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titel

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Wander
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Titel

Bd. 4, Sp. 1216
Titel 1. An Titeln soll man nicht sparen, man kauft sie ja nicht auf der frankfurter Messe. – Eiselein, 597. Lat.: Qui vents volnut pasci, indigni sunt alimento alio. (Eiselein, 597.) 2. An Titeln soll man nicht sparen, sagte die Braut zum Pfarrer, als sie das Aufgebot bestellte; ich bitte um den Ehrentitel Weiland vor Jungfrau, den die selige Amtmännin bekam. 3. Besser ein Titel zu viel, als einer zu wenig. n.: Det er bedre ut forsee sig med for mange end for faa titler. (Prov. dan., 183.) 4. Der grösste Titel ist gegen den Tod kein Mittel. 5. Der Titel rühmt sich mancher gross und ist an rechten Künsten blos. – Körte, 5988. 6. Der Titel wäre gut, wenn nur die Mittel besser wären. Meist als Antwort dessen, dem man einen höhern Titel beilegt, als den seiner Stellung. 7. Der Titul machts nicht auss. – Petri, II, 109. 8. Die schlechtesten Titel bringen die grössten Mittel. Z.B. Lumpen-, Knochen- u. dgl. Handel. 9. Ein Titul ohne das Land ist lächerlicher als ein Buch ohne Titul. – Opel, 381. 10. Es wird vielen ein schöner Titel gegeben, aber nur von wenigen verdient. n.: Aerlig titul gives vel mange men fortienes ikkun af faa. (Prov. dan., 553.) 11. Jedem seinen Titel ist zum Leben ein gutes Mittel. Engl.: When you have any business with a man, give him title enough. 12. Man soll auf Titel nicht zu viel vertrauen. Weder bei Büchern, noch Büchsen, noch Menschen. Frz.: Il ne faut pas s'en rapporter à l'étiquette du sac. (Bohn I, 24.) 13. Titel gross und Bullen edel reicht nicht weiter als der Zedel. – Wirth, I, 505. 14. Titel kosten kein Geld. – Graf, 517, 237; Estor, II, 295, 3495; Pistor., X, 69; Dove, 872. In der Regel kosten sie viel Geld, und die schlechtesten das meiste. Wenn sie auch dem, der sie erhält, Geld kosteten, so werden doch Personen, die blos einen Titel erhalten und dafür keine Dienste leisten, vom Staate nicht bezahlt, und insofern kosten sie diesem, was der Sinn des Sprichworts ist, kein Geld. 15. Titel ohne Mittel sind ein schlechter Kittel. Frz.: Possession vaut titre. 16. Titel ohne Mittel trägt der Narr auf seinem Kittel. Die Neugriechen: Heissen will ich Frau Wijardin, fall' vor Hunger ich auch todt bin. (Sanders, 129, 24.) 17. Titel sind jetzt so gemein, dass titulirt wird jedes Schwein. 18. Tittel ohn Mittel sind wie ein Haus ohn Dach. – Wirth, I, 510; Simrock, 40336. Böhm.: Horké naše titule, jsouli prázdny škatule. (Čelakovsky, 106.) 19. Vom Titel kann man nichts herunternagen. – Simrock, 10337; Mayer, II, 134; Braun, I, 4526. 20. Was helfen alle ärztlichen Titel, sie wissen doch kein Choleramittel. Ein ansbacher Volksspruch zur Zeit des ersten Auftretens der Cholera. (Oertel, Die allerneuesten Wassercuren, Nürnberg 1838, Hft. 22.) 21. Was hilft der Titel ohne Mittel. – Braun, I, 4525. 22. Was hilft mir der Titel, wenn ich nicht habe den Kittel (die Mittel). – Mayer, II, 134; Simrock, 10335; Körte, 5987. Die Titelsucht war von jeher eine wahre Kopfkrankheit der Deutschen und die Pinsel sahen darin das einzige Mittel, sich wichtig zu machen. Friedrich der Grosse liess in Hamburg an Leute, die, wie er sich selbst ausdrückte, viel Geld und wenig Verstand hatten, nach bestimmten Preisen Titel aller Gattungen verkaufen, und spottete der Käufer Thorheit, welche Geld für solche Waare ausgaben. Lat.: Quid juvat abs vitulo, titulo gaudere sereno? Cum titulo vitulus pinguis ubique sapit. (Chaos, 364, 43.) Poln.: Nic mi po tîtule, kiedy próźno w szkatule. (Lompa, 26.) 23. Was sind das für Titel, die zur Suppe keinen Schinken geben! Die Russen: Was sind das für Titel, die zur Kohlsuppe keinen Schinken geben. 24. Wem die titul wolschmecken, der mag damit sein hunger büssen. – Lehmann, 155, 43. 25. Wenn man sinen rechten Titel krigt, mag man wol ên Ôg todôn, sagte der einäugige Bettelvogt. – Schütze, IV, 296. Ein Bettler hatte nämlich an einen einäugigen Vogt in Holstein die Frage gerichtet: Gnädiger Herr Pragervagd, dörf ik wol ên bitjen in de Strât herumgàm, und darauf obige Antwort erhalten. 26. Wenn mancher seine Titul verlöre, so behielt er gar nichts. – Opel, 381. 27. Wo Titul und Münzen steigen, da werden die Herrschaften und das Geld klemme. – Opel, 381. 28. Da ist der Titel auch das Beste daran. Wo ist das Buch zu diesem Titel? fragte jemand, als er den viel versprechenden Titel einer schlechten Schrift las. 29. Dafür hilfft kein Titel noch Namen. – Mathesy, 45a. 30. Der Titel bläht ihn gewaltig auf. – Mayer, II, 134. 31. Der Titel lässt's nicht zu. – Mayer, II, 134. 32. Einem alle möglichen (erdenklichen) Titel geben. D.h. ihn mit allerhand Schimpfnamen benennen. »Die K. hat mir alli Tit'ln geben.« (Hügel, 164a.) 33. Er het e Titel ohne Mittel. (Solothurn.) – Schild, 78, 243; Sutermeister, 97. 34. Nich in den ringsten Tuttel. – Hamb. Chronik, 92. D.i. auf keine Weise. [Zusätze und Ergänzungen] 35. Der Titel verkauft das Buch. – Neue Freie Presse, 1878, Nr. 4915. Maxime mancher Bücherverleger. 36. Was nützen Titel und Ehr', wenn der Beutel stetig leer. – Devisenbuch, 159.
5023 Zeichen · 154 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    TITELstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +2 Parallelbelege

