tüte,
tute,
f. ,
horn-, trichter-, röhrenförmiges, insbes. '
trichterartiges behältnis, horn- bzw. röhrenförmiges blasinstrument'
; wort des nd.-ndl. raumes, s. Kretschmer
wortgeogr. 542
f.; mndl. mnd. tute
neben tote Verwijs-Verdam 8, 611
u. 780; Schiller-Lübben 4, 594
u. 634;
von da in die nord. sprachen (
s. Falk-Torp 1301
s. v. tut),
ins frz. u. provenzal. (
afrz. tuel,
nfrz. tuyau
u. provenzal. tudel,
nach E. Mackel
d. germ. elemente i. d. frz. u. provenzal. spr. in: frz. studien 6 [1888] 19
auf andd. *tūda
zurückgehend; Gamillscheg
führt tuyau
auf fränk. *þûta
zurück etym. wb. [1928] 874,
ebenso Bloch-v. Wartburg
dict. étym. de la langue française [1950] 626;
dagegen Meyer-Lübke 9017
auf ein schallwort tūt),
in einige italien. maa. (tudel, tuel
canna, pipa Zaccaria
l'elemento germanico nella lingua italiana [1901] 525),
sowie ins hd. gedrungen; hier erscheint tute
in mannigfaltiger gestalt, in älterer sprache meist mit anlautender lenis (
s. auch teil 2,
sp. 1767
s. v. dute
u. ebda 1770
s. v. dutte [2]
und V. Moser
frühnhd. gr. 1, 3 [1951] 205): dutte Mathesius
erklerung d. epist. a. d. Corinth. 1 (1591) 26;
vereinzelt mit offener qualität des stammvokals u. apokope des e: dott
cucullus Alberus (1540) yy 1
a;
mit eindringen des n
der sw. flexion dotten Burckhard (1576,
s. u. 1 b
α);
daneben findet sich früh die umgelautete form (
s. van der Meer
hist. gr. d. ndl. spr. 1 [1927] 61): thüte Faber
thes. (1587) 220
a; tüte, düte
cucullus Schottel
haubtspr. (1663) 1436;
gelegentlich entrundet: diete Bapst v. Rochlitz (1599,
s. u. 1 b
α);
vereinzelt auch in die nhd. diphthongierung einbezogen: teute Weise
erzn. 170
ndr. (
s. teil 2, 1037
s. v. deute;
teil 11, 1, 1
s. v. teute;
sowie bei Gerbet
Vogtland 149 [
anm. 2];
u. vgl. ndl. tuit);
gelegentliche kürze des stammvokals wird bis ins 19.
jh. hinein durch doppelschreibung des t
bezeichnet, so noch bei Görres: eine tutte mit zuckerwerk (2. 4. 1827)
ges. schr. 9 (1874) 303;
vereinzelt auch mundartlich (
s. u.). —
mundartlich ist tute
weit verbreitet (
s. Kretschmer
a. a. o.;
vgl. auch Adelung
s angabe 1 [1774] 1487
s. v. düte: '
im nieders. lautet dieses wort tute
oder tüte,
im oberdeutschen deute, teute
und in der gezierten obersächsischen mundart diete'): t
(û
)t(e), tüt(e) Doornkaat-Koolman
ostfries. 3, 452
f.; tūt Siebs
Helgoland 297; tute
brem.-nieders. 5, 134; tüte Richey
id. Hamburg. 318; tuut, tüt Mensing
schlesw.-holst. 5, 191
f. u. 208
f.; Schütze
holst. 4, 290; tüt Mi
mecklenb.-vorpomm. 95; Müller
Reuter-lex. 141; tȳtə Hasenclever
Wermelskirchen 97; tute, tüte Köppen
Dortmund 61; Woeste
westfäl. 277; tutt, tüüt Hönig
Köln 183; tüte Leithäuser
Barmen 162; tute, tüte
Elberfelder ma. 167; tüt Rovenhagen
Aachen 149; tt, tOeOet Müller-Weitz
Aachen 246
u. 251; tēt Münch
