Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
verfallen verb.
verfallen , verb. zusammenfallen, fallend verschwinden, ahd. farfallan Graff 3, 461 , mhd. vervallen, mnd. vorvallen; die vorsilbe ver verstärkt in den meisten fällen das einfache fallen, mitunter gibt sie ihm eine tadelnde nebenbedeutung oder sie beeinfluszt die bedeutung nicht weiter, so dasz fallen und verfallen gleich sind. 1 1) intransitiv, zusammenfallen, durch ( allmähliches ) zusammenstürzen zu grunde gehen: mhd. sît bî uns dit edele kint die keiserlîche gotes vruht, nu seht, wie sî ( die götzenbilder ) mit unzuht her unde dar zustrewet ligen unde aller crechte virzigen, vervallen unde…