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Tênne

mhd. bis spez. · 19 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
26 in 19 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Tênne

Bd. 4, Sp. 555
Die Tênne, plur. die -n, Diminut. das Tennchen, ein geebneter und fest geschlagener Theil der Erdfläche, gewisse Verrichtungen darauf vorzunehmen, wo es doch nur in einigen einzelnen Fällen üblich ist. Die Haustenne, im Oberdeutschen, der Hausflur, das Vorhaus, der Platz im Hause gleich an der Hausthür. Die Vogeltenne, in einigen Oberdeutschen Gegenden, der Vogelherd. In den Pochwerken wird der Fußboden, welcher sonst im Bergbaue die Sohle heißt, gleichfalls die Tenne genannt. Am üblichsten ist es im Hochdeutschen, denjenigen geebneten und fest geschlagenen Fußboden zu bezeichnen, auf welchem das Getreide ausgedroschen wird, wo es in der edlern Schreibart für das gemeinere Diehle gebraucht wird; die Dreschtenne, Nieders. Dreschdiehle; die Scheun- oder Scheuertenne, wenn eine solche Tenne ein Theil einer Scheuer ist, zum Unterschiede von einer Feldtenne. Die Tenne schlagen, durch Festschlagung der Erde oder des Lehmes eine Tenne bereiten. Anm. Schon im Tatian Tenni, beym Notker, der es im ungewissen Geschlechte gebraucht, daz Tenne. Es ist der Oberdeutschen Mundart vorzüglich eigen, indem die Niederdeutsche dafür ihr Dehle, Diehle gebraucht. Die Abstammung ist ungewiß. Wenn man aber das eben gedachte Niederdeutsche mit zu Rathe zieht, so scheinet der Begriff der Niedrigkeit, vielleicht auch der ebenen Beschaffenheit der herrschende zu seyn. Im erstern Falle würde es mit dem Angels. Den, Lagerstätte, Engl. Den, eine Höhle, Grube, Ital. Tana, und dem Franz. Taniere, eine Höhle, eine Lagerstatt wilder Thiere, Eines Geschlechtes seyn. In den gemeinen Mundarten ist es in allen drey Geschlechtern, im Hochdeutschen aber nur im weiblichen üblich.
1666 Zeichen · 20 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    TENNEstn. stf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    TENNE stn. tenne. stf. H. zeitschr. 7,337. ahd. tenni Graff 5,429. Gr. 3,417. Schmeller 1,446. area sumerl. 25,10. 36,39…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    tenneAdj.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    tenne , Adj. Vw.: s. tēnen* (2)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Tênne

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Die Tênne , plur. die -n, Diminut. das Tennchen, ein geebneter und fest geschlagener Theil der Erdfläche, gewisse Verric…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Tenne

    Goethe-Wörterbuch

    Tenne [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Tenne

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Tenne , s. Scheune .

  6. modern
    Dialekt
    Tenne

    Bayerisches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    Tenne Band 3, Spalte 3,1182f.

  7. Sprichwörter
    Tenne

    Wander (Sprichwörter)

    Tenne Gute Tenne, gute Drescher. Dän. : Hvor en god lo er maa være en god tærsker. ( Prov. dan., 388. )

  8. Spezial
    Tenne

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ten|ne f. (-,-n) (Dreschtenne) ara (ares) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tenne

89 Bildungen · 57 Erstglied · 30 Zweitglied · 2 Ableitungen

tenne‑ als Erstglied (30 von 57)

tennebanse

KöblerMhd

tenne·banse

tennebanse , st. M. nhd. weiter Scheunenraum zur Seite der Tenne E.: s. tenne, banse W.: nhd. DW- L.: Lexer 452b (tennebanse)

Tennecker

Herder

tenn·ecker

Tennecker , Christian Ehrenfried Seifert von, geb. 1770 zu Bräunsdorf bei Freiberg, 1791 im sächs. Militär, stieg bis zum Cavalleriemajor, w…

Tennefru

MeckWB

Tennefru f. Marketenderin; Name eines als Frau verkleideten Knechts, der auf dem Schimmel ( s. Schimmel 2 c und Schimmelrider ) ritt Bartsch…

tennegras

DWB

tenne·gras

tennegras , n. , s. denngras th. 2, 952, tenngras, denngras schweiz. idiot. 2, 797 (' thatsache ist, dasz diese pflanze auf hartgetretenem b…

tennekanne

KöblerMnd

tenne·kanne

tennekanne , F. nhd. Zinnkanne, zinnerne Kanne Hw.: s. tinnenkanne, tinkanne E.: s. tin, kanne W.: vgl. nhd. Zinnkanne, F., Zinnkanne, DW 31…

Tennemann

Herder

tenne·mann

Tennemann , Wilhelm Gottlieb, ein Philosoph der Kant'schen Schule, geb. 1761 zu Kleinbrembach bei Erfurt, lehrte zu Jena, von 1804 an zu Mar…