ripuar.-fränk. 79
u. 82; tȫt
rhein. bei Frings
Germania Romana (1932) 130
anm. 2; tte Schambach
Göttingen 2, 37; tute, tiete Brendicke
Berlin 184
f.; tûde, tute,
verhochdeutscht taude Frischbier
pr. 2, 414; tude Bock
id. Pruss. 70; tut Betcke 62; düte Gutzeit
livl. 1, 214; Hupel
Lief- u. Esthl. 243; tūten (
mit dem n
der sw. flex.) Frederking
Hahlen (
Minden) 33; tiuten Böger
Schwalenberg 166; tūte, tṻte Bauer-Collitz
waldeck. 105; tute Sprenger
Quedlinburg in: jb. d. ver. f. nd. sprachforschg. 30 (1904) 28; Block
Eilsdorf 99; Jecht
Mansfeld 115; tûte Liesenberg
Stieger ma. 138; dute, tute Keller
Thür. 18; düte Hertel
Thür. 87; düte, diete, deute, dute, tute Müller-Fraureuth
obers. 1, 270
f. u. 2, 766; dūd, dīd Barthel
vogtländ.-westerzgebirg. 70 (
ebda eine wortkarte [
nr. 7]
mit dem grenzverlauf zwischen md. dūd, dīd
und obd. gug< cuculus); tutte Weinhold
schl. 101; tute Albrecht
Leipzig 226; Meisinger
Rappenau 218; tut
siebenbürg.- sächs. 2, 101;
luxemb. ma. 446; — tut Schön
Saarbr. 214; tott, tutt Schmidt
Westerwald 259; düte, tüte Reinwald
henneberg. 23; Lenz
Handschuhsh. dial. 73; tute, tüte
bad. wb. 1, 618
f.; tute Fischer
schwäb. 2, 518; dutt(e), dott, tut(e) Martin-Lienhart
elsäss. 2, 727; tut Follmann
lothr. 115; dutten Schmeller
bair. 1, 554. —
nur vereinzelt wird die variierende lautgestalt, insbesondere das nebeneinander der umgelauteten und umlautlosen form zur semasiologischen scheidung verwendet (
während sich in der schriftsprache tute
für '
tuthorn',
s. u. 2,
und tüte
für '
papiertüte',
s. u. 1 b
α,
durchgesetzt hat, vgl. d. grosze Duden [1934] 586
Basler): tût
tüte, tyt
rohr Jensen
nordfries. 648; tute
trompete, düte
tüte Müller-Fraureuth
a. a. o.; tūte
tüte, tṻte
ausfluszrohr Bauer-Collitz
u. Woeste
a. a. o. indessen hat sich in südwestdt., vereinzelt auch in md. maa., die verschobene form zutte, zotte
bzw. diphthongiert zaute (
auch zauze), zeute, zeite
als träger der besonderen bedeutung '
ausguszröhre (
bes. einer kanne, s. u. 1 a
β)'
abgespaltet (
s. teil 15,
sp. 421
u. 874
u. 16, 1,
sp. 131
u. 876
sowie bei Kretschmer
wortgeogr. 541
und Frings
Germania Romana [1932] 211);
bereits bei Alberus
dict. (1540)
finden sich nebeneinander: dott
cucullus yy 1
a u. zot
fistula ebda aa 3
a.
ebenso wie im mndl. u. mnd. ist im frühnhd. zunächst nur die bedeutung '
horn- (
trichter-, röhren-)
förmiges'
nachweisbar, neben die erst im 17.
jh. die bedeutung '
blashorn (
-rohr)' —
mit deutlicher beziehung auf tuten '
blasen' —
tritt. deshalb hat Falk-Torp
s ansicht (
norw.-dän. etym. wb. 1296
s. v. tud
u. tude)
viel für sich, die für tüte
die grundbedeutung '
etwas hervorstehendes'
ansetzt und es erst sekundär mit ursprünglich onomatopoetischem tuten
in verbindung treten läszt (
etwa über die komposition tut-horn).
