfernung vor ein anderes Ding halten. Das Schießgewehr im Zielen vorhalten, oder mit demselben vorhalten, es auf ein im Laufe oder Fluge begriffenes Thier anschlagen und vor der Stelle, wo es sich in dem Augenblicke befindet, hinzielen, damit das Thier in den Schuß laufe oder fliege, weil sonst der Schuß in den hintern Theil des Thieres oder hinter ihm vorbeifliegen würde, wenn man es voll nähme, d. h. gerade mitten auf dasselbe zielte. II) Х ntr. mit haben, vorwärts, der Zeit nach, in die künftige Zeit gleichsam vor halten, dauern, hinreichend oder dienlich sein. Sonst auch hinhalten, hinlangen. Dieser Vorrath wird nicht lange vorhalten. — D. Vorhalten. D. — ung. S. d.
2128 Zeichen · 47 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    vor halten

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    vor halten tr. behaupten vor Bit. 7185, vorenthalten Chr. 2. 72,27. 29. 514,16. 515,14; 3. 380,7; 5. 347,15; 9. 833,18.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Vorhalten

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Vorhalten , verb. irregul. act. S. Adelung Halten . 1. * Was einem andern gehöret, auf unbillige Art zurück behalten; ei…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    vorhalten

    Goethe-Wörterbuch

    vorhalten [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    vor halten

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    vor halte n vorhalten, vorwerfen Banzenh. Su. — Schweiz. 2, 1234.

  5. Spezial
    vorhalten

    Russ.-Dt. Übers. (de-ru)

    vorhalten держать впереди, держать перед собой etw. hinter vorgehaltener Hand erzählen - тихонько шепнуть что-л. кому-л.…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit vorhalten

1 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von vorhalten 2 Komponenten

vorhal+ten

vorhalten setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

vorhalten als Zweitglied (1 von 1)

envorhalten

KöblerMhd

envor·halten

envorhalten , st. V. nhd. vorbehalten Q.: WeistÖ (15. Jh.) E.: s. envor, halten W.: nhd. DW- L.: DRW