    Lexer FindeB TITEL stm. lat. titulus . — apex titel MWVQVZ gl. Mone 6,221. sîner sælde wart ein tittel (: brittel) unde …

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    titelM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    titel , M. nhd. Titel, Inschrift, Aufschrift, Überschrift, Buchtitel, Titel einer Schrift, Buch, Schrift, Buchabschnitt,…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Titel

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Der Titel , des -s, plur. ut nom. sing. Diminut. das Titelchen, Oberd. Titellein. 1) Ein Punct, kleiner Strich im Schrei…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Titel

    Goethe-Wörterbuch

    Titel [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Titel

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +4 Parallelbelege

    Titel , lat. titulus , Auf- od. Ueberschrift, Amts- od. Ehrenname; im Rechtswesen titulus , Rechtsgrund zum Erwerb dingl…

  6. modern
    Dialekt
    Titel

    Bayerisches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    Titel Band 3, Spalte 3,1791

  7. Sprichwörter
    Titel

    Wander (Sprichwörter)

    Titel 1. An Titeln soll man nicht sparen, man kauft sie ja nicht auf der frankfurter Messe. – Eiselein, 597. Lat. : Qui …

  8. Spezial
    Titelm (abbr Tit.)

    Dt.-Russ. phil. Termini · +20 Parallelbelege

    Titel , m (abbr Tit.) название , ср [Überschrift]

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit titel

245 Bildungen · 97 Erstglied · 146 Zweitglied · 2 Ableitungen

titel‑ als Erstglied (30 von 97)

Titelaufdruck

FiloSlov

titel·aufdruck

Titelaufdruck , m тиснение , ср заглавия на обложке или корешке книги

Titelbauk

MeckWB

titel·bauk

Wossidia Titelbauk n. Buch, in dem Titel, Anredeformen usw. verzeichnet sind; nur in a. Spr. im Dim. belegt: '12 titelbokeschen' (1546) Beit…