demgegenüber betrachtet Kluge-Götze (
im anschlusz an Kretschmer
u. Weigand-Hirt) tüte
bzw. mndl.-mnd. tute '
hornförmiges'
als ursprünglich lautmalendes wort der kindersprache, das eine papierrolle zum blasen bezeichnete; die belege dafür fehlen freilich. 11)
bezeichnung von etwas hornförmigem, trichter- bzw. röhrenartigem schlechthin. 1@aa)
allg.; in mannigfacher, besonders mundartlich reich bezeugter anwendung (
s. auch teil 2,
sp. 1771
s. v. dutte 3
u. 6). 1@a@aα)
horn- bzw. kegelförmiges verschiedener art: Geel (
Michael) kam in die statt, wolte sich was zu gute thuen, kauffte ... einen saltzen häring ind einen (!) tuten oder semmel J. P. de Memel
lustige gesellsch. (1656) 31; inzwischen gibt es nicht allein unter den tuten (
kegelschnecken, conoidea), sondern auch unter den anderen geschlechtern rare schnecken
qu. v. 1766
in Brehm
tierl. 10, 391
P.-L.; der keilbeinstachel (
rostrum sphenoidale), welcher zuweilen durch das zusammenstoszen der tuten (
cornua sphenoidalia) entsteht und mit dem oberen rande an das senkrechte blatt des riechbeins paszt Sömmerring
bau d. menschl. körpers (1839) 2, 46; der wirbel hat an seinem untern ende eine tute mit schraubenmutter Veith
bergwb. (1870) 580.
besonders in nordwestdt. ma. mannigfaltig bezeugt; für eine spitze, kegelförmige haartracht: de deerens dregt en blaue tüt Schütze
holst. 4, 290; sê hed so'n tt up de kop Doornkaat-Koolman
ostfries. 3, 453 (
vgl. oldenburg. tüüt
haarbund Böning 120);
im sinne von '
zipfel': en swarte mütz ahn schirm, baben mit en rode tut un en quast Groth
ges. w. 4 (1898) 76.
vereinzelt auch als spöttische bezeichnung der nase, wobei wohl auch die bedeutung 2
hineinspielt: putz dir die teute! Müller-Fraureuth
a. a. o. (
ebenso von Betcke
bezeugt). 1@a@bβ)
trichter- bzw. röhrenförmiges; '
ausguszrohr einer kanne'
; so schon mndl., als träger dieser bedeutung im südwest- u. mitteldeutschen hat sich insbesondere die verschobene form zutte, zotte
entwickelt, die bereits seit frühnhd. zeit nachweisbar ist (
s. o.),
im nordwestdt. die allerdings selten bezeugte form tütel (
s. dort): sê hed de tt fan de trekpot (
theetopf) ... ofstötd Doornkaat-Koolman
ostfries. 3, 453; so auch bei Siebs, Mensing, Köppen, Leithäuser, Hasenclever, Woeste
a. a. o. u. im wb.
d. Elberfelder ma. a. a. o.; bei Müller- Fraureuth
für die kanne selbst: laatschtute
kaffeekanne; bei Richey
id. Hamburg. 307: teute
gross es trinck-geschirr, bauren-kanne. Frings
Germania Romana (1932) 130
anm. 2
bezeugt rhein. tt '
röhrkanne', Müller-Weitz
Aachen tOeOet
grosze kupferne oder blecherne kanne 246, Münch
ripuar.-fränk. tēt '
groszes gefäsz von blech für bier' 79, Woeste
westfäl. toite '
hölzernes bierfäszchen mit griff' 277;
im siebenbürg.-sächs. wird der hohle, röhren-artige stengel der zwiebel als tut
bzw. zwibeltut
bezeichnet, sowie die holzröhre der mostfässer; hieran knüpft die wendung e saift wâ
i en tut
u. die bezeichnung sauftut
für '
trinker' (
vgl. luxemb. brantweinstût).