Tennemeister

Campe

tenne·meister

Der Tennemeister , — s, Mz . gl. in der Landwirthschaft mancher Gegenden, derjenige unter den Dreschern, welcher die Aufsicht über die ander…

Tennenrisel

SHW

Tennen-risel Band 1, Spalte 1471-1472

Tennenwand

SHW

Tennen-wand Band 1, Spalte 1471-1472

tennenboden

DWB

tennen·boden

tennenboden , m. der boden der tenne, bildlich: die rauhen scenen schottischen lebens sieht er ( Rob. Burns ) nicht im arkadischen lichte; a…

tennenbosz

DWB

tennenbosz , m. körner, welche beim abladen des getreides auf die tenne fallen ( vgl. tennereis) Schm. 2 1, 608.

Tennengebirge

Meyers

tennen·gebirge

Tennengebirge , Gebirgsstock der Salzburger Kalkalpen, zwischen der Salzach (im W.), Lammer (N. und O.) und dem Fritzbach (S.), fällt nament…

tennenhall

DWB

tennen·hall

tennenhall , m. hall der tenne beim dreschen: ( klänge ) wie sensendengeln, wie tennenhall! A. Grün ges. werke 4, 186 .

tennenmeister

DWB

tennen·meister

tennenmeister , m. horrearius Aler 1877 b ; tennenmeister oder scheunknecht Zink öcon. lex. 2896 , der vordrescher oder scheuerknecht Schm. …

tennenpatsche

DWB

tennen·patsche

tennenpatsche , f. patsche zum festschlagen und ebnen des tennenbodens Aler 1877 b , tennenbatsche Zink öcon. lex. 422 . vgl. tennschläger .

tenne als Zweitglied (30 von 30)

Antenne

Pfeifer_etym

ant·enne

Antenne f. Vorrichtung zum Senden und Empfangen elektromagnetischer Wellen. Lat. antemna, spätlat. antenna ist in viele europ. Sprachen eing…

dreschtenne

DWB

dresch·tenne

dreschtenne , f. wie dreschboden dreschdiele ein festgestampfter platz in einer scheuer oder im freien, das getreide darauf zu dreschen, nie…

mültenne

KöblerMhd

mültenne , st. F. nhd. „Mühltenne“, Mühlboden Q.: Voc (1477) E.: s. mül, tenne W.: nhd. DW- L.: LexerHW 1, 2226 (mültenne)

Obtenne

BWB

Obtenne Band 3, Spalte 3,1561

Rehmtenne

BWB

Rehmtenne Band 3, Spalte 3,1561

reittenne

DWB

reit·tenne

reittenne , f. tenne, auf der das korn durch vieh aus den halmen getreten wird. Jacobsson 3, 398 b .

scheuntenne

DWB

scheu·n·tenne

scheuntenne , f. tenne, fuszboden der scheune, meist tenne schlechthin genannt. Adelung. Jacobsson 3, 580 b .

spieltenne

DWB

spiel·tenne

spieltenne , f. tenne, wo musik und tanz stattfindet, tanzboden; mundartlich als masc.: das der alt Kogler ain ehafteiding herfur gesessen s…

stadeltenne

DWB

stadel·tenne

stadeltenne , f. dreschtenne in einem stadel, vgl. Jacobsson 4, 245 b ; ich musz doch hinausz gehn, auff glaubn, dasz sie nicht auf mein sta…

tränktenne

DWB

traenk·tenne

tränktenne , f. , dass. wie tränkherd ( s. d. ), näher beschrieben im allg. haushalt.-lex. 3, 618: item werden ( für vögel und wildpret ) be…

vogeltenne

DWB

vogel·tenne

-tenne , f. : aucipium, vogeltenne Diefenbach gloss. 59 b ; vogelherd, vogeltenne, aia, uccellaia Kramer 2, 1205 c (1702) ; Schöpf tirol. 79…

waldtenne

DWB

wald·tenne

waldtenne , f. waldvogelherd. Zinke ökon. lex. (1753) 3091 . Adelung.

wattenne

KöblerMnd

watt·enne

wattenne , Adv. nhd. was dann, obschon, wenngleich, wiewohl Hw.: s. wattan E.: s. wattan L.: Lü 559b (wattan)

Weißtenne

BWB

Weißtenne Band 3, Spalte 3,1183f.

Worftênne

Adelung

worf·tenne

Die Worftênne , plur. die -n, die Tenne, worauf das Getreide geworfelt wird.

Ableitungen von tenne (2 von 2)

getenne

DWB

getenne , n. , verstärkte bildung zu tenne ( theil 11, 253), vielleicht mit collectivbedeutung; sie erscheint in einem mitteldeutschen gedic…

Tennee

PfWB

Tennee (Kinderspiel) s. Tenee ;