Titelbild

Campe

titel·bild

Das Titelbild , — es, Mz. — er , ein auf dem Titel eines Buches abgedrucktes, oder demselben beigegebenes, gegenüber stehendes Bild; das Tit…

titelbischof

DWB

titel·bischof

titelbischof , m. , oder titularbischof, der nur den titel eines bischofs hat ( nach einem in partibus infidelium, in den ländern der ungläu…

titelblatt

DWB

titel·blatt

titelblatt , n. blatt mit dem buchtitel: titul-blat eines buchs Ludwig 1983 ; was ich auf dem titul-blat gesagt habe. Liscov 3 , titelblatt …

Titelbörs

Campe

titel·boers

Der Titelbörs , — es, Mz. — e , bei Müller, eine Art Börse, welche mit gelben Strichen wie mit einer Schrift gezeichnet ist (Perca diogramma…

titelbogen

DWB

titel·bogen

titelbogen , m. der erste buchbogen mit dem titel: aus einem alten fabelbuche (der titelbogen fehlt daran, sonst führt ichs meinen lesern an…

titelbôk

MNWB

titel·bok

° titelbôk , n. : ein Buch in dem Titel, Anredeformen usw. verzeichnet sind, Titularbuch, (Buchtitel:) „ Tytel Bock mit gans suͤuerliker vnd…

titelbrauch

DWB

titel·brauch

titelbrauch , m. : taback und tittel-brauch sind beiderlei nur rauch. Logau 3, 8, 35 .

titelbuch

DWB

titel·buch

titelbuch , n. , oder titularbuch, libellus variorum tibulorum Aler 1901 a . Ludwig 1983 ; das welsche savoysche tittelbuch. Krause ertzschr…

titelbuchstabe

DWB

titelbuch·stabe

titelbuchstabe , m. 1 1) die groszen buchstaben eines buchtitels; bildlich: die rothen titelbuchstaben der schönheit, nämlich geschminkte wa…

titelbōk

KöblerMnd

titel·bōk

titelbōk , N. nhd. „Titelbuch“, ein Buch in dem Titel verzeichnet sind, Buch in dem Anredeformen verzeichnet sind, Titularbuch E.: s. titel …

titelbȫkesken

KöblerMnd

titel·bȫkesken

titelbȫkesken , N. nhd. ein Büchlein in dem Titel verzeichnet sind, Büchlein in dem Anredeformen verzeichnet sind, kleines Titularbuch E.: s…

Titeldruck

FiloSlov

titel·druck

Titeldruck , m карточка , ж , печатная каталожная

Titeldruckstelle

FiloSlov

titeldruck·stelle

Titeldruckstelle , f сектор , м подготовки библиографических описаний к печати

Titelei

FiloSlov

tit·e·lei

Titelei , f элементы , мн , титульные

Titeleintragung

FiloSlov

titel·eintragung

Titeleintragung , f описание , ср под заглавием, библиографическое

titel als Zweitglied (30 von 146)

adeltitel

DWB2

adel·titel

DWB2 ADELSTITEL , adeltitel m. DWB2 titel, der die adelszugehörigkeit des trägers dokumentiert ( s. a. adelsprädikat): DWB2 1654 indeme .. d…

Amtstitel

Campe

amts·titel

Der Amtstitel , des — s, d. Mz. w. d. Ez. der Titel, welchen einer von dem Amte, das er bekleidet, führt.

Bildtitel

FiloSlov

bild·titel

Bildtitel , m подпись , ж к иллюстрации

dedikationstitel

DWB2

dedikations·titel

dedikationstitel m. : 1960 dedikationstitel besonderes blatt des buches, das die widmung trägt Duden fremdwb. 122 c .

dichtertitel

DWB

dichter·titel

dichtertitel , m. warum sollte man aber gegenwärtiges büchlein ( Gottlieb Hillers gedichte ) geradezu von der schwächsten seite, von der poe…

ehrentitel

DWB

ehren·titel

ehrentitel , m. honorifica appellatio, einem den rechten ehrentitel geben. ironisch auch schelte.

Ableitungen von titel (2 von 2)

urtitel

DWB

urtitel ( desgl. ) hwb. d. staatswiss. 5 2 , 882. —