auch sonst in mannigfaltiger anwendung; '
ofenrohr': für in'e tuut
schornsteinbrand Mensing
schlesw.-holst. 5, 193,
ebda auch in der bedeutung '
korntrichter'
u. '
schneckenhaus'
bezeugt; '
röhrenförmige büchse, welche auf ... die nabe des wagenrades gesteckt wird': wen du de raden smërd hest, den must du de tuten d'r wër gôd up fast steken Doornkaat-Koolman
a. a. o.; für die form des mundes: hê mâkt so'n langen tût (
mundöffnung)
ebda; e
ine tute mache
n den mund wild verziehen Fischer
schwäb. 2, 518;
oder auch für den mund selbst: halt dei
n tute
ebda, vgl. ndl. toet, tuit van der Meer
hist. gr. d. ndl. spr. 1 (1927) 54;
spöttisch für die hosenbeine gebraucht: he süht ut as dat leiden Christi in twee tüten Mensing
a. a. o.; und für den helm: die hurrah-tüte
le casque René Delcourt
expressions d'argot allemand et autrichien (1917) 117
a; Müller-Fraureuth
obers. 1, 271
verzeichnet hurratute
hoher hut, ebenso leichentute ...,
weil besonders bei beerdigungen getragen; vereinzelt auch als name hohlstengliger pflanzen (
s. Marzell
wb. d. dt. pflanzenn. 1, 333
f.; luxemb. ma. 446
und Mensing
schlesw.-holst. 5, 186
s. v. tutenbloom)
und als zoologischer terminus: hinter dem bauch hängt bei hengsten der 'schaft' oder 'schlauch', die 'tute' sammt der 'rute' und dem 'geschröte' Jähns
rosz und reiter 1 (1872) 61. 1@bb)
insbesondere für ein trichterartiges behältnis. 1@b@aα)
spitz gedrehter bzw. geklebter papierbeutel (
vgl. papiertüte
und tütenpapier): welche (
kinder) ein hausz fr ein dotten mit zucker leichtlich geben dOerfften J. Burckhard
patrocinium pupillorum (1576) 4; mache die (!) von blawen oder grawen pappir oder maculatur ein diete oder scharnitze wie die kramer gebrauchen
M. Bapst v. Rochlitz
artznei-buch (1599) 89; (
Cicero:) ist dann gar niemand, der sich meiner noth annehmen will vnd den wurtzkrAemern verbieten, jhre tutten ausz meinen bchern zu machen? Moscherosch
gesichte (1650) 2, 194; for die dutt rosinle vierzeh su (
sous) Arnold
pfingstmontag (1816) 40; bei diesen worten öffnete der markese die flieszpapierne tüte, die er mitgebracht, und mit langsamer sorgfalt zog er daraus hervor eine wunderschöne tulpe Heine
w. 3, 297
Elster; wann werden sie (
anrede) endlich die tüte mit den heftzwecken aus der tasche kramen E. Langgässer
unauslöschl. siegel (1946) 501; bei dieser gelegenheit (
bei einem groszen ball) hatte Soubirous damals die ansehnliche summe von hundert sous verdient und überdies seinen kindern eine tüte voll bäckereien mit nach hause gebracht Werfel
Bernadette (1948) 15.
als umgangssprachliche wendungen finden sich: he mutt tuuten dreihn (klęben)
sitzt im gefängnis Mensing
a. a. o.; er duet dutte bäbbe
er sitzt im gefängnis Martin-Lienhart
a. a. o. (
vgl.tütenkleber u. luxemb. tûtefabrik '
gefängnis');
vereinzelt auch literarisch: wenn er (
Erasmus) in einem zuchthaus sitzen und tüten kleben müszte, würde er ebenso (
unberührt) aussehen Wiechert
missa sine nomine (1950) 437; tüte driene joe (tüten
drehen gehen)
faullenzen Rovenhagen
Aachen 149; er kriegt die tüte
er wird entlassen Gerhard
Siegerländer bergmannsspr. 169,
vgl. 1tütchen (1) '
lohntüte'; nich de düte, nich in de düte
verneinung, ablehnung einer bitte Müller-Fraureuth
a. a. o.; nich in de tiete! ...
ich denke nicht daran! Meyer
d. richtige Berliner (1904) 119; in der letzt' dutt findt sich alles
am ende wird alles klar Askenasy
Frankfurt 19; aus er annern dutt
aus einem andern kapitel, ebda. 1@b@bβ)
konisch geformter schmelztiegel: tuten sind gebrannte scherben, so unten eng und oben weit sind, darinnen das kupffer ertz ansiedet Junghans
gräublein ertz (1680) Fd; tüten sind gebrannte tiegel, so unten eng und oben weit, wie ein ingusz, darinnen man das kupffer- und blei-ertz einsiedet Schönberg
berg-information (1693) 2, 133 (
ähnlich bei Minerophilus
bergw.-lex. [1730] 673
u. Herttwig
neues u. vollk. bergbuch [1734] 394
a); aus dem gemenge (
schamotte u. ton) werden die tuten auf der töpferscheibe geformt Muspratt
chemie (1888) 1, 1496. 1@b@gγ)
in botan. fachsprache für ein scheidenartiges blattgebilde (
besonders bei den knöterichsgewächsen)
gebraucht: ochrea die tute, ein röhriger, scheidenförmiger theil, welcher in dem winkel eines blattes sitzt, oft auch dem blattstiel angewachsen ist und den stengel oder hauptast sammt der knospe des blattwinkels umschlieszt Bischoff
wb. d. beschr. botanik (1857) 106,
so auch bei Schlechtendal
flora v. Deutschland (1880) 9, 47,
sowie Brockhaus 19 (1934) 211.
in älterer sprache vereinzelt auch '
fruchtkapsel' (
s. teil 2,
sp. 1771
s. v. dutte [4]): gleich wie man nun diese frucht werth hat, also hat sie auch die natur in häuszlein oder dutten verwahret
J. de Acosta, America (1605) 130. 22) '
horn- bzw. röhrenförmiges blasinstrument' (
vgl.tutenblaser und synonymes tuthorn): (
es) hat so manche nacht die dudden und schalmey unsz ausz dem schlaff gebracht Simon Dach
ged. 1, 93
Ziesemer; gib's ihm nur durch den schall der tte zu verstehn Hoffmannswaldau
u. a. Deutschen ged. (1697) 4, 323
Neukirch; wo am zehntbach hin die herrlichsten tuten und pfeifen wachsen in der ganzen gegend Ludwig
ges. schr. (1891) 2, 37;
so besonders in nord- u. mitteldt. ma. geläufig (
s. bei Schütze, Mensing, Köppen, Rovenhagen, Jecht, Keller, Albrecht, Müller-Fraureuth, Weinhold, Frommann, Follmann, Fischer
sowie im bad. wb. a. a. o. u. vgl. luxemb. tuteble
iser '
hornist'
luxemb. wb. a. a. o.; tirol. tûter
waldhorn Schöpf 778),
wobei die umlautlose form überwiegt, aber bei einem nebeneinander der bedeutungen 1
u. 2
im gegensatz zur schriftsprache (
s. o.)
nur selten für 2
allein üblich ist: in de tute stöten Doornkaat-Koolman
a. a. o.; in der ma.
d. Saarbrücker landes findet sich faweriktut '
sirene einer fabrik' Schön 214.
vereinzelt wird tut(e)
auch metaphorisch für '
gesäsz'
gebraucht, so im luxemb. u. lothr. (
vgl. bad. furztute
bad. wb. 1, 618). 33)
metaphorisch für einen dummen menschen; vereinzelt mundartlich nachweisbar, in Dessau als tûte
neben tûter
zs. f. dt. phil. 27 (1895) 505;
obers. in der komposition trantute '
verschlafener mensch, träumer' Müller-Fraureuth 1, 239
u. 271 (
vgl. tüt '
nachtwächter'
ebda